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MIC (Minimal-invasive Chirurgie)

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MIC (Minimal-invasive Chirurgie)
Definition

Minimal-invasive Chirurgie (MIC) bezeichnet Operationsverfahren beim Hund, bei denen statt großer Hautschnitte nur kleine Zugänge von wenigen Millimetern geschaffen werden, durch die Kamera und Instrumente eingeführt werden.

Inhalt
  1. Wie funktioniert minimal-invasive Chirurgie beim Hund?
  2. Welche Eingriffe sind minimal-invasiv möglich?
  3. Was kostet minimal-invasive Chirurgie?
  4. Wann ist minimal-invasive Chirurgie nicht sinnvoll?
  5. Wie finde ich einen Tierarzt für minimal-invasive Eingriffe?

Minimal-invasive Chirurgie (MIC) bezeichnet Operationsverfahren beim Hund, bei denen statt grosser Hautschnitte nur kleine Zugänge von wenigen Millimetern angelegt werden, durch die Kamera und Instrumente eingeführt werden.

Wie funktioniert minimal-invasive Chirurgie beim Hund?

Der Tierarzt setzt ein bis drei kleine Schnitte von 5 bis 12 mm Länge. Durch diese Öffnungen führt er eine Kamera (Endoskop) und spezialisierte Instrumente ein. Das Operationsgebiet wird auf einem Monitor vergrössert dargestellt – oft mit besserer Sicht als bei offenen Eingriffen.

Bei Bauchhöhlen-Eingriffen wird CO2-Gas eingeleitet, um Raum zu schaffen. Das Gas ist für den Hund unbedenklich und wird nach der Operation wieder abgesaugt.

Welche Eingriffe sind minimal-invasiv möglich?

Laparoskopische Kastrationen sind der häufigste MIC-Eingriff beim Hund. Dabei werden nur die Eierstöcke entfernt – die Gebärmutter bleibt intakt, wenn sie gesund ist.

Weitere Anwendungen:

  • Biopsien von Leber, Milz oder anderen Organen
  • Entfernung einzelner Tumore
  • Arthroskopien bei Gelenkproblemen
  • Gastropexie zur Magendrehungs-Vorbeugung

Was kostet minimal-invasive Chirurgie?

Eine laparoskopische Kastration kostet etwa 200 bis 400 Euro mehr als der offene Eingriff – je nach Praxis und Region. Die Gesamtkosten bewegen sich typischerweise zwischen 600 und 1.200 Euro.

Arthroskopien am Kniegelenk schlagen mit 800 bis 1.500 Euro zu Buche. Nicht alle Tierversicherungen übernehmen die Mehrkosten für MIC-Verfahren.

Wann ist minimal-invasive Chirurgie nicht sinnvoll?

Bei akuten Notfällen wie Magendrehungen oder schweren Verletzungen ist die offene Chirurgie meist schneller und sicherer. Besteht der Verdacht auf ausgedehnte Verwachsungen oder grosse Tumore, wählen Tierärzte häufig den direkten Zugang.

Sehr kleine Hunde unter 5 kg Körpergewicht sind manchmal zu klein für die MIC-Instrumente – in solchen Fällen entscheidet der Tierarzt nach individueller Einschätzung.

Wie finde ich einen Tierarzt für minimal-invasive Eingriffe?

MIC setzt spezielle Ausrüstung und eine entsprechende Fortbildung voraus. Nicht jede Praxis bietet diese Verfahren an. Tierkliniken und Überweisungspraxen verfügen eher über die nötige Ausstattung als reine Haustierpraktiken.

Eine Online-Suche nach „laparoskopische Kastration“ oder „Arthroskopie Hund“ kombiniert mit dem Ortsnamen hilft bei der Praxis-Suche. Der Haustierarzt kann zudem an spezialisierte Kollegen überweisen.