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Spulwürmer

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Spulwürmer
Definition

Spulwürmer (Toxocara canis) sind rundliche, bis zu 18 Zentimeter lange Darmparasiten, die bei 85 Prozent aller Welpen bereits vor der Geburt übertragen werden.

Inhalt
  1. Wie übertragen sich Spulwürmer auf Hunde?
  2. Welche Symptome zeigen Hunde mit Spulwurmbefall?
  3. Wie wird ein Spulwurmbefall diagnostiziert?
  4. Welche Wurmkuren wirken gegen Spulwürmer?
  5. Können Spulwürmer auf Menschen übertragen werden?

Spulwürmer (Toxocara canis) sind rundliche, bis zu 18 Zentimeter lange Darmparasiten, die bei 85 Prozent aller Welpen bereits vor der Geburt übertragen werden.

Diese Zahlen zeigen: Ein Spulwurmbefall ist bei jungen Hunden fast unvermeidlich. Erwachsene Hunde infizieren sich seltener neu, können aber jahrelang Zysten in der Muskulatur tragen.

Wie übertragen sich Spulwürmer auf Hunde?

Welpen infizieren sich bereits im Mutterleib über die Plazenta oder später durch die Muttermilch. Bei erwachsenen Hunden erfolgt die Ansteckung durch das Fressen von Eiern aus dem Kot anderer Tiere oder durch Beutetiere wie Mäuse.

Die Eier brauchen 2-4 Wochen in der Umwelt, um infektiös zu werden. In feuchter Erde überleben sie jahrelang – ein Grund, warum Hundespielplätze oft Infektionsquellen sind.

Welche Symptome zeigen Hunde mit Spulwurmbefall?

Ein typischer Welpe mit schwerem Spulwurmbefall hat einen aufgetriebenen „Wurmbauch“ bei gleichzeitig sichtbaren Rippen. Erwachsene Würmer werden manchmal erbrochen oder sind im Kot sichtbar.

Weitere Anzeichen: schleimiger Durchfall, stumpfes Fell, Wachstumsstörungen bei Welpen. Husten kann auftreten, wenn Larven durch die Lunge wandern. Ein massiver Befall kann zu Darmverschluss führen.

Wie wird ein Spulwurmbefall diagnostiziert?

Tierärzte suchen unter dem Mikroskop nach ovalen, dickschaligen Eiern in einer Kotprobe. Da Spulwürmer nicht täglich Eier legen, kann eine einzelne negative Probe einen Befall nicht ausschließen.

Deshalb sammeln viele Tierärzte Kotproben von drei aufeinanderfolgenden Tagen. Bei Welpen wird oft vorsorglich entwurmt, ohne vorherige Kotuntersuchung.

Welche Wurmkuren wirken gegen Spulwürmer?

Bewährte Wirkstoffe sind Fenbendazol, Pyrantel oder Milbemycin. Die Behandlung erfolgt als Tablette, Paste oder Spot-on. Eine einmalige Gabe reicht nicht – die Kur muss nach 2-3 Wochen wiederholt werden, um nachgeschlüpfte Larven zu erfassen.

Welpen werden ab der 2. Lebenswoche alle 14 Tage entwurmt, bis sie 12 Wochen alt sind. Erwachsene Hunde je nach Risiko 2-4 Mal jährlich.

Können Spulwürmer auf Menschen übertragen werden?

Ja, Toxocara canis kann Menschen befallen und das Krankheitsbild „Toxocariasis“ auslösen. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, die mit kontaminierter Erde spielen.

Die Larven wandern durch menschliche Organe und können Augen- oder Nervenschäden verursachen. Schwangere Frauen sollten Katzenklos und Hundeauslaufgebiete meiden, Kotaufnahme beim Spaziergang sofort unterbinden.