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Operationen an Nerven

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Operationen an Nerven
Definition

Operationen an Nerven sind chirurgische Eingriffe zur Behandlung von Nervenschäden beim Hund, meist durch Bandscheibenvorfälle oder Unfallverletzungen verursacht.

Inhalt
  1. Wann braucht ein Hund eine Nervenoperation?
  2. Welche Nervenoperationen gibt es konkret?
  3. Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?
  4. Was kostet eine Nervenoperation?
  5. Wo werden solche Operationen durchgeführt?
  6. Wie läuft die Nachbehandlung ab?

Wann braucht ein Hund eine Nervenoperation?

Die häufigste Ursache sind Bandscheibenvorfälle, die auf das Rückenmark drücken – etwa 80% aller Nervenoperationen bei Hunden. Du erkennst das daran, dass dein Hund plötzlich humpelt, die Hinterbeine nachzieht oder sogar gelähmt ist. Auch Tumore am Rückenmark oder eingeklemmte Nerven nach Unfällen können eine Operation nötig machen.

Welche Nervenoperationen gibt es konkret?

Bei der Hemilaminektomie entfernt der Chirurg Teile der Wirbel, um Druck vom Rückenmark zu nehmen. Das ist der Standardeingriff bei Bandscheibenvorfällen. Die Foraminotomie erweitert die Öffnung, durch die ein Nerv aus der Wirbelsäule austritt. Seltener sind Operationen peripherer Nerven – etwa wenn der Radialnerv nach einem Autounfall gerissen ist.

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?

Bei Bandscheibenoperationen können 85-90% der Hunde wieder laufen, wenn sie vor der OP noch Schmerz spüren konnten. Ist bereits eine komplette Lähmung eingetreten, sinkt die Erfolgsrate auf 50-60%. Entscheidend ist der Zeitfaktor: Je früher operiert wird, desto besser die Prognose.

Was kostet eine Nervenoperation?

Du musst mit 2.000-4.000 Euro rechnen. Eine einfache Bandscheibenoperation kostet etwa 2.500 Euro, komplexere Rückenmarksoperationen bis zu 4.000 Euro. Hinzu kommen Kosten für MRT-Diagnostik (800-1.200 Euro) und oft wochenlange Physiotherapie.

Wo werden solche Operationen durchgeführt?

Neurochirurgie beim Hund machen nur spezialisierte Kliniken. In Deutschland etwa die Tierklinik Hofheim, das AniCura Tierspital Zürich oder die Kleintierklinik der LMU München. Diese Kliniken haben die nötigen Geräte wie OP-Mikroskope und Elektromyografie zur Nervenfunktionsmessung.

Wie läuft die Nachbehandlung ab?

Nach der OP bleibt dein Hund meist 3-5 Tage stationär. Dann folgen 6-8 Wochen strikte Leinenpflicht – keine Sprünge, keine Treppen. Physiotherapie mit Unterwasser-Laufband beginnt oft schon nach einer Woche. Viele Hunde brauchen 3-6 Monate, bis sie wieder normal laufen können.