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Ligamenta cruciata

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Ligamenta cruciata
Definition

Die Ligamenta cruciata sind zwei Bänder im Hundeknie, die Oberschenkel- und Schienbein miteinander verbinden und das Gelenk bei Bewegung stabilisieren.

Inhalt
  1. Welche Hunde sind besonders betroffen?
  2. Wie erkenne ich einen Kreuzbandriss?
  3. TPLO oder TTA – welche Operation ist besser?
  4. Wie lange dauert die Heilung?

Die Ligamenta cruciata sind zwei Bänder im Hundeknie, die Oberschenkel- und Schienbein miteinander verbinden und das Gelenk bei Bewegung stabilisieren.

Das vordere Kreuzband (Ligamentum cruciatum anterius) verhindert, dass das Schienbein nach vorne rutscht. Das hintere Kreuzband (Ligamentum cruciatum posterius) wirkt in die Gegenrichtung. Beim Hund ist das vordere Kreuzband deutlich häufiger von Rissen betroffen als das hintere.

Welche Hunde sind besonders betroffen?

Große und schwere Rassen haben ein erhöhtes Risiko für Kreuzbandrisse. Rottweiler, Labrador Retriever und Golden Retriever gehören zu den am häufigsten betroffenen Rassen. Bei diesen Hunden tritt oft eine schleichende Schwächung des Bandes auf, die irgendwann zum kompletten Riss führt.

Übergewicht verstärkt das Problem erheblich. Jedes zusätzliche Kilo belastet die Kniegelenke und beschleunigt den Verschleiß. Auch sehr aktive Hunde, die abrupt stoppen oder Richtungsänderungen machen, haben ein höheres Verletzungsrisiko.

Wie erkenne ich einen Kreuzbandriss?

Ein kompletter Kreuzbandriss führt zu sofortiger Lahmheit. Der Hund belastet das betroffene Bein gar nicht mehr oder nur minimal. Das Knie schwillt an und fühlt sich warm an.

Tückischer sind partielle Risse oder schleichende Verschlechterungen. Hier lahmt der Hund intermittierend – mal mehr, mal weniger. Nach Ruhepausen läuft er normal, nach Belastung hinkt er wieder. Diese Hunde zeigen oft morgens nach dem Aufstehen die stärkste Lahmheit.

TPLO oder TTA – welche Operation ist besser?

Bei der TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomy) wird ein keilförmiges Stück aus dem Schienbein entfernt und die Gelenkfläche neu ausgerichtet. Diese Methode gilt als Goldstandard für große Hunde über 20 Kilogramm.

Die TTA (Tibial Tuberosity Advancement) verlagert den Ansatzpunkt der Kniescheibensehne nach vorne. Beide Verfahren ersetzen die Funktion des gerissenen Kreuzbandes durch eine veränderte Biomechanik des Kniegelenks.

Welche Methode gewählt wird, hängt von Größe, Gewicht und Aktivitätslevel des Hundes ab. Bei sehr kleinen Hunden unter 15 Kilogramm reicht manchmal eine konservative Behandlung mit Physiotherapie und Gewichtsreduktion.

Wie lange dauert die Heilung?

Nach einer TPLO-Operation braucht der Knochen acht bis zwölf Wochen zum Verheilen. In dieser Zeit ist nur kontrollierte Bewegung an der Leine erlaubt. Freier Auslauf ist tabu.

Die volle Belastbarkeit kehrt meist nach vier bis sechs Monaten zurück. Physiotherapie beschleunigt den Heilungsprozess und baut die Muskulatur wieder auf. Ohne Operation entwickelt sich fast immer eine Arthrose, die das Gelenk dauerhaft schädigt.