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Reflux

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Reflux
Definition

Reflux beim Hund entsteht durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre, wenn der untere Speiseröhrenmuskel nicht richtig schließt und ätzenden Mageninhalt hochsteigen lässt.

Inhalt
  1. Warum bekommen manche Hunde Reflux?
  2. Wie erkenne ich Reflux bei meinem Hund?
  3. Wie wird Reflux beim Hund behandelt?
  4. Welches Futter hilft bei Reflux?

Reflux beim Hund entsteht durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Der untere Speiseröhrenmuskel (Ösophagussphinkter) schließt nicht richtig, wodurch ätzender Mageninhalt hochsteigt und die empfindliche Speiseröhrenwand reizt.

Ein Border Collie, der nach dem Fressen immer wieder unverdaute Brocken hochwürgt, ohne zu würgen – das kann Reflux sein. Anders als beim Erbrechen kommt das Futter scheinbar mühelos hoch, manchmal erst Stunden nach der Mahlzeit.

Warum bekommen manche Hunde Reflux?

Übergewicht ist der häufigste Auslöser. Jedes Kilo zu viel erhöht den Druck auf den Magen und presst Inhalt nach oben. Bei einem 30-Kilo-Hund mit 5 Kilo Übergewicht steigt das Reflux-Risiko um etwa 40 Prozent.

Fütterungsfehler verstärken das Problem: Eine große Mahlzeit am Abend, dazu fettreiche Leckerlis – und der Mageninhalt hat nachts leichtes Spiel. Auch bestimmte Schmerzmittel entspannen den Speiseröhrenmuskel ungewollt.

Anatomische Besonderheiten spielen ebenfalls eine Rolle. Brachycephale Rassen wie Mops oder Französische Bulldogge haben durch ihre Kopfform oft einen veränderten Speiseröhrenverlauf.

Wie erkenne ich Reflux bei meinem Hund?

Regurgitation ist das Hauptsymptom. Der Hund würgt unverdautes Futter hoch – aber ohne die typischen Bauchbewegungen des Erbrechens. Das passiert oft 30 Minuten bis mehrere Stunden nach dem Fressen.

Weitere Anzeichen: Der Hund schleckt auffällig oft oder schluckt leer, als würde er Säure hinunterschlucken. Manche Hunde reiben sich den Hals an Möbeln oder zeigen Unbehagen beim Hinlegen.

Chronischer Reflux führt zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Wenn Magensäure in die Atemwege gerät, entsteht ein trockener, bellender Husten – besonders nachts.

Wie wird Reflux beim Hund behandelt?

Omeprazol ist der Goldstandard. Die übliche Dosis liegt bei 0,7-1,4 mg pro Kilogramm Körpergewicht, einmal täglich morgens. Ein 20-Kilo-Hund bekommt also 14-28 mg – meist für mindestens 4-6 Wochen.

Prokinetika wie Metoclopramid beschleunigen die Magenentleerung. Das verkürzt die Zeit, in der Mageninhalt hochsteigen kann. Dosierung: 0,2-0,5 mg/kg, zwei- bis dreimal täglich.

Die Fütterung umzustellen bringt oft mehr als Medikamente. Drei kleine Portionen statt einer großen reduzieren den Magendruck erheblich. Der letzte Napf sollte 3-4 Stunden vor dem Schlafengehen stehen.

Welches Futter hilft bei Reflux?

Fettarmes Protein ist ideal. Hühnchen, magerer Fisch oder Cottage Cheese belasten den Magen weniger als fettiges Rind oder Schwein. Der Fettgehalt sollte unter 10 Prozent liegen.

Reis oder Kartoffeln als Kohlenhydratquelle sind besser verdaulich als Getreide. Kleine, eingeweichte Brocken reduzieren die Schluckarbeit und damit das Reflux-Risiko.

Leckerlis zwischen den Mahlzeiten sind tabu. Sie erhöhen die Magensäureproduktion, ohne dass genug Futter zum Neutralisieren da ist.