Granulozyten
Granulozyten sind weiße Blutkörperchen, die als erste Verteidigung gegen Bakterien, Parasiten und Pilze fungieren – beim Hund genauso wie beim Menschen.
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Granulozyten sind weiße Blutkörperchen, die als erste Verteidigung gegen Bakterien, Parasiten und Pilze fungieren – beim Hund genauso wie beim Menschen.
Der Name kommt von den kleinen Körnchen (Granula) in diesen Zellen. Diese enthalten Enzyme, die Krankheitserreger zerstören. Wenn du ein Blutbild deines Hundes siehst, findest du die Granulozyten meist unter „Neutrophile“, „Eosinophile“ und „Basophile“ aufgelistet.
Welche Granulozyten gibt es beim Hund?
Neutrophile Granulozyten machen 60-75% aller weißen Blutkörperchen beim Hund aus. Sie reagieren binnen Stunden auf bakterielle Infektionen – etwa wenn sich eine kleine Wunde entzündet.
Eosinophile Granulozyten sind die Parasitenspezialisten. Bei Wurmbefall oder Flohproblemen steigen ihre Werte an. Normale Werte liegen zwischen 2-10% der Leukozyten.
Basophile Granulozyten sind die Seltensten – nur 0-1% im gesunden Hundeblut. Sie setzen Histamin frei, das du vielleicht von Allergien kennst.
Was bedeuten erhöhte Granulozyten beim Hund?
Steigen die Neutrophilen über 11.000 Zellen pro Mikroliter, deutet das meist auf eine bakterielle Infektion hin. Ein Beispiel: Dein Hund hat eine Blasenentzündung, und das Immunsystem schickt Verstärkung.
Erhöhte Eosinophile (über 1.000/µl) sehen Tierärzte oft bei Wurmbefall. Aber auch Futtermittelallergien können diese Werte hochtreiben. Ein Züchter erzählte mir mal von einem Welpen, dessen Eosinophile durch eine Lamm-Allergie in die Höhe schossen.
Basophile steigen selten stark an. Wenn doch, kann eine parasitäre Infektion oder eine schwere allergische Reaktion dahinterstecken.
Wann sind Granulozyten zu niedrig?
Fallen Neutrophile unter 3.000/µl, wird es kritisch. Das Immunsystem ist geschwächt – oft durch schwere Infektionen, die alle Reserven aufbrauchen. Auch manche Medikamente oder Knochenmarkserkrankungen können diese Werte drücken.
Ein Hund mit niedrigen Neutrophilen fängt sich leichter Infektionen ein. Der Tierarzt wird dann vermutlich zusätzliche Tests machen – etwa eine Knochenmarksuntersuchung.
Was kannst du als Hundehalter daraus ableiten?
Granulozyten-Werte helfen dem Tierarzt, zwischen viralen und bakteriellen Infektionen zu unterscheiden. Bakterielle Infektionen brauchen oft Antibiotika – virale nicht.
Wenn die Eosinophilen erhöht sind, wird euer Tierarzt vermutlich eine Kotprobe untersuchen. Parasiten sind häufig, aber gut behandelbar. Bei wiederholt erhöhten Werten ohne Parasitenfund kann eine Futtermittelallergie die Ursache sein.
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