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Hefepilzinfektion

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Hefepilzinfektion
Definition

Eine Hefepilzinfektion beim Hund entsteht durch eine Überbesiedlung mit Malassezia pachydermatis – einem Hefepilz, der normalerweise in kleinen Mengen auf jeder Hundehaut lebt.

Inhalt
  1. Warum entwickeln Hunde plötzlich Hefepilzprobleme?
  2. Wie erkenne ich eine Hefepilzinfektion beim Hund?
  3. Wie wird die Diagnose gestellt?
  4. Welche Behandlung hilft gegen Hefepilze?
  5. Kann ich Hefepilzinfektionen vorbeugen?

Eine Hefepilzinfektion beim Hund entsteht durch eine Überbesiedlung mit Malassezia pachydermatis – einem Hefepilz, der normalerweise in kleinen Mengen auf jeder Hundehaut lebt.

Warum entwickeln Hunde plötzlich Hefepilzprobleme?

Der Pilz nutzt vor allem drei Schwachstellen aus. Erstens: warme, feuchte Hautbereiche nach dem Baden oder Schwimmen. Zweitens: allergiegeplagte Haut mit gestörter Barrierefunktion. Drittens: hormonelle Dysbalancen wie eine Schilddrüsenunterfunktion, die das Hautmilieu verändern.

Besonders anfällig sind Hunde mit fettig-schuppiger Haut (seborrhoische Dermatitis) und jene mit tiefen Hautfalten – denk an Bulldoggen, Shar-Peis oder Mastiffs. In diesen warmen, schlecht belüfteten Bereichen findet der Pilz ideale Vermehrungsbedingungen.

Wie erkenne ich eine Hefepilzinfektion beim Hund?

Das deutlichste Zeichen ist ein süßlich-ranziger Geruch – ähnlich wie abgestandenes Brot. Die Haut zeigt sich gerötet und verdickt, oft mit bräunlicher Verfärbung (Elefantenhaut-Optik). Dein Hund kratzt oder leckt sich intensiv an Pfoten, Ohren oder Bauchfalten.

Anders als bei bakteriellen Infektionen entstehen keine eitrigen Pusteln. Stattdessen wirkt die Haut fettig-schuppig und entzündet. Bei fortgeschrittenen Fällen entwickeln sich dicke, ledrige Hautareale mit starker Pigmentierung.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Der Tierarzt nimmt einen Hautabstrich von den betroffenen Stellen und betrachtet ihn unter dem Mikroskop. Malassezia-Pilze zeigen eine charakteristische erdnussförmige Gestalt – ein erfahrener Tierarzt erkennt sie sofort.

Eine Pilzkultur ist nur bei unklaren Fällen nötig. Hautbiopsien sind die Ausnahme und kommen nur bei chronischen, therapieresistenten Verläufen zum Einsatz.

Welche Behandlung hilft gegen Hefepilze?

Chlorhexidin- oder Miconazol-Shampoos bilden die Basis der Therapie. Baden alle 2-3 Tage über 3-4 Wochen reduziert die Pilzlast deutlich. Das Shampoo muss 10 Minuten einwirken – ein kurzes Abspülen reicht nicht.

Bei hartnäckigen oder ausgedehnten Infektionen verschreibt der Tierarzt zusätzlich Ketoconazol-Tabletten für 2-4 Wochen. Meiner Erfahrung nach sprechen 80-90% der Fälle auf diese Kombination an, wenn die zugrundeliegende Ursache (Allergie, Hormonstörung) parallel behandelt wird.

Wichtig: Die Behandlung muss konsequent durchgehalten werden, auch wenn die Symptome nach einer Woche nachlassen. Zu früh abgebrochen, kehrt der Pilz meist zurück.

Kann ich Hefepilzinfektionen vorbeugen?

Trockne deinen Hund nach jedem Bad oder Schwimmgang gründlich ab – besonders die Hautfalten und Zehenzwischenräume. Ein Föhn auf kalter Stufe hilft bei schwer zugänglichen Stellen.

Bei allergiegeplagte Hunden solltest du die Grunderkrankung konsequent behandeln lassen. Eine gesunde Hautbarriere wehrt Pilzüberbesiedlungen besser ab als bereits geschädigte Haut.