Anthelminthika: Entwurmungsmittel zur Bekämpfung von Parasiten
Anthelminthika sind Medikamente, die Würmer im Hundekörper abtöten oder lähmen.
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Anthelminthika sind Medikamente, die Würmer im Hundekörper abtöten oder lähmen. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: „anti“ (gegen) und „helminthos“ (Wurm). Die Wirkstoffe bekämpfen Rundwürmer, Bandwürmer und andere Parasiten, die deinen Hund befallen können.
Als Hundehalter begegnest du Anthelminthika hauptsächlich in Form von Entwurmungstabletten, -pasten oder Spot-On-Präparaten vom Tierarzt. Die Wirkstoffnamen auf der Packung verraten dir, welche Art von Parasiten das Medikament bekämpft.
Welche Anthelminthika gibt es für Hunde?
Fenbendazol ist das häufigste Anthelminthikum in deutschen Tierarztpraxen. Es gehört zur Gruppe der Benzimidazole und wirkt gegen die meisten Rundwürmer. Du findest es in Produkten wie Panacur oder Telmin.
Milbemycinoxim kombinieren Tierärzte oft mit Praziquantel, eine Paarung, die sowohl Rund- als auch Bandwürmer erfasst. Bekannte Präparate sind Milbemax oder Program Plus.
Pyrantel kennst du vielleicht aus Kombipräparaten für Welpen. Der Wirkstoff lähmt Spulwürmer besonders effektiv und ist schon ab der zweiten Lebenswoche einsetzbar.
Wie wirken Entwurmungsmittel im Hundekörper?
Die meisten Anthelminthika greifen den Energiestoffwechsel der Würmer an. Benzimidazole wie Fenbendazol blockieren die Zuckerverwertung, die Würmer verhungern praktisch von innen.
Andere Wirkstoffe lähmen die Parasiten. Pyrantel blockiert die Nervensignale der Würmer, sodass sie sich nicht mehr am Darm festhalten können und ausgeschieden werden. Du siehst dann manchmal tote Würmer im Kot deines Hundes.
Praziquantel geht einen anderen Weg: Es schädigt die Oberfläche von Bandwürmern so stark, dass sie sich auflösen. Deshalb findest du bei Bandwurmbefall selten ganze Würmer im Kot.
Was kostet eine Entwurmung beim Tierarzt?
Eine Standardentwurmung kostet je nach Hundegrösse zwischen 15 und 40 Euro. Kombipräparate gegen mehrere Wurmarten sind teurer als Einzelwirkstoffe.
Welpen benötigen häufigere Behandlungen, rechne mit 80 bis 120 Euro im ersten Lebensjahr. Adulte Hunde entwurmst du je nach Risiko zwei- bis viermal jährlich.
Kotuntersuchungen als Alternative kosten etwa 20 bis 30 Euro pro Test. Bei negativem Befund sparst du dir die Entwurmung, bei positivem weisst du genau, welchen Wirkstoff dein Hund benötigt.
Können Würmer gegen Entwurmungsmittel resistent werden?
Resistenzen kommen bei Hunden seltener vor als bei Nutztieren. Trotzdem solltest du nicht prophylaktisch entwurmen, wenn dein Hund ein niedriges Befallsrisiko hat.
Wechsle den Wirkstoff, wenn dein Tierarzt es empfiehlt. Manche Praxen rotieren bewusst zwischen Fenbendazol und Milbemycinoxim-Kombinationen.
Bei wiederholtem Wurmbefall trotz regelmässiger Entwurmung kann eine Resistenz vorliegen. Dann hilft eine Kotuntersuchung mit Resistenztest.
Welche Nebenwirkungen haben Entwurmungsmittel?
Die meisten Hunde vertragen Anthelminthika problemlos. Gelegentlich kommt es zu weichem Kot oder Erbrechen, meist innerhalb von 24 Stunden nach der Gabe.
Junge oder schwache Hunde reagieren empfindlicher. Bei massivem Wurmbefall können absterbende Parasiten den Darm reizen und Durchfall verursachen.
Allergische Reaktionen sind selten, aber möglich. Achte nach der ersten Gabe eines neuen Präparats auf Juckreiz, Schwellungen oder Atembeschwerden.
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