Kaninchenfleisch
Kaninchenfleisch ist ein mageres Protein.
Inhalt
Warum gilt Kaninchen als hypoallergen?
Der Grund ist simpel: Die meisten Hunde sind dem Protein schlicht noch nie begegnet. Kein Kontakt, keine Antikörper – so funktioniert das Prinzip. Kaninchen taucht in Standard-Hundefutter selten auf, weshalb es bei einer Ausschlussdiät neben Pferd oder Känguru gern als erster Kandidat herhalten darf.
Hinzu kommt, dass die Proteinmoleküle des Kaninchens vergleichsweise klein sind – was die Verdauung erleichtert. Wer einen Hund mit chronischem Durchfall kennt, weiss, wie frustrierend die Suche nach dem richtigen Futter sein kann. Oft zeigt sich schon nach wenigen Tagen, ob Kaninchen die richtige Wahl war.
Welche Nährstoffe liefert Kaninchenfleisch?
Auf 100 g kommen 21 g Protein – das komplette Aminosäurenspektrum ist dabei.
Wie viel Kaninchenfleisch pro Tag füttern?
Als Alleinfutter richtet sich die Menge nach Körpergewicht, Aktivität und Gesundheit deines Hundes. Die passende Ration klärst du am besten mit der Tierarztpraxis. Bei Teilfütterung entsprechend weniger geben.
Anfangs ruhig klein anfangen – nicht weil Kaninchen schwer verträglich wäre, sondern weil jeder Wechsel der Proteinquelle den Verdauungstrakt kurz auf Trab bringt. Weicher Kot in den ersten paar Tagen ist normal und gibt sich meist von selbst wieder.
Roh oder gekocht – was ist besser?
Rohes Kaninchen liefert alle Vitamine unversehrt. Die weichen Knochen lassen sich mitfressen und steuern Calcium bei – das ist beim rohen Tier kein Problem. Gekochte Knochen dagegen werden spröde und können splittern, das sollte man wirklich vermeiden.
Bei empfindlichen Mägen hat sich bei mir folgendes bewährt: kurz und heiss anbraten, innen aber noch rosa lassen. Die Keimbelastung sinkt spürbar, der Nährstoffverlust bleibt gering. Kein perfektes System, aber ein pragmatischer Kompromiss.
Wo bekomme ich Kaninchenfleisch her?
Frisches Kaninchen findet man beim Wildverkauf oder direkt beim Züchter – lohnt sich, mal im Umkreis zu fragen. Tiefgekühlt führen Barf-Shops und vereinzelt auch Zoohandlungen Kaninchen im Sortiment. Wer lieber auf Fertigfutter setzt: Allergikerlinien der grossen Hersteller haben Kaninchen inzwischen fast alle im Angebot.
Preislich liegt Kaninchen irgendwo zwischen Rind und Lamm. Teurer als Huhn, ja – aber deutlich günstiger als exotische Alternativen wie Känguru.
Wann ist Kaninchenfleisch nicht geeignet?
Wer weiss, dass sein Hund auf Kaninchen oder nah verwandte Tiere wie Hasen reagiert, lässt die Finger davon – logisch. Auch nach einer Gastroenteritis ist Kaninchen manchmal zu anspruchsvoll für den gerade erholten Darm; dann ist Huhn der bessere Einstieg.
Welpen unter zwölf Wochen sollten Kaninchen nicht als alleinige Proteinquelle bekommen. Ihnen fehlen dann bestimmte Fettsäuren, die für die Gehirnentwicklung in diesem Alter schlicht unersetzlich sind.
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Bild: Wikimedia Commons –