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Kevelaer

Kevelaer liegt im Kreis Kleve am linken Niederrhein — eine kleine Stadt mit großer Ausstrahlung, die weit über die Region hinaus als Wallfahrtsort bekannt ist. Wer hier mit…

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Hintergrund zur Region

Kevelaer liegt im Kreis Kleve am linken Niederrhein — eine kleine Stadt mit großer Ausstrahlung, die weit über die Region hinaus als Wallfahrtsort bekannt ist. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, erlebt eine entspannte Mischung aus flacher Niederrheinlandschaft, ruhigen Feldwegen und einer Innenstadt, die trotz Pilgertradition bodenständig geblieben ist. Der Rhythmus der Stadt ist gemächlich, die Wege sind weit, und dein Hund spürt das sofort.

Rund um Kevelaer öffnet sich eine typische Niederrhein-Kulisse: Pappelreihen entlang von Entwässerungsgräben, Felder, die sich bis zum Horizont ziehen, und immer wieder kleine Gehölze, in denen es raschelt und duftet. Das Licht hier ist besonders — weit, offen, manchmal fast holländisch. Für Hunde bedeutet das: Raum zum Schnüffeln, wenig Lärm, wenig Trubel. Für dich bedeutet es: Spazierengehen ohne Gedränge, mit Blick bis ans Ende des Himmels.

Die Stadt selbst hat rund 28 000 Einwohner und besteht aus dem Kernort und mehreren Ortschaften wie Winnekendonk, Twisteden oder Kervenheim. Jede davon liegt eingebettet in die typische Flachlandschaft mit eigenem Charakter. Ob du hier wohnst und täglich draußen bist oder nur einen Tag lang die Region erkundest — Kevelaer bietet dir und deinem Hund viel mehr als auf den ersten Blick sichtbar ist.

Tagesausflüge mit Hund in Kevelaer

Die Niederrheinlandschaft um Kevelaer ist flach, aber nie langweilig. Alte Baumreihen, stille Gräben und weite Felder wechseln sich ab — und wer genau hinschaut, entdeckt versteckte Wäldchen, Streuobstwiesen und kleine Naturschutzgebiete in Reichweite. Mit Hund ist dieser Landstrich ein echtes Paradies für lange, ruhige Touren.

Der Naturpark Maas-Schwalm-Nette und das Grenzland

Wer bereit ist, rund 30 Kilometer Richtung Südosten zu fahren, erreicht den Naturpark Maas-Schwalm-Nette — ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet, das sich von Nordrhein-Westfalen bis in die Niederlande und nach Belgien erstreckt. Die Landschaft hier ist abwechslungsreicher als die unmittelbare Umgebung von Kevelaer: Heiden, Feuchtwiesen, Wälder und kleine Seen wechseln sich ab. Für Hunde, die gern in unterschiedlichem Gelände unterwegs sind, ist das eine besondere Tour. Wichtig: Innerhalb des Naturparks gelten strenge Schutzregelungen — in ausgewiesenen Schutzgebieten besteht Leinenpflicht, und bestimmte Zonen dürfen gar nicht betreten werden. Prüfe die aktuellen Regelungen vor Ort und auf der Website des Naturparks, bevor du losgehst.

Gute Ausgangspunkte für Touren in Richtung Naturpark sind zum Beispiel die Parkplätze bei Brüggen oder Niederkrüchten. Die Wege sind in der Regel gut markiert, und du findest auf vielen Routen wenig Verkehr und angenehm viel Schatten. Achte darauf, dass dein Hund in Bereichen mit Weidetieren besonders eng geführt wird — Schafe und Rinder sind in dieser Region keine Seltenheit.

Niederrheinische Wege direkt ab Kevelaer: Felder, Gräben, Kopfweiden

Unmittelbar rund um Kevelaer lohnt es sich, die ausgeschilderten Radwanderwege des Niederrheins zu Fuß zu erkunden. Viele dieser Wege führen durch stilles Agrarland, vorbei an charakteristischen Kopfweiden und Entwässerungsgräben, die das Gesicht des Niederrheins so unverkennbar machen. Die Wege sind größtenteils asphaltiert oder befestigt — ideal für Hunde mit empfindlichen Pfoten, aber auch langstreckentauglich für robustere Vierbeiner.

Besonders schön ist die Route, die vom Kernort Kevelaer Richtung Winnekendonk führt — ein ruhiger Ortskern mit altem Baumbestand, der sich gut als Zwischenstopp eignet. Auf dem Rückweg kannst du eine andere Strecke wählen und so Schleifen bilden, die leicht fünf bis fünfzehn Kilometer lang werden. Trinkwasser für deinen Hund solltest du selbst mitbringen, denn öffentliche Tränken sind auf diesen Feldwegen selten.

Twisteden, Kervenheim und die Ortschaften der Gemeinde

Die Stadtteile Kevelaers sind selbst kleine Entdeckungen wert. Kervenheim zum Beispiel liegt ruhig eingebettet zwischen Feldern und hat einen historischen Dorfkern mit altem Kirchenvorplatz — ein schöner Rastpunkt auf einer längeren Runde. Twisteden liegt etwas nördlicher und ist vom Kernort aus gut zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. Die Verbindungswege zwischen den Ortschaften sind häufig wenig befahren und bieten deinem Hund die Möglichkeit, die Nase intensiv zu nutzen — auf Feldwegen riecht es nach Erde, Gräsern und dem, was die Nacht hinterlassen hat.

Beachte, dass du auf Feldwegen außerhalb der befestigten Straßen häufig auf landwirtschaftliche Nutzung triffst. In der Saat- und Erntezeit solltest du Feldwege nicht verlassen und deinen Hund besonders im Blick behalten, damit er keine Felder betritt. Das ist nicht nur eine Frage der Höflichkeit, sondern rechtlich geboten.

Geldern und der Nierspark als Ausflugsziel in der Nähe

Rund 15 Kilometer südlich von Kevelaer liegt Geldern, und mit der Stadt kommt auch die Niers ins Spiel — ein Fluss, der das flache Land durchzieht und an vielen Stellen schöne Uferwege bietet. Der Nierspark in und um Geldern ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit und ohne Hund. Die Uferwege entlang der Niers sind für Spaziergänge gut geeignet, und dein Hund kann dort — sofern keine ausdrücklichen Verbote gelten — auch mal ins Wasser. Prüfe vor Ort, ob und wo das erlaubt ist, denn einzelne Abschnitte sind als Naturschutzzone ausgewiesen.

Die Niers und ihre Aue sind Teil eines größeren Gewässerentwicklungskonzepts in Nordrhein-Westfalen, was bedeutet, dass in manchen Bereichen aktiv Natur entwickelt wird und Zutritt eingeschränkt sein kann. Informationen dazu findest du beim Kreis Kleve oder direkt bei der Stadt Geldern. Für einen Tagesausflug lohnt es sich, Geldern mit einem Bummel durch die Innenstadt zu verbinden — die Fußgängerzone ist kurzweilig, und einige Cafés sind hundefreundlich eingestellt, was du aber immer vorab erfragen solltest.

Hund und lokale Regeln in Kevelaer

Wer mit Hund in Kevelaer lebt oder zu Besuch kommt, merkt schnell: Die Stadt ist keine Metropole, aber auch kein regelfreier Raum. Einige Regeln gelten überall in Deutschland, andere sind spezifisch für Nordrhein-Westfalen oder die Stadt Kevelaer selbst. Wer sich vorab informiert, vermeidet Überraschungen — und sorgt dafür, dass das Zusammenleben von Hund und Mensch in der Öffentlichkeit reibungslos bleibt.

Leinenpflicht in Kevelaer: Wo sie gilt und was du wissen musst

In Nordrhein-Westfalen gibt es keine einheitliche, flächendeckende Leinenpflicht auf Landesebene — stattdessen regeln Gemeinden und Kreise eigenständig, wo Hunde an der Leine geführt werden müssen. In Kevelaer gilt grundsätzlich, dass Hunde in der Innenstadt, auf öffentlichen Plätzen, in Parks und auf Spielplätzen an der Leine zu führen sind. Rund um die Wallfahrtsstätten — also in der Nähe der Gnadenkapelle, des Kerzenplatzes und der belebten Fußgängerzonen — ist die Leinenpflicht besonders ernst zu nehmen, da dort zur Wallfahrtszeit viel Betrieb herrscht.

Auf freiem Feld und auf Forstwegen gilt: Du solltest deinen Hund dort frei laufen lassen dürfen, sofern keine ausdrücklichen Verbotsschilder stehen und dein Hund sicher rückrufbar ist. In der Brut- und Setzzeit (grob von März bis Juli) empfehlen Naturschutzbehörden jedoch, den Hund auch im Wald und auf Feldern an der Leine zu führen — dazu mehr im Saisonal-Abschnitt. Prüfe die aktuell geltenden Regelungen direkt bei der Stadt Kevelaer, da sich kommunale Satzungen ändern können.

Verstöße gegen die Leinenpflicht können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Die Höhe möglicher Bußgelder richtet sich nach der jeweiligen kommunalen Satzung — konkrete Beträge nenne ich hier nicht, da sie sich ändern können und du die aktuell gültige Fassung direkt bei der Ordnungsbehörde der Stadt erfragen solltest.

Hundeanmeldung und Hundesteuer in Kevelaer

Wenn du mit deinem Hund in Kevelaer wohnst oder dorthin ziehst, bist du verpflichtet, deinen Hund bei der Stadt anzumelden und Hundesteuer zu entrichten. Das gilt für jeden Hund ab einem bestimmten Alter — in der Regel ab drei Monaten. Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Steueramt der Stadtverwaltung Kevelaer. Die Höhe der Hundesteuer legt die Stadt in ihrer Steuersatzung fest; genaue Beträge findest du aktuell und verbindlich auf der Website der Stadt Kevelaer oder auf direktem Nachfragen dort.

Nach der Anmeldung erhältst du in der Regel eine Hundemarke, die dein Hund am Halsband tragen muss. Sie dient als Nachweis der ordnungsgemäßen Anmeldung und ist bei Kontrollen vorzuzeigen. Wer seinen Hund nicht anmeldet, riskiert eine Nachforderung der Steuer zuzüglich möglicher Säumniszuschläge. Die Anmeldepflicht gilt unabhängig davon, ob du deinen Hund täglich draußen hast oder er überwiegend zuhause bleibt.

Listenhunde in Nordrhein-Westfalen: Das Landeshundegesetz

Nordrhein-Westfalen kennt das Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW), das bestimmte Hunderassen besonderen Anforderungen unterwirft. Dazu gehören unter anderem Hunde, die als gefährlich eingestuft oder einem bestimmten Typ zugeordnet werden — etwa American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier und weitere. Das Gesetz unterscheidet zwischen Hunden, für die eine widerlegbare Gefährlichkeitsvermutung gilt, und solchen, die nach einem Vorfall behördlich als gefährlich eingestuft wurden.

Wenn du einen solchen Hund hältst, gelten besondere Pflichten: unter anderem Leinenzwang und Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit, ein Erlaubnisvorbehalt der zuständigen Behörde sowie Anforderungen an Zuverlässigkeit und Sachkunde des Halters. Die genauen Regelungen findest du beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) beziehungsweise in der offiziellen Fassung des LHundG NRW, die du über das Landesrecht NRW abrufst. Wende dich im Zweifel direkt an das Veterinäramt des Kreises Kleve — zuständig für Kevelaer — um verbindliche Auskunft zu erhalten.

Ein Hund, der unter das Landeshundegesetz fällt, darf nicht selbstverständlich überall mitgenommen werden, wo andere Hunde willkommen sind. Informiere dich vor jedem Ausflug, ob und in welcher Form dein Hund in den geplanten Bereichen erlaubt ist.

Hinterlassenschaften, Verbotszonen und Rücksicht im Alltag

In Kevelaer — wie in allen deutschen Städten — gilt: Hundekot muss beseitigt werden. Das ist nicht nur eine soziale Selbstverständlichkeit, sondern in der Regel durch kommunale Satzung geregelt und bei Nichtbeachtung mit einem Bußgeld belegt. Kotbeutel und Mülleimer sind in der Innenstadt vorhanden, auf Feldwegen jedoch oft nicht. Nimm immer ausreichend eigene Beutel mit.

Bestimmte Bereiche sind für Hunde grundsätzlich gesperrt oder eingeschränkt: Kinderspielplätze sind in Deutschland flächendeckend für Hunde verboten, ebenso viele Badestellen und Liegewiesen. In der Wallfahrtssaison kann es rund um die zentralen Pilgerstätten zusätzliche Einschränkungen geben — die große Menschendichte und der feierliche Charakter der Orte erfordern besondere Rücksicht. Lass deinen Hund in dieser Umgebung nie frei laufen und achte darauf, dass er nicht bellt oder andere Pilger bedrängt. Konkrete Verbotsbeschilderungen sind zu beachten; im Zweifel gilt: Leine anlegen und den Bereich weiträumig umgehen.

Im öffentlichen Nahverkehr — also in Bussen der regionalen Verkehrsverbünde — sind Hunde in der Regel zugelassen, müssen aber angeleint und mit einem Maulkorb gesichert sein oder in einer Transportbox reisen. Kleine Hunde in einer geschlossenen Tasche gelten häufig als kostenloses Gepäckstück, während größere Hunde einen eigenen Fahrschein benötigen. Die genauen Bedingungen erfährst du beim zuständigen Verkehrsverbund — für die Region Kevelaer ist das der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen vor deiner Fahrt, da sich diese ändern können.

Praktisches vor Ort in Kevelaer

Kevelaer ist eine überschaubare Stadt am Niederrhein — und gerade deshalb lohnt es sich, die wichtigsten Anlaufstellen für Hund und Halter vorab zu kennen. Wer weiß, wo der nächste Tierarzt sitzt und wo der Hund sicher toben darf, genießt den Aufenthalt entspannter.

Tierärzte und tierärztlicher Notfall

In Kevelaer und den umliegenden Ortschaften gibt es mehrere Tierarztpraxen für Kleintiere, die Hunde in der Regelsprechstunde behandeln. Die genaue Liste aktueller Praxen findest du am zuverlässigsten über die Tierärztekammer Nordrhein, die ein offizielles Praxisverzeichnis führt. Ruf vor einem Besuch kurz an — Sprechzeiten und Spezialisierungen wechseln.

Für tierärztliche Notfälle nachts oder am Wochenende ist Kevelaer als kleinere Stadt auf den Notdienst der Region angewiesen. Der Notdienst wird rotierend von Praxen im Kreis Kleve und der näheren Umgebung übernommen. Die aktuelle Notdienstnummer erfährst du direkt bei deiner Tierarztpraxis auf dem Anrufbeantworter oder über die Tierärztekammer Nordrhein. Speichere diese Nummer schon vor der Abreise in deinem Handy — im Ernstfall zählt jede Minute.

Die nächste Tierklinik mit 24-Stunden-Betrieb befindet sich in Kleve oder im Raum Krefeld beziehungsweise Duisburg. Plane im Notfall eine Fahrzeit von rund 30 bis 45 Minuten ein und informiere dich vorab über den genauen Standort. Ein einfacher Verbandskasten für Hunde im Gepäck — mit Mullbinden, Desinfektionsmittel und einer Rettungsfolie — ist bei Tagesausflügen sinnvoll.

Hundeschulen und Trainingsangebote

Im Stadtgebiet Kevelaer und in den unmittelbar angrenzenden Gemeinden wie Geldern, Goch oder Straelen findest du Hundeschulen und Trainingsgruppen für verschiedene Ausbildungsstufen. Das Angebot reicht von Welpenkursen über Begleithundeprüfungen bis zu Agility-Einheiten. Prüfe aktuelle Termine und freie Plätze direkt bei den Anbietern — Gruppen sind oft weit im Voraus ausgebucht.

Viele Halter nutzen die weite, flache Landschaft rund um Kevelaer auch für eigenständiges Training: Ruhige Feldwege, wenig Ablenkung durch Stadtverkehr und gut überschaubare Flächen machen das Gelände ideal für Grundgehorsamkeit und Impulskontrolle. Wenn du mit einem noch unsicheren Hund unterwegs bist, wähle Zeiten mit wenig Radfahrer- und Spaziergängerverkehr.

Wer auf der Suche nach Hundesport-Vereinen ist, schaut am besten beim Deutschen Hundesportverband oder beim VDH vorbei — beide führen Vereinsverzeichnisse, die nach Postleitzahl filterbar sind. Im Kreis Kleve gibt es aktive Vereine, die regelmäßige Trainingstage anbieten und auch Gastmitglieder willkommen heißen.

Auslaufflächen und eingezäunte Bereiche

Kevelaer ist kein Großstadtzentrum mit klassischen eingezäunten Hundewiesen nach Berliner oder Kölner Vorbild. Offiziell ausgewiesene Hundeauslaufflächen solltest du vorab bei der Stadtverwaltung Kevelaer erfragen — die zuständige Stelle gibt dir Auskunft, ob und wo Hunde legal ohne Leine laufen dürfen. Verlasse dich nicht auf Hörensagen: Was gestern noch geduldet wurde, kann heute bereits beschildert und geregelt sein.

Die weitläufigen Wiesen und Deichbereiche entlang der Maas und der umliegenden Niederrhein-Landschaft bieten natürliche Bewegungsflächen, die viele Halter nutzen. Achte dabei auf Schutzgebietsmarkierungen — im Kreis Kleve gibt es mehrere Naturschutzgebiete, in denen Leinenpflicht oder sogar Betretungsverbote für Hunde gelten können. Informiere dich vor dem Besuch beim Kreis Kleve über aktuelle Schutzgebietsregelungen.

Ein praxisnaher Tipp: Bring einen langen Schlepp-Leine mit (5 bis 10 Meter), wenn du deinen Hund in der offenen Landschaft mehr Freiheit geben möchtest, ohne gegen Leinenpflichtregeln zu verstoßen. So bleibt dein Hund sicher, und du bewegst dich rechtlich auf der richtigen Seite.

Hundepensionen, Tagesbetreuung und Unterkunft

Für Besucher, die ihren Hund während eines Ausflugstages oder Kurzurlaubs zeitweise betreuen lassen möchten, lohnt ein Blick in das Umland. Im Raum Kevelaer, Geldern und Straelen gibt es Hundepensionen und private Betreuungsangebote — die Kapazitäten sind in einer kleineren Stadt jedoch begrenzt, weshalb eine frühzeitige Reservierung dringend empfohlen wird. Frag direkt bei der jeweiligen Einrichtung nach Zertifizierungen und dem Betreuungsschlüssel.

Übernachtungen mit Hund sind in der Region grundsätzlich möglich, da viele Ferienwohnungen und kleine Pensionen am Niederrhein hundefreundlich vermieten. Kläre aber immer vor der Buchung, ob der Hund wirklich willkommen ist, welche Auflagen gelten (Leine im Haus, kein Schlafen auf Möbeln) und ob eine Hundegebühr pro Nacht erhoben wird. Entsprechende Unterkünfte findest du über regionale Buchungsportale des Niederrhein-Tourismus.

Wer seinen Hund kurzfristig für wenige Stunden unterbringen muss — etwa für einen Besuch in der Basilika oder einem Restaurant ohne Hundezulassung — sollte das im Voraus planen. Spontane Tagesbetreuung ist in Kevelaer nicht immer kurzfristig verfügbar. Eine gute Vorbereitung ist das A und O für einen stressfreien Aufenthalt mit Hund.


Saisonal in Kevelaer

Der Niederrhein hat sein ganz eigenes Jahreszeitengesicht — flache Horizonte, weite Himmel und ein Wetter, das schneller dreht als anderswo. Mit Hund bedeutet das: Die Jahreszeiten geben den Takt vor, und wer sich darauf einstellt, erlebt Kevelaer von seiner besten Seite.

Frühling: Brut- und Setzzeit in der Niederrhein-Landschaft

Der Frühling kommt am Niederrhein früh und grün — die Felder rund um Kevelaer erwachen schon im März, und mit ihnen die Brut- und Setzzeit. Feldlerchen, Kiebitze und Hasen nutzen genau jene offenen Flächen, die Hundehalter als Auslaufrevier schätzen. Von März bis Juni gilt deshalb erhöhte Vorsicht: Hunde, die unkontrolliert durch Felder oder Wiesen streifen, können Gelege zerstören oder Jungtiere aufscheuchen.

Die Leinenpflicht in Naturschutzgebieten greift in dieser Zeit besonders streng. Einige Bereiche im Kreis Kleve sind saisonal gesperrt oder mit Betretungsverboten belegt — aktuelle Informationen dazu gibt das Amt für Natur und Umwelt beim Kreis Kleve. Halte deinen Hund auf befestigten Wegen und nutze die ruhigeren Ortsrandwege statt der weitläufigen Äcker.

Positiv am Frühling: Die Pilgersaison in Kevelaer beginnt sich langsam aufzuwärmen, die Stadt ist aber noch verhältnismäßig ruhig. Ideal, um mit deinem Hund die Wallfahrtsstadt ohne große Menschenmassen zu erkunden und erste Spaziergänge durch die blühende Niederrhein-Landschaft zu genießen.

Sommer: Hitze, Wasser und Pilgerstrom

Der Sommer bringt am Niederrhein schwüle Hitzetage, die für Hunde schnell zur Belastung werden können. Flache Landschaft bedeutet kaum Schatten auf freier Fläche — plane Spaziergänge konsequent in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend. Asphaltierte Wege und gepflasterte Bereiche in der Kevelaerer Innenstadt heizen sich stark auf und können Pfoten verbrennen: Der Handballentest (Handfläche 5 Sekunden auf den Boden) zeigt dir, ob der Untergrund noch sicher ist.

Wasser gibt es in der Region an der Maas und an verschiedenen Baggerseen im Kreis Kleve. Prüfe vor dem Besuch, ob Hunde am jeweiligen Gewässer erlaubt sind — an offiziellen Badestellen gilt häufig ein Hundeverbot während der Badesaison. Bringe immer ausreichend frisches Trinkwasser mit und achte auf Zeichen einer Überhitzung: Starkes Hecheln, taumelnder Gang oder glasiger Blick sind Warnsignale, bei denen du sofort in den Schatten gehst und deinen Tierarzt kontaktierst.

Der Kevelaerer Wallfahrtssommer zieht viele Pilgergruppen und Besucher in die Innenstadt. Für Hunde bedeutet das: mehr Menschenmassen, engere Gassen, mehr Lärm und Aufregung. Gut sozialisierte Hunde kommen damit klar — scheue oder angsthafte Hunde lässt du in dieser Zeit besser an der Flanke der Stadt oder auf ruhigeren Wegen laufen. Plane Aufenthalte in der Kerninnenstadt für frühe Vormittage, wenn die Besucherströme noch gering sind.

Herbst: Erntezeit, Nebel und goldene Wege

Der Herbst gehört zu den schönsten Jahreszeiten für Hund und Halter am Niederrhein. Die Kürbis- und Rübenfelder rund um Kevelaer leuchten in warmen Farben, die Luft ist kühl und klar, und die Wege sind wieder ruhiger. Lange Nachmittagsspaziergänge durch die Feldlandschaft oder entlang von Gehölzstreifen sind jetzt uneingeschränkt möglich.

Achtung zur Erntesaison: Landwirte sind auf den Feldern aktiv, schwere Maschinen fahren auf Feldwegen. Halte deinen Hund in dieser Zeit besonders nah bei dir und vermeide es, abgeerntete Felder zu betreten — Stoppeln können Pfoten verletzen, und Ernterückstände sind oft mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Auch Maisfelder, in denen Hunde schnell die Orientierung verlieren, solltest du meiden.

Im Herbst steigt außerdem das Risiko von Nebelphasen und Dunkelheit. Rüste dich und deinen Hund mit reflektierenden Leinen, Leuchthalsbändern oder Blinklicht-Clips aus — gerade auf den wenig beleuchteten Feldwegen rund um Kevelaer ist Sichtbarkeit für Radfahrer und Autos wichtig. LED-Anhänger für das Halsband kosten wenig und können im Zweifel Leben retten.

Winter: Frost, Streusalz und Ruhe am Niederrhein

Der Winter am Niederrhein ist selten extrem, aber feucht und grau. Frost und gelegentlicher Schnee verwandeln die flache Landschaft in ruhige Weite — für viele Hunde eine willkommene Abwechslung. Schneereiche Tage sind selten, Bodenfrost und Eisglätte auf Feldwegen dafür regelmäßig. Achte auf trittsicheres Schuhwerk für dich und beobachte deinen Hund auf vereisten Untergründen sorgfältig.

Das größte winterliche Risiko für Hundepfoten ist Streusalz. In der Kevelaerer Innenstadt und auf geräumten Gehwegen wird im Winter gestreut. Streusalz greift die Pfoten an, führt zu Rissen und kann beim Ablecken zu Magen-Darm-Problemen führen. Wasch die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser gründlich ab. Pfotenschutzwachs kann vorbeugend eingesetzt werden — frag deinen Tierarzt nach einem geeigneten Produkt.

Der Winter ist die ruhigste Reisezeit in Kevelaer: Die Wallfahrtssaison ist beendet, Pilgerstrom und Touristengruppen sind weg. Wer jetzt kommt, hat die Wege rund um die Kerzenkapelle und durch die Altstadt fast für sich. Viele Cafés und Restaurants in Kevelaer sind auch im Winter geöffnet — ob Hunde im Innenbereich erlaubt sind, fragst du am besten direkt beim Einlass. Manche Gastronomen erlauben Hunde im Winter großzügiger, weil die Terrassen ohnehin geschlossen sind und die Lokale weniger frequentiert werden.

Kurze Wintertage bedeuten: Spaziergänge bei Tageslicht wollen geplant sein. Die Sonne geht im Dezember bereits gegen 16 Uhr unter. Starte morgens früh, nutze die Mittagsstunden für längere Touren und rüste dich und deinen Hund für die dunklen Abendstunden mit Licht aus. Bei anhaltend nasskaltem Wetter freuen sich kurzhaarige Hunderassen über einen gut sitzenden Hundemantel — kein Luxus, sondern sinnvoller Schutz.

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