Hintergrund zur Region
Wetter an der Ruhr liegt dort, wo das Ruhrtal seine ruhigste Seite zeigt: grüne Hänge, ein breiter Fluss und eine Kleinstadt, die sich zwischen Industriegeschichte und Naherholungsidyll eingerichtet hat. Für Hundehaltende ist das kein schlechter Deal. Uferpfade, Waldgebiete und die Nähe zum Ruhrtal bieten täglich frische Luft und genug Abwechslung, damit auch ein bewegungsfreudiger Hund am Abend zufrieden auf seinem Platz liegt. Die Stadt selbst ist überschaubar, die Wege zwischen Wohnquartier und Natur sind kurz.
Wer mit Hund durch Wetter spaziert, merkt schnell: Hier ist das Tempo ein anderes als in der nahen Großstadt. Am Ruhrufer zieht der Fluss breit und ruhig vorbei, Möwen kreisen über dem Wasser, und der Boden unter den Pfoten wechselt von Kiesweg zu Wiesenpfad. Die Altstadt auf dem Hang darüber gibt dem Ganzen einen eigenwilligen Charakter — enge Gassen, alte Fachwerkfassaden, Cafés, die manchmal auch einen Vierbeiner vor der Tür dulden. Das alles macht Wetter zu einem soliden Ausgangspunkt für einen Hundealltag, der nicht nach Plan aussehen muss.
Ob du hier wohnst oder nur für einen Tag vorbeischaust: Wetter (Ruhr) funktioniert mit Hund, wenn du die örtlichen Regeln kennst, die Leine griffbereit hast und weißt, wo der nächste Tierarzt sitzt. Diese Seite gibt dir den lokalen Überblick — von den schönsten Laufstrecken bis zu den Pflichten, die das Stadtrecht mitbringt.
Tagesausflüge mit Hund in Wetter
Das Ruhrtal lädt ein, und du musst nicht weit fahren, um einen echten Ausflugstag zu erleben. Rund um Wetter liegen Flussauen, Waldpfade und Aussichtspunkte, die selbst bei häufiger Nutzung nicht langweilig werden. Dein Hund bekommt hier wechselnde Eindrücke: Wassergeruch, Waldgrund, offene Wiesen, manchmal Begegnungen mit anderen Hunden. Nimm Wasser mit, prüfe Leinenpflichten vorab und lass euch Zeit.
Ruhrufer und Ruhrtalradweg
Das Ruhrufer in Wetter ist der naheliegendste Startpunkt für einen Hundeausflug. Der Fluss zieht sich durch die Stadt, und entlang des Ufers gibt es gut begehbare Wege, die auch bei schlechtem Wetter passierbar bleiben. Der Ruhrtalradweg verläuft hier und verbindet Wetter mit Nachbarstädten wie Herdecke im Westen und Hattingen im Norden — wer möchte, kann den Weg stückweise erwandern, statt ihn zu radeln. Achte darauf, dass Radfahrende auf dem Weg Vorrang haben und Hunde entsprechend nah bei dir bleiben sollten.
Das Ufer selbst bietet je nach Abschnitt unterschiedliche Qualität: mal breit und offen mit Blick auf den Fluss, mal enger mit Uferbewuchs und altem Baumbestand. Hunde, die Wasser mögen, finden stellenweise flache Zugänge zum Fluss — ob Baden erlaubt ist, hängt vom genauen Abschnitt ab, also lieber vor Ort prüfen, als einfach ins Wasser zu lassen. Die Wegstrecke entlang des Ruhrufers ist gut geeignet für ruhige Spaziergänge und auch für Hunde, die noch nicht viel Erfahrung mit belebten Wegen haben.
Harkortsee und Umgebung
Nur wenige Kilometer westlich von Wetter liegt der Harkortsee, ein Stausee der Ruhr zwischen Wetter und Herdecke. Der Rundweg um den See ist einer der bekanntesten Spazierwege der Region und bietet Abwechslung: offene Uferbereiche, Waldpfade, Blicke auf das Wasser. Mit Hund ist der Weg gut machbar, solange du weißt, dass es besonders an Wochenenden und bei gutem Wetter voll werden kann — viele Spaziergänger, Jogger und Familien teilen sich die Wege.
Am See gibt es ausgewiesene Bereiche, in denen Leinenpflicht gilt, und möglicherweise Abschnitte, in denen Hunde bestimmte Uferzonen nicht betreten dürfen. Prüfe die aktuellen Regelungen direkt vor Ort, zum Beispiel an den Informationstafeln am Seerand oder über die Website der Stadt Herdecke. Ein Picknick am Ufer ist möglich, und der Weg lädt zu Pausen ein — bring Wasser für deinen Hund mit, Schatten ist je nach Jahreszeit begrenzt.
Wälder rund um Volmarstein
Der Stadtteil Volmarstein liegt erhöht über dem Ruhrtal und bietet direkten Zugang zu ausgedehnten Waldgebieten, die sich in Richtung Ennepetal und das Ennepe-Ruhr-Bergland erstrecken. Diese Wälder sind weniger frequentiert als die Uferwege unten und damit ideal, wenn du mit deinem Hund etwas mehr Ruhe suchst. Die Wege sind meist naturbelassen, teils schmaler und wurzelreicher — gutes Schuhwerk ist sinnvoll, robuste Pfoten kommen damit gut zurecht.
Besonders im Frühjahr und Herbst sind diese Waldgebiete eine gute Wahl: Die Luft ist frisch, der Boden gibt nach, und das Licht fällt schräg durch die Äste. Wildtiere sind hier präsent — Reh und Wildschwein sind keine Seltenheit, weshalb du deinen Hund besonders dann anleinen solltest, wenn er jagdlichen Trieben folgt. Informiere dich über örtliche Leinenpflichten, die während der Brut- und Setzzeiten gelten können, und halte Hunde zuverlässig bei dir.
Hohensyburg und Hengsteysee (Tagesausflug)
Wer einen etwas weiteren Ausflug plant, findet in der Hohensyburg bei Dortmund — rund 15 Kilometer von Wetter entfernt — ein lohnendes Ziel. Die Burgruine thront über dem Zusammenfluss von Ruhr und Lenne, der Blick über den Hengsteysee ist beeindruckend, und die Wege durch den umliegenden Wald sind auch mit Hund gut begehbar. Der Hengsteysee selbst bietet ähnlich wie der Harkortsee einen Rundweg, der Wassernähe, Wald und offene Abschnitte verbindet.
Von Wetter aus ist das Gebiet mit dem Auto schnell erreichbar, aber auch über Radwege und Wanderpfade entlang der Ruhr fußläufig angebunden — das macht ihn zu einer sinnvollen Verlängerung eines Ruhrtaltages. Leinen griffbereit halten, denn die Wege sind teils stark besucht, und in der Nähe der Burgruine und des Casinos gelten möglicherweise spezifische Regeln für Hunde. Aktuelle Informationen dazu findest du auf der Website der Stadt Dortmund.
Hund und lokale Regeln in Wetter
Bevor der erste Spaziergang losgeht, lohnt ein Blick ins Regelwerk. Wetter (Ruhr) gehört zum Ennepe-Ruhr-Kreis, und sowohl die Stadtordnung als auch das Landesrecht Nordrhein-Westfalens setzen den Rahmen dafür, wie du mit deinem Hund unterwegs sein darfst. Wer die Regeln kennt, vermeidet Ärger — und schützt gleichzeitig andere Menschen, Tiere und die Natur.
Leinenpflicht in Wetter
In Nordrhein-Westfalen gibt es keine landesweite pauschale Leinenpflicht für alle Hunde überall, aber Gemeinden und Kreise können eigene Regelungen erlassen — und tun das häufig für belebte Bereiche wie Parks, Spielplätze, Fußgängerzonen und öffentliche Grünflächen. In Wetter gilt es, die örtliche Gefahrenabwehrverordnung sowie eventuelle Allgemeinverfügungen zu beachten, die Leinenpflicht in bestimmten Zonen vorschreiben können.
Als Grundregel gilt: In der Innenstadt, auf Spielplätzen und in Friedhöfen sind Hunde in der Regel anzuleinen — das ist eine sichere Annahme, die du durch die aktuellen Verordnungen der Stadt bestätigen lassen solltest. In Naturschutzgebieten, die rund um Wetter und im Ruhrtal existieren, kann saisonale oder ganzjährige Leinenpflicht gelten. Prüfe die jeweils gültigen Regelungen direkt über die Website des Ennepe-Ruhr-Kreises oder direkt bei der Stadt Wetter.
Auch wenn dein Hund gut erzogen und sozialverträglich ist: Die Leine ersetzt kein gegenseitiges Einverständnis. Nicht jeder Mensch, nicht jede andere Hündin und kein Wildtier freut sich über einen freilaufenden Hund. Leinen auf, ankuppeln, und du bist auf der sicheren Seite.
Anmeldung und Hundesteuer
In Deutschland gilt grundsätzlich: Hunde müssen bei der zuständigen Gemeinde angemeldet werden, und die Stadt Wetter erhebt dafür eine Hundesteuer. Die genaue Höhe der Steuer richtet sich nach der örtlichen Hundesteuersatzung — konkrete Beträge ohne Quellenangabe zu nennen wäre hier nicht seriös, da sie regelmäßig angepasst werden können. Die Stadtwebsite oder das Ordnungsamt Wetter gibt dir verlässliche und aktuelle Auskunft über Steuersätze und Anmeldemodalitäten.
Die Anmeldung ist kein bürokratisches Hindernis, sondern auch dein Schutz: Mit der Steuermarke ist dein Hund registriert, was im Verlustfall helfen kann. Wer einen Hund neu anschafft, muss ihn in der Regel innerhalb weniger Wochen anmelden — die Fristen variieren je nach Satzung. Informiere dich direkt bei der Stadt Wetter (Ruhr) über den aktuellen Stand; die offizielle Anlaufstelle ist das Stadtbüro oder Ordnungsamt.
- Hund innerhalb der vorgeschriebenen Frist anmelden
- Hundesteuer rechtzeitig entrichten
- Steuermarke am Halsband befestigen
- Bei Umzug oder Todesfall des Hundes umgehend abmelden
Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie
Wetter ist über den ÖPNV des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) angebunden — S-Bahn und Busse verbinden die Stadt mit Hagen, Dortmund und weiteren Ruhrgebietsstädten. Hunde dürfen im VRR-Netz grundsätzlich mitgenommen werden, wenn sie in einer geeigneten Transporttasche oder -box untergebracht sind; größere Hunde benötigen in der Regel einen Maulkorb und müssen an der Leine geführt werden. Die genauen Bedingungen — inklusive etwaiger Ticketpflicht für den Hund — regelt der VRR, aktuelle Informationen findest du auf der Website des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr.
In der Gastronomie ist die Lage wie überall in Deutschland heterogen: Kein Wirt ist zur Hundemitnahme verpflichtet, und viele entscheiden situativ. Außengastronomie ist in der Regel hundefreundlicher als Innenräume — frag vor dem Setzen kurz nach, ob dein Hund willkommen ist, und sorge dafür, dass er ruhig bleibt und nicht andere Gäste belästigt. Mit einem gut erzogenen Hund öffnen sich erfahrungsgemäß auch manche Türen, die auf den ersten Blick verschlossen wirken.
Listenhunde und Hinterlassenschaften
In Nordrhein-Westfalen gilt das Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW), das bestimmte Hunderassen und -typen als „gefährliche Hunde" einordnet. Wer einen solchen Hund hält, braucht eine besondere Erlaubnis, muss Zuverlässigkeitsprüfungen nachweisen und ist an strengere Auflagen gebunden — darunter Leinenpflicht und Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit. Zu den Rassen, für die verschärfte Regeln gelten können, gehören unter anderem American Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier und weitere.
Prüfe genau, ob dein Hund unter die Regelungen des LHundG NRW fällt, und hole dir im Zweifel Auskunft beim Ordnungsamt Wetter oder über das zuständige Veterinäramt des Ennepe-Ruhr-Kreises. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe — und im schlimmsten Fall vor der Gefährdung anderer Menschen. Was das Thema Hinterlassenschaften betrifft: Die Pflicht, Hundekot zu beseitigen, gilt überall im öffentlichen Raum. Kotbeutel einpacken, Hinterlassenschaften entfernen — das ist keine Option, sondern eine Pflicht, die das Stadtbild und das Miteinander schützt. Verstöße können mit Ordnungsgeldern geahndet werden.
Praktisches vor Ort in Wetter
Wer mit Hund in Wetter (Ruhr) lebt oder zu Besuch ist, braucht verlässliche Anlaufstellen — für den Alltag ebenso wie für den Notfall. Die Stadt liegt im Ennepe-Ruhr-Kreis, und das nächste größere Versorgungsnetz ist schnell erreichbar. Trotzdem lohnt es sich, die wichtigsten Adressen schon vorher zu kennen.
Tierärzte und tierärztlicher Notfall
In Wetter selbst gibt es tierärztliche Praxen, die Hunde in der Regelversorgung betreuen. Für spezialisierte Eingriffe oder den tierärztlichen Notdienst außerhalb der Öffnungszeiten lohnt der Blick auf die umliegenden Städte Hagen, Witten und Schwelm — sie sind alle innerhalb von 20 bis 30 Minuten erreichbar. Die Tierärztekammer Westfalen-Lippe führt auf ihrer Website eine aktuelle Notdienstliste; prüfe dort vor einem Ausflug, welche Praxis am Wochenende oder nachts Dienst hat. Halte die Nummer deiner Hauspraxis und eine Notfallnummer immer griffbereit — am besten im Telefon gespeichert, bevor du sie brauchst.
- Notdienstliste der Tierärztekammer: tieraerztekammer-wl.de
- Bei Vergiftungsverdacht: Tiergiftzentrale Hannover oder Berlin erreichbar rund um die Uhr
- Nächste Tierklinik mit 24-Stunden-Betrieb: Hagen oder Bochum
Wenn du mit deinem Hund am Ruhrufer oder im Wald unterwegs bist, denk daran: Blaualgen im Sommer und Giftköder im Gebüsch können schnell zum Notfall werden. Reagiere bei plötzlicher Schwäche, Erbrechen oder Zuckungen sofort und fahr direkt zur nächsten Notaufnahme — warte nicht ab.
Hundeschulen und Training in der Region
Im Raum Wetter und im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es mehrere Hundeschulen und Trainingsplätze, die Grundkurse, Welpenspielstunden und weiterführendes Training anbieten. Für Welpen ist ein früher Sozialisierungskurs besonders wertvoll — gerade wenn du in einem Gebiet mit viel Naherholungsverkehr, Radfahrern am Ruhrufer und belebten Ortszentren lebst. Prüfe bei der Wahl einer Schule, ob der Trainer eine anerkannte Qualifikation mitbringt, etwa durch den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) oder eine vergleichbare Organisation. Kurze Wege nach Witten oder Hagen erweitern die Auswahl deutlich.
Für Hunde, die bereits ein Grundtraining absolviert haben, lohnt der Blick auf Mantrailing, Fährtenarbeit oder Rettungshunde-Gruppen in der Region — das Ruhrtal mit seinem abwechslungsreichen Gelände bietet dafür ideale Bedingungen. Viele Vereine im Ennepe-Ruhr-Kreis sind offen für Interessierte ohne Wettkampf-Ambitionen.
Auslaufzonen und eingezäunte Flächen
Eine offiziell ausgewiesene, eingezäunte Hundefreilauffläche direkt in Wetter ist nach aktuellem Stand nicht stadtbekannt verzeichnet — prüfe den aktuellen Stand beim Stadtbetrieb Wetter oder frag direkt bei der Stadtverwaltung nach, ob neue Flächen ausgewiesen wurden. Das Ruhrufer und die angrenzenden Grünflächen bieten zwar viel Platz, aber dort gelten je nach Abschnitt unterschiedliche Regelungen zur Leinenpflicht. Informiere dich über die aktuelle Beschilderung vor Ort und beachte, dass Naturschutzgebiete eigene Regeln haben.
Als Alternative nutzen viele Hundehalter aus Wetter die Auslaufzonen in Witten oder Hagen, die besser ausgebaut sind. Für Hunde, die freies Rennen brauchen, empfiehlt sich außerdem das weitläufige Gelände entlang der Ruhr außerhalb der Brutzeit — abseits befestigter Wege und ohne Leinenpflichtgebiet kannst du deinen Hund je nach Verordnung laufen lassen, aber überprüfe die Regelung immer anhand der aktuellen städtischen oder kreislichen Verordnung. Die offizielle Seite der Stadt Wetter gibt Auskunft: stadt-wetter.de.
Hundepensionen, Tagesbetreuung und Urlaub
Für Zeiten, in denen du deinen Hund nicht mitnehmen kannst, gibt es im Ennepe-Ruhr-Kreis und in den Nachbarstädten verschiedene Hundepensionen, Tagesbetreuungen und Gassiservices. In Wetter selbst ist das Angebot überschaubar — plane die Suche deshalb frühzeitig, besonders vor den Ferienzeiten in NRW, wenn die Kapazitäten schnell ausgebucht sind. Achte bei der Wahl einer Pension auf ausreichend Auslauf, klare Schlafplatztrennung und darauf, dass der Betreiber deine Impf- und Gesundheitsunterlagen verlangt — das ist ein gutes Qualitätsmerkmal.
Wer selbst mit Hund übernachten möchte, schaut am besten in der Ruhrtal-Region nach hundefreundlichen Unterkünften — von Ferienwohnungen entlang der Ruhr bis zu kleinen Hotels in Witten oder Hagen. Frage beim Buchen immer konkret nach, ob große Hunde oder mehrere Hunde willkommen sind, da viele Angebote stillschweigend nur kleine Hunde einschließen.
Saisonal in Wetter
Das Ruhrtal hat seinen eigenen Rhythmus — und der macht sich mit Hund deutlich stärker bemerkbar als ohne. Jede Jahreszeit bringt andere Bedingungen, andere Regeln und andere Risiken. Wer das kennt, kann entspannter planen.
Frühling: Brut- und Setzzeit am Ruhrufer
Wenn es im März und April am Ruhrufer grünt und die ersten Zugvögel zurückkehren, ist das für viele der schönste Moment im Jahr — für Hunde genauso. Aber genau jetzt beginnt die Brut- und Setzzeit, und damit gelten in Naturschutzgebieten und ökologisch wertvollen Uferabschnitten oft verschärfte Leinenpflichten oder Wegegebote. Störungen durch frei laufende Hunde können Gelege zerstören oder Jungtiere in Lebensgefahr bringen. Halte deinen Hund deshalb konsequent an der Leine, sobald du Hinweisschilder oder Naturschutzmarkierungen siehst — und zwar auch dann, wenn der Hund „immer hört".
Die Ruhr führt im Frühjahr oft höheres Wasser, und Uferböschungen können rutschig und unterspült sein. Lass deinen Hund nicht unkontrolliert in reißende Abschnitte springen. Gleichzeitig ist das Frühjahr ideal für längere Wanderungen durch das Ruhrtal, solange du die beschilderten Wege einhältst und dich über aktuelle Sperrungen informierst.
- Ab März: Leinenpflicht in Schutzgebieten beachten
- Wege nicht verlassen in ausgewiesenen Brut-Schutzzonen
- Zeckencheck nach jedem Ausgang — Zecken sind ab ca. 7 °C aktiv
- Pfoten nach Gängen durch Raps- oder Rübenfelder kontrollieren
Zecken sind im Ennepe-Ruhr-Kreis ein ernstes Thema. Das feuchte Unterholz am Ruhrufer und die Wiesen entlang der Ruhrtalbahn sind klassische Zeckenhabitate. Sprich mit deiner Tierarztpraxis über ein geeignetes Zeckenschutzmittel und kontrolliere deinen Hund nach jeder Tour — besonders Bauch, Achseln, Ohren und Pfoten.
Sommer: Hitze, Wasser und belebte Wege
Wetter liegt im Tal — das bedeutet im Hochsommer oft schwüle, windstille Hitze, die sich am Asphalt und auf dunklen Böden besonders stark staut. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich über das Hecheln und sind dabei deutlich langsamer als Menschen. Hitzeerschöpfung und Hitzschlag können sich innerhalb von Minuten entwickeln, besonders bei kurznasigen Rassen wie Möpsen oder Bulldoggen. Plane Spaziergänge in den frühen Morgenstunden vor 9 Uhr oder nach 19 Uhr — dann ist der Boden kühler und die Belastung geringer.
Die Ruhr lädt zum Baden ein, und viele Hunde lieben das Wasser. Aber Vorsicht: Nicht jeder Abschnitt ist offiziell als Badestelle ausgewiesen, und in Hitzeperioden kann sich Blaualgen-Blüte im Wasser bilden. Blaualgen sind für Hunde hochgiftig — auch beim Ablecken des Fells nach dem Bad. Wenn das Wasser trüb, grünlich oder schaumig ist, halte deinen Hund fern und informiere dich über aktuelle Wasserqualitätsmeldungen beim Ennepe-Ruhr-Kreis: en-kreis.de.
- Wasser immer mitführen — mindestens 0,5 Liter pro Hund pro Stunde bei Hitze
- Pfoten auf heißem Asphalt schützen: Handregel — zu heiß für den Handrücken, zu heiß für Pfoten
- Nie den Hund im Auto lassen, auch nicht „kurz"
- Bei grünem oder schaumigem Wasser: kein Kontakt, Tierarzt informieren bei Symptomen
Der Rad- und Wanderweg am Ruhrufer ist im Sommer gut besucht — Radfahrer, Jogger und Familien teilen sich den Weg. Halte deinen Hund in diesen Abschnitten kurz an der Leine, damit keine Konflikte entstehen. Ein gut soziales und verlässlich abrufbares Verhalten ist in diesen Momenten wertvoller als jede Ausrüstung.
Herbst: Laub, Nebel und neue Waldgefahren
Der Herbst im Ruhrtal ist wunderschön: Das Laub färbt sich entlang der Ruhrhänge in warmes Orange und Rot, der Nebel liegt morgens im Tal, und die Temperaturen werden wieder hundfreundlich. Gleichzeitig birgt die Jahreszeit eigene Risiken im Wald. Jetzt liegen Eicheln, Walnüsse und Bucheckern auf den Wegen — alle drei können für Hunde gefährlich sein, besonders wenn sie in größeren Mengen gefressen werden. Eicheln enthalten Tannine, die bei Hunden zu Magen-Darm-Problemen bis hin zu Nierenschäden führen können.
Der Pilzreichtum im feuchten Herbstwald ist ein weiteres Thema: Viele Pilze sind für Hunde giftig, und Hunde fressen Pilze oft unbemerkt beim Schnüffeln. Hält dein Hund seinen Kopf oft in Laub- und Moosschichten gesenkt, lohnt ein kurzer Leinenimpuls — nicht als Strafe, sondern als Umleitung. Informiere dich bei Verdacht auf Pilzvergiftung sofort beim Tierarzt; Symptome wie Zittern, Speicheln oder Durchfall können auf eine Vergiftung hinweisen.
- Eicheln und Kastanien vom Hund fernhalten
- Pilze im Wald nicht fressen lassen — auch nicht schnüffeln ohne Kontrolle
- Reflektoren oder Leuchthalsbänder nutzen: Dämmerung kommt früher
- Nasses Laub kann rutschig sein — ältere Hunde mit Gelenkproblemen besonders beobachten
Der Herbst ist auch Jagdzeit. Im Umland von Wetter wird gejagt, und Hunde, die unkontrolliert im Wald laufen, können in Gefahr geraten oder Wild aufscheuchen. Leine anlegen, sobald du in Waldgebiete kommst, und auf Schilder mit Jagdhinweisen achten. Wer unsicher ist, wann und wo in seiner Gemeinde gejagt wird, kann beim zuständigen Jagdbezirk oder der unteren Jagdbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises nachfragen.
Winter: Streusalz, Kälte und kurze Tage
Winter in Wetter bedeutet selten tiefen Schnee, aber häufig Frost, Nässe und Streusalz auf den Bürgersteigen und Straßen. Streusalz ist für Hundepfoten ein echtes Problem: Es verursacht Risse in den Ballen, kann zwischen den Zehen brennen und bei oralem Aufnahmen zu Vergiftungen führen. Wasche die Pfoten nach jedem Winterspaziergang in der Stadt mit lauwarmem Wasser — das ist schnell gemacht und schützt effektiv. Pfotenpflege mit einer milden Salbe kann die Haut geschmeidig halten.
Kurze Tage bedeuten, dass viele Hunde im Winter ihre Abendrunde in der Dunkelheit drehen. Sorge dafür, dass du und dein Hund gut sichtbar sind — Reflektoren am Halsband, eine Leuchtweste oder ein Blinklicht an der Leine helfen enorm, damit Radfahrer und Autos euch rechtzeitig erkennen. In der Dämmerung auf schlecht beleuchteten Ruhrufer-Wegen sind sichtbare Gespanne deutlich sicherer.
- Nach jedem Stadtspaziergang: Pfoten mit lauwarmem Wasser abwaschen
- Pfotenpflegebalsam präventiv einsetzen, besonders bei empfindlichen Hunden
- Reflektoren und Leuchtmittel am Hund und an dir tragen
- Kurzhaarige und kleine Hunde können bei unter 5 °C und Wind einen Mantel brauchen
Alte, kranke oder sehr schlanke Hunde können Kälte schlechter regulieren als gesunde Tiere mittleren Alters. Beobachte dein Tier: Zittern, Steifigkeit oder Unwilligkeit zu laufen sind Signale, die du ernst nehmen solltest. Verkürze Spaziergänge bei Bedarf und schaffe drinnen warme, zugfreie Schlafplätze. Weitere Informationen zu Haltungsanforderungen und Tierschutzrecht findest du beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW: lanuv.nrw.de.
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