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Canine Herpesvirus

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Canine Herpesvirus
Inhalt
  1. Was ist die Canine Herpes-Virus-Infektion (Welpensterben)?
  2. Was sind die Ursachen der Caninen Herpes-Virus-Infektion?
  3. Wie äussert sich die Canine Herpes-Virus-Infektion (Welpensterben)?
  4. Wie wird die Canine Herpes-Virus-Infektion diagnostiziert?
  5. Wie kann die Canine Herpes-Virus-Infektion behandelt werden?
  6. Wie ist die Prognose der Caninen Herpes-Virus-Infektion?
  7. Wie kann man der Caninen Herpes-Virus-Infektion vorbeugen?
  8. Muss ein Hund mit Caniner Herpes-Virus-Infektion zum Tierarzt?

Was ist die Canine Herpes-Virus-Infektion (Welpensterben)?

Das Canine Herpes-Virus – kurz CHV – ist für Züchter und Hundehalter einer der gefürchtetsten Erreger überhaupt. Erwachsene Hunde kommen damit meist ohne oder mit kaum merklichen Symptomen davon. Für Neugeborene aber sieht die Sache dramatisch anders aus: Welpen unter drei Wochen überleben eine CHV-Infektion in nahezu 100 Prozent der Fälle nicht. Dieses tragische Bild ist gemeint, wenn vom sogenannten „Welpensterben“ die Rede ist.

Was sind die Ursachen der Caninen Herpes-Virus-Infektion?

  • Übertragungswege: Das Virus steckt vor allem in Speichel, Nasensekret und Scheidensekret infizierter Hunde. Welpen können sich bereits während der Geburt anstecken – direkter Kontakt zur Mutter genügt. Auch der Kontakt mit infizierten Artgenossen oder kontaminierten Gegenständen gilt als mögliche Quelle. Immerhin hat CHV eine Schwachstelle: Es reagiert empfindlich auf Wärme und fettlösende Mittel und stirbt ausserhalb des Wirts rasch ab.

Wie äussert sich die Canine Herpes-Virus-Infektion (Welpensterben)?

  • Erwachsene Hunde: Oft überhaupt keine Anzeichen. Manchmal zeigen sich leichte Atemwegssymptome wie Niesen, Husten oder Schnupfen; Hündinnen haben gelegentlich Scheidenausfluss, Rüden Ausfluss aus der Vorhaut. Das war’s in der Regel.
  • Trächtige Hündinnen: Hier wird es ernst. Eine Infektion während der Trächtigkeit kann Fehlgeburten auslösen oder dazu führen, dass Welpen lebensschwach zur Welt kommen.
  • Welpen unter drei Wochen: Der Verlauf ist fast immer tödlich. Betroffene Welpen werden plötzlich schwach, hören auf zu saugen, erbrechen sich, haben Durchfall, zittern und wirken teilnahmslos. Typisch – und für erfahrene Züchter ein Alarmzeichen – sind winzige punktförmige Blutungen (sogenannte petechiale Blutungen) auf Haut und Schleimhäuten.

Wie wird die Canine Herpes-Virus-Infektion diagnostiziert?

  • Blutproben: Der Tierarzt untersucht das Blut auf Antikörper gegen CHV – ein indirekter, aber praktikabler Nachweis.
  • Scheidensekrete: Abstrich und Laboruntersuchung auf das Virus direkt.
  • Sektion verstorbener Welpen: Weil CHV bei lebenden Welpen schwer nachzuweisen ist, bringt oft erst die pathologische Untersuchung nach dem Tod Gewissheit – ein harter Schritt, aber manchmal der einzige Weg zur Diagnose und damit zum Schutz der übrigen Würfe.

Wie kann die Canine Herpes-Virus-Infektion behandelt werden?

  • Symptomatische Behandlung: Eine ursächliche Therapie gegen CHV gibt es nicht. Was hilft, ist konsequente Unterstützung: Welpen warmhalten (CHV liebt Kälte), für ausreichend Flüssigkeit sorgen – notfalls per Infusion –, Sekundärinfektionen mit Antibiotika bekämpfen, Schmerzen lindern und Erbrechen medikamentös eindämmen.
  • Trennung der Tiere: Gesunde und kranke Welpen müssen sofort voneinander getrennt werden – ebenso von der Mutter. Die erkrankten Kleinen müssen dann mit der Hand aufgezogen werden. Das kostet Zeit und Nerven, ist aber unumgänglich.

Wie ist die Prognose der Caninen Herpes-Virus-Infektion?

  • Erwachsene Hunde: Die Prognose ist gut. Die meisten Hunde erkranken gar nicht nennenswert und erholen sich ohne Folgeschäden.
  • Welpen unter drei Wochen: Düster. Die Sterblichkeitsrate liegt bei fast 100 Prozent. Die wenigen Welpen, die es schaffen, tragen häufig bleibende Schäden davon: Nierenprobleme, Taubheit oder Blindheit sind dokumentierte Spätfolgen.

Wie kann man der Caninen Herpes-Virus-Infektion vorbeugen?

  • Haltung und Hygiene: Saubere, warme Aufzuchtbedingungen sind das Fundament – gerade in grösseren Zuchten, wo das Infektionsrisiko schlicht höher ist.
  • Trennung nach Serostatus: Hündinnen ohne Antikörper (seronegativ) sollten während der Trächtigkeit und in den ersten drei Wochen nach der Geburt strikt von Tieren mit Antikörpern (seropositiv) getrennt gehalten werden.
  • Impfung: Zuchthündinnen können gegen CHV geimpft werden. Die erste Impfung erfolgt zum Deckzeitpunkt, die Auffrischung ein bis zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Das ist kein Rundumschutz, aber eine der wirksamsten verfügbaren Massnahmen.

Muss ein Hund mit Caniner Herpes-Virus-Infektion zum Tierarzt?

  • Welpen: Ja – und zwar sofort. Wirkt ein Welpe schwach, saugt nicht oder jammert auffällig, zählt jede Stunde. Warten ist keine Option.
  • Trächtige Hündinnen: Regelmässige tierärztliche Kontrollen sind Pflicht, besonders wenn die Hündin noch keine CHV-Antikörper aufgebaut hat. Ein frühzeitiger Befund gibt wenigstens die Möglichkeit, gegenzusteuern.