Mit dem Hund in Währing

Bezirk Währing in Wien – Ziele, Regeln und Praktisches vor Ort.

Stadt Wien 4 Tipps vor Ort

In 3 Sekunden – das Wichtigste

Leinenpflicht im WaldDetails ↓

Anreise mit Hund

ÖV mit Hund

TarifverbundWiener Linien / Verkehrsverbund Ost-Region (VOR)

Landesweite Regelung (Wien) – lokale Tarife beim Verbund prüfen.

Kleine, ungefährliche Hunde in einem geschlossenen, geeigneten Behältnis werden gratis und ohne Maulkorb mitbefördert.

Hunde außerhalb eines Behältnisses brauchen in Fahrzeugen und U-Bahn-Stationen Maulkorb und Leine sowie ein eigenes ermäßigtes Einzelticket nach VOR-Tarif. Mit einer gültigen Jahreskarte ist die Mitnahme gratis. Assistenzhunde fahren ohne Maulkorb, Leine und Fahrkarte.

Unterwegs

Wasser, Schatten und einen Kotbeutel einplanen – gerade im Sommer und auf längeren Strecken.

Fachleute im Umkreis

Tierärzte, Trainer und Betreuung in und um Währing.

Umkreis
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Hintergrund zur Region

Währing liegt im Nordwesten Wiens und zählt zu jenen Bezirken, die sich für Hundehaltende wie ein ruhiges Atmen inmitten der Großstadt anfühlen. Gründerzeitfassaden, gesäumte Alleen und der nahe Wienerwald schaffen eine Kulisse, die sowohl für den morgendlichen Gassigang als auch für den ausgedehnten Sonntagsspaziergang trägt. Grüne Oasen, belebte Märkte und eine lebendige Gastronomieszene machen den 18. Bezirk zu einem Ort, an dem Hund und Mensch gleichermaßen ankommen.

Wer mit Hund in Währing wohnt oder zu Besuch kommt, bewegt sich in einem Bezirk, der städtisches Flair mit echter Grünraumqualität verbindet. Der Türkenschanzpark liegt quasi vor der Haustür, und wer etwas weiter geht, erreicht bald die ersten Ausläufer des Wienerwalds. Die Straßen rund um die Währinger Straße und den Severin-Schreiber-Gasse-Kiez laden zum Schlendern ein — auch wenn du einen Vierbeiner an der Leine führst.

Dieser Leitfaden bündelt alles, was du als Hundemensch in Währing wissen solltest: von den schönsten Wegen und Parks der Umgebung über geltende Regeln bis hin zu saisonalen Tipps für das ganze Jahr. Die Informationen dienen als Orientierung — prüfe aktuelle Regelungen immer direkt bei der zuständigen Stelle, denn Verordnungen können sich ändern.

Tagesausflüge mit Hund in Währing

Kaum ein Bezirk Wiens liegt so nah an echtem Ausflugsterrain wie Währing. Vom Türkenschanzpark bis in den Wienerwald sind es wenige Minuten — und wer früh aufbricht, hat Wege und Wiesen oft noch ganz für sich.

Türkenschanzpark: Grüne Lunge im Bezirk

Der Türkenschanzpark ist das grüne Herz von Währing und einer der schönsten Landschaftsparks Wiens. Geschwungene Wege führen an Teichen, Pergolen und altem Baumbestand vorbei — eine Atmosphäre, die sich morgens und abends besonders ruhig anfühlt. Für Hunde gibt es im Park eine eigens ausgewiesene Hundefreilauffläche, auf der dein Hund ohne Leine toben darf. Beachte, dass im restlichen Parkbereich die Leinenpflicht gilt und du dich an die ausgehängten Parkordnungen halten solltest — prüfe die aktuellen Regelungen direkt vor Ort oder auf der Website der Stadt Wien zu Parks und Grünanlagen.

Der Park erstreckt sich über mehrere Hektar und bietet genug Abwechslung für einen längeren Spaziergang. Treppen, Hügel und Rasenflächen halten auch energiegeladene Hunde in Bewegung. Im Sommer spenden mächtige Bäume Schatten, was den Park auch an heißen Tagen angenehm macht. Hundetütenspender findest du an mehreren Stellen, trotzdem empfiehlt sich eigenes Mitbringen — Nachschub ist nicht immer garantiert.

Gersthof und Weinberge: Dörfliches Flair am Bezirksrand

Im Norden Währings öffnet sich das Stadtgefüge spürbar. Gersthof, das alte Dorf im Bezirk, und die angrenzenden Weinbaugärten bieten ein ruhigeres Gangerlebnis abseits der großen Parkanlagen. Schmale Gassen, Kleingärten und Weingartenzeilen prägen das Bild — ein Kontrast zum gründerzeitlichen Bezirkszentrum, der sich beim Spazieren deutlich spürbar macht. Hunde schätzen die abwechslungsreichen Gerüche und das geringere Verkehrsaufkommen.

Von Gersthof aus erreichst du schnell die ersten Hänge des Wienerwalds, die zum Bezirk Döbling überleiten. Wander- und Spazierwege schlängeln sich durch Weingärten und lichten Wald — ideal für einen Vor-Mittag-Ausflug. Achte in den Weingartengebieten auf die Wegeschilderung: Nicht alle Wege sind für Hunde freigegeben, und private Weingärten sind klar abgegrenzt. Im Zweifel hältst du dich an markierte öffentliche Wege.

Wienerwald: Der große Auslauf gleich nebenan

Der Wienerwald beginnt praktisch dort, wo Währing endet — und das ist ein Privileg, das viele Bezirke Wiens nicht haben. Buchenwälder, Lichtungen und gut beschilderte Wanderwege machen ihn zu einem der beliebtesten Ausflugsziele für Hundehaltende in Wien. Besonders die Routen Richtung Sofienalpe und Dreimarkstein eignen sich für längere Touren mit Hund. Die Wege sind gut befestigt, der Untergrund wechselt angenehm zwischen Waldboden, Forststraße und schmalem Pfad.

Im Wienerwald gelten je nach Schutzzonenstatus unterschiedliche Regeln für Hunde. In manchen Bereichen ist Leinenpflicht ausgewiesen, in anderen darfst du den Hund frei laufen lassen — vorausgesetzt, er bleibt in Sicht und kehrt auf Ruf zurück. Informiere dich vor deinem Ausflug auf der Website des Biosphärenpark Wienerwald über aktuelle Zonen und Regelungen. Wildtiere — besonders Rehe und Hasen — sind häufig, daher ist Zuverlässigkeit beim Abruf Pflicht.

Im Frühjahr und Sommer beachte unbedingt die Brut- und Setzzeiten: Mancher Weg ist dann temporär gesperrt oder das freie Laufen eingeschränkt. Ein Blick auf die aktuellen Aushänge an den Wegstartpunkten erspart Überraschungen. Wasser gibt es unterwegs an einigen Brunnen und Hütten — trotzdem nimmst du am besten eine eigene Flasche mit.

Döblinger und Hernalser Nachbarschaft: Grenzübergreifende Spaziergänge

Währing grenzt an Döbling im Norden und Hernals im Westen — zwei Bezirke, die gut zugängliche Grünflächen und Ausflugsrouten bieten. Der Elterleinplatz in Hernals oder die Grünflächen rund um den Pötzleinsdorfer Schlosspark in Döbling sind für Hundehaltende aus Währing bequem zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Pötzleinsdorfer Schlosspark ist einer der stimmungsvollsten Parks Wiens: Alte Bäume, ein Schlossgebäude und ein naturbelassener Waldanteil schaffen Abwechslung für Mensch und Hund.

Auch hier gelten parkspezifische Regelungen, die du vor Ort an den Eingangstafeln nachlesen solltest. Grenzübergreifende Spaziergänge sind ein großer Vorteil der Lage Währings — du musst nicht weit fahren, um aus dem dicht bebauten Stadtgebiet herauszukommen. Öffentliche Verkehrsmittel erschließen die Nachbarbezirke zuverlässig, und mit Hund gilt in Wien generell, dass du ihn in der U-Bahn und den Straßenbahnen mitführen kannst — dazu später mehr.

Hund und lokale Regeln in Währing

Wien hat als Großstadt klare Regeln für Hundehaltende — und Währing macht da keine Ausnahme. Wer die wichtigsten Vorschriften kennt, bewegt sich entspannter durch den Alltag und vermeidet unnötigen Ärger.

Leinenpflicht und Hundefreilaufflächen in Währing

In Wien gilt auf öffentlichen Flächen grundsätzlich Leinenpflicht — das betrifft Gehsteige, Straßen, öffentliche Plätze und die meisten Parkanlagen. Ausnahmen bilden eigens ausgewiesene Hundefreilaufflächen (sogenannte „Dog Zones" oder Hundezonen), die in Wien flächendeckend eingerichtet wurden. Im Türkenschanzpark gibt es eine solche Freilauffläche; darüber hinaus existieren in Währing und den angrenzenden Bezirken weitere Zonen. Eine aktuelle Übersicht aller Freilaufflächen in Wien findest du direkt auf der Website der Stadt Wien zu Hundefreilaufflächen.

Innerhalb der Freilaufflächen darf dein Hund ohne Leine laufen — vorausgesetzt, er ist gut sozialisiert und unter Kontrolle. Außerhalb dieser Zonen ist die Leine Pflicht, unabhängig von der Tageszeit oder der Menschendichte. Verstöße können mit Verwaltungsstrafen geahndet werden; die genauen Beträge regelt die zuständige Behörde, verlasse dich nicht auf inoffizielle Angaben. Die Leinenpflicht gilt auch auf dem Weg zur Freilauffläche und zurück — auch wenn dein Hund schon aufgeregt ist.

Im Wienerwald und in Schutzgebieten können zusätzliche oder verschärfte Leinenpflichten gelten, insbesondere in der Schonzeit für Wild. Achte auf Beschilderungen an den Zugangspunkten und informiere dich beim Biosphärenpark Wienerwald, wenn du länger oder regelmäßig dort unterwegs bist.

Anmeldung und Hundeabgabe in Wien

In Wien bist du als Hundehaltender verpflichtet, deinen Hund bei der Magistratsabteilung 60 (Veterinäramt) anzumelden. Die Anmeldung erfolgt über das Wiener Meldeservice oder persönlich — die genauen Modalitäten und erforderlichen Unterlagen findest du auf der offiziellen Seite der Stadt Wien zur Hundeanmeldung. Zusätzlich erhebt die Stadt Wien eine Hundeabgabe; die aktuelle Höhe regelt die Wiener Hundeabgabeverordnung, die du direkt bei der zuständigen Stelle erfragen kannst — gib hier keine festen Beträge aus zweiter Hand weiter.

Die Anmeldung ist keine Formalität: Sie ist Voraussetzung für viele weitere Schritte, etwa die Bestätigung der Hundehaltung gegenüber deiner Hausverwaltung oder im Umgang mit Behörden. Zudem ist dein Hund damit offiziell registriert, was im Verlustfall hilfreich ist. Halte den Anmeldenachweis griffbereit — er kann bei Kontrollen verlangt werden.

Zusätzlich zur städtischen Abgabe sind Impfnachweise und Kennzeichnung (Chip) gesetzlich vorgeschrieben. Österreichweit gilt die Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung im Heimtierregister. Auch hier gilt: Informiere dich über die aktuell geltende Rechtslage beim Wiener Veterinäramt.

Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln und der Gastronomie

In den Wiener Linien — also U-Bahn, Straßenbahn und Bus — darfst du deinen Hund grundsätzlich mitnehmen. Für Hunde bis zu einer bestimmten Größe gilt, dass sie in einer Tragetasche oder einem Transportbehälter mitgeführt werden müssen; größere Hunde werden mit einem Maulkorb und an der Leine geduldet. Für den Hund ist eine eigene Fahrkarte zu lösen (Hunde fahren zum Kindertarif). Die genauen Regelungen findest du direkt bei den Wiener Linien; sie können sich ändern, also prüfe sie vor deiner ersten Fahrt.

In der Gastronomie ist die Handhabung von Lokal zu Lokal unterschiedlich. Viele Cafés und Restaurants in Währing — insbesondere solche mit Schanigarten — empfangen Hunde ausdrücklich willkommen. Im Innenbereich entscheidet der Betreiber; ein kurzes Nachfragen vor dem Eintreten ist die einfachste Lösung. Frag im Zweifel beim Reservieren nach oder schau, ob ein Wassernapf vor dem Eingang steht — das ist oft ein gutes Zeichen. Verlasse dich nicht auf Online-Angaben, die schnell veralten.

In Supermärkten und Lebensmittelgeschäften sind Hunde aus hygienerechtlichen Gründen in der Regel nicht zugelassen. Plane entsprechende Einkäufe so, dass du deinen Hund nicht allein anbinden oder im Auto warten lassen musst — gerade im Sommer ist das im Pkw gefährlich.

Listenhunde und besondere Auflagen in Wien

Wien kennt keine klassische Rasseliste im Sinne eines allgemeinen Haltungsverbots für bestimmte Rassen, setzt aber auf das Wiener Tierhaltegesetz, das besondere Anforderungen an die Haltung von Hunden stellt, die als gefährlich eingestuft werden könnten. Maßgeblich ist dabei nicht allein die Rasse, sondern das individuelle Verhalten des Tieres. Trotzdem gibt es für bestimmte Rassen oder Kreuzungen — darunter klassisch als „kampfhundverdächtig" geltende Typen — erhöhte Anforderungen: Sachkundenachweis des Halters, Wesenstest für den Hund sowie das Tragen von Maulkorb und kurzer Leine in der Öffentlichkeit können vorgeschrieben sein.

Prüfe unbedingt beim Wiener Veterinäramt (MA 60), ob für deinen Hund besondere Auflagen gelten. Die zuständige Behörde gibt Auskunft über aktuelle Anforderungen, die sich mit Gesetzesänderungen verschieben können. Informiere dich auch dann, wenn du mit einem entsprechenden Hund zu Besuch nach Wien kommst — die Auflagen gelten für alle, die sich im Stadtgebiet aufhalten.

Im Alltag in Währing bedeutet das für die meisten Hundehaltenden: Leine dabei, Tüten dabei, Chip und Anmeldung in Ordnung — und du bist auf der sicheren Seite. Wer diese Grundregeln kennt und lebt, bewegt sich entspannt durch einen der grünsten und hundfreundlichsten Bezirke der Bundeshauptstadt.

Praktisches vor Ort in Währing

Währing ist dicht besiedelt, urban und lebendig — doch wer mit Hund hier lebt, merkt schnell, dass sich ein stabiles Netz aus Tierärzten, Hundeschulen und Betreuungsangeboten durch den Bezirk zieht. Die kurzen Wege sind ein echter Vorteil, wenn mal etwas Unvorhergesehenes passiert.

Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst

In Währing und den unmittelbar angrenzenden Bezirken findest du eine gute Dichte an Tierarztpraxen — von Einzelpraxen in Gründerzeithäusern bis hin zu größeren Tierkliniken. Für tierärztliche Notfälle nachts oder am Wochenende ist die Tierärztekammer Wien die verlässlichste Anlaufstelle: Auf der Website der Österreichischen Tierärztekammer findest du den aktuellen Notdienstplan für Wien, geordnet nach Bezirk und Uhrzeit. Ruf im Zweifelsfall zuerst an, bevor du fährst — viele Notdiensttierärzte haben wechselnde Ordinationszeiten. Für ernste Fälle außerhalb der Praxisöffnungszeiten bietet die Veterinärmedizinische Universität Wien (VetMedUni) an ihrem Campus in Floridsdorf einen durchgehenden Notfalldienst an.

Halte die Kontaktdaten deines Haustierarztes und die Notfallnummer griffbereit — am besten als Kontakt im Handy gespeichert. Wenn du neu in Währing bist, frag in der Nachbarschaft oder in lokalen Facebook-Gruppen nach Empfehlungen: Die persönliche Erfahrung anderer Hundehaltender ist oft wertvoller als jedes Online-Verzeichnis. Beachte außerdem, dass manche Spezialgebiete wie Orthopädie, Kardiologie oder Dermatologie nur in wenigen Fachpraxen abgedeckt werden — es lohnt sich, frühzeitig einen Überblick zu schaffen, bevor ein Spezialist wirklich gebraucht wird.

Hundeschulen und Trainingsangebote

Das Angebot an Hundeschulen und Hundetrainerinnen in Währing und den Nachbarbezirken Döbling, Hernals und Alsergrund ist vielfältig. Von klassischen Welpen- und Junghundekursen über Mantrailing und Nasenarbeit bis hin zu verhaltenstherapeutischen Einzel-Coachings findest du verschiedenste Ausrichtungen. Achte bei der Wahl einer Hundeschule auf eine gewaltfreie, belohnungsbasierte Methodik — das österreichische Tierschutzgesetz untersagt ausdrücklich strafende Trainingswerkzeuge, und eine seriöse Schule wird das von sich aus betonen. Viele Anbieter stellen auf ihrer Website Zertifikate und Ausbildungsnachweise transparent vor — prüfe das, bevor du buchst.

Gerade in einer städtischen Umgebung wie Währing ist konsequentes Sozialtraining besonders wichtig: Straßenlärm, Fahrradfahrende, Kinderwägen und andere Hunde auf engem Raum fordern auch gut erzogene Hunde. Ein Grundkurs zur Stadtfestigkeit zahlt sich für Neuzugänge in der Familie fast immer aus. Einige Trainer bieten auch Einzelstunden direkt im Grätzel an — das ist effektiver als Übungsplätze auf der grünen Wiese, weil direkt in der realen Umgebung des Hundes trainiert wird.

Hundeauslaufzonen und Freilaufmöglichkeiten

In Währing selbst gibt es eingezäunte Hundeauslaufzonen, die von der Stadt Wien betrieben werden. Die bekannteste liegt im Bereich des Währinger Parks — ein befestigter Bereich, in dem Hunde ohne Leine toben dürfen, während Herrchen und Frauchen auf der Bank sitzen können. Die genauen Standorte und aktuellen Regelungen aller Wiener Hundeabteilungen findest du auf der offiziellen Website wien.gv.at — Hundeabteile in Wiener Parks. Dort wird auch regelmäßig aktualisiert, welche Zonen gerade gesperrt oder saniert werden.

Neben den offiziellen Zonen nutzen viele Währinger Hundehaltende den Türkenschanzpark als täglichen Auslaufbereich — er liegt direkt an der Bezirksgrenze und bietet weitläufige Grünflächen sowie einen eigenen Hundegarten. Für ausgedehnte Freiläufe ohne städtisches Gedränge ist der Wienerwald erreichbar, etwa über Grinzing oder Sievering in Döbling: Dort gelten eigene Regeln für Hunde abseits des Wegs — prüfe die Schutzgebietsverordnungen vor dem Besuch, da in manchen Bereichen des Lainzer Tiergartens und anderer Naturschutzflächen Leinenpflicht oder Betretungsverbote gelten. Der öffentliche Verkehr bringt dich mit Hund bequem dorthin.

Hundebetreuung, Pensionen und Gassiservice

Wer berufstätig ist oder verreist, braucht verlässliche Hundebetreuung. In Währing und Wien allgemein hat sich in den letzten Jahren ein breiter Markt für Hundesitter, Tagesbetreuung und Gassidienste entwickelt. Plattformvermittelte Dienste sind eine Option, doch viele Währinger Hundehaltende schwören auf persönliche Empfehlungen und direkte Vereinbarungen mit Nachbarn oder kleinen lokalen Anbietern. Achte darauf, dass der Betreuer oder die Betreuerin Erfahrung mit der Rasse und Größe deines Hundes hat und idealerweise eine Grundausbildung in Erster Hilfe für Tiere nachweisen kann.

Für längere Abwesenheiten oder Urlaub sind Hundepensionen im Wiener Umland eine beliebte Wahl — viele liegen im Grüngürtel rund um die Stadt und bieten mehr Bewegungsraum als eine städtische Wohnung. Lass dir vor der Buchung die Betreuungsphilosophie, die Schlafplätze und den Tagesablauf erklären: Ein Erstbesuch mit Hund, bevor du ihn dort lässt, ist immer sinnvoll. In Österreich sind gewerbliche Tierpensionen meldepflichtig — frag nach dem entsprechenden Nachweis, wenn du unsicher bist.


Saisonal in Währing

Währing verändert sich mit den Jahreszeiten deutlich — die Parks leuchten im Frühjahr mit Kastanienblüten, im Sommer wird das Pflaster heiß, im Herbst raschelt das Laub im Türkenschanzpark, und im Winter liegt manchmal ein feiner Schneeteppich über den Villengärten. Für Hundehaltende bedeutet jede Saison andere Anforderungen.

Frühling: Brut- und Setzzeit, aufgewühlte Hunde

Wenn im März und April die Temperaturen steigen, erwachen auch die Grünflächen Währings. Das ist schön — bringt aber Verantwortung mit. In Wiener Stadtparks und besonders im Wienerwald beginnt die Brut- und Setzzeit von Wildtieren: Rehe, Hasen und bodenbrütende Vögel sind besonders schutzbedürftig. Halte deinen Hund auf bewachsenen Wiesen und in Waldrandgebieten unbedingt an der Leine, auch wenn das auf den ersten Blick übertrieben wirkt. Ein freilaufender Hund kann ohne böse Absicht ein Nest zerstören oder eine Ricke mit Kitz aufscheuchen — der Schaden ist dann trotzdem angerichtet.

Im Frühling blühen in den Währinger Villengärten und Parks auch viele giftige Ziergewächse: Tulpenzwiebeln, Goldregen, Lorbeerkirsche, Maiglöckchen und Rhododendron sind besonders heikel. Hunde, die neugierig schnuppern oder kauen, können sich schnell vergiften. Wenn du Symptome wie Erbrechen, Zittern oder übermäßigen Speichelfluss bemerkst, kontaktiere sofort einen Tierarzt. Führe deinen Hund in stark bepflanzten Parkanlagen an kurzer Leine, bis du weißt, was er tut.

Der Frühling ist gleichzeitig die Zeit, Zecken ernst zu nehmen. Im Türkenschanzpark, entlang der Grünzüge und erst recht im Wienerwald beginnen Zecken bereits ab fünf Grad Celsius aktiv zu werden. Sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt über geeignete Zeckenprophylaxe — ob Spot-on, Halsband oder Tablette ist eine individuelle Entscheidung. Taste deinen Hund nach jedem Ausgang ab, besonders in Leistengegend, Achseln, Ohren und zwischen den Zehen.

Sommer: Hitze, Pflasterhitze und kühle Alternativen

Währings Straßen und Plätze können im Hochsommer sehr heiß werden. Asphalt und dunkles Pflaster heizen sich deutlich stärker auf als die Lufttemperatur vermuten lässt — die sogenannte Handflächenregel hilft: Wenn du die Handfläche nicht sieben Sekunden lang auf den Belag legen kannst, ist er für Hundepfoten zu heiß. Geh mit deinem Hund in den frühen Morgenstunden oder nach dem Abendessen Gassi, wenn die Temperaturen erträglicher sind. Am Mittag sollte dein Hund in kühlen Räumen ruhen.

Trinkwasser ist im Sommer ein kritisches Thema. Nimm immer eine Trinkflasche mit Hundenapf mit, auch für kurze Runden. In Wiener Parks gibt es gelegentlich Brunnen — verlasse dich aber nicht darauf, dass diese in Betrieb sind. Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall: Schweres Hecheln, Koordinationsprobleme oder Kollaps sind alarmierende Zeichen. Suche sofort Schatten und Kühlung, befeuchte Pfoten und Körper mit kühlem (nicht eiskaltem) Wasser und fahre umgehend zum Tierarzt.

Als kühle Alternativen bieten sich im Sommer die schattigen Alleen des Türkenschanzparks oder der dichte Laubbaumbestand im oberen Währing an. Für einen Ausflug mit Badeoption ist die Alte Donau mit dem Gänsehäufel per U-Bahn oder Straßenbahn gut erreichbar — Hunde sind dort in bestimmten Bereichen zugelassen, prüfe aber vorher die aktuellen Badezonenregeln auf wien.gv.at — Badewasserqualität und Baderegeln. Lass deinen Hund nach dem Schwimmen abtrocknen und kontrolliere die Ohren — feuchte Ohren sind anfällig für Infektionen.

Herbst: Pilze, Laub und kurze Tage

Der Herbst bringt in Währing goldenes Licht und raschelndes Laub — für viele Hunde die liebste Jahreszeit. Der Türkenschanzpark verwandelt sich in ein Farbenmeer, und die Spaziergänge machen einfach Freude. Doch der Herbst hat seine Tücken: Im Laub verstecken sich Eicheln und Kastanien, die für Hunde giftig sein können — besonders Rosskastanien und unreife Eicheln. Manche Hunde fressen sie ungeniert auf; halte deinen Hund davon ab und beobachte ihn nach Kontakt mit Laubhaufen sorgfältig.

Im Wienerwald und in parknahen Grünzügen wachsen ab September vermehrt Wildpilze. Einige Sorten sind für Hunde hochgiftig — der Knollenblätterpilz etwa enthält Amatoxine, die auch in kleinen Mengen tödlich sein können. Hunde, die gerne schnuppern und kauen, sind besonders gefährdet. Trainiere das „Lass es"-Kommando konsequent, bevor der Herbst beginnt. Wenn du vermutest, dass dein Hund einen Pilz gefressen hat, warte nicht auf Symptome — ruf sofort beim Tierarzt an.

Mit dem Ende der Sommerzeit werden die Abendspaziergänge in Währing dunkel. Sorge für gute Sichtbarkeit: Ein Leuchtband am Halsband, ein Blinker am Geschirr oder ein reflektierendes Leinensystem machen deinen Hund für Autofahrende und Radfahrende sichtbar. Gerade auf den belebten Straßen rund um Währinger Straße und Gürtel ist das kein Luxus, sondern Pflicht.

Winter: Streusalz, Kälte und kurze Gassiläufe

Wien streut im Winter großzügig — das Stadtbild ist sicher, aber Streusalz ist aggressiv für Hundepfoten. Es kann zwischen den Zehen zu Rötungen, Rissen und schmerzhaften Entzündungen führen. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang in lauwarmem Wasser gründlich ab und tupfe sie trocken. Pflegende Pfotenwachse oder Balsame bauen eine schützende Schicht auf — trag sie vor dem Ausgang auf, nicht erst danach. Manche Hunde gewöhnen sich auch an Pfotenschutzschuhe; andere verweigern sie konsequent — hier hilft geduldiges Gewöhnen.

Bei sehr niedrigen Temperaturen, besonders mit Windchill, kann auch in Währing Unterkühlung ein Thema werden — nicht für jeden Hund, aber für alte, kranke, kurzhaarige oder sehr kleine Tiere. Ein guter Hundemantel ist keine Modeerscheinung, sondern sinnvoller Schutz. Kurzhaarige Rassen wie Dobermänner, Whippets oder Beagles profitieren deutlich von einer Extraschicht bei Temperaturen unter null. Achte darauf, dass der Mantel sitzt, ohne zu scheuern, und dass er nach dem Spaziergang trocken gelagert wird.

Der Winter in Währing hat auch schöne Seiten: Der Türkenschanzpark unter Schnee ist ruhig und fast menschenleer — ein seltener Genuss in dieser dichten Stadt. Viele Hunde lieben Schnee und toben ausgelassen. Achte aber auf verstecktes Glatteis unter einer dünnen Schneeschicht, besonders auf Wegen und Brücken: Auch Hunde können ausrutschen und sich dabei Bänder oder Muskeln verletzen. Halte in solchen Phasen die Leine kürzer und wähle Wege mit griffigem Untergrund.

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