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Sinusitis

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Sinusitis
Definition

Sinusitis ist eine Entzündung der Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen des Hundes.

Inhalt
  1. Was passiert bei einer Sinusitis?
  2. Woran erkennst du Sinusitis beim Hund?
  3. Welche Ursachen stecken dahinter?
  4. Wie wird Sinusitis diagnostiziert?
  5. Welche Behandlung hilft?
  6. Wie sind die Heilungschancen?

Sinusitis ist eine Entzündung der Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen des Hundes. Die luftgefüllten Hohlräume im Schädel schwellen an, verstopfen und bereiten dem Hund Schmerzen – besonders wenn sich zusätzlich Schleim ansammelt.

Was passiert bei einer Sinusitis?

Die Nasennebenhöhlen deines Hundes sind normalerweise frei durchlüftet. Bei einer Entzündung schwillt die Schleimhaut an und blockiert die Verbindungsgänge zur Nase. Schleim staut sich, Bakterien vermehren sich in der warmen, feuchten Umgebung. Das Ergebnis: dumpfe Kopfschmerzen und erschwerte Atmung durch die Nase.

Entscheidend für den Verlauf ist die Ursache. Eine bakterielle Infektion nach dem Zwingerhusten klingt mit Antibiotika binnen Tagen ab. Ein eingeatmeter Grassamen dagegen bleibt so lange ein Problem, bis ihn der Tierarzt endoskopisch entfernt.

Woran erkennst du Sinusitis beim Hund?

Der Nasenausfluss ist das deutlichste Zeichen. Er beginnt oft klar und wird bei bakterieller Beteiligung gelb oder grün. Dein Hund niest häufiger, atmet geräuschvoll durch den Mund oder reibt sich die Schnauze an Möbeln.

Bei fortgeschrittenen Fällen schwillt das Gesicht an – meist einseitig, wenn nur eine Nebenhöhle betroffen ist. Manche Hunde verweigern hartes Futter, weil das Kauen Schmerzen im Oberkiefer auslöst. Ein fauliger Geruch aus der Nase deutet auf abgestorbenes Gewebe oder Zahnprobleme hin.

Welche Ursachen stecken dahinter?

Bakterielle Infektionen entstehen meist als Folge anderer Erkrankungen. Nach einer Erkältung oder bei schlecht gepflegten Zähnen wandern Keime in die Nebenhöhlen. Besonders die oberen Backenzähne stehen in direktem Kontakt zu den Kieferhöhlen – eine tiefe Karies kann direkt durchbrechen.

Pilzinfektionen durch Aspergillus treffen eher Hunde mit geschwächtem Immunsystem. Sie sind hartnäckiger als bakterielle Entzündungen und kehren ohne konsequente Behandlung zurück. Allergien gegen Pollen oder Hausstaubmilben lösen chronische Schleimhautentzündungen aus – hier ist die Sinusitis nur ein Symptom des größeren Problems.

Fremdkörper wie Grassamen oder kleine Stöckchen verursachen einseitige Beschwerden. Der Körper versucht, das eingedrungene Material durch Entzündung einzukapseln – ohne Erfolg, solange der Fremdkörper nicht entfernt wird.

Wie wird Sinusitis diagnostiziert?

Dein Tierarzt tastet zunächst Kopf und Schnauze ab, um schmerzhafte Stellen zu finden. Röntgenaufnahmen zeigen verstopfte Nebenhöhlen als milchige Verschattungen – gesunde Höhlen erscheinen schwarz wie Luft.

Eine Endoskopie durch die Nase liefert den direkten Blick auf Entzündungen oder Fremdkörper. Gleichzeitig kann der Tierarzt Gewebeproben für die Laboruntersuchung entnehmen. Bei Verdacht auf Pilzbefall oder resistente Bakterien zeigt eine Kultur, welche Medikamente wirklich helfen.

Welche Behandlung hilft?

Antibiotika bekämpfen bakterielle Infektionen meist binnen einer Woche. Entscheidend ist die vollständige Einnahme über 10-14 Tage, auch wenn die Symptome früher verschwinden. Bei Pilzinfektionen dauert die Behandlung mit Antimykotika mehrere Monate.

Liegt eine Zahninfektion zugrunde, muss der kranke Zahn raus. Das beseitigt die Entzündungsquelle und verhindert Rückfälle. Fremdkörper werden endoskopisch oder operativ entfernt – je früher, desto weniger Gewebe ist bereits geschädigt.

Kortikosteroide reduzieren akute Schwellungen schnell, bergen aber bei längerer Gabe Nebenwirkungen. Schmerzmittel erleichtern dem Hund die Zeit bis zur Heilung. Inhalationen mit Salzlösung lösen zähen Schleim – eine einfache Unterstützung der medikamentösen Therapie.

Wie sind die Heilungschancen?

Akute Sinusitis heilt bei richtiger Behandlung meist vollständig aus. Chronische Verläufe bei Allergikern lassen sich gut kontrollieren, erfordern aber dauerhaftes Management. Pilzinfektionen haben eine gute Prognose, wenn die Therapie konsequent durchgezogen wird – Rückfälle entstehen meist durch zu frühen Behandlungsabbruch.