Übung · Training & Erziehung

Geräuscherkennung und Lokalisierung

⏱ 20 Min
Zeitaufwand
20 Min
Hilfsmittel
Verschiedene Geräuschquellen (Handy, kleine Musikbox, Quietschspielzeug)
Trainingsziel

Der Hund lernt, die Quelle eines bestimmten Geräusches zu lokalisieren und darauf zu reagieren.

Ziel: Dein Hund lernt, Geräuschquellen zu orten und bewusst darauf zuzugehen – eine Fähigkeit, die das räumliche Denken schärft.

Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe

Material:

  • Quietschspielzeug (niedriger Ton)
  • Küchenzeituhr oder Handywecker
  • Kleine Glocke
  • Knistertüte oder Alufolie
  • Bluetooth-Lautsprecher für Naturgeräusche

Trainingsaufbau:

Woche 1: Grundlagen schaffen

  1. Lass deinen Hund das Quietschspielzeug sehen und quietsche einmal kurz.
  2. Lege es einen Meter entfernt auf den Boden und quietsche erneut.
  3. Zeig mit dem Finger zur Quelle: „Such das Spielzeug.“
  4. Belohne sofort, wenn er hingeht – auch wenn er nur in die Richtung schaut.

Woche 2: Verstecken lernen

  1. Quietsche das Spielzeug hinter einem Stuhlbein.
  2. Lass den Hund suchen und unterstütze ihn mit einem Fingerzeig, falls nötig.
  3. Steigere auf Verstecke hinter dem Sofa oder unter einem Tuch.
  4. Belohne erst, wenn er das Objekt berührt oder apportiert.

Woche 3: Verschiedene Geräusche

  1. Nutze die Küchenzeituhr – stelle sie für 5 Sekunden ein.
  2. Verstecke sie während des Tickens.
  3. Wechsle zur Glocke: drei kurze Signale, dann Pause.
  4. Steigere die Schwierigkeit: Geräusch aus dem Nebenraum.

Lautstärke-Empfehlungen:
Orientiere dich an der Reaktion deines Hundes. Legt er die Ohren an oder weicht er zurück, ist es zu laut. Die Geräusche sollten deutlich hörbar sein, ohne dass dein Hund zusammenzuckt. Bei Welpen gilt: maximale Lautstärke wie normales Sprechen.

Häufige Fehler:

  • Zu viele verschiedene Geräusche in einer Trainingseinheit
  • Versteck zu schwer für das aktuelle Können
  • Geräusch zu kurz – mindestens 3 Sekunden Signal nötig
  • Belohnung erst wenn der Hund das Versteck komplett gelöst hat

Variationen für Fortgeschrittene:

  • Zwei Geräuschquellen gleichzeitig – lass eine bestimmte finden
  • Naturgeräusche vom Handy: Vogelgezwitscher, Regengeräusche
  • Geräusch wandert: Bluetooth-Lautsprecher während der Suche bewegen

Sicherheit: Keine schrillen oder plötzlichen Geräusche verwenden. Geräuschempfindliche Hunde können durch zu intensive Töne dauerhaft verunsichert werden. Trainiere nie länger als 10 Minuten am Stück.

Was du brauchst

Verschiedene Geräuschquellen (Handy, kleine Musikbox, Quietschspielzeug)