Unterschiedliche Untergründe
Der Hund lernt, sicher auf verschiedenen Untergründen zu laufen und dabei Balance und Körpergefühl zu entwickeln.
Wie gewöhne ich meinen Hund an unterschiedliche Untergründe?
Beginne mit einer Yogamatte oder Handtuch auf dem gewohnten Boden. Lass deinen Hund 2-3 Minuten darauf stehen und schnüffeln. Erst wenn er entspannt auf bekannten Materialien steht, wechselst du zu neuen Oberflächen.
Ziel: Balance und Körpergefühl auf verschiedenen Untergründen entwickeln
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
Dauer pro Einheit: 10-15 Minuten
Material: Yogamatte, Wackelbrett, Gartenvlies, Sand, Kies
Welche Reihenfolge ist beim Untergrund-Training richtig?
Woche 1-2: Feste, rutschfeste Matten. Dein Hund lernt, dass neue Oberflächen normal sind.
Woche 3-4: Leicht federnde Unterlagen wie dicke Decken oder dünne Matratzen.
Woche 5-6: Instabile Elemente wie Wackelbretter – aber nur 30 Sekunden am Stück.
Ab Woche 7: Naturböden wie Sand, Kies oder unebenes Gelände.
Woran erkenne ich, dass mein Hund unsicher ist?
Steife Körperhaltung, eingeklemmte Rute oder Zittern zeigen Stress. Manche Hunde hecheln plötzlich oder lecken sich die Lefzen.
Wenn dein Hund einen Schritt zurückgeht und den Untergrund anstarrt: Pause. Lass ihn auf sicherem Boden zur Ruhe kommen, bevor ihr weitermacht.
Schritt-für-Schritt Anleitung
- Führe deinen Hund langsam an den neuen Untergrund heran. Lass ihn schnüffeln.
- Stelle eine Pfote auf die neue Oberfläche – nicht den ganzen Hund ziehen.
- Belohne sofort, wenn alle vier Pfoten auf dem Material stehen.
- Steigere auf 2-3 Schritte auf der Oberfläche, dann wieder Belohnung.
- Erst nach 3-4 erfolgreichen Einheiten kommt der nächste Untergrund.
Welche Sicherheitsregeln gelten bei welchem Untergrund?
Wackelbretter: Maximal 30 cm Durchmesser. Höhe unter 10 cm. Niemals über Kopfhöhe des Hundes.
Sand/Kies: Vorher nach spitzen Gegenständen absuchen. Bei Regen wird Sand rutschig.
Gitter/Roste: Pfotengröße beachten – kleine Pfoten können einbrechen.
Federnde Matten: Nicht bei Gelenkproblemen oder trächtigen Hündinnen verwenden.
Häufige Fehler vermeiden
Zu schneller Wechsel zwischen Untergründen überfordert. Ein Untergrund pro Woche reicht völlig.
Nicht den Hund über die Oberfläche ziehen – das verstärkt die Unsicherheit.
Variationen für Fortgeschrittene
Kombiniere 3-4 verschiedene Untergründe zu einem Mini-Parcours. Abstand zwischen den Elementen: 1-2 Hundelängen.
Baue Kommandos ein: „Langsam“ für Wackelbretter, „Weiter“ für Übergänge zwischen Materialien.
Was du brauchst
Verschiedene Matten, Wackelbretter, natürliche Untergründe (Gras, Sand), eventuell Parcours-Elemente