Mit dem Hund in Hernals

Bezirk Hernals in Wien – Ziele, Regeln und Praktisches vor Ort.

Stadt Wien 9 Tipps vor Ort

Ist gerade Gassi-Wetter in Hernals?

Ein kurzer Blick auf Luft- und Asphalttemperatur, bevor du losgehst.

In 3 Sekunden – das Wichtigste

Leinenpflicht im WaldDetails ↓
Bezirk in Wien

Hund und Recht in Wien

Gilt stadtweit – für ganz Wien, also auch in Hernals.

Gilt in Wien eine Leinen- oder Maulkorbpflicht für Hunde? Quelle geprüft

In Wien gilt an öffentlichen Orten – etwa auf Straßen, Plätzen oder in frei zugänglichen Höfen und Stiegenhäusern – eine Maulkorb- oder Leinenpflicht: Dein Hund muss entweder einen Maulkorb tragen oder so an der Leine geführt werden, dass du ihn jederzeit beherrschst (§ 5 Abs. 1 Wiener Tierhaltegesetz). An Orten mit größeren Menschenansammlungen – zum Beispiel in Restaurants, öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäftslokalen oder bei Veranstaltungen – muss der Hund jedenfalls einen Maulkorb tragen (§ 5 Abs. 4). Für hundeführscheinpflichtige Hunde (Listenhunde) und auffällige Hunde gelten darüber hinaus strengere Vorgaben.

Welche Hunde gelten in Wien als Listenhunde? Quelle geprüft

Wien führt eine Liste hundeführscheinpflichtiger Hunde (umgangssprachlich Listenhunde). Dazu zählen folgende Rassen sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden: Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Mastino Napoletano, Mastín Español, Fila Brasileiro, Mastiff, Bullmastiff, Tosa Inu, Pit Bull Terrier, Rottweiler und Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff) (Verordnung des Wiener Magistrats zur Festlegung hundeführscheinpflichtiger Hunde, § 1, gestützt auf § 5a Wiener Tierhaltegesetz). Wer einen solchen Hund hält, muss zusätzliche Pflichten erfüllen – allen voran den verpflichtenden Hundeführschein.

Brauche ich in Wien einen verpflichtenden Hundeführschein? Quelle geprüft

Ja – für Listenhunde ist er Pflicht. Wer in Wien einen hundeführscheinpflichtigen Hund (Listenhund) hält, muss die Hundeführscheinprüfung positiv ablegen (§ 5a Wiener Tierhaltegesetz). Die Prüfung ist innerhalb von drei Monaten ab Beginn der Haltung zu absolvieren; prüfungsberechtigt sind Personen ab 16 Jahren. Davon zu unterscheiden ist der Sachkundenachweis: Diesen muss seit 1. Juli 2019 jede Person vor der Anschaffung eines Hundes erbringen (§ 5a Abs. 12) – ausgenommen, wer in den letzten zwei Jahren nachweislich bereits einen Hund gehalten hat.

Brauche ich in Wien eine Hundehaftpflichtversicherung? Quelle geprüft

Für hundeführscheinpflichtige Hunde (Listenhunde) ist eine Haftpflichtversicherung in Wien gesetzlich vorgeschrieben – mit einer Mindestversicherungssumme von 725.000 Euro zur Deckung der durch den Hund verursachten Personen- oder Sachschäden (§ 5a Abs. 11 Wiener Tierhaltegesetz). Die Versicherung ist abzuschließen und aufrechtzuerhalten. Für alle anderen Hunde ist eine Haftpflicht zwar nicht zwingend vorgeschrieben, aber dringend zu empfehlen, weil du als Halterin oder Halter für Schäden deines Hundes haftest.

Wie hoch ist die Hundeabgabe (Hundesteuer) in Wien? Quelle geprüft

In Wien heißt die Hundesteuer Hundeabgabe und wird von der Stadt Wien erhoben. Bis 31. Dezember 2026 beträgt sie 72 Euro pro Jahr für den ersten Hund und 105 Euro für jeden weiteren Hund. Ab 1. Jänner 2027 steigt die Abgabe auf 120 Euro pro Hund und Jahr; für hundeführscheinpflichtige Hunde (Listenhunde), deren Haltereigenschaft ab diesem Datum neu begründet wird, beträgt sie 240 Euro. Den Hund musst du innerhalb von 14 Tagen anmelden, nachdem er nach Wien gebracht wurde und drei Monate alt ist.

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Hintergrund zur Region

Hernals liegt im 17. Wiener Gemeindebezirk und überrascht viele, die es noch nicht kennen: Hier wechseln sich gründerzeitliche Straßenzüge, ruhige Hinterhöfe und erstaunlich grüne Ecken ab, die das Stadtleben mit Hund angenehm machen. Der Elterleinplatz als lebendiger Mittelpunkt, die Nähe zum Wienerwald im Westen und der Alsbach als grünes Band durch den Bezirk, Hernals hat mehr Raum für Vierbeiner, als man auf den ersten Blick vermutet. Wer hier wohnt oder zu Besuch kommt, merkt schnell: Die Hundedichte ist hoch, die Toleranz der Nachbarschaft gegenüber Hunden ebenfalls.

Morgens, wenn der Nebel noch über dem Hernalser Friedhof liegt, ziehen die ersten Hundehalter durch die stillen Gassen Richtung Parkanlage. Das Viertel lebt von seinem gemischten Charakter: Alteingesessene, junge Familien und eine wachsende Kreativszene teilen sich die Gehsteige mit Terriern, Schäferhunden und Mischlingen aller Art. Genau diese Mischung macht Hernals zu einem Ort, an dem Hunde ganz selbstverständlich zum Alltag gehören.

Wer einen Tagesausflug plant, findet in Hernals einen idealen Ausgangspunkt: Der Wienerwald beginnt praktisch vor der Haustür, die U-Bahn-Linie U6 bringt dich mit Hund rasch in andere Bezirke, und die umliegenden Parks bieten kurze Erholungspausen zwischen Stadt und Natur. Dieser Guide zeigt dir, wo du mit deinem Hund herumstreifen kannst, welche Regeln in Wien und Hernals gelten, und was du praktisch wissen solltest, damit der Ausflug für euch beide entspannt wird.

Tagesausflüge mit Hund in Hernals

Kaum bist du aus dem Bezirk hinaus, öffnet sich der Wienerwald wie eine grüne Lunge, Waldpfade, Bachläufe und weite Wiesen erwarten euch. Hernals selbst bietet aber auch innerhalb seiner Grenzen überraschend viel: Parks mit altem Baumbestand, ruhige Gässchen und Grüninseln, die sich für kurze Spaziergänge oder ausgedehnte Runden eignen. Die folgenden Orte sind konkrete Anlaufpunkte, die du als Hundehalter kennen solltest.

Wienerwald: Grüne Weite direkt vor der Haustür

Der Wienerwald beginnt am westlichen Rand von Hernals und ist zu Fuß oder mit der Straßenbahn gut erreichbar. Auf gut markierten Wanderwegen kannst du mit deinem Hund durch Buchen- und Eichenwälder streifen, Bachläufe überqueren und weite Aussichten über Wien genießen. Beliebte Einstiege aus Richtung Hernals führen über die Steinbruchstraße oder über Dornbach hinauf in den Wald, die Wege sind meist breit, schattig und auch für größere Hunde gut geeignet. Beachte, dass im Wienerwald je nach Zone und Jahreszeit Leinenpflicht oder besondere Verhaltensregeln gelten können; prüfe die aktuellen Hinweisschilder vor Ort und informiere dich beim Wiener Stadtgartenamt über geltende Schutzgebietsregelungen.

Besonders schön ist die Route über den Exelberg, die nach einem gemächlichen Aufstieg mit einem Panoramablick über die Stadt belohnt. Im Frühling blühen hier Waldanemonen zwischen den Bäumen, im Herbst leuchtet das Laub in Rottönen, für Hunde ein Geruchserlebnis der besonderen Art. Vergiss Wasser für deinen Hund nicht, denn auf längeren Strecken gibt es nicht immer zugängliche Quellen. Wer den Wald mit öffentlichen Verkehrsmitteln ansteuern möchte, findet mit der Linie 43 (Straßenbahn) eine direkte Verbindung aus der Innenstadt bis an den Bezirksrand.

Alsbach und Alszeile: Grünes Band durch den Bezirk

Der Alsbach, in Hernals auch als Alserbach bekannt, prägt den Bezirk historisch und landschaftlich. Entlang der Alszeile führt ein grüner Streifen durch den Bezirk, der für ruhige Spaziergänge mit Hund genutzt werden kann. Die Vegetation entlang des Bachlaufs bietet Schatten im Sommer und interessante Witterungsspuren für neugierige Hunde. Obwohl der Bach selbst in Teilen verbaut ist, finden sich immer wieder begrünte Abschnitte, in denen man durchatmen und dem Stadtlärm kurz entfliehen kann.

Die Alszeile als Straßenzug verbindet verschiedene Grünflächen miteinander und eignet sich gut für eine ausgedehnte Spazierrunde, bei der du verschiedene Hundehalter aus dem Bezirk triffst. Wer die Route verlängern möchte, kann in Richtung Währing weiterwandern und dort den Türkenschanzpark ansteuern, einer der schönsten Parkanlagen Wiens, der auch für Hunde zugänglich ist (Regelungen vor Ort prüfen). Die Kombination aus Alsbachweg und Türkenschanzpark ergibt eine entspannte Halbtagesrunde für Mensch und Hund.

Hernalser Hauptstraße und Elterleinplatz: Stadtspaziergänge mit Flair

Nicht jeder Ausflug muss in die Natur führen, manchmal ist ein belebter Stadtspaziergang genau das Richtige. Die Hernalser Hauptstraße ist die pulsierende Ader des Bezirks: Kleine Geschäfte, Cafés, Märkte und Grüninseln wechseln sich ab und machen den Weg zu einem sensorischen Erlebnis für deinen Hund. Am Elterleinplatz, dem zentralen Platz in Hernals, kannst du in einer der Kaffeehäuser Rast machen, ob Hunde auf der Terrasse willkommen sind, hängt vom jeweiligen Betrieb ab, also kurz nachfragen.

Rund um den Elterleinplatz finden regelmäßig Märkte und Veranstaltungen statt, bei denen der Bezirk lebendig wirkt und viele Hundehalter anzutreffen sind. Die engen Nebenstraßen rund um die Hauptstraße laden zum Entdecken ein: Gründerzeit-Fassaden, kleine Innenhöfe und ruhige Gässchen ergeben eine abwechslungsreiche Route auch für Hunde, die viele Reize brauchen. Plane etwas mehr Zeit ein, denn erfahrungsgemäß kommt man in Hernals leicht ins Gespräch, spätestens wenn der Hund am anderen Ende der Leine interessiert schnuppert.

Schafbergbad-Umgebung und Schafberg: Aufstieg mit Belohnung

Der Schafberg im Nordwesten von Hernals ist ein unterschätztes Ausflugsziel, das sich besonders für aktive Hunde eignet. Die Anhöhe bietet weitläufige Grünflächen, ruhige Wohnstraßen mit wenig Verkehr und Panoramablicke, die selbst Stadthunde begeistern. Vom Schafberg aus lassen sich gut ausgedehnte Runden durch angrenzende Grünstreifen drehen, ohne dabei auf stark befahrene Straßen angewiesen zu sein. Der Aufstieg ist moderat und auch für Hunde mit weniger Kondition gut machbar.

In der Nähe liegt die Schafbergbad-Umgebung, ein Freizeitareal, das im Sommer stark frequentiert wird. Für Hunde gelten an Freibädern in Wien besondere Regelungen, Hunde sind in der Regel nicht auf das Badegelände selbst zugelassen, aber die Grünflächen rund um das Areal können für Spaziergänge genutzt werden. Prüfe immer die aktuelle Beschilderung vor Ort. Der Schafberg-Bereich eignet sich auch für frühmorgendliche Runden, wenn der Bezirk noch ruhig ist und du mit deinem Hund ungestört unterwegs sein kannst.

Hund und lokale Regeln in Hernals

Wien hat als Großstadt klare Regeln für Hundehaltung, und wer sie kennt, vermeidet Ärger. Der feuchte Geruch nach Regen auf dem Asphalt der Hernalser Gassen, ein Hund, der an der Leine zieht, ein Schild mit Piktogramm: Die Regeln sind oft sichtbar, aber nicht immer intuitiv. Hier findest du die wichtigsten Punkte, die du als Hundehalter in Hernals kennen solltest, kompakt und ohne Juristendeutsch.

Leinenpflicht in Wien: Was wo gilt

In Wien gilt grundsätzlich eine Leinenpflicht im öffentlichen Raum, das bedeutet: auf Gehsteigen, in Parks, auf Spielplätzen und in belebten Bereichen muss dein Hund an der Leine geführt werden. Die genauen Regelungen sind im Wiener Tierhaltegesetz sowie in den jeweiligen Parkordnungen festgelegt. Ausgenommen sind ausgewiesene Hundeauslaufzonen, in denen Hunde ohne Leine laufen dürfen, Hernals verfügt über solche Zonen, deren genaue Lage und Öffnungszeiten du auf der offiziellen Website der Stadt Wien findest.

Im Wienerwald und auf naturnahen Wegen gelten teilweise zusätzliche Regelungen, besonders in ausgewiesenen Schutzgebieten oder während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr. Achte auf die Hinweisschilder am Wegesrand, sie sind verbindlich und keine bloße Empfehlung. Wer seinen Hund unangeleint laufen lässt, wo es nicht erlaubt ist, riskiert eine Strafe; die genaue Höhe der Verwaltungsstrafen ergibt sich aus dem Wiener Tierhaltegesetz und der jeweiligen Parkordnung. Im Zweifelsfall gilt: Leine anlegen und offizielle Quellen prüfen.

Hundeanmeldung und Hundeabgabe in Wien

Wer in Wien, und damit auch in Hernals, einen Hund hält, muss diesen beim zuständigen Magistrat anmelden. Die Anmeldepflicht gilt innerhalb weniger Tage nach dem Einzug oder Erwerb des Tieres. Wien erhebt eine jährliche Hundeabgabe; die genaue Höhe richtet sich nach der aktuellen Gemeindeordnung und kann sich ändern, informiere dich direkt auf der offiziellen Website der Stadt Wien über den aktuellen Betrag und das Anmeldeverfahren. Die Abgabe wird pro Jahr und Hund fällig und muss rechtzeitig entrichtet werden.

Die Anmeldung selbst läuft über den Magistrat oder online über das Wiener Serviceportal. Halte bei der Anmeldung die nötigen Unterlagen bereit: Dein Lichtbildausweis, Nachweis über den Hund (z. B. Heimtierausweis) und gegebenenfalls ein Impfnachweis. Wer seinen Hund nicht anmeldet, riskiert eine Nachzahlung inklusive Säumniszuschlag. Die Hundeabgabe ist in Wien schon lange etabliert und wird konsequent eingehoben, also lieber gleich erledigen.

Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gastronomie

In den Wiener Linien, U-Bahn, Straßenbahn und Bus, sind Hunde grundsätzlich erlaubt, müssen aber bestimmte Bedingungen erfüllen. Kleine Hunde können in einer geeigneten Transportbox kostenlos mitgenommen werden. Größere Hunde benötigen einen Fahrschein (derzeit wie ein Kinderbillet, die jeweils gültige Regelung und Preise prüfst du am besten direkt auf der Website der Wiener Linien) und müssen einen Maulkorb tragen. Diese Regelung gilt unabhängig von Rasse oder Größe des Hundes für alle Tiere, die nicht in einer Box transportiert werden.

In der Gastronomie ist die Lage in Hernals wie in ganz Wien: Es liegt im Ermessen des jeweiligen Betriebs, ob Hunde willkommen sind. Viele Kaffeehäuser und Beisln im Bezirk sind hundefreundlich, besonders jene mit Schanigarten (Terrasse). Eine verbindliche Aussage lässt sich nicht pauschal machen, am besten kurz anrufen oder vor Ort höflich nachfragen. Wer auf Nummer sicher gehen will, hält Ausschau nach dem Hundewasserschüsselchen vor der Tür: Das ist oft ein gutes Zeichen.

Listenhunde, Maulkorb und Kot-Entsorgung

Wien hat spezifische Regelungen für sogenannte Listenhunde, Hunderassen, die als potenziell gefährlich eingestuft werden. Dazu zählen unter anderem Pitbull Terrier, Bullterrier, Rottweiler und weitere Rassen; die vollständige Liste sowie die geltenden Auflagen (Maulkorb, Leinenpflicht, Sachkundenachweis) sind im Wiener Tierhaltegesetz festgehalten. Wer einen solchen Hund hält oder mit einem solchen nach Wien reist, sollte sich vorab genau informieren, die Auflagen sind verbindlich und werden kontrolliert. Die aktuell gültige Rasseliste und alle Details findest du beim zuständigen Wiener Veterinäramt.

Ein Thema, das in Hernals wie in ganz Wien sehr ernst genommen wird: die Kot-Entsorgung. Im gesamten Stadtgebiet gilt die Pflicht, Hundekot unmittelbar zu entfernen und in den dafür vorgesehenen Behältern oder im nächsten Mistkübel zu entsorgen. Die Stadt Wien stellt an vielen Standorten Kot-Sackerl-Spender auf, trotzdem empfiehlt es sich, immer eigene Beutel dabei zu haben. Wer den Kot seines Hundes liegen lässt, riskiert eine empfindliche Strafe; die Kontrolle durch den Ordnungsdienst ist in Wien durchaus präsent. Ein voller Beutel in der Tasche ist billiger als jede Strafe, und im Sinne aller.

Praktisches vor Ort in Hernals

Hernals liegt mitten in Wien, und das merkt man, wenn du mit Hund die Alltagsdinge organisierst. Die Infrastruktur ist dicht, aber du musst wissen, wo du suchst. Vom nächsten Tierarzt bis zur Hundewiese: Hier bekommst du einen Überblick, der dir den Einstieg erleichtert.

Tierärzte und tierärztliche Notfallversorgung in Hernals

Im 17. Bezirk und den angrenzenden Grätzeln findest du mehrere niedergelassene Tierarztpraxen, die Hunde sowohl für Routineuntersuchungen als auch bei akuten Beschwerden behandeln. Ruf vor deinem Besuch an, um Öffnungszeiten und aktuelle Kapazitäten zu klären, Praxen ändern ihre Zeiten gelegentlich. Für Notfälle außerhalb der regulären Öffnungszeiten gibt es in Wien spezialisierte tierärztliche Notfalldienste und Tierkliniken, die rund um die Uhr erreichbar sind. Die Stadt Wien informiert auf ihrer Website über Anlaufstellen im Tierbereich. Spezialkliniken für Orthopädie, Innere Medizin oder Augenheilkunde beim Hund befinden sich meist in anderen Bezirken, sind aber mit den Wiener Öffis gut erreichbar.

Halte die Kontaktdaten deiner Stammpraxis und eines Notfalldienstes immer griffbereit, am besten im Handy gespeichert. Wenn du neu nach Hernals ziehst, lohnt sich ein erster Vorstellungstermin ohne akuten Anlass, damit dein Hund die Praxis kennt. Frag auch nach, ob die Praxis einen Hausbesuchsservice anbietet, das kann bei verletzten oder ängstlichen Hunden entscheidend sein.

Hundeschulen und Training im 17. Bezirk

Für Welpengruppen, Gehorsamkeitskurse und Verhaltenstraining gibt es in Wien-Hernals und den Nachbarbezirken Döbling (19.) und Ottakring (16.) verschiedene Angebote. Einige Trainer arbeiten mit positiver Verstärkung und bieten Einzelstunden direkt im Grätzl an, sinnvoll, wenn dein Hund noch unsicher mit der Stadtumgebung ist. Achte bei der Wahl einer Hundeschule auf transparente Methoden und frag gezielt nach, ob die Trainingsphilosophie zur Situation deines Hundes passt. Die Österreichische Kynologische Gesellschaft (ÖKV) listet geprüfte Vereine und kann bei der Suche helfen.

Für Hunde, die sich in der Stadt noch nicht sicher fühlen, sind kleinere Gruppengrößen besonders wertvoll. Viele Anbieter arbeiten saisonal oder in Blöcken, frag nach Schnupperstunden, bevor du dich für einen Kurs anmeldest. Einige Vereine in Wien bieten auch Hundesport wie Agility, Mantrailing oder Nasenarbeit an, die gerade für mental unterforderte Stadthunde eine sinnvolle Ergänzung sind.

Hundewiesen und Auslaufzonen in Hernals

In Wien gibt es ein Netz aus offiziellen Hundewiesen, auf denen Hunde ohne Leine laufen dürfen. Für Hernals und die unmittelbare Umgebung sind die Wiesen im Arne-Carlsson-Park und weitere Flächen in Nachbarbezirken relevant. Die Stadt Wien pflegt eine aktuelle Übersicht aller genehmigten Hundeauslaufzonen, prüfe diese Liste direkt auf der offiziellen Seite der Stadt Wien zu Hundewiesen, da sich Standorte und Nutzungsbedingungen ändern können. Außerhalb dieser ausgewiesenen Flächen gilt in Wiener Parkanlagen grundsätzlich Leinenpflicht.

Die Hundewiesen sind unterschiedlich groß und unterschiedlich frequentiert, in dicht besiedelten Bezirken wie Hernals können sie zu Stoßzeiten sehr belebt sein. Wenn dein Hund nicht gut mit anderen Hunden zurechtkommt, wähle frühe Morgenstunden oder Zeiten unter der Woche, wenn weniger Betrieb ist. Bring Wasser mit, denn nicht alle Wiesen haben eine Wasserstelle in unmittelbarer Nähe. Die Reinigungspflicht gilt selbstverständlich auch auf Hundewiesen, Kotbeutel-Spender stehen an manchen Eingängen, verlasse dich aber nicht darauf und nimm eigene mit.

Hundebetreuung und Pensionen für Hernals

Wenn du in Hernals berufstätig bist oder verreist, brauchst du verlässliche Betreuungslösungen für deinen Hund. In Wien gibt es gewerblich angemeldete Hundesitter, Dogwalker und Tagesbetreuungsangebote in verschiedenen Bezirken. Plattformen zur Vermittlung von Betreuungspersonen können ein Ausgangspunkt sein, aber prüfe immer, ob die Person gewerblich angemeldet ist und Erfahrung mit der Größe und dem Temperament deines Hundes hat. Für längere Abwesenheiten sind lizenzierte Tierpensionen außerhalb des Stadtzentrums oft die ruhigere Wahl, viele liegen im Wiener Umland und sind mit dem Auto gut erreichbar.

Frag im Vorfeld nach einem Probebesuch, damit dein Hund die Betreuungsperson oder die Pension kennenlernt, bevor es ernst wird. Gut geführte Einrichtungen freuen sich über solche Anfragen, sie zeigen, dass du es ernst nimmst. Manche Bezirksstellen oder Tierschutzorganisationen in Wien vermitteln auch ehrenamtliche Patenschaften für kurze Betreuungszeiträume. Die Wiener Tierschutzombudsstelle ist eine gute Anlaufstelle bei Fragen rund um Tierhaltung und Betreuung in der Stadt.


Saisonal in Hernals

Wien hat ein kontinentales Stadtklima mit heißen Sommern, kalten Wintern und oft zu wenig Niederschlag im Sommer. Für Hunde bedeutet das: Die Jahreszeiten stellen echte, körperliche Anforderungen, und wer das kennt, kann seinen Hund gut durch das Jahr begleiten.

Frühling in Hernals: Brut- und Setzzeit beachten

Wenn im März und April die Temperaturen steigen, erwacht der Wienerwald am Stadtrand, und mit ihm die Brut- und Setzzeit. Vögel nisten am Boden, Rehe setzen ihre Kitze im hohen Gras, Füchse haben Junge in den Bauten. Im und um den Wienerwald gilt in dieser Zeit besondere Vorsicht: Lass deinen Hund nicht unkontrolliert durch dichten Bewuchs streifen und halte ihn in naturnahen Gebieten konsequent an der Leine oder in Sichtweite.

Auch in Hernals selbst gibt es begrünte Innenhöfe, Parks und Böschungen, in denen Wildtiere Unterschlupf suchen. Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb brauchen im Frühling besondere Aufmerksamkeit, ein plötzliches Weglaufen nach einem aufgestöberten Tier passiert schneller als gedacht. Nutze die Frühlingsspaziergänge, um die Leinenführigkeit zu festigen, bevor der Sommer mit Menschenmassen und Ablenkungen beginnt. Informiere dich über lokale Wildschutzgebiete und Betretungsregeln, die Stadt Wien informiert über den Wienerwald und seine Schutzgebiete.

Der Frühling bringt auch den Zeckensaison-Beginn. In Wien und besonders im Wienerwald-Bereich sind Zecken verbreitet. Sprich mit deinem Tierarzt über Zeckenprophylaxe und taste deinen Hund nach jedem Ausflug in Wiesen und Waldrandbereiche ab. Zecken sitzen oft tief im Fell und werden erst bemerkt, wenn sie sich festgebissen haben.

Sommer in Hernals: Hitze, Asphalt und kühle Zonen

Wiener Sommer können intensiv werden. Temperaturen über 30 Grad Celsius sind keine Seltenheit, und in dicht bebauten Bezirken wie Hernals heizt sich der Asphalt erheblich auf. Teste die Straße mit dem Handrücken: Wenn sie für dich unangenehm heiß ist, ist sie zu heiß für Pfoten. Verleg deine Spaziergänge konsequent in die frühen Morgenstunden vor 9 Uhr und die Abendstunden nach 19 Uhr.

Hunde kühlen schlecht über die Haut, sondern vor allem über das Hecheln, und das funktioniert bei hoher Luftfeuchtigkeit schlechter. Kurzköpfige Rassen wie Möpse, Bulldoggen oder Shih Tzus sind bei Hitze besonders gefährdet und brauchen strikte Reduktion der Belastung. Sorge für ständige Wasserverfügbarkeit und trag bei längeren Touren eine eigene Faltschüssel mit. Im Arne-Carlsson-Park und anderen Grünflächen im Bezirk gibt es manchmal Wasserspender, verlasse dich aber nicht darauf.

An heißen Tagen ist auch der öffentliche Nahverkehr eine echte Belastung für Hunde. U-Bahn-Stationen stauen Hitze, und Hundeboxen oder enge Bereiche werden schnell stickig. Kurze Fahrten sind vertretbar, lange Umsteigewege in der Hitze besser vermeiden. Wenn dein Hund nach einem Spaziergang stark hechelt, zittert oder die Koordination verliert, such sofort kühlen Schatten, biete Wasser an und ruf den Tiernotdienst an, das sind mögliche Zeichen einer Überhitzung.

Herbst in Hernals: Dunkel, Laub und Pilzsaison

Der Herbst ist für viele Hunde und ihre Menschen die schönste Jahreszeit in Wien. Die Temperaturen werden angenehm, der Wienerwald färbt sich, und die Hitze ist vorbei. Gleichzeitig bringen die kurzen Tage eine neue Herausforderung: Es wird schnell dunkel, und Morgenspaziergänge finden im Oktober schon im Halbdunkel statt.

Rüste dich und deinen Hund für die dunkle Jahreszeit aus: Ein blinkendes Halsband, ein Leuchtgeschirr oder ein Clip-Licht am Halsband machen deinen Hund für Radfahrer, Autos und andere Fußgänger sichtbar. Gerade auf Hernalser Nebenstraßen ohne starke Beleuchtung ist das wichtig. Herbstliches Laub kann außerdem glatte Pflastersteine und Gehwegkanten verdecken, vorsichtig gehen, besonders bei Regen.

Im Wienerwald ist Herbst auch Pilzsaison. Nicht alle Pilze sind für Hunde harmlos, manche lösen starke Vergiftungsreaktionen aus. Wenn dein Hund auf dem Waldboden schnüffelt und frisst, schau genau hin. Pilze mit weißen Lamellen, wie der Knollenblätterpilz, sind für Hunde tödlich. Zeigt dein Hund nach einem Waldspaziergang Erbrechen, Durchfall oder Schwäche, ruf sofort den Tierarzt an und erwähne, dass er Zugang zu Waldboden hatte. Im Herbst häufen sich solche Fälle in Wiennahen Waldgebieten.

Winter in Hernals: Streusalz, Kälte und kurze Tage

Winter in Hernals bedeutet oft grau statt weiß, aber wenn Schnee und Glatteis kommen, wird Streusalz auf Gehsteigen und Straßen gestreut. Salz greift die empfindliche Haut zwischen den Zehenballen an, trocknet sie aus und kann zu schmerzhaften Rissen führen. Wasch deinem Hund nach jedem Winterspaziergang sorgfältig die Pfoten mit lauwarmem Wasser und überprüfe die Ballen auf Risse oder Rötungen.

Pfotenschutzwachs kann vorbeugend helfen, trag ihn vor dem Spaziergang auf und massiere ihn gut ein. Hundeschuhe sind eine weitere Option, brauchen aber eine sorgfältige Eingewöhnung, damit der Hund sie toleriert. Viele Hunde lehnen sie anfangs ab, fang früh im Herbst mit kurzen Einheiten an, wenn noch kein Druck dahintersteckt. Glatteismischungen enthalten manchmal auch Auftausalze auf Chloridbasis, die für Hunde giftig sein können, wenn sie die Pfoten lecken, ein Grund mehr für konsequentes Pfotenwaschen.

Kurzhaarige Hunde, kleine Rassen und alte oder kranke Tiere brauchen im Winter einen Hundemantel bei langen Spaziergängen. Das ist keine Frage der Optik, sondern der Thermoregulation. Achte darauf, dass der Mantel den Bauchbereich schützt, gut sitzt und nicht einengt. Geh auch im Winter regelmäßig raus, zu wenig Bewegung und fehlende Stimulation machen Hunden genauso zu schaffen wie Kälte. Kürzere, dafür häufigere Spaziergänge sind oft besser als eine lange, erschöpfende Runde in der Kälte.

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Kleine, ungefährliche Hunde in einem geschlossenen, geeigneten Behältnis werden gratis und ohne Maulkorb mitbefördert.

Hunde außerhalb eines Behältnisses brauchen in Fahrzeugen und U-Bahn-Stationen Maulkorb und Leine sowie ein eigenes ermäßigtes Einzelticket nach VOR-Tarif. Mit einer gültigen Jahreskarte ist die Mitnahme gratis. Assistenzhunde fahren ohne Maulkorb, Leine und Fahrkarte.

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