Komplexe Tricks-Kombinationen
Der Hund lernt, mehrere bereits bekannte Tricks in einer bestimmten Reihenfolge als Sequenz auszuführen.
Ziel: Der Hund führt mehrere bekannte Tricks in einer festen Reihenfolge aus – auf ein einziges Kommando.
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten (der Hund muss mindestens 4 Einzeltricks sicher beherrschen)
Material: Keines
Wie baust du eine Trick-Sequenz auf?
Schritt 1: Trick-Auswahl
Wähle 2 Tricks, die dein Hund aus dem Effeff kann. Beispiel-Kombinationen, die funktionieren: «Sitz» + «Pfote geben», «Platz» + «Rolle», «Dreh dich» + «Verbeugen». Vermeide Tricks, die körperlich anstrengend hintereinander sind.
Schritt 2: Timing testen
Gib die Kommandos im 3-Sekunden-Abstand. «Sitz» – warte, bis die Position stabil ist – dann «Pfote». Steht dein Hund nach dem ersten Trick auf, wähle eine längere Pause oder eine andere Kombination.
Schritt 3: Neues Sequenz-Kommando
Erfinde ein völlig neues Wort. «Showtime» oder «Programm» funktioniert gut. Sage zuerst das neue Kommando, dann sofort die gewohnte Trick-Abfolge.
Schritt 4: Belohnung verschieben
Belohne nur noch nach dem letzten Trick. Das ist der schwierigste Teil – dein Hund erwartet nach jedem Trick sein Leckerli.
Welche Sequenzen eignen sich für Einsteiger?
Bewährte Anfänger-Kombinationen:
«Begrüssung»: Sitz → Pfote geben → Winken
«Aufräumen»: Apport → Bringe zum Korb → Lass fallen
«Gute Nacht»: Platz → Rolle → Totstellen
Jede Sequenz dauert 15–20 Sekunden. Länger, und die Konzentration wird schwierig.
Wann klappt eine Trick-Sequenz?
Dein Hund hat die Sequenz verstanden, wenn er nach dem Sequenz-Kommando automatisch alle Tricks abspult. Das dauert meist 3–4 Wochen bei täglichen 10-Minuten-Einheiten.
Ein sicheres Erfolgszeichen: Der Hund wartet nicht mehr auf Einzelkommandos, sondern arbeitet die Sequenz selbstständig ab.
Was sind die häufigsten Stolpersteine?
Zu schnell erweitert: Erst wenn 2 Tricks sitzen, kommt der dritte dazu. Nie mehr als einen neuen Trick pro Woche hinzufügen.
Falsche Trick-Reihenfolge: «Platz» nach «Sprung» funktioniert nicht – der Hund ist zu aufgedreht. Ruhige Tricks vor lebhaften setzen.
Zu früh belohnt: Belohnst du aus Versehen nach dem ersten Trick, beginnt die Sequenz von vorn.
Wie erweiterst du die Sequenz?
Nach 4 Wochen kannst du einen dritten Trick anhängen. Füge ihn am Ende an – nie in der Mitte einschieben. Das verwirrt die bereits gelernte Abfolge.
Variante für Fortgeschrittene: Ändere das Tempo. «Langsam» als zusätzliches Kommando macht aus «Sitz-Platz-Rolle» eine Zeitlupe-Vorführung.
Sicherheit: Keine Sprünge direkt vor oder nach Rollen. Beende die Übung, wenn der Hund hechelt oder unsauber wird.
Was du brauchst
Keine besonderen Materialien erforderlich