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Aquatraining

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Aquatraining
Definition

Aquatraining ist eine physiotherapeutische Methode, bei der Hunde auf einem Laufband in einem mit 28-32°C warmem Wasser gefüllten Becken trainieren, wobei der Wasserauftrieb 60-80% des Körpergewichts trägt.

Inhalt
  1. Was kostet Aquatraining für Hunde in Deutschland?
  2. Wie läuft die erste Aquatraining-Stunde ab?
  3. Bei welchen Problemen hilft Aquatraining nachweislich?
  4. Wo finde ich Aquatraining-Zentren in meiner Nähe?
  5. Welche Hunde sollten nicht ins Aquatraining?

Was kostet Aquatraining für Hunde in Deutschland?

Eine Einzelstunde Aquatraining kostet je nach Region und Ausstattung der Praxis zwischen 45 und 80 Franken respektive Euro. In München oder Hamburg liegen die Preise am oberen Ende, in kleineren Städten häufig bei 45–60 Euro pro Session.

Behandlungsblöcke von 10 Einheiten sind meist 10–15 % günstiger. Bei chronischen Erkrankungen übernehmen manche Tierkrankenversicherungen anteilige Kosten – allerdings nur mit tierärztlicher Verordnung.

Wie läuft die erste Aquatraining-Stunde ab?

Dein Hund betritt das leere Laufband und läuft zwei bis drei Minuten trocken. Dann füllt sich das Becken langsam mit 28–32 °C warmem Wasser – maximal bis zur Brust deines Hundes.

Die ersten fünf Minuten dienen der reinen Gewöhnung. Das Laufband startet bei 0,5 km/h. Ein Therapeut steht im Wasser und führt deinen Hund, während du danebenstehst und ihn mit deiner Stimme beruhigst.

Erste Trainingseinheiten dauern nur 10–15 Minuten. Nach vier bis sechs Wochen können es 30–45 Minuten werden, abhängig vom Gesundheitszustand.

Bei welchen Problemen hilft Aquatraining nachweislich?

Vorliegende Untersuchungen berichten von deutlichen Verbesserungen bei Hunden mit Hüftdysplasie: Nach acht Wochen Aquatraining (zweimal wöchentlich) sollen sich Lahmheiten um durchschnittlich 60 % reduziert haben. Die Muskelmasse um Hüfte und Oberschenkel nahm dabei um 12–18 % zu.

Bei Kreuzbandriss-Operationen kann Aquatraining die Heilungszeit um etwa drei Wochen verkürzen. Der Grund: Das Wasser trägt je nach Wasserstand 60–80 % des Körpergewichts. Das entlastet operierte Gelenke, ohne die Muskeln komplett stillzulegen.

Übergewichtige Hunde profitieren ebenfalls messbar. Ein 40-kg-Labrador verbrennt in 30 Minuten Aquatraining schätzungsweise rund 300 Kalorien – deutlich mehr als beim normalen Spaziergang.

Wo finde ich Aquatraining-Zentren in meiner Nähe?

In Deutschland sollen rund 150 Praxen Unterwasser-Laufbänder für Hunde betreiben. Ballungsräume wie Rhein-Ruhr, München oder Berlin haben die beste Abdeckung. In ländlichen Gebieten kann die Anfahrt 50–100 km betragen.

Tierärzte mit entsprechender Zusatzausbildung findest du über die Gesellschaft für Tierphysiotherapie (GPT). Die Qualifikation der Anbieter variiert – frag nach der Ausbildung des Therapeuten.

Welche Hunde sollten nicht ins Aquatraining?

Hunde mit akuten Herzproblemen oder instabilen Wirbelsäulenverletzungen gehören nicht ins Wasser. Auch bei offenen Wunden oder Hautinfektionen ist Aquatraining tabu.

Panische Wasserangst lässt sich meist nicht überwinden. Wenn dein Hund nach drei bis vier Gewöhnungsversuchen noch völlig gestresst ist, brich ab. Zwang schadet mehr als er nützt.

Sehr alte oder geschwächte Hunde können überfordert sein. Die Wassertemperatur von 28–32 °C belastet den Kreislauf zusätzlich. Hier entscheidet der behandelnde Tierarzt.