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Diastole

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Definition

Die Diastole ist die Entspannungsphase des Herzens, in der sich die Herzkammern deines Hundes mit Blut füllen – der Gegensatz zur Systole, bei der das Herz das Blut in den Körper pumpt.

Inhalt
  1. Was passiert während der Diastole beim Hund?
  2. Welche Hunderassen sind anfällig für diastolische Probleme?
  3. Wie erkenne ich diastolische Herzprobleme beim Hund?
  4. Was macht der Tierarzt bei Verdacht auf diastolische Probleme?
  5. Wie werden diastolische Herzprobleme behandelt?

Die Diastole ist die Entspannungsphase des Herzens, in der sich die Herzkammern deines Hundes mit Blut füllen – der Gegensatz zur Systole, bei der das Herz das Blut in den Körper pumpt. Funktioniert die Diastole nicht richtig, kann dein Hund schnell erschöpfen oder sogar bewusstlos werden.

Was passiert während der Diastole beim Hund?

Die Diastole läuft in zwei Phasen ab. Zuerst entspannen sich die Herzkammern nach dem Zusammenziehen – der Druck in den Kammern fällt ab. Dann öffnen sich die Herzklappen zwischen Vorhöfen und Kammern. Das Blut aus dem Körperkreislauf fliesst in die rechte Herzhälfte, das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge in die linke.

Bei grossen Hunderassen dauert diese Phase länger als bei kleinen – nicht wegen des Volumens, sondern weil ihr Herz langsamer schlägt. Ein Neufundländer mit rund 70 Schlägen pro Minute hat pro Herzschlag deutlich mehr Zeit zum Füllen als ein Jack Russell mit 120.

Welche Hunderassen sind anfällig für diastolische Probleme?

Bestimmte Rassen haben ein erhöhtes Risiko für diastolische Herzprobleme. Bei Hunden ist dabei nicht die verdickte, sondern die erweiterte und dünnwandige Herzkammer das Problem: Dobermann, Deutsche Dogge und Boxer neigen zur dilatativen Kardiomyopathie, der Boxer zusätzlich zur arrhythmogenen rechtsventrikulären Kardiomyopathie. Die hypertrophe Form mit verdickten Wänden ist beim Hund selten – sie ist vor allem eine Katzenerkrankung.

Cavalier King Charles Spaniels leiden häufig an Mitralklappeninsuffizienz. Dabei schliesst die Herzklappe nicht richtig, was die Diastole stört. Beim Golden Retriever ist eine diätassoziierte Form der dilatativen Kardiomyopathie beschrieben, bei der das Herz zu schlaff wird; klassisch betroffen sind ausserdem Cocker Spaniel und Neufundländer.

Wie erkenne ich diastolische Herzprobleme beim Hund?

Die ersten Anzeichen sind oft subtil. Dein Hund wirkt nach dem Spaziergang ungewöhnlich erschöpft oder hechelt länger als sonst. Nächtlicher Husten – besonders im Liegen – ist ein typisches Warnsignal.

Weitere Symptome:

  • Schwäche bei normalen Aktivitäten
  • Bläuliche Zunge nach Anstrengung
  • Aufgeblähter Bauch durch Wassereinlagerungen
  • Plötzliche Ohnmachtsanfälle
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust

Was macht der Tierarzt bei Verdacht auf diastolische Probleme?

Die wichtigste Untersuchung ist die Echokardiographie – ein Herzultraschall. Damit sieht der Tierarzt, wie gut sich die Herzkammern füllen und wie dick die Herzmuskelwände sind. Wie lange die Füllung dauert, hängt vor allem von der Herzfrequenz ab: Sie liegt beim Hund je nach Grösse zwischen 60 und 120 Schlägen pro Minute, bei sehr kleinen Rassen und Welpen darüber. Eine feste Norm-Füllzeit in Sekunden gibt es nicht, der Tierarzt beurteilt die Entspannungsphase über Flussprofile im Ultraschall.

Röntgenbilder zeigen eine mögliche Herzvergrösserung oder Flüssigkeit in der Lunge. Das EKG misst den Herzrhythmus – bei diastolischen Problemen oft unregelmässig. Bluttests können Biomarker für Herzschäden aufdecken.

Wie werden diastolische Herzprobleme behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei Rhythmusstörungen, wie sie beim Boxer und beim Dobermann vorkommen, kommen Antiarrhythmika zum Einsatz. Diuretika schwemmen überschüssiges Wasser aus – dein Hund muss dann öfter raus.

ACE-Hemmer erweitern die Blutgefässe und entlasten das Herz. Bei Klappenfehlern lindern Medikamente die Symptome. Eine chirurgische Klappenrekonstruktion gibt es, sie ist aber auf wenige spezialisierte Zentren beschränkt und in den Leitlinien kein Regelweg.

Natrium wird je nach Krankheitsstadium schrittweise reduziert – moderat etwa 50 bis 80 Milligramm pro 100 Kilokalorien, streng unter 50. Eine Umstellung im symptomfreien Frühstadium bringt keinen Vorteil und kann schaden; die Menge legt der Tierarzt fest. Moderate Bewegung stärkt den Herzmuskel, aber keine Sprints oder Agility mehr.