Übung · Training & Erziehung

Objekte umdrehen

⏱ 10 Min
Zeitaufwand
10 Min
Hilfsmittel
Kleine Boxen, leichte Spielzeuge
Trainingsziel

Der Hund lernt, Gegenstände gezielt mit Nase oder Pfote umzudrehen.

Warum das Umdrehen von Objekten für deinen Hund wertvoll ist

Das Umdrehen von Gegenständen verbindet Nasenarbeit mit Problemlösungsverhalten. Dein Hund lernt, gezielt mit Nase und Pfote zu arbeiten – eine Fähigkeit, die sich auf andere Trainingsfelder überträgt.

Material: Geeignete Gegenstände für den Einstieg

Starte mit leichten Plastikbechern oder flachen Schachteln, die sich schon bei leichter Berührung bewegen. Ein Joghurtbecher (gespült) ist ideal: Er ist leicht, macht ein belohnendes Geräusch und kippt schon beim sanften Nasenstupser.

Vermeide zu Beginn schwere Gegenstände, rutschige Oberflächen oder alles, was beim Umfallen laut kracht. Das kann deinen Hund erschrecken.

So führst du das Umdrehen Schritt für Schritt ein

Schritt 1 – Interesse wecken: Setze den Becher vor deinen Hund und warte. Sobald er ihn anschaut oder beschnuppert, gibst du das Markersignal („Ja“ oder Klick) und belohnst sofort.

Schritt 2 – Erste Berührung: Warte jetzt auf körperlichen Kontakt. Nase oder Pfote am Becher? Sofort markieren und belohnen. Manche Hunde benötigen dafür 2–3 Trainingseinheiten.

Schritt 3 – Das Umdrehen: Die Belohnung kommt erst, wenn der Becher tatsächlich kippt oder rollt. Markiere den Moment des Kippens – nicht erst, wenn der Becher schon liegt.

Timing der Belohnung: Der entscheidende Moment

Der häufigste Fehler ist zu spätes Markieren. Du musst das „Ja“ genau dann geben, wenn der Gegenstand sich zu bewegen beginnt – nicht erst, wenn er umgefallen ist. Dein Hund soll verstehen: „Meine Berührung hat das bewirkt.“

Progression: So steigerst du den Schwierigkeitsgrad

Woche 1: Leichte Becher, nur Umkippen reicht

Woche 2: Stabilere Objekte, die mehr Kraft benötigen

Woche 3: Verschiedene Formen – Dosen, Boxen, Bälle

Erst wenn dein Hund drei verschiedene Objekte sicher umdreht, führst du das Kommandowort ein. „Umdrehen“ oder „Roll“ funktionieren gut.

Was tun, wenn der Hund nicht mitmacht?

Manche Hunde gehen vorsichtig mit fremden Gegenständen um. Lass den Becher einfach eine Weile in seinem Umfeld stehen. Oder verstecke ein Leckerli darunter – dann wird er von selbst versuchen, heranzukommen.

Bei sehr scheuen Hunden: Berühre den Gegenstand selbst erst mehrmals, bevor du die Übung startest.

Sicherheit: Darauf musst du achten

Alle Gegenstände müssen splitterfrei sein und dürfen keine scharfen Kanten haben. Kontrolliere vor jeder Einheit auf Risse oder abgebrochene Teile. Bei Welpen unter 6 Monaten nur Objekte verwenden, die zu gross zum Verschlucken sind.

Was du brauchst

Kleine Boxen, leichte Spielzeuge