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ACTH Stimulationstest

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ACTH Stimulationstest
Definition

Der ACTH-Stimulationstest ist ein Bluttest, bei dem dein Hund eine synthetische Hormon-Injektion erhält, um die Reaktionsfähigkeit der Nebennierenrinde zu messen.

Inhalt
  1. Wie läuft der ACTH-Test ab?
  2. Was bedeuten die Cortisol-Werte?
  3. Warum wird dieser Test gemacht?
  4. Was passiert bei abnormalen Ergebnissen?

Der ACTH-Stimulationstest ist ein Bluttest, bei dem dein Hund eine Injektion mit einem synthetischen Hormon bekommt – damit prüft der Tierarzt, ob die Nebennierenrinde überhaupt noch auf Reize reagiert.

Wie läuft der ACTH-Test ab?

Plane etwa zwei Stunden ein. Die Kosten liegen je nach Praxis bei 150 bis 250 Euro, und dein Hund muss dafür nicht nüchtern kommen – das ist zumindest eine Erleichterung.

Zu Beginn zieht der Tierarzt eine erste Blutprobe, um den Ausgangs-Cortisolwert zu bestimmen. Danach folgt die Injektion von synthetischem ACTH – meistens Cosyntropin, entweder direkt in die Vene oder unter die Haut. Exakt 60 Minuten später kommt die zweite Blutentnahme.

Einige Praxen messen zusätzlich nach 30 Minuten. Klingt nach einem kleinen Detail, macht aber bei Grenzfällen einen echten Unterschied für die Diagnosesicherheit.

Was bedeuten die Cortisol-Werte?

Im Normalfall steigt der Cortisolspiegel nach der Stimulation von unter 5 µg/dl auf 15–25 µg/dl (400–690 nmol/l) an. Das zeigt: Die Nebennieren arbeiten.

Bleibt der Wert trotz ACTH-Gabe niedrig – meist unter 5 µg/dl – deutet das auf die Addison-Krankheit hin. Die Nebennieren sind dann so erschöpft, dass sie schlicht nicht mehr reagieren können.

Beim Cushing-Syndrom dreht sich das Bild um: Der Cortisol-Wert schießt auf über 25 µg/dl hoch, oder der Ausgangswert ist bereits auffällig erhöht. Die überaktiven Nebennieren produzieren in diesem Fall Cortisol weitgehend unkontrolliert.

Warum wird dieser Test gemacht?

Der ACTH-Test gilt als Goldstandard, wenn Addison im Verdacht steht – und das aus gutem Grund. Symptome wie Schwäche, Erbrechen oder plötzlicher Kollaps können dutzende Ursachen haben. Nur dieser Test kann eine Nebenniereninsuffizienz wirklich beweisen oder ausschließen.

Auch bei Verdacht auf Cushing-Syndrom ist er gesetzt, und wer seinen Hund mit Trilostane behandelt, kommt an regelmäßigen ACTH-Kontrollen ohnehin nicht vorbei. Wichtig dabei: Ein normaler Cortisol-Ruhewert allein schließt eine Nebennierenerkrankung nicht aus.

Was passiert bei abnormalen Ergebnissen?

Bestätigt sich eine Addison-Krankheit, bekommt dein Hund eine lebenslange Cortisol-Ersatztherapie – in der Regel mit Prednisolon. Die Prognose ist bei rechtzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung sehr gut; viele Hunde leben damit völlig normal.

Liegt dagegen ein Cushing-Syndrom vor, folgen weitere Untersuchungen, etwa der Low-Dose-Dexamethason-Test, um die genaue Ursache einzugrenzen. Ob ein Hirntumor oder ein Nebennierentumor dahintersteckt, entscheidet dann, welcher Therapieweg eingeschlagen wird.