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Enteritis

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Enteritis
Definition

Enteritis ist eine Entzündung des Dünndarms, die bei Hunden binnen Stunden zu schwerer Dehydrierung führen kann.

Inhalt
  1. Wann wird Enteritis zum Notfall?
  2. Was löst eine Dünndarm-Entzündung aus?
  3. Wie erkenne ich die Symptome früh?
  4. Was kann ich vor dem Tierarztbesuch tun?
  5. Wie diagnostiziert der Tierarzt Enteritis?
  6. Wie wird Enteritis behandelt?
  7. Wie beuge ich Enteritis vor?

Enteritis ist eine Entzündung des Dünndarms, die bei Hunden binnen Stunden zu schwerer Dehydrierung führen kann.

Wann wird Enteritis zum Notfall?

Du brauchst sofort tierärztliche Hilfe, wenn dein Hund wässrigen Durchfall mit Blut hat, sich wiederholt erbricht oder apathisch wirkt. Bei Welpen unter vier Monaten gilt das doppelt – sie dehydrieren binnen sechs Stunden lebensbedrohlich.

Was löst eine Dünndarm-Entzündung aus?

Parasiten wie Giardien oder Spulwürmer sind die häufigste Ursache bei Hunden jeden Alters. Bei Welpen führt das Parvovirus zu schwerer Enteritis – deshalb ist die Grundimmunisierung so entscheidend.

Bakterien wie Salmonellen oder E. coli entzünden den Darm nach dem Fressen von rohem Fleisch oder Kot anderer Tiere. Futterunverträglichkeiten gegen bestimmte Proteine entwickeln sich schleichend über Wochen.

Verschluckte Fremdkörper – Socken, Spielzeugteile, Knochen – reizen die Darmwand mechanisch. Bei älteren Hunden kann eine Autoimmunreaktion den eigenen Darm angreifen (IBD).

Wie erkenne ich die Symptome früh?

Der erste Hinweis ist meist weicher Kot, der innerhalb von Stunden wässrig wird. Dein Hund setzt alle 30-60 Minuten kleine Mengen ab, oft mit Schleim oder Blutfäden.

Bauchkrämpfe zeigen sich durch gekrümmte Körperhaltung oder Wimmern beim Berühren des Bauches. Der Hund frisst nichts und trinkt entweder übermäßig oder gar nicht.

Bei schwerem Verlauf kommt Erbrechen dazu – zuerst Futter, dann gelblicher Schaum oder Gallenflüssigkeit. Das Zahnfleisch wird blass, die Augen sinken leicht ein.

Was kann ich vor dem Tierarztbesuch tun?

Entziehe deinem Hund für 12-24 Stunden das Futter, aber niemals das Wasser. Bei Welpen unter vier Monaten höchstens sechs Stunden fasten lassen.

Biete alle zwei Stunden kleine Wassermengen an – einen Esslöffel pro Kilogramm Körpergewicht. Elektrolytlösungen aus der Apotheke (ohne Süßstoffe) helfen bei starkem Durchfall.

Sammle eine frische Kotprobe in einem verschließbaren Glas – nicht älter als zwei Stunden. Das beschleunigt die Diagnose erheblich.

Wie diagnostiziert der Tierarzt Enteritis?

Die Kotuntersuchung unter dem Mikroskop zeigt Parasiten, Bakterien oder Entzündungszeilen binnen 15 Minuten. Bluttests verraten den Entzündungsgrad und möglichen Flüssigkeitsverlust.

Bei Verdacht auf Fremdkörper folgen Röntgenbilder. Chronische Fälle erfordern manchmal eine Darmspiegelung mit Gewebeentnahme.

Wie wird Enteritis behandelt?

Flüssigkeitsersatz steht immer an erster Stelle – bei schwerem Verlauf über einen Venenzugang. Antibiotika kommen nur bei nachgewiesenen Bakterien zum Einsatz, nie prophylaktisch.

Antiparasitika wie Fenbendazol oder Metronidazol beseitigen Würmer und Einzeller. Probiotika stabilisieren die geschädigte Darmflora nach der akuten Phase.

Die Fütterung beginnt mit kleinen Portionen gekochtem Huhn und Reis – je zu gleichen Teilen. Erst nach drei durchfallfreien Tagen zurück zum normalen Futter wechseln.

Wie beuge ich Enteritis vor?

Entwurme deinen Hund alle drei Monate oder nach Kotuntersuchung beim Tierarzt. Halte ihn vom Kot anderer Tiere fern und verhindere das Trinken aus Pfützen.

Die Parvovirose-Impfung schützt vor der schwersten viralen Enteritis. Wechsle Hundefutter nur langsam über sieben Tage und achte auf Reaktionen.