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Hirschlausfliege

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Hirschlausfliege
Definition

Die Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) ist ein flacher, 5-7 mm großer blutsaugender Parasit aus der Familie der Lausfliegen, der sich dauerhaft auf Säugetieren festsetzt und dort monatelang ernähren kann.

Inhalt
  1. Warum ist die Hirschlausfliege für Hundehalter relevant?
  2. Wie unterscheide ich Hirschlausfliegen von Zecken?
  3. Welche Krankheiten übertragen Hirschlausfliegen?
  4. Wie schütze ich meinen Hund vor Hirschlausfliegen?
  5. Was mache ich, wenn ich Hirschlausfliegen am Hund finde?

Die Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) ist ein flacher, 5-7 mm großer blutsaugender Parasit aus der Familie der Lausfliegen, der sich dauerhaft auf Säugetieren festsetzt und dort monatelang ernähren kann.

Warum ist die Hirschlausfliege für Hundehalter relevant?

Diese Parasiten springen von August bis Oktober aktiv auf vorbeilaufende Warmblüter – auch auf Hunde. Im Gegensatz zu Zecken bleiben sie nach dem Festsetzen dauerhaft auf dem Wirt und verlieren ihre Flügel. Besonders in deutschen Waldgebieten mit Rehbeständen treten sie gehäuft auf.

Wie unterscheide ich Hirschlausfliegen von Zecken?

Hirschlausfliegen haben kräftige Greifbeine und bewegen sich seitlich laufend durch das Fell – Zecken krabbeln nur vorwärts. Der flache Körper ist braun und hat eine harte Oberfläche. Frisch aufgesprungene Exemplare haben oft noch Flügelstummel, die wie kleine Schuppen aussehen.

Ein Hirsch- oder Rehkontakt ist kein Zufall: Die Fliegen warten auf Grashalmen und Büschen bis zu 1,5 m Höhe auf vorbeikommende Wirte.

Welche Krankheiten übertragen Hirschlausfliegen?

Die Studienlage zur Krankheitsübertragung ist dünn. Eine finnische Studie von 2020 wies bei Hirschlausfliegen Bartonella-Bakterien nach, die Hautinfektionen verursachen können. Deutsche Veterinärämter stufen das Übertragungsrisiko als gering ein – deutlich niedriger als bei Zecken.

Der Hauptschaden entsteht durch die Bisse selbst: starker Juckreiz und kreisrunde, rote Stellen. Manche Hunde entwickeln allergische Hautreaktionen mit Schwellungen.

Wie schütze ich meinen Hund vor Hirschlausfliegen?

Spot-on-Präparate mit Permethrin (wie Advantix oder ExSpot) schrecken die Fliegen vor dem Festsetzen ab. Kokosöl im Fell wirkt als natürliche Barriere – allerdings schwächer als chemische Mittel.

Zeitliche Vermeidung ist am wirksamsten: Die Hauptaktivität liegt zwischen 15 und 18 Uhr an warmen Spätsommertagen. Morgendliche Waldspaziergänge sind deutlich risikoärmer.

Was mache ich, wenn ich Hirschlausfliegen am Hund finde?

Entfernung mit einer spitzen Pinzette: Fliege seitlich greifen und gerade herausziehen. Sie klammert sich deutlich fester als Zecken – mehrmaliges Ziehen ist normal. Die Bissstelle anschließend mit Chlorhexidin desinfizieren.

Bei mehr als zehn Fliegen am Hund oder allergischen Reaktionen den Tierarzt aufsuchen. Dieser kann antihistaminhaltige Salben verschreiben, die den Juckreiz schnell lindern.