Wiki · Gesundheit & Pflege

Atemwegsinfektion

2 Min Lesezeit
Atemwegsinfektion
Definition

Eine Atemwegsinfektion beim Hund ist eine Entzündung der Atemwege durch Viren, Bakterien oder Pilze, die Nase, Rachen, Luftröhre oder Bronchien betrifft.

Inhalt
  1. Welche Symptome zeigt ein Hund bei Atemwegsinfektionen?
  2. Was löst Atemwegsinfektionen beim Hund aus?
  3. Wie behandelt man eine Atemwegsinfektion beim Hund?
  4. Wann muss der Hund zum Tierarzt?

Eine Atemwegsinfektion beim Hund ist eine Entzündung der Atemwege durch Viren, Bakterien oder Pilze, die Nase, Rachen, Luftröhre oder Bronchien betrifft.

Für Hundehalter bedeutet das: Dein Hund hustet, niest oder atmet schwerer als normal. Diese Infektionen treten besonders in den Wintermonaten oder nach Kontakt mit anderen Hunden auf.

Welche Symptome zeigt ein Hund bei Atemwegsinfektionen?

Der charakteristische trockene Husten ist meist das erste Anzeichen. Er klingt oft wie ein Würgen oder als hätte der Hund etwas im Hals stecken.

Weitere Symptome entwickeln sich innerhalb von 2-5 Tagen:

  • Klarer bis gelblicher Nasenausfluss
  • Schnelleres Atmen in Ruhe (über 30 Atemzüge pro Minute)
  • Würgen nach dem Trinken
  • Weniger Appetit, aber normales Trinkverhalten

Bei schwerem Verlauf kommen Fieber über 39,5°C und Appetitlosigkeit dazu.

Was löst Atemwegsinfektionen beim Hund aus?

Zwingerhusten durch Bordetella bronchiseptica ist die bekannteste bakterielle Ursache. Das Parainfluenza-Virus verursacht mildere Verläufe, während Adenoviren eher junge Hunde treffen.

Stress schwächt das Immunsystem: Tierheimaufenthalte, Hundepensionen oder Welpengruppen erhöhen das Infektionsrisiko. Kalte, feuchte Luft macht die Schleimhäute anfälliger.

Ältere Hunde und Welpen unter 6 Monaten erkranken schwerer, da ihr Immunsystem schwächer ist.

Wie behandelt man eine Atemwegsinfektion beim Hund?

Leichte Fälle heilen oft ohne Medikamente innerhalb von 7-14 Tagen aus. Antibiotika verschreibt der Tierarzt nur bei bakteriellen Infektionen oder wenn Sekundärinfektionen drohen.

Hustenstiller helfen bei trockenem Reizhusten, aber nur nach tierärztlicher Anweisung. Schleimlöser können bei produktivem Husten sinnvoll sein.

Inhalation mit Kochsalzlösung erleichtert das Abhusten: 10 Minuten im dampfigen Badezimmer nach dem Duschen kann Linderung bringen.

Wann muss der Hund zum Tierarzt?

Sofort bei Atemnot, blaufarbenen Schleimhäuten oder Verweigerung von Futter und Wasser über 24 Stunden.

Binnen 2-3 Tagen, wenn der Husten schlimmer wird statt besser, hohes Fieber auftritt oder der Hund apathisch wird.

Eine Röntgenaufnahme zeigt, ob sich eine Lungenentzündung entwickelt hat – das passiert bei etwa 10% der unbehandelten Atemwegsinfektionen.