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Augenuntersuchung

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Augenuntersuchung
Definition

Eine Augenuntersuchung beim Hund ist ein systematischer Check der Sehorgane durch den Tierarzt, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und das Sehvermögen zu erhalten.

Inhalt
  1. Warum braucht mein Hund eine Augenuntersuchung?
  2. Wie läuft die Untersuchung genau ab?
  3. Was kostet eine Augenuntersuchung?
  4. Wann sollte ich sofort zum Tierarzt?

Eine Augenuntersuchung beim Hund ist ein systematischer Check der Sehorgane durch den Tierarzt, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und das Sehvermögen zu erhalten.

Warum braucht mein Hund eine Augenuntersuchung?

Augenerkrankungen entwickeln sich oft schleichend. Ein Glaukom kann innerhalb weniger Stunden zur Erblindung führen, während Katarakte über Monate entstehen. Hunde zeigen Sehprobleme selten deutlich – sie kompensieren mit Gehör und Geruch.

Bei diesen Rassen ist eine jährliche Kontrolle sinnvoll: Golden Retriever (Katarakte), Cocker Spaniel (Glaukom), Collie (Collie Eye Anomaly). Hunde über acht Jahre sollten bei der Jahresimpfung die Augen mituntersuchen lassen.

Wie läuft die Untersuchung genau ab?

Die Basis-Augenuntersuchung dauert etwa 15 Minuten und erfolgt meist ohne Sedierung:

Anamnese und äussere Inspektion: Der Tierarzt fragt nach Veränderungen wie vermehrtem Blinzeln, Lichtscheu oder Augenausfluss. Augenlider und Bindehaut werden auf Rötungen oder Schwellungen geprüft.

Spaltlampenuntersuchung: Mit einer speziellen Lampe wird die Hornhaut auf Kratzer, die vordere Augenkammer auf Trübungen und die Linse auf Katarakte untersucht. Dein Hund sitzt dabei ruhig – die Untersuchung ist schmerzfrei.

Augendruckmessung (Tonometrie): Ein kleines Gerät misst den Druck im Auge. Normalwerte liegen zwischen 10-25 mmHg. Höhere Werte deuten auf ein Glaukom hin.

Pupillentest: Eine Taschenlampe prüft, ob sich beide Pupillen gleichmässig verengen. Unterschiedliche Reaktionen können auf Nervenschäden hinweisen.

Was kostet eine Augenuntersuchung?

Eine Basis-Augenuntersuchung kostet zwischen 30-50 Euro. Speziellere Untersuchungen wie eine Netzhautspiegelung (Ophthalmoskopie) kosten zusätzlich 20-40 Euro. Bei Überweisungen zum Tierophthalmologen rechne mit 80-150 Euro für die Erstuntersuchung.

Die Kosten variieren je nach Region und Praxis. Manche Tierärzte bieten Augenscreenings als Teil der Jahresuntersuchung an.

Wann sollte ich sofort zum Tierarzt?

Diese Symptome erfordern eine Untersuchung binnen 24 Stunden:

Plötzliche Trübung der Hornhaut, starker Tränenfluss mit Blinzelkrampf, sichtbare Verletzungen am Auge oder wenn dein Hund gegen Möbel läuft. Ein rotes, schmerzhaftes Auge kann ein akutes Glaukom sein – hier entscheiden Stunden über das Sehvermögen.

Leichter Augenausfluss ohne Schmerzen kann bis zum nächsten Werktag warten. Bei Unsicherheit hilft ein Anruf in der Praxis.