SRMA
SRMA (Steroid Responsive Meningitis-Arteritis) ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem des Hundes die eigenen Hirnhäute und Blutgefäße angreift.
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SRMA (Steroid Responsive Meningitis-Arteritis) ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem des Hundes die eigenen Hirnhäute und Blutgefässe angreift.
Die Krankheit trifft vor allem junge Hunde zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Boxer, Beagle und andere mittelgrosse Rassen sind überdurchschnittlich häufig betroffen – warum, ist bislang ungeklärt.
Wie erkenne ich SRMA beim Hund?
Der steife Gang ist das Leitsymptom. Dein Hund bewegt sich wie ein Roboter und weigert sich, den Kopf zu senken oder zu drehen. Beim Versuch, ihn am Nacken zu berühren, schreit er auf oder zuckt weg.
Weitere Anzeichen können sich innerhalb von ein bis zwei Tagen entwickeln: hohes Fieber (oft über 40 °C), Futterverweigerung und Erbrechen. In schweren Fällen treten Krampfanfälle oder Lähmungserscheinungen auf.
Wie unterscheidet sich SRMA von anderen Krankheiten?
Bandscheibenvorfälle betreffen meist nur die Hinterhand, während ein Hund mit SRMA die gesamte Wirbelsäule steif hält. Bei Spondylose verschlechtern sich die Symptome langsam über Wochen – SRMA bricht akut aus.
Infektiöse Meningitis zeigt ähnliche Symptome, spricht aber nicht auf Kortikosteroide an. Genau darin liegt der entscheidende Unterschied.
Welche Untersuchungen sind nötig?
Die Liquoruntersuchung bestätigt die Diagnose. Bei SRMA steigen die neutrophilen Granulozyten im Nervenwasser auf über 90 Prozent – normalerweise liegen sie unter 10 Prozent.
Blutuntersuchungen zeigen zusätzlich erhöhte Entzündungswerte (CRP, SAA). MRT-Aufnahmen können Entzündungsherde sichtbar machen, sind aber nicht immer erforderlich.
Wie wird SRMA behandelt?
Hochdosierte Kortikosteroide sind die Standardtherapie. Meist beginnt man mit Prednisolon (2–4 mg/kg täglich). Binnen eines Tages sollte sich der Zustand deutlich bessern – daher der Name „steroid responsive“.
Die Therapie dauert mindestens sechs Monate. Ein zu frühes Absetzen führt in den meisten Fällen zu Rückfällen.
Wie stehen die Heilungschancen?
Mit konsequenter Behandlung leben etwa 85 Prozent der Hunde normal weiter. Unbehandelt kann SRMA tödlich verlaufen oder bleibende neurologische Schäden hinterlassen.
Manche Hunde sind dauerhaft auf niedrigdosierte Kortikosteroide angewiesen. Das klingt einschneidend. Die meisten kommen damit aber gut zurecht.
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