Berlin: Ein pulsierendes Abenteuer für Zwei- und Vierbeiner
Berlin bietet Hunden mehr Freiheit als jede andere deutsche Großstadt – vom leinenfreien Tempelhofer Feld bis zu Hundestränden an den Seen. Aber die Regeln variieren stark je nach Ort.
Inhalt
Berlin gehört zu den hundefreundlichsten Grossstädten Deutschlands. Je nach Stadtteil und Ort gelten jedoch unterschiedliche Regeln für Leinenpflicht, Maulkorb und Zugang.
Wo darf mein Hund in Berlin ohne Leine laufen?
Das Tempelhofer Feld ist eine der bekanntesten Freilauf-Flächen. Auf 300 Hektar ehemaligem Flugfeld dürfen Hunde ohne Leine laufen, solange Sichtkontakt besteht. Geöffnet von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, Eintritt frei. Erreichbar über die U-Bahn-Stationen Tempelhof oder Boddinstrasse.
Im Grunewald ist Freilauf zwischen 6 und 20 Uhr erlaubt, ausserhalb der Reit- und Wanderwege. Der Wald umfasst rund 3.000 Hektar; für einen Spaziergang sollten mindestens zwei Stunden eingeplant werden. Anreise: S-Bahn S7 bis Grunewald, dann fünf Minuten zu Fuss.
Im Tiergarten gilt strikte Leinenpflicht. Nur auf den ausgewiesenen Hundewiesen beim Café am Neuen See darf der Hund frei laufen. Verstösse werden mit Bussgeldern ab 55 Euro geahndet.
Welche Berliner Stadtteile sind besonders hundefreundlich?
Prenzlauer Berg bietet eine hohe Dichte an hundefreundlichen Cafés und Restaurants. Das Café Anna Blume (Kollwitzstrasse 83) stellt Wassernäpfe bereit und hat eine Terrasse. Das Zur Letzten Instanz (Waisenstrasse 14), Berlins älteste Gaststätte, erlaubt Hunde im Innenbereich. Eine telefonische Reservierung wird empfohlen, da an manchen Tagen keine Hunde zugelassen sind.
In Kreuzberg liegt der Görlitzer Park. Hier gilt Leinenpflicht, die Wiesen sind jedoch gross genug für ausgedehnte Spaziergänge. An Wochenenden wird es sehr voll, für stressanfällige Hunde sind Werktage die bessere Wahl.
Kann ich mit meinem Hund Berliner Sehenswürdigkeiten besuchen?
Die East Side Gallery ist vollständig mit Hund zugänglich. Das 1,3 Kilometer lange Mauer-Kunstwerk entlang der Spree erfordert etwa 45 Minuten reine Gehzeit, ohne Foto-Stopps. Anreise: S-Bahn Warschauer Strasse, direkt am Ausgang.
Der Mauerpark am Sonntag bietet Flohmarkt und Karaoke, zieht aber grosse Menschenmengen an. Der Hund sollte Gelassenheit gegenüber Trubel mitbringen. Von Mai bis September ist der Park ab 10 Uhr bis etwa 18 Uhr geöffnet. Anreise: U2 bis Eberswalder Strasse.
Berliner Unterwelten bietet keine regulären Hundetouren an. Zugelassen sind ausschliesslich Blindenhunde.
Wo kann mein Hund in Berlin schwimmen?
Der Wannsee verfügt über einen offiziellen Hundestrand am südlichen Ende. Der Eintritt ist frei, im Sommer ist der Strand allerdings oft überfüllt. Eine Alternative ist der Schlachtensee. Dort existieren mehrere Stellen mit Zugang für Hunde, gekennzeichnet durch blaue Schilder mit Hundekopf.
Das Wasser der Spree ist oft verschmutzt, besonders nach Regenfällen. Der Hund sollte nicht daraus trinken.
Was kostet ein Berlin-Trip mit Hund?
Öffentlicher Nahverkehr: Hunde fahren kostenlos, wenn sie in einer Transportbox untergebracht sind oder einen Maulkorb tragen. Ohne Maulkorb gilt der reduzierte Tarif (1,90 Euro pro Fahrt). Während der Rushhour (7 bis 9 Uhr, 17 bis 19 Uhr) sind grosse Hunde in Bus und Bahn nicht erlaubt.
Hotels: Hundefreundliche Unterkünfte verlangen einen Aufschlag von 10 bis 25 Euro pro Nacht. Das Meininger Hotel Berlin Tiergarten erhebt keine Extragebühr, akzeptiert jedoch nur kleine Hunde bis 15 kg.
Benötigt mein Hund in Berlin einen Maulkorb?
In öffentlichen Verkehrsmitteln besteht Maulkorbpflicht, sofern der Hund nicht in einer Box transportiert wird. Listenhunde (Pit Bull, Staffordshire Terrier, American Bulldog, Tosa Inu) müssen generell Maulkorb tragen und an der Leine geführt werden, auch im Grunewald.
Welche Notfall-Tierarztpraxen gibt es in Berlin?
Die Tierklinik Düppel (Oertzenweg 19b) hat rund um die Uhr geöffnet. Notfallgebühr: 59 Euro plus Behandlung. Telefon für Notfälle: 030 838 62700.
Gibt es in Berlin spezielle Hundeausläufe?
In Berlin existieren über 100 eingezäunte Hundeausläufe. Der grösste befindet sich im Volkspark Friedrichshain (etwa 2.000 Quadratmeter). Die meisten sind von 6 bis 22 Uhr zugänglich.
Darf mein Hund mit in die Berliner Museen?
In den meisten Berliner Museen sind Hunde nicht erlaubt, ausgenommen Blindenhunde. Das Freilichtmuseum Domäne Dahlem erlaubt Hunde auf dem Aussengelände an der Leine.
Wo finde ich hundefreundliche Restaurants in Berlin?
Die App „BringFido“ zeigt über 200 hundefreundliche Lokale in Berlin. Das Restaurant Maximilians (Friedrichstrasse 185-190) bietet eine eigene Hundekarte mit Leckerlis und frischem Wasser.