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Gänsefleisch

3 Min Lesezeit
Gänsefleisch Bild: Wikimedia Commons – Smoked goose meat.jpg von Bapak Alex · CC BY 4.0
Definition

Gänsefleisch ist eine fettreiche Proteinquelle, die Hunde in moderaten Mengen fressen können.

Inhalt
  1. Was in Gänsefleisch steckt
  2. Wie viel Gänsefleisch darf’s sein?
  3. Wann Gänsefleisch problematisch wird
  4. Welche Hunde von Gänsefleisch profitieren

Gänsefleisch ist kein alltägliches Hundefutter – und das aus gutem Grund. Es liefert ordentlich Protein (rund 25%) und ist gleichzeitig deutlich fettreicher als das übliche Hühnerfilet: etwa 14% Fett statt magerer 3% beim Huhn. Das macht Gänsefleisch zu einem echten Energielieferanten, der aber nicht für jeden Hund passt. In vernünftigen Mengen dürfen die meisten gesunden Hunde es trotzdem geniessen.

Was in Gänsefleisch steckt

Wer es genau wissen will: 100g Gänsefleisch ohne Haut bringen etwa 22–25g Protein, 3–4mg Eisen und 2,4µg Vitamin B12 mit. Dazu kommen rund 2mg Zink. Die genauen Werte schwanken je nach Haltung und Fütterung der Tiere – Bioware aus Freilandhaltung schneidet dabei oft besser ab. Mit Haut verdoppelt sich der Fettgehalt auf bis zu 30%, was den Kaloriengehalt kräftig nach oben treibt.

Das Eisen aus Gänsefleisch ist für den Körper gut verwertbar – besser als das aus Pflanzen. Es unterstützt die Sauerstoffversorgung im Blut. Das Vitamin B12 kommt der Nervenfunktion zugute, was gerade bei älteren Hunden ein echter Pluspunkt sein kann.

Wie viel Gänsefleisch darf’s sein?

Gänsefleisch gibst du nur in kleinen Mengen, als Beigabe und nicht als Mahlzeit. Das ist sinnvoll, denn Gänsefleisch ist sehr energiereich. Bei einem schon etwas rundlichen Hund lieber noch sparsamer sein.

Gänsefleisch bleibt ein kleiner Teil der Futterration, der Rest ist ausgewogenes Hundefutter. Gib es nur gelegentlich. Der hohe Fettgehalt belastet die Bauchspeicheldrüse, wenn man es dauerhaft übertreibt.

Wann Gänsefleisch problematisch wird

Hunde mit einer Pankreatitis-Vorgeschichte – also Entzündungen der Bauchspeicheldrüse – sollten kein Gänsefleisch bekommen. Punkt. Der Fettgehalt kann einen akuten Schub auslösen, und das merkt man dann schnell: Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, meist 2 bis 24 Stunden nach dem Fressen.

Die Gänsehaut ist tabu. Sie enthält bis zu 30g Fett pro 100g und überfordert selbst gesunde Verdauungssysteme. Auch Gänseknochen vom Kochtopf sind gefährlich – sie splittern und können den Verdauungstrakt verletzen. Wer rohe Knochen geben möchte, sollte dabei bleiben und den Hund dabei im Auge behalten.

Festtagsbraten ist für Hunde keine Option. Zwiebeln und Knoblauch – in vielen Rezepten enthalten – schädigen die roten Blutkörperchen. Salz belastet die Nieren. Gewürztes Fleisch vom Weihnachtstisch also bitte für den Hund weglassen.

Welche Hunde von Gänsefleisch profitieren

Sehr aktive Hunde, Arbeitshunde, Agility-Sportler – sie verbrennen die vielen Kalorien einfach weg und können von der Extraportion Energie profitieren. Auch untergewichtige Hunde, die aufgebaut werden sollen, sind gute Kandidaten.

Interessant: Ältere Hunde mit mässigem Appetit greifen oft lieber zu Gänsefleisch als zu fladem Hühnerfilet. Das Aroma ist einfach intensiver. Kleine Portionen, dafür etwas regelmässiger – das kann funktionieren. Und der hohe B12-Gehalt tut der Nervenfunktion im Alter gut.

Gänsefleisch für Welpen

Welpen dürfen Gänsefleisch erst probieren, wenn sie etwas älter sind, und dann nur in sehr kleinen Mengen, weil ihr Verdauungssystem noch empfindlich ist. Immer gekocht geben, fein geschnitten, ohne Gewürze oder Haut.

Gänsefleisch oder Huhn – was ist besser?

Für den Alltagseinsatz ist Huhn die unkompliziertere Wahl: magerer, kalorienärmer, gut verträglich. Gänsefleisch eignet sich prima als gelegentliche Abwechslung auf dem Futterplan – nicht als Standardkost für normalgewichtige Hunde.

Allergie auf Gänsefleisch

Echte Gänsefleisch-Allergien sind selten, weil die meisten Hunde kaum je regelmässig Gans zu fressen bekommen. Ein interessantes Detail: Wasservogel-Proteine unterscheiden sich von denen des Landgeflügels. Hunde, die auf Hühnchen reagieren, vertragen Gänsefleisch deshalb oft ohne Probleme – das macht Gans manchmal sogar zur sinnvollen Ausweichoption.