Floridsdorf liegt nördlich der Donau und ist der flächenmäßig größte Bezirk Wiens — ein Ort, der sich anfühlt wie eine eigene Stadt innerhalb der Metropole. Wer hier mit Hund lebt, genießt kurze Wege zu echten Grünräumen: Die Donauauen beginnen praktisch vor der Haustür, weite Felder an der Stadtgrenze geben dem Spaziergang Luft und Horizont, und selbst im dicht besiedelten Kern gibt es grüne Flecken, die Vierbeiner und ihre Menschen aufatmen lassen. Floridsdorf ist weder das schicke Innenstadtpflaster noch die stille Vorortidylle — es ist beides auf einmal, und das macht es für Hundehaltende besonders interessant.
Morgens, wenn der Nebel noch über dem Alten Donauarm liegt und die ersten Radfahrer die Donauinsel queren, kannst du mit deinem Hund durch Weidendickichte streifen und das Wasser riechen, das die Luft weich macht. Die Bezirksgrenzen zu Donaustadt und Leopoldau verschwimmen auf den Trampelpfaden entlang der Gewässer — was zählt, ist der nächste Schritt im Gras. Gleichzeitig liegt die Wiener Innenstadt mit der U-Bahn in weniger als zwanzig Minuten erreichbar, was Floridsdorf zu einem echten Allround-Standort macht.
Dieser Bezirk verlangt von dir als Hundehalterin oder Hundehalter ein gewisses Maß an Eigeninitiative: Nicht alles ist ausgeschildert, nicht alles selbsterklärend. Wer sich aber die Zeit nimmt, die Natur- und Grünräume zu erkunden, findet ein Angebot, das mancher zentralere Bezirk schlicht nicht bieten kann. Die folgenden Abschnitte helfen dir, Floridsdorf mit Hund besser zu verstehen — von den schönsten Ausflügen bis zu den wichtigsten Regeln.
Tagesausflüge mit Hund in Floridsdorf
Wo Asphalt aufhört und Schilf anfängt — Floridsdorf ist ein Bezirk der Übergänge, und genau diese Zonen sind Gold wert für Hunde und ihre Menschen.
Donauinsel: Langer Streifen zwischen den Wassern
Die Donauinsel ist das bekannteste Naherholungsziel für Hunde in ganz Wien und auch von Floridsdorf aus leicht erreichbar. Das rund 21 Kilometer lange Naherholungsband zwischen Neuer Donau und Donau bietet Uferwege, Sandstrände und offene Wiesenabschnitte, die je nach Jahreszeit ganz unterschiedliche Stimmungen entwickeln. Hunde lieben die Möglichkeit, ins Wasser zu waten, und viele Abschnitte sind naturbelassen genug, um wirklich loszulaufen. Wichtig: Die Regeln zur Leinenpflicht variieren je nach Abschnitt der Donauinsel — prüfe die aktuell geltenden Zonen direkt auf der Website der Stadt Wien.
Von der U6-Station Floridsdorf oder über die Floridsdorfer Brücke erreichst du die Insel ohne Umwege. Besonders der nördliche Teil der Donauinsel, der von weniger Tagesgästen besucht wird als die Grillabschnitte weiter südlich, eignet sich für ruhige Morgenspaziergänge. Die Uferböschungen sind hier oft dichter bewachsen, was neugierigen Hunden reichlich Beschäftigung bietet. Vergiss nicht, Wasser mitzunehmen — Trinkstellen sind nicht überall vorhanden, und im Sommer heizt sich der Betonbelag der Wege schnell auf.
- Zugang von Floridsdorf: Floridsdorfer Brücke oder U6 Floridsdorf
- Geeignet für: Wasserliebende Hunde, lange Spaziergänge, Jogging-Begleithunde
- Leinenpflicht: Abschnittsweise — aktuelle Beschilderung beachten
Alte Donau: Stilles Wasser, ruhige Ufer
Die Alte Donau ist ein abgetrennter Altarm der Donau und liegt unmittelbar zwischen Donaustadt und dem östlichen Floridsdorf. Das Gewässer ist deutlich ruhiger als die Neue Donau und hat einen eigenen, fast beschaulichen Charakter: Bootshäuser, Schrebergärten, alte Pappeln und ein Uferweg, der sich gemächlich um den See zieht. Der Rundweg um die Alte Donau eignet sich hervorragend für Hunde, die einen gleichmäßigen, nicht zu anspruchsvollen Spaziergang mögen — der Untergrund ist meist befestigt oder fest getreten. Im Sommer suchen hier viele Wienerinnen und Wiener Abkühlung, was zu einem erhöhten Menschenaufkommen führt; frühe Morgenstunden sind dann besonders angenehm.
Hunde dürfen in bestimmten Abschnitten auch ins Wasser, was gerade für wasseraffine Rassen ein echter Bonus ist. Auch hier gilt: Prüfe die genauen Bereiche und Regelungen vor Ort und über die offiziellen Wiener Informationskanäle, da sich Badebereiche und Hundezonen saisonal ändern können. Die Alte Donau ist mit der U1 (Station Alte Donau oder Kaisermühlen) gut erreichbar, was sie auch für einen spontanen Nachmittagsausflug attraktiv macht.
- Charakter: Ruhig, urban-naturnahe, gut zugänglich
- Rundweg: Etwa 6–7 km, flach
- Besonderheit: Bootshaus-Atmosphäre, historische Gartenanlagen am Ufer
Lobau und Nationalpark Donau-Auen: Wildnis an der Stadtgrenze
Wer von Floridsdorf etwas weiter hinausfährt, gelangt in die Lobau — den Wiener Teil des Nationalparks Donau-Auen, der sich bis ins niederösterreichische Marchfeld erstreckt. Diese Auenlandschaft ist eine der letzten großen Tieflandsauen Mitteleuropas und bietet eine Naturkulisse, die du in einer Großstadt kaum erwarten würdest. Alte Eichen, Schilfgürtel, Totholz und Lichtungen wechseln sich ab, und in der Luft liegt der typische, leicht modrige Duft von Feuchtboden und stehendem Wasser. Für Hunde mit ausgeprägtem Jagdinstinkt ist die Lobau eine besondere Herausforderung — die Wildtierdichte ist hoch.
Im Nationalpark gelten strenge Regeln für Hunde: Leinenpflicht ist in weiten Teilen des Schutzgebiets vorgeschrieben, und einige Kernzonen sind für Hunde gar nicht zugänglich. Dies ist kein bürokratisches Detail, sondern Tierschutz in der Praxis — Rehe, Biber und bodenbrütende Vögel sind empfindlich gegenüber Störungen. Die geltenden Regelungen findest du auf der offiziellen Website des Nationalparks Donau-Auen. Mit dem Fahrrad oder dem Auto erreichst du den Eingang der Lobau in etwa 20–30 Minuten von Floridsdorf.
- Charakter: Naturschutzgebiet, Wildnis, Auenwald
- Leinenpflicht: Großteils vorgeschrieben, Kernzonen für Hunde gesperrt
- Ideal für: Natur-erfahrene Hunde und ruhige Spaziergänge abseits des Trubels
Bisamberg: Der Hausberg nördlich der Donau
Der Bisamberg ist der einzige echte Hügel im Wiener Stadtgebiet nördlich der Donau — und er gehört damit quasi zum erweiterten Hauswald der Floridsdorfer Hundebesitzer. Die bewaldeten Hänge bieten markierte Wanderwege, die zu Aussichtspunkten mit Blick über die Donau und die Weinberge des Marchfelds führen. Der Untergrund wechselt zwischen befestigten Wegen und Trampelpfaden durch Laubwald, was für Hunde abwechslungsreich ist. Im Frühling blüht der Waldboden, im Herbst liegt feuchtes Laub auf den Pfaden — der Bisamberg hat zu jeder Jahreszeit eine andere Stimmung.
Von Floridsdorf fährst du mit dem Bus oder dem Auto in etwa 15–20 Minuten in die Ortschaft Bisamberg (Niederösterreich, Gemeinde Langenzersdorf), von wo aus die Wege in den Wald beginnen. Da der Bisamberg auf niederösterreichischem Gebiet liegt, gelten dort die Regelungen des Landes Niederösterreich; informiere dich über aktuelle Leinenpflichten und allfällige Brut- oder Schutzzeitenregelungen beim Niederösterreichischen Landesverband. Der Bisamberg ist ein echter Geheimtipp für alle, die abseits der bekannten Donau-Routen nach Abwechslung suchen — und der Ausblick belohnt den Aufstieg immer.
- Zugang von Floridsdorf: Bus oder Auto, ca. 20 Minuten
- Höhenprofil: Leichte bis mittlere Aufstiege, gut machbar
- Achtung: Niederösterreichisches Gebiet — eigene Regeln prüfen
Hund und lokale Regeln in Floridsdorf
Wien hat ein vergleichsweise klares System für Hundehaltung — aber Regeln und Ausnahmen gibt es genug, um den Überblick zu verlieren. Wer in Floridsdorf lebt oder zu Besuch kommt, sollte die wichtigsten Punkte kennen.
Leinenpflicht und Hundefreilaufzonen in Wien
In Wien gilt in öffentlichen Grünanlagen, Parks und auf belebten Gehwegen grundsätzlich Leinenpflicht für Hunde. Die Stadt Wien hat jedoch ein Netz von sogenannten Hundeablaufflächen eingerichtet — eingezäunte oder ausgewiesene Bereiche, in denen Hunde ohne Leine laufen dürfen. Auch in Floridsdorf gibt es solche Flächen, deren genaue Standorte sich jedoch ändern können. Die aktuell gültigen Standorte der Wiener Hundeablaufflächen findest du stets auf der Website der Stadt Wien — verlasse dich nicht auf veraltete Listen aus Blogs oder Foren.
Außerhalb ausgewiesener Zonen musst du deinen Hund anleinen — das gilt für Parks ebenso wie für Kinderspielplätze, Schutzgebiete und bestimmte Wege entlang von Gewässern. Ausnahmen sind immer klar beschildert. Wer gegen die Leinenpflicht verstößt, riskiert ein Bußgeld — die genauen Beträge regelt die Wiener Tierhaltegesetz-Verordnung, und deren aktuelle Fassung solltest du im Zweifel direkt bei der Behörde erfragen. Für Hunde auf der Donauinsel gelten abschnittsweise andere Regeln, die vor Ort durch Schilder gekennzeichnet sind.
Hundeanmeldung und Hundeabgabe in Wien
Wer in Wien einen Hund hält, ist gesetzlich verpflichtet, diesen bei der Gemeinde Wien anzumelden. Die Anmeldung erfolgt über die zuständige Stelle der Stadt Wien, in der Regel über das Magistratische Bezirksamt. Wien erhebt eine Hundeabgabe (umgangssprachlich auch „Hundesteuer" genannt) — die genaue Höhe regelt die jeweilige Gemeindeabgabenordnung, und sie kann sich von Jahr zu Jahr ändern. Verlässliche und aktuelle Informationen zur Anmeldepflicht und Abgabenhöhe findest du ausschließlich auf der offiziellen Website der Stadt Wien oder beim zuständigen Magistrat.
Für Ersthundehalter in Wien ist zudem ein verpflichtender Sachkundekurs vorgesehen — die sogenannte „Wiener Hundeführerschein"-Pflicht wurde in den letzten Jahren eingeführt und betrifft alle, die in Wien erstmals einen Hund halten. Der Sachkundenachweis umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil. Details und Ausnahmen regelt das Wiener Tierhaltegesetz; prüfe die aktuelle Fassung direkt bei der Stadt Wien, da sich die Anforderungen ändern können. Eine frühzeitige Anmeldung zahlt sich aus — Verzögerungen können Nachzahlungen nach sich ziehen.
Öffentlicher Verkehr und Hunde in Wien
Die Wiener Linien erlauben die Mitnahme von Hunden in U-Bahn, Straßenbahn und Bus — allerdings mit Einschränkungen. Kleine Hunde, die in einer geeigneten Transporttasche oder -box mitgeführt werden, sind in der Regel ohne Aufpreis mitfahrbereit; für größere Hunde ist ein ermäßigtes Ticket zu lösen, und der Hund muss einen Maulkorb tragen sowie an der kurz gehaltenen Leine geführt werden. Die genauen Regeln zur Hundemitnahme können sich ändern — schau vor deiner Fahrt auf die Website der Wiener Linien oder frage direkt beim Kundendienst nach.
In der Praxis bedeutet das für Floridsdorf: Du kannst mit deinem Hund bequem die U6 oder S-Bahn nutzen, um zur Donauinsel, in die Innenstadt oder in Richtung Bisamberg zu fahren. Zu Stoßzeiten in der Früh und am Nachmittag kann es in den Garnituren eng werden — für sensible Hunde oder solche ohne Maulkorb-Gewöhnung ist die Hauptverkehrszeit keine angenehme Erfahrung. Übe die Mitnahme im ÖV früh und mit positiver Konditionierung, bevor du deinen Hund das erste Mal in der Rush Hour mitfahren lässt.
Listenhunde, Maulkorbpflicht und Rassevorschriften in Wien
Wien kennt eine sogenannte Rasseliste, die bestimmte Hunderassen oder Typen einer verschärften Haltungsvorschrift unterwirft. Dazu gehören unter anderem American Pit Bull Terrier, Rottweiler, Bullmastiff und weitere Rassen, die als potenziell gefährlich eingestuft werden. Wer einen solchen Hund hält, muss spezifische Anforderungen erfüllen: Sachkundennachweis, Haftpflichtversicherung, ärztliche Bestätigung der Eignung und in manchen Fällen auch ein verhaltensbiologisches Gutachten. Die vollständige und aktuelle Liste der betroffenen Rassen sowie alle Haltungsvoraussetzungen findest du im Wiener Tierhaltegesetz, das auf der Website der Stadt Wien einsehbar ist.
Für alle Hunde gilt in Wien auf belebten öffentlichen Flächen, im ÖV und in bestimmten Parks eine Maulkorbpflicht — unabhängig von der Rasse. Diese Regelung überrascht viele Auswärtige, die aus Bundesländern ohne allgemeine Maulkorbpflicht kommen. Informiere dich über die geltenden Vorschriften auf der Rechtsvorschriften-Seite der Stadt Wien, bevor du mit deinem Hund in die Stadt kommst. Im Zweifelsfall gilt: Maulkorb und Leine dabei zu haben schadet nie — und schützt dich vor Bußgeldern.
Praktisches vor Ort in Floridsdorf
Floridsdorf ist der flächenmäßig größte Bezirk Wiens — und wer hier mit Hund lebt, merkt schnell, dass die Infrastruktur für Vierbeiner solide aufgestellt ist. Vom Tierarzt um die Ecke bis zur Hundeschule am Stadtrand findest du hier die meisten Anlaufstellen, die du im Alltag brauchst. Dennoch lohnt es sich, gezielt zu recherchieren, denn nicht jede Einrichtung liegt gleich günstig zu deinem Zuhause.
Tierärzte und Notfallversorgung in Floridsdorf
Im 21. Bezirk gibt es mehrere tierärztliche Praxen, die von der Routine-Impfung bis zur Zahnbehandlung alles abdecken. Entlang der Prager Straße und im Bereich Strebersdorf findest du gut erreichbare Ordinationen — prüfe aber immer aktuell, ob Telefontermine oder Notaufnahmen ohne Anmeldung möglich sind, da sich Öffnungszeiten ändern können. Für Notfälle außerhalb der Ordinationszeiten ist die Veterinärmedizinische Universität Wien (VetMedUni) in Wien 1210 — also direkt im Bezirk — eine wichtige Anlaufstelle; ihre Kliniken sind rund um die Uhr besetzt. Die offizielle Tierärzte-Suche der Österreichischen Tierärztekammer hilft dir, wohnortnahe Praxen mit aktuellen Kontaktdaten zu finden.
- VetMedUni Wien: Veterinärplatz 1, 1210 Wien — Notaufnahme rund um die Uhr
- Tierärztliche Praxen entlang Prager Straße und Brünner Straße
- Notfallapotheken für Tiermedikamente: Apotheken-Bereitschaftsdienst über 1455 erfragen
Behalte die Telefonnummer deiner Stammpraxis und den Notfalldienst der VetMedUni immer griffbereit — gerade bei akuten Vergiftungen oder Verletzungen zählt jede Minute. Halte außerdem deinen Impfpass und den EU-Heimtierausweis deines Hundes geordnet, damit du im Notfall alle Unterlagen sofort vorzeigen kannst.
Hundeschulen und Trainingsangebote
Im und rund um Floridsdorf gibt es Hundeschulen und Trainingsgruppen für alle Ausbildungsstufen — vom Welpenkurs bis zur Agility-Gruppe. Viele Anbieter arbeiten mit modernen, belohnungsbasierten Methoden und bieten Einzel- wie Gruppentraining an. Schau dir vor der Anmeldung an, ob der Trainer eine anerkannte Ausbildung vorweisen kann; in Österreich gibt es dafür kein einheitliches staatliches Zertifikat, weshalb ein persönliches Schnuppern wichtig ist. Das Wiener Tierschutzzentrum in Vösendorf und verschiedene Tierschutzorganisationen bieten ebenfalls Beratung und Trainingsempfehlungen an.
Achte beim Wählen einer Hundeschule auf folgende Punkte:
- Transparente Methoden ohne Zwang oder Strafe
- Kleine Gruppengrößen, damit dein Hund individuell gefördert wird
- Referenzen und Bewertungen anderer Halter aus dem Bezirk
- Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder eigenem Auto
Wer in Wien einen Hund hält, sollte außerdem wissen, dass die Stadt Wien Sachkundenachweise für bestimmte Hunderassen vorschreibt. Genaue Informationen dazu findest du auf der offiziellen Seite der Stadt Wien zum Thema Hundehaltung.
Hundeauslaufzonen im 21. Bezirk
Floridsdorf verfügt über mehrere eingezäunte und freie Hundeauslaufzonen, die über den Bezirk verteilt sind. Die Wiener Hundeauslaufzonen sind über die Stadt-Wien-App und das Online-Portal der MA 42 (Wiener Stadtgärten) einsehbar — es lohnt sich, dort die aktuell gültigen Standorte zu prüfen, da neue Zonen eingerichtet und bestehende gelegentlich verändert werden. Im Bereich der Alten Donau und entlang der Donauufer-Promenaden gibt es ausgewiesene Bereiche, in denen Hunde zeitweise frei laufen dürfen — die genauen Regeln und Uhrzeiten erfährst du vor Ort an den Schildern oder online bei der MA 42 – Wiener Stadtgärten.
Beachte: Außerhalb ausgewiesener Auslaufzonen gilt in Wien grundsätzlich Leinenpflicht im öffentlichen Raum. Halte deinen Hund auch an ruhig wirkenden Uferwegen angeleint, bis du ein offizielles Freizonen-Schild siehst. Mitgebrachte Kotbeutel sind Pflicht — Behälter stehen an vielen Zonen bereit, aber Vorrat mitzunehmen ist immer klüger.
Hundebetreuung und Pensionen in der Umgebung
Für Urlaub, lange Arbeitstage oder unvorhergesehene Abwesenheiten brauchst du eine verlässliche Betreuungslösung. Im 21. Bezirk und den angrenzenden Gemeinden jenseits der Stadtgrenze gibt es Hundepensionen, Tagesbetreuungsangebote und private Hundesitter. Plattformen wie die städtische Beratungsstelle oder lokale Tierarztpraxen können Empfehlungen geben — frage auch in deiner Hundeschule nach Netzwerken. Prüfe vor der Buchung einer Pension:
- Ob die Einrichtung behördlich gemeldet und versichert ist
- Wie viele Tiere gleichzeitig betreut werden
- Ob Impfnachweise (insbesondere Zwingerhusten) verlangt werden
- Ob eine Probeübernachtung möglich ist
Für spontane Tagesbetreuung lohnt es sich, frühzeitig ein Netzwerk aus Nachbarn, Hundeschulen und vertrauenswürdigen Hundesittern aufzubauen — gerade in einem Bezirk mit vielen Familien und Berufstätigen ist die Nachfrage hoch. Manche Hundepensionen im niederösterreichischen Umland, gut erreichbar über die Schnellbahn Richtung Mistelbach oder Stockerau, bieten großzügigere Außenflächen als rein städtische Angebote.
Saisonal in Floridsdorf
Der Wechsel der Jahreszeiten macht sich in Floridsdorf deutlich bemerkbar — von den zarten Weidenkätzchen am Donauufer im März bis zum ersten Frost auf den Feldern von Strebersdorf im Dezember. Wer diese Rhythmen kennt, kann seinen Hund besser schützen und die schönen Seiten jeder Saison voll auskosten.
Frühling: Brut- und Setzzeit in Donauauen und Schutzgebieten
Wenn die Temperaturen in Floridsdorf steigen und die Lobau und die Donauauen erwachen, beginnt für Wildtiere die sensibelste Phase des Jahres. Rehe setzen ihre Kitze, Bodenbrüter wie Kiebitze und Fasane legen ihre Gelege in Wiesen und Ackerränder — oft kaum sichtbar. Lass deinen Hund deshalb von März bis Ende Juni in naturnahen Bereichen niemals unbeaufsichtigt frei laufen, auch wenn du gerade kein Tier siehst. Ein aufgescheuchtes Reh oder ein zertretenes Gelege lässt sich nicht rückgängig machen.
Informiere dich über saisonale Wegesperrungen in Schutzgebieten — die zuständige Behörde ist das Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22), deren aktuelle Hinweise du auf der Stadtwebsite findest. Im Bereich der Neuen Donau und der Donauinsel gelten teils eigene Regelungen für Hundehalter in der Brutsaison, die an Informationstafeln ausgewiesen sind. Prüfe die Beschilderung vor Ort immer sorgfältig — Regeln können sich jährlich ändern.
Der Frühling bringt außerdem Zecken zurück: Bereits ab etwa 8 °C werden die Parasiten aktiv. In den Grünzügen rund um Floridsdorf empfiehlt sich ein wirksamer Zeckenschutz für deinen Hund — welches Mittel das Richtige ist, besprichst du am besten mit deinem Tierarzt. Taste deinen Hund nach jedem Ausflug ins hohe Gras sorgfältig ab, besonders Ohren, Achseln und Pfotenzwischenräume.
Sommer: Hitze, Donau und heiße Böden
Floridsdorf liegt zur Donau hin und profitiert an heißen Tagen von der Brise vom Wasser — doch die Temperaturen können in der Donaustadt dennoch auf über 35 °C klettern. Hunde leiden schnell unter Überhitzung, besonders kurznasige Rassen wie Mops oder Bulldogge. Plane Spaziergänge in den frühen Morgen oder den späten Abend — zwischen 11 und 17 Uhr ist die Belastung für deinen Hund am größten.
Achte im Sommer besonders auf:
- Heiße Gehwege und Asphaltflächen — teste mit dem Handrücken, ob der Boden zu heiß für Pfoten ist (Faustregel: 7 Sekunden halten, sonst zu heiß)
- Blaualgen an Gewässern — in heißen Perioden können giftige Algen an Stillgewässern auftreten; prüfe Warnhinweise der Badegewässerüberwachung vor jedem Schwimmen
- Frisches Wasser immer dabei — ein faltbarer Napf ist unverzichtbar
- Autos — auch kurze Stopps im abgestellten Fahrzeug können im Sommer lebensgefährlich werden
An der Alten Donau und der Donauinsel gibt es Stellen, an denen Hunde ins Wasser können — prüfe aber die aktuellen Baderegelungen, da nicht alle Uferabschnitte für Hunde freigegeben sind. Das kühle Nass bringt Erleichterung, aber nasse Pfoten auf heißem Stein können danach schneller Blasen bilden. Trockne die Pfoten nach dem Schwimmen kurz ab und prüfe sie auf Schnittwunden durch Muschelreste.
Herbst: Ernte, Nebel und Pilzsaison
Der Herbst verwandelt die Felder und Weingärten am Rand von Floridsdorf und Strebersdorf in ein leuchtendes Mosaik aus Gold und Braun. Die Temperaturen sinken, die Böden werden weicher — ideal für längere Spaziergänge, die im Sommer zu heiß wären. Nutze die kühleren Tage für ausgedehnte Runden im Bisamberg-Gebiet oder entlang der Donau-Treppelwege.
Im Herbst steigt jedoch das Risiko durch giftige Pilze. Hunde schnüffeln und fressen manchmal Pilze, ohne dass du es rechtzeitig bemerkst — und nicht jeder Pilz ist auf den ersten Blick als gefährlich erkennbar. Gewöhne deinen Hund an, nichts vom Boden aufzunehmen, und prüfe nach Waldausflügen, ob er etwas gefressen hat. Bei Verdacht auf Pilzvergiftung — Erbrechen, Zittern, Apathie — sofort tierärztliche Hilfe aufsuchen, möglichst mit Foto des gefressenen Pilzes.
Herbst ist außerdem Jagdsaison: In den landwirtschaftlichen Flächen rund um Floridsdorf und in angrenzenden Gebieten Richtung Niederösterreich wird gejagt. Halte deinen Hund in der Dämmerung und in unübersichtlichem Gelände konsequent an der Leine und nutze wenn möglich reflektierende Halsbänder oder Leuchtanhänger, damit er gut sichtbar ist. Rede mit Jägern oder Grundbesitzern, wenn du unsicher bist, welche Bereiche betreten werden dürfen.
Winter: Streusalz, Kälte und kurze Tage
Die Winter in Floridsdorf sind selten extrem, aber Frost, Schnee und vor allem Streusalz und Taumittel machen den Pfoten deines Hundes zu schaffen. Städtische Gehwege und Straßen werden im Winter mit Salz und chemischen Mitteln behandelt, die Pfotenballen reizen und im schlimmsten Fall zu schmerzhaften Rissen führen. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser ab und prüfe, ob sich Eisklumpen zwischen den Zehen gebildet haben.
Nützliche Maßnahmen für den Winter:
- Pfotenschutzwachs vor dem Spaziergang auftragen — schützt vor Salz und Kälte
- Hundeschuhe können bei empfindlichen Hunden sinnvoll sein — gewöhne deinen Hund rechtzeitig daran
- Kurzhaarige und kleine Rassen brauchen bei Temperaturen unter null Grad ein wärmendes Hundemäntelchen
- Ältere oder kranke Hunde kürzer, aber öfter rausbringen, damit sie sich nicht unterkühlen
Da es im Winter früh dunkel wird, sind Sichtbarkeit und Orientierung besonders wichtig. Nutze reflektierende Leinen, Leuchtanhänger oder LED-Halsbänder für Abendspaziergänge an der Donau oder in den Grünzügen des Bezirks. Überprüfe außerdem, ob dein Hund gechipt und die Adresse im zentralen Heimtierregister aktuell hinterlegt ist — im Winter, wenn Sichten durch Dunkel und Nebel schlechter werden, ist ein aktueller Chip die sicherste Rückfindgarantie. Das österreichische Heimtierregister erreichst du über offizielle Tierarztpraxen und die zuständigen Behörden.
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