Kriechen
Der Hund lernt, auf dem Bauch zu kriechen.
Wann ist mein Hund bereit für das Kriechen?
Dein Hund sollte „Platz“ sicher beherrschen und mindestens 30 Sekunden in dieser Position bleiben können. Das Kriechen baut darauf auf – ohne stabiles Platz wird es frustrierend für euch beide.
Wie führe ich das Leckerli richtig?
Die Leckerli-Führung entscheidet über Erfolg oder Frust. Halte das Leckerli maximal 2 cm vor der Hundenase. Bewege es in Zeitlupe – etwa so langsam, wie du „21, 22, 23″ zählst. Das Leckerli bleibt dabei immer auf Bodenhöhe, niemals höher.
Sobald dein Hund auch nur eine Pfote nach vorn schiebt, markierst du mit „Ja!“ und belohnst sofort. In den ersten drei Trainingseinheiten zählt jede Vorwärtsbewegung von 5 cm als Erfolg.
Welche Hunde haben besondere Schwierigkeiten?
Kurzbeinige Rassen wie Dackel oder Corgi kriechen oft natürlicher – ihr Körperbau macht es einfacher. Hochläufige Hunde wie Deutsche Doggen oder Windhunde benötigen eine längere Aufbauzeit, weil das Kriechen anatomisch anstrengender ist.
Bei älteren Hunden oder solchen mit Gelenkproblemen: Erst mit dem Tierarzt abklären. Das Kriechen belastet Ellbogen und Schultern stärker als normales Gehen.
Wie lange sollte eine Trainingseinheit dauern?
Maximum 5 Minuten pro Einheit. Lieber dreimal am Tag kurz üben als einmal lange. Nach zwei bis drei Wiederholungen merkst du, ob dein Hund noch konzentriert ist oder nur noch mechanisch mitmacht.
Plan für die erste Woche: An Tag 1 und 2 nur 10 cm Kriechstrecke, an Tag 3 und 4 dann 20 cm, ab Tag 5 einen halben Meter. Manche Hunde benötigen doppelt so lang – das ist völlig normal.
Was sind die häufigsten Trainingsfehler?
Das Leckerli wird zu hoch gehalten – dann steht der Hund automatisch auf. Die meisten Halter führen es unbewusst in Kopfhöhe statt am Boden entlang.
Zweiter Klassiker: zu viel auf einmal erwarten. Wenn dein Hund nach zwei Metern kriechend erschöpft ist, warst du zu ehrgeizig. Zurück zu kürzeren Strecken.
Auf welchem Untergrund trainiert man am besten?
Eine weiche Yogamatte oder ein dicker Teppich schont die Ellbogen. Glatte Fliesen oder Laminat sind tabu – der Hund rutscht weg und verliert das Vertrauen in die Übung.
Im Freien eignet sich kurzes Gras. Kies, Asphalt oder gefrorener Boden sind zu hart und können die Gelenke verletzen.
Material: Hochwertige kleine Leckerlis (weich, schnell zu kauen)
Trainingszeit: 5 Minuten, 2–3x täglich
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer (baut auf stabilem „Platz“ auf)
Was du brauchst
Leckerlis