Blasenkrebs
Blasenkrebs (Urothelkarzinom) ist ein bösartiger Tumor der Blasenschleimhaut, der etwa 2% aller Krebserkrankungen bei Hunden ausmacht und besonders häufig ältere Hündinnen betrifft.
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Blasenkrebs (Urothelkarzinom) ist ein bösartiger Tumor der Blasenschleimhaut, der etwa 2 % aller Krebserkrankungen bei Hunden ausmacht und besonders häufig ältere Hündinnen betrifft.
Welche Hunde erkranken besonders häufig an Blasenkrebs?
Scottish Terrier tragen ein 18-fach erhöhtes Risiko – eine genetische Besonderheit dieser Rasse. Auch West Highland White Terrier, Shetland Sheepdogs und Beagles erkranken überdurchschnittlich oft. Hündinnen sind doppelt so gefährdet wie Rüden; das Durchschnittsalter bei der Diagnose liegt bei 10 Jahren.
Wie erkenne ich die ersten Anzeichen?
Blut im Urin ist das häufigste Symptom – oft sichtbar als rosafarbener oder dunkelroter Schimmer. Der Hund setzt den Urin tropfenweise ab, presst dabei oder jault vor Schmerzen. Manche Hunde werden wieder unsauber, weil sie den Harndrang nicht mehr kontrollieren können.
Im weiteren Verlauf kommen Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust hinzu. Ein aufgeblähter Bauch kann auf Wasseransammlungen hindeuten, wenn der Tumor bereits Metastasen gebildet hat.
Wie wird Blasenkrebs diagnostiziert?
Der Tierarzt tastet zunächst die Blase ab – Tumore fühlen sich als harte Knoten an. Der Ultraschall zeigt die genaue Grösse und Lage des Tumors. Eine Urinuntersuchung weist Krebszellen nach; eine Gewebeprobe (Biopsie) bestätigt die Diagnose endgültig.
Röntgenaufnahmen des Brustkorbs prüfen, ob sich bereits Metastasen in der Lunge gebildet haben. Laut Fachliteratur ist das bei rund 20 % der Fälle zum Zeitpunkt der Diagnose der Fall.
Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen?
Eine vollständige chirurgische Entfernung ist meist nicht möglich, da Blasentumore oft am Blasenhals sitzen – dort, wo Harnröhre und Blase verbunden sind. Eine Chemotherapie mit Carboplatin kann die Überlebenszeit um durchschnittlich 6 Monate verlängern.
NSAIDs (entzündungshemmende Medikamente) können das Tumorwachstum verlangsamen. Schmerztherapie und Antibiotika gegen Harnwegsinfekte verbessern die Lebensqualität spürbar.
Wie ist die Prognose?
Ohne Behandlung überleben Hunde nach der Diagnose im Schnitt 4 bis 6 Monate. Mit Chemotherapie steigt die Überlebenszeit auf 8 bis 12 Monate. Etwa 10 % der behandelten Hunde leben länger als 2 Jahre – meist jene mit kleinen Tumoren, die früh entdeckt wurden.
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