Axon
Ein Axon ist der lange Fortsatz einer Nervenzelle, der elektrische Impulse vom Zellkörper zu Muskeln, anderen Nervenzellen oder Drüsen leitet.
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Ein Axon ist der lange Fortsatz einer Nervenzelle, der elektrische Impulse vom Zellkörper zu Muskeln, anderen Nervenzellen oder Drüsen leitet. Diese „Kabel“ des Nervensystems ermöglichen deinem Hund, sich zu bewegen, seine Umgebung wahrzunehmen und lebenswichtige Körperfunktionen zu steuern.
Warum sind Axone für deinen Hund wichtig?
Axone funktionieren wie Stromkabel in einem komplexen Netzwerk. Ohne sie könnte dein Hund nicht laufen, springen oder auch nur seine Rute wedeln. Jede bewusste Bewegung und jede Sinneswahrnehmung hängt von der intakten Weiterleitung der Nervenimpulse ab.
Ein einzelnes Axon kann wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter lang sein. Die längsten verbinden das Gehirn mit den Pfoten – eine beträchtliche Distanz bei grossen Hunderassen.
Wie funktioniert die Signalübertragung?
Die meisten Axone sind von einer Myelinscheide umhüllt – einer isolierenden Fettschicht. Diese wirkt wie die Isolierung eines Elektrokabels und beschleunigt die Signalübertragung erheblich.
An den sogenannten Ranvier-Schnürringen, kleinen Lücken in der Myelinscheide, springt das Signal von Punkt zu Punkt. Das nennt sich saltatorische Erregungsleitung und macht die Übertragung bis zu 100-mal schneller als ohne Myelinscheide.
Woran erkennst du Axonschäden bei deinem Hund?
Schäden an den Axonen zeigen sich meist durch neurologische Ausfälle. Die Symptome hängen davon ab, welche Nervenbahnen betroffen sind:
Bei Schäden der motorischen Axone bemerkst du Schwäche oder Lähmungen. Dein Hund schleift vielleicht die Hinterpfoten, kann nicht mehr springen oder zeigt eine unkoordinierte Gangart.
Sind sensorische Axone betroffen, reagiert dein Hund möglicherweise nicht mehr auf Berührungen an bestimmten Körperstellen oder zeigt veränderte Schmerzreaktionen.
Was kann Axone schädigen?
Degenerative Myelopathie ist die bekannteste axonale Erkrankung bei Hunden. Sie beginnt meist mit Schwäche in den Hinterbeinen und schreitet langsam fort. Besonders häufig sind Deutsche Schäferhunde und Corgis betroffen.
Traumatische Verletzungen durch Unfälle können Axone durchtrennen oder quetschen. Das Rückenmark ist besonders verletzlich – schon kleine Schäden können grosse Auswirkungen haben.
Bestimmte Toxine greifen gezielt die Myelinscheide an. Einige Zeckengifte können temporär die Nervenleitungen blockieren und zu aufsteigenden Lähmungen führen.
Können sich geschädigte Axone regenerieren?
Die Regenerationsfähigkeit hängt vom Ort der Schädigung ab. Axone im peripheren Nervensystem – also ausserhalb von Gehirn und Rückenmark – können sich teilweise selbst reparieren, wenn der Zellkörper intakt bleibt.
Axone im zentralen Nervensystem regenerieren kaum. Deshalb haben Rückenmarksverletzungen oft dauerhafte Folgen.
Die Rehabilitation kann helfen, alternative Nervenbahnen zu aktivieren oder vorhandene Funktionen zu optimieren. Physiotherapie spielt dabei eine zentrale Rolle.
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