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Primäre Ciliäre Dyskinesie (PCD)

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Primäre Ciliäre Dyskinesie (PCD)

Primäre Ciliäre Dyskinesie (PCD), auch bekannt als immotile cilia syndrome, ist eine seltene erbliche Erkrankung. Sie entsteht durch einen Defekt der Zilien – winzige haarähnliche Strukturen auf Zelloberflächen, die normalerweise Schleim und Fremdpartikel abtransportieren. Bei Hunden beeinträchtigt PCD die Funktion der Zilien in den Atemwegen und führt zu chronischen Atemproblemen.

Was ist Primäre Ciliäre Dyskinesie?

Bei PCD sind die Zilien entweder strukturell abnormal oder vollständig unbeweglich. Dadurch lassen sich Schleim und Fremdpartikel nicht mehr aus den Atemwegen abtransportieren. Der Schleim sammelt sich an, blockiert die Atemwege und begünstigt chronische Infektionen.

Symptome und Anzeichen

Die klinischen Symptome zeigen sich häufig schon im Welpenalter:

  • Chronischer Husten
  • Nasenausfluss
  • Häufige Atemwegsinfektionen
  • Entzündungen der Ohren
  • Bei einigen Rassen tritt zusätzlich Situs inversus auf – eine spiegelverkehrte Anordnung der inneren Organe in Brust und Bauch.

Diagnose

Die Diagnose gestaltet sich oft schwierig, weil die Symptome anderen Atemwegserkrankungen ähneln. Für die Abklärung kommen folgende Untersuchungen zum Einsatz:

  • Anamnese und klinische Untersuchung
  • Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder CT, um chronische Veränderungen in den Atemwegen zu erkennen
  • Zilienbiopsie oder elektronenmikroskopische Untersuchung der Zilienstruktur
  • Genetische Tests zum Nachweis spezifischer Mutationen

Behandlung und Management

Eine Heilung ist nicht möglich. Die Therapie zielt darauf ab, Symptome zu lindern und Komplikationen zu vermeiden:

  • Regelmässige Reinigung der Atemwege, um Schleimansammlungen zu reduzieren
  • Antibiotika bei akuten Atemwegsinfektionen
  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Reduktion der Exposition gegenüber Atemwegsirritanten (Rauch, Staub, Aerosole)
  • Physiotherapie zur Unterstützung des Abhustens

Prognose und Zucht

Betroffene Hunde benötigen lebenslange Betreuung. Wie gut die Prognose ausfällt, hängt vom Schweregrad der Erkrankung und einer konsequenten Behandlung ab. Da PCD vererbt wird, sollten betroffene Hunde von der Zucht ausgeschlossen werden.