Die Gefahr von Zecken und Stechmücken
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Zecken und Stechmücken – wer regelmässig mit seinem Hund draussen ist, kennt das leidige Thema. Aber es geht um mehr als den üblichen Juckreiz. Beide Parasiten gelten als sogenannte Vektoren: Sie übertragen beim Stich oder Biss Bakterien und Parasiten, die im Tier selbst kaum auffallen – bis sie es doch tun.
Typische Erkrankungen, die Hunde durch solche Überträger bekommen können:
- Borreliose – durch Zecken übertragen
- Babesiose – ebenfalls zeckenbedingt
- Dirofilaria repens – durch Stechmücken übertragen
Und ja: Einige dieser Erkrankungen können auch für Menschen gefährlich werden – das macht das Thema nochmal eine Nummer ernster.
Kein Symptom heisst nicht kein Problem
Was viele Hundehalter überrascht: Untersuchungen an Hunden mit hoher Aussenaktivität zeigen immer wieder, dass auch klinisch völlig unauffällige Tiere Erreger in sich tragen. Kein Hinken, kein Fieber, kein sichtbares Zeichen – und trotzdem positiver Befund. Diese stillen Infektionen werden im Alltag leicht übersehen, gerade weil der Hund einfach… normal wirkt. Das Risiko steigt naturgemäss mit der Zeit, die ein Hund in Wald, Wiese oder Einsatzgebieten verbringt.
Der Klimawandel mischt die Karten neu
Was früher regional begrenzt war, verschiebt sich. Steigende Temperaturen verlängern die Aktivitätsphasen von Zecken und Stechmücken deutlich über das Jahr hinweg – und bringen sie in Regionen, die bisher kaum betroffen waren. Neue Erreger tauchen auf, alte breiten sich aus. Im deutschsprachigen Raum ist das keine Zukunftsangst mehr, sondern eine messbare Entwicklung.
Welche Hunde besonders im Fokus stehen
Nicht jeder Hund trägt das gleiche Risiko. Wer seinen Hund viel im Freien hat – ob in Wald- oder Gewässernähe, auf Reisen oder im Arbeitseinsatz – sollte das Thema aktiv angehen. Jagdhunde, Sporthunde, Rettungshunde: Sie alle sind schlicht häufiger in Kontakt mit Zecken und Mücken als ein Stadtbewohner, der zweimal täglich ums Häuserblock geht.
Schutz, der im Alltag wirklich funktioniert
Den einen Schutz, der alles abdeckt, gibt es nicht. Was tatsächlich hilft, ist eine Kombination:
- Zecken- und Mückenschutz: passend zur Region und Jahreszeit auswählen – nicht irgendein Produkt vom Regal
- Regelmässige Kontrolle: nach jedem Spaziergang durchs Fell tasten, gerade an Ohren, Achseln und Leiste
- Impfungen: je nach individuellem Risikoprofil mit dem Tierarzt besprechen
- Früherkennung: Verhaltensänderungen ernst nehmen – Hunde zeigen oft subtile Signale, bevor es offensichtlich wird
Was tun, wenn etwas nicht stimmt?
Fieber, anhaltende Mattigkeit, auffällige Veränderungen an der Haut – solche Symptome sollten zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, besonders nach Zeckenkontakt oder Aufenthalten in Risikogebieten. Eine gezielte Untersuchung kostet etwas Zeit und Geld, schafft aber Klarheit. Und wer früh behandelt, erspart seinem Hund – und sich selbst – oft deutlich mehr.