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Langhaar

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Langhaar
Definition

Langhaar bezeichnet Hunde mit einem Deckhaar, das deutlich über die normale Fellänge hinausgeht – meist ab 5-8 cm Länge aufwärts.

Inhalt
  1. Wie oft muss ich einen Langhaar-Hund bürsten?
  2. Welche Probleme entstehen bei schlechter Langhaar-Pflege?
  3. Wann sollte ich einen Langhaar-Hund scheren lassen?

Langhaar bezeichnet Hunde mit einem Deckhaar, das deutlich über die normale Felllänge hinausgeht – meist ab 5–8 cm aufwärts.

Das betrifft Rassen wie Collies, Afghanische Windhunde oder Shih Tzus, aber auch Langhaarvarianten innerhalb von Rassen – etwa beim Deutschen Schäferhund. Entscheidend ist die Genetik: Bestimmte Gene sorgen für längere Wachstumsphasen der Haarfollikel.

Langhaar ist nicht gleich Langhaar. Die Struktur variiert von seidig-glatt (Setter) bis wollig-gelockt (Pudel) – mit jeweils anderen Pflegeanforderungen.

Wie oft muss ich einen Langhaar-Hund bürsten?

Täglich 15–30 Minuten sind realistisch – je nach Felllänge und -struktur. Ein Yorkshire Terrier benötigt andere Bürsten als ein Berner Sennenhund.

Bei seidigem Fell (Spaniel, Setter) reichen drei gründliche Bürstensessions pro Woche. Doppellagiges Langhaar (Collie, Deutscher Schäferhund Langhaar) verfilzt schneller und benötigt tägliche Aufmerksamkeit. Lockiges Langhaar (Pudel, Lagotto) verfilzt am schnellsten – hier sind tägliche Kontrollen Pflicht.

Die Reihenfolge: Erst mit einer Slickerbürste die Unterwolle lösen, dann mit einem Metallkamm kontrollieren. Verfilzungen sofort einzeln aufteilen, nie „durchreissen“.

Welche Probleme entstehen bei schlechter Langhaar-Pflege?

Verfilzungen ziehen an der Haut und können zu Druckstellen oder Ekzemen führen. Bei dichten Verfilzungen gelangt keine Luft mehr an die Haut – ein Milieu, in dem Bakterien und Pilze gedeihen.

Parasiten verstecken sich gerne in ungepflegtem Langhaar. Zecken und Flöhe sind schwerer zu entdecken, Milben können unbemerkt eine Dermatitis verursachen. Regelmässige Fellkontrollen sind deshalb ein fester Teil der Gesundheitsvorsorge.

Im Sommer speichert ungepflegtes Langhaar Hitze und verhindert den Temperaturausgleich. Ein gepflegtes Langhaarfell dagegen isoliert in beide Richtungen und schützt vor Überhitzung.

Wann sollte ich einen Langhaar-Hund scheren lassen?

Bei vollständiger Verfilzung ist Scheren oft der einzige Weg. Ein erfahrener Groomer kann beurteilen, ob Teile des Fells noch zu retten sind.

Medizinische Gründe sind Hauterkrankungen, Operationen oder ein Alter, in dem sich der Hund nicht mehr pflegen lässt. Prophylaktisches Scheren „wegen des Sommers“ ist bei gesundem Fell meist unnötig und kann die natürliche Wärmeregulation stören.

Nach einer kompletten Schur wächst das Fell anders nach – oft dichter, manchmal mit veränderter Struktur. Diese Entscheidung verdient sorgfältige Abwägung.