Müssen Hunde zur Prostata-Untersuchung?
Eine Prostata-Untersuchung beim Rüden wird nicht routinemäßig durchgeführt, sondern nur bei konkretem Verdacht auf Erkrankungen oder ab einem bestimmten Alter als Vorsorge.
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Eine Prostata-Untersuchung beim Rüden wird nicht routinemässig durchgeführt, sie erfolgt nur bei konkretem Verdacht auf Erkrankungen oder ab einem bestimmten Alter als Vorsorge.
Ab welchem Alter wird eine Prostata-Untersuchung empfohlen?
Bei Rüden ab 6 Jahren steigt das Risiko für Prostatavergrösserungen deutlich an. Tierärzte empfehlen daher eine jährliche Kontrolle ab diesem Alter, besonders bei grösseren Hunderassen.
Unkastrierte Rüden entwickeln häufiger Prostataprobleme als kastrierte. Etwa 80 % der unkastrierten Rüden über 8 Jahre zeigen eine gutartige Prostatavergrösserung. Bei kastrierten Rüden sinkt dieses Risiko erheblich.
Welche Symptome deuten auf Prostataprobleme hin?
Schwierigkeiten beim Kotabsatz sind oft das erste Anzeichen. Der Kot wird dünn oder bandförmig, weil die vergrösserte Prostata auf den Darm drückt.
Weitere Warnsignale sind Blut im Urin, häufiges Pressen beim Urinieren ohne nennenswerten Harnabsatz oder ein veränderter Gang mit steiferen Hinterbeinen. Manche Rüden zeigen auch eine erhöhte Berührungsempfindlichkeit im hinteren Bauchbereich.
Wie läuft die Untersuchung konkret ab?
Der Standard ist die rektale Tastuntersuchung. Der Tierarzt führt einen Finger vorsichtig in den After ein und ertastet Grösse, Form und Konsistenz der Prostata. Das dauert nur wenige Sekunden.
Bei Auffälligkeiten folgt oft ein Ultraschall über die Bauchdecke oder durch den Enddarm. Er zeigt die genaue Grösse und mögliche Veränderungen im Gewebe. Röntgenaufnahmen kommen nur bei Verdacht auf Tumore zum Einsatz.
Zusätzlich kann eine Urinuntersuchung bakterielle Infektionen oder Blutbeimengungen aufdecken. Eine Blutuntersuchung zeigt Entzündungswerte und bei Tumorverdacht spezielle Marker.
Was kostet eine Prostata-Untersuchung?
Die einfache Tastuntersuchung kostet etwa 15 bis 25 Euro. Ein zusätzlicher Ultraschall schlägt mit rund 30 bis 50 Euro zu Buche. Wer eine umfassende Diagnostik mit Blut- und Urinuntersuchung wünscht, muss mit bis zu 150 Euro rechnen.
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