Blaubeere
Bild: Wikimedia Commons – Blaabaer.jpg von Scott Bauer, USDA ARS · Public Domain Blaubeeren, auch Heidelbeeren genannt, sind kleine blau-violette Beeren, die Hunde in kleinen Mengen als Snack fressen dürfen. Sie enthalten unter anderem Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane.
Inhalt
Hunde dürfen Blaubeeren fressen. Die kleinen Beeren sind für die meisten gesunden Hunde in kleinen Mengen geeignet und können als kalorienarmer Snack oder als Ergänzung zum normalen Futter verwendet werden.
Sind Blaubeeren gesund für Hunde?
Blaubeeren liefern unter anderem Ballaststoffe, Vitamin C, Vitamin K, Mineralstoffe und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders bekannt sind die Anthocyane. Das sind Pflanzenfarbstoffe, die für die blau-violette Farbe der Beeren verantwortlich sind und zu den Polyphenolen gehören. Sie besitzen antioxidative Eigenschaften.
Blaubeeren sind damit aber kein notwendiger Bestandteil der Hundeernährung und ersetzen auch kein ausgewogenes Alleinfutter. Sie können aber eine sinnvolle Abwechslung zu herkömmlichen Hundesnacks sein. Sie enthalten vergleichsweise wenige Kalorien.
Im Zusammenhang mit gesundheitsförderlichen Eigenschaften werden besonders häufig die enthaltenen Anthocyane genannt. Diese Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und werden wegen ihrer möglichen Bedeutung für Alterungsprozesse und Zellschutz untersucht.
Ob daraus ein konkreter gesundheitlicher Vorteil für Hunde entsteht, ist allerdings weniger eindeutig. Eine Studie mit 35 älteren Beagles untersuchte beispielsweise einen polyphenolreichen Extrakt aus Heidelbeeren und Trauben. Die Hunde, die den Extrakt erhielten, zeigten in einem Test auf Arbeitsgedächtnis häufiger Verbesserungen als die Kontrollgruppe.
Blaubeeren sind vor allem eines: ein geeigneter kleiner Snack, der nebenbei einige interessante Pflanzenstoffe liefert.
Wie viele Blaubeeren darf ein Hund fressen?
Eine feste Menge, die für jeden Hund gilt, gibt es nicht. Entscheidend sind unter anderem Körpergrösse, Gewicht, Gesundheitszustand, restliche Ernährung und individuelle Verträglichkeit.
Als praktische Orientierung reichen wenige Beeren für einen kleinen Hund und eine kleine Handvoll für einen grösseren Hund aus. Eine tierärztliche Ernährungsberatung nennt beispielsweise etwa fünf Blaubeeren als ungefähre Portion für einen Hund mit rund 9 kg Körpergewicht. Das ist jedoch kein allgemeingültiger Grenzwert.
Wichtiger als eine bestimmte Anzahl ist die Gesamtmenge aller Snacks. Die WSAVA empfiehlt, dass Leckerchen insgesamt höchstens etwa 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Der überwiegende Teil der Ernährung sollte aus einem vollständigen und ausgewogenen Futter bestehen.
Bei der ersten Gabe solltest du mit einer kleinen Menge beginnen. Verträgt dein Hund die Beeren gut, kannst du sie gelegentlich als Snack weitergeben.
Bei Hunden mit Übergewicht, Diabetes, einer Futtermittelunverträglichkeit, einer Magen-Darm-Erkrankung oder einer tierärztlich verordneten Diät sollte die Fütterung zusätzlicher Lebensmittel vorher mit der Tierärztin abgestimmt werden.
Wie füttere ich Blaubeeren richtig?
Am einfachsten gibst du deinem Hund frische, gewaschene und unverarbeitete Blaubeeren. Vor dem Füttern solltest du die Beeren unter fliessendem Wasser waschen.
Entferne verdorbene Früchte und achte bei selbst gesammelten Beeren darauf, dass es sich tatsächlich um essbare Blaubeeren handelt. Bei Wildbeeren besteht grundsätzlich die Gefahr, dass sie mit giftigen Arten verwechselt werden.
Du kannst Blaubeeren:
- direkt als Leckerchen geben
- unter das normale Futter mischen
- zerdrückt als Futterzusatz benutzen
- frisch oder gefroren anbieten
Nicht geeignet sind dagegen Produkte wie Blaubeermuffins, gezuckerte Beeren, Sirup, Desserts oder Fruchtjoghurts mit ungeeigneten Zusätzen.
Sind gefrorene Blaubeeren für Hunde geeignet?
Ja. Ungesüsste gefrorene Blaubeeren können Hunde ebenfalls fressen. Frische und gefrorene Beeren sind grundsätzlich beide geeignet.
Gefrorene Blaubeeren können im Sommer eine praktische kleine Abkühlung sein. Du kannst sie beispielsweise einzeln als Snack geben oder zerdrückt unter das normale Futter mischen.
Bei kleinen Hunden und bei Hunden, die Leckerchen hastig hinunterschlingen, solltest du auf die Grösse und das Fressverhalten achten. Blaubeeren sind klein und rund und können deshalb grundsätzlich verschluckt werden. Bei Bedarf kannst du sie zerdrücken oder etwas antauen lassen.
Bei gekauften Produkten solltest du ausserdem auf die Zutatenliste achten. Blaubeeren in Sirup, gezuckerte Beeren, Desserts oder fertige Blaubeermischungen gehören nicht in den Hundenapf. Zusätzliche Zutaten können für Hunde ungeeignet oder sogar giftig sein.
Können Blaubeeren bei Hunden Nebenwirkungen verursachen?
Die meisten gesunden Hunde vertragen kleine Mengen Blaubeeren gut. Wie bei jedem neuen Lebensmittel kann es aber individuelle Unverträglichkeiten geben. Auch ein eigentlich geeignetes Lebensmittel kann in grösseren Mengen Probleme verursachen.
Mögliche Beschwerden nach einer grösseren Menge sind:
- weicher Kot oder Durchfall
- Blähungen
- Bauchbeschwerden
- Erbrechen
- vorübergehende Appetitlosigkeit
Treten solche Symptome nach dem Fressen von Blaubeeren auf, solltest du zunächst keine weiteren Beeren geben und beobachten, wie sich dein Hund entwickelt.
Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.
Können Welpen Blaubeeren fressen?
Ja, auch Welpen können kleine Mengen Blaubeeren bekommen. Bei einem jungen Welpen sollte das normale Welpenfutter weiterhin die Grundlage der Ernährung bilden. Welpen haben einen besonderen Energie- und Nährstoffbedarf für ihr Wachstum. Zusätzliche Lebensmittel sollten deshalb nur einen kleinen Teil der Ernährung ausmachen.
Wenn du deinem Welpen zum ersten Mal Blaubeeren gibst, reicht zunächst eine sehr kleine Menge. Beobachte anschliessend, ob er die Beeren verträgt. Bei Durchfall oder anderen Verdauungsproblemen solltest du die Beeren weglassen.
Auch bei Welpen gilt: Blaubeeren sind ein Snack, kein notwendiger Bestandteil der Ernährung. Es gibt keinen Grund, einem Welpen Blaubeeren geben zu müssen, um ihn mit bestimmten Vitaminen oder Pflanzenstoffen zu versorgen.
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