Gessäuge
Das Gesäuge ist die Gesamtheit der Milchdrüsen einer Hündin, bestehend aus normalerweise zehn Zitzen entlang zweier Milchleisten vom Brustbereich bis zur Leistengegend.
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Das Gesäuge ist die Gesamtheit der Milchdrüsen einer Hündin. Es besteht normalerweise aus zehn Zitzen entlang zweier Milchleisten, die vom Brustbereich bis zur Leistengegend verlaufen. Die Drüsen produzieren Milch für die Welpen und geben sie über die Zitzen ab.
Während der Trächtigkeit sind die Milchdrüsen inaktiv und beginnen erst kurz vor der Geburt mit der Milchproduktion. Jede Zitze besitzt mehrere Milchgänge, meist zwischen sechs und zwölf, durch die sich die Milch entleert.
Wie verändert sich das Gesäuge im Fortpflanzungszyklus?
Während der Trächtigkeit schwillt das Gesäuge etwa ab der fünften Woche an. Die Zitzen werden dunkler und prominenter. In den letzten Trächtigkeitstagen kann bereits Vormilch (Kolostrum) austreten.
Auch Scheinschwangerschaften lösen Gesäugeveränderungen aus: Die Hündin produziert dann tatsächlich Milch, obwohl keine Welpen vorhanden sind. Nach zwei bis drei Wochen bildet sich das Gesäuge ohne Behandlung zurück.
Welche Krankheiten treten am Gesäuge auf?
Mastitis ist die häufigste Gesäugeerkrankung. Die betroffenen Drüsen sind hart, heiss und schmerzhaft, die Hündin wirkt matt, frisst weniger und hat oft Fieber. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sich ein Abszess entwickeln.
Gesäugetumoren kommen bei etwa jeder vierten unkastrierten Hündin über acht Jahre vor. Frühe Kastration senkt das Risiko erheblich: Vor der ersten Läufigkeit sinkt es auf unter ein Prozent, nach der zweiten Läufigkeit nur noch geringfügig.
Milchstau entsteht, wenn Welpen eine Zitze nicht gleichmässig trinken oder wenn plötzlich weniger Welpen vorhanden sind. Die betroffene Drüse schwillt an und wird hart.
Woran erkennst du Probleme frühzeitig?
Taste das Gesäuge deiner Hündin regelmässig ab, am besten einmal monatlich. Gesunde Milchdrüsen fühlen sich weich an, ohne Knoten oder verhärtete Stellen. Veränderte Bereiche fallen sofort auf.
Bei säugenden Hündinnen prüfst du täglich: Sind alle Zitzen gleichmässig entwickelt? Trinken die Welpen an allen Zitzen? Wirkt eine Drüse wärmer oder härter als die anderen?
Rötungen, Schwellungen oder Ausfluss aus den Zitzen sind immer Alarmzeichen, das gilt auch, wenn die Hündin das Berühren des Gesäuges plötzlich nicht mehr duldet.
Welche Besonderheiten gibt es bei der Zitzenzahl?
Zehn Zitzen sind der Standard, aber Abweichungen kommen vor. Überzählige Zitzen (Polythelie) sind meist funktionslos und bereiten keine Probleme. Fehlende Zitzen fallen meist erst bei der ersten Trächtigkeit auf.
Die hinteren Zitzen produzieren oft mehr Milch als die vorderen. Kräftige Welpen sichern sich deshalb meist die ergiebigeren hinteren Plätze.
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