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Drahthaar

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Drahthaar
Definition

Drahthaar ist ein Felltyp mit harten, drahtigen Einzelhaaren und dichter Unterwolle, der ursprünglich bei Jagd- und Arbeitshunden gezüchtet wurde.

Inhalt
  1. Warum haben manche Hunde drahtiges Fell?
  2. Welche Hunderassen haben Drahthaar?
  3. Wie erkenne ich echtes Drahthaar?
  4. Wie pflege ich Drahthaar richtig?
  5. Haaren Drahthaar-Hunde weniger?

Drahthaar ist ein Felltyp mit harten, drahtigen Einzelhaaren und dichter Unterwolle, der ursprünglich bei Jagd- und Arbeitshunden gezüchtet wurde.

Warum haben manche Hunde drahtiges Fell?

Das drahtige Fell entstand durch gezielte Zucht für Hunde, die in rauem Gelände arbeiten mussten. Die harten Deckhaare bilden eine natürliche Schutzschicht gegen Dornen, Äste und Nässe. Anders als weiches Fell perlt Wasser am Drahthaar ab, statt es aufzusaugen.

Die Unterwolle isoliert gegen Kälte, während die drahtigen Deckhaare verhindern, dass Schmutz bis zur Haut vordringt. Diese Kombination machte drahthaarige Hunde zu idealen Begleitern für Jäger und Bauern.

Welche Hunderassen haben Drahthaar?

Der Deutsche Drahthaarige Vorstehhund verkörpert diesen Felltyp am reinsten. Sein Fell ist so dicht, dass er auch bei Minusgraden ins Wasser gehen kann. Foxterrier nutzen ihr drahtiges Fell, um sich durch Dornengestrüpp zu zwängen, ohne Verletzungen zu riskieren.

Schnauzer aller Größen haben ebenfalls Drahthaar – erkennbar an den charakteristischen „Bärten“ und „Augenbrauen“. Border Terrier besitzen ein besonders dichtes drahtiges Fell, das eng am Körper anliegt. Irish Terrier und Griffon Korthals runden die Gruppe der klassischen Drahthaar-Rassen ab.

Wie erkenne ich echtes Drahthaar?

Echtes Drahthaar fühlt sich hart und federnd an – fast wie eine Drahtbürste. Wenn du mit der Hand gegen den Strich streichst, spürst du deutlichen Widerstand. Bei warmem Wetter kannst du beobachten, wie Wassertropfen am Fell abperlen, statt einzuziehen.

Drahthaar glänzt weniger als glattes Fell und hat oft eine leicht stumpfe Optik. Das ist normal und zeigt, dass die Haarstruktur intakt ist.

Wie pflege ich Drahthaar richtig?

Drahthaar verlangt nach einer speziellen Technik: dem Trimmen oder „Stripping“. Dabei zupfst du lose, abgestorbene Haare von Hand aus – meist alle 8-12 Wochen. Ein professioneller Hundefriseur kostet dafür zwischen 60-120 Euro, je nach Hund und Region.

Scheren ist bei echtem Drahthaar tabu. Die Schermaschine kappt die harten Deckhaare und lässt nur die weiche Unterwolle stehen. Das Fell verliert dadurch seine Schutzfunktion und wird weich wie Watte.

Zwischen den Trimm-Terminen bürstest du zwei- bis dreimal pro Woche mit einer Zupfbürste. Nach Waldspaziergängen kontrollierst du das Fell auf Kletten und kleine Äste – diese bleiben gerne im dichten Drahthaar hängen.

Haaren Drahthaar-Hunde weniger?

Drahthaar-Hunde verlieren tatsächlich weniger Haare im Haus – aber nur bei richtiger Pflege. Die abgestorbenen Haare bleiben im Fell hängen, bis du sie durch Trimmen entfernst. Ohne regelmäßiges Trimmen verfilzt das Fell und der Hund haart trotzdem.

Im Fellwechsel merkst du bei gut gepflegten Drahthaar-Hunden kaum etwas. Das macht sie zu angenehmen Hausgenossen für Menschen, die wenig Hundehaare auf der Kleidung haben möchten.