Potsdam liegt keine Stunde von Berlin entfernt und fühlt sich trotzdem wie eine andere Welt an: Alleen mit alten Linden, Seen, die im Morgenlicht glitzern, und Parks, in denen die Zeit langsamer läuft. Für Hundehaltende ist die Brandenburger Landeshauptstadt ein Ort mit echtem Charakter — weite Grünflächen, ein dichtes Netz aus Uferwegen und eine Stadt, die das Leben mit Hund grundsätzlich kennt und akzeptiert. Wer hier wohnt oder zu Besuch kommt, findet kurze Wege in die Natur, ohne auf städtische Infrastruktur verzichten zu müssen.
Der Havel zieht sich wie ein blauer Faden durch die Stadt und gibt dem Alltag mit Hund seinen Rhythmus. Morgens treffen sich Hundemenschen am Ufer, während der Nebel noch über dem Wasser liegt; abends laufen lange Schatten über den Templiner See. Potsdam ist eine Stadt, in der du mit deinem Hund spazieren gehst, ohne ständig auf Verbotsschilder zu achten — aber natürlich gilt auch hier: Regeln existieren und müssen geprüft werden, bevor du die Leine losmachst.
Auf rundum.dog findest du für Potsdam bereits mehrere Ausflugsziele und eine Unterkunft, die Hunde willkommen heißt. Diese Seite gibt dir den größeren Überblick — was die Region zu bieten hat, welche Regeln du kennen solltest und wie du deinen Aufenthalt gut planst.
Tagesausflüge mit Hund in Potsdam
Schon am Stadtrand öffnet sich Brandenburg — flaches Land, Kiefernwälder, Seenketten. Potsdam ist der ideale Ausgangspunkt für Touren, die kurz oder lang sein können, je nachdem, wie viel Energie dein Hund und du mitbringt. Die folgenden Orte sind konkrete Anlaufpunkte, die sich für Mensch und Hund lohnen.
Park Sanssouci und die Potsdamer Parklandschaft
Der Park Sanssouci ist Potsdams bekanntestes Grünflächennetz und ein UNESCO-Welterbe — das klingt zunächst nach vielen Verboten. Tatsächlich gelten im Park besondere Regeln, die du unbedingt vor deinem Besuch prüfen solltest. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) schreibt für viele Parkbereiche vor, dass Hunde an der Leine zu führen sind; einzelne empfindliche Bereiche können für Hunde gesperrt sein. Aktuelle Informationen findest du direkt auf der Website der SPSG unter spsg.de. Trotz der Einschränkungen lohnt sich ein Besuch: Die langen Hauptalleen, der Blick auf die Terrassen und die ruhigen Randbereiche des Parks bieten auch mit angeleintem Hund ein eindrucksvolles Erlebnis.
Neben Sanssouci erstrecken sich weitere Parkflächen wie der Neue Garten am Heiligen See und der Babelsberger Park — beide ebenfalls von der SPSG verwaltet und ähnlich reglementiert. Im Babelsberger Park am Rande der Stadt gibt es breitere Wege und etwas weniger Besucherverkehr als im Kernbereich von Sanssouci. Prüfe auch hier auf der offiziellen SPSG-Seite, welche Bereiche aktuell zugänglich sind. Wer früh am Morgen kommt, findet oft mehr Ruhe — und sein Hund auch.
Havelland: Uferwege und Seen rund um Potsdam
Die Havel und ihre Seen sind das eigentliche Herz der Potsdamer Hundeausflüge. Der Templiner See, der Schwielowsee und der Große Zernsee liegen alle in Reichweite und bieten kilometerlange Uferwege, auf denen du deinen Hund gut bewegen kannst. Besonders der Weg von Potsdam-Zentrum Richtung Caputh — einem kleinen Ort am Schwielowsee — ist bei Hundehaltenden beliebt: flaches Terrain, weite Aussicht, wenig Verkehr. Die Strecke lässt sich je nach Kondition anpassen und bietet mehrere Einstiegspunkte.
Am Schwielowsee selbst gibt es Abschnitte, an denen Hunde ins Wasser dürfen — aber Badestellen für Menschen sind meistens hundefrei, und das gilt es zu respektieren. Achte auf Beschilderungen vor Ort. In den Sommermonaten ist der Uferstreifen teils sehr belebt; morgens oder am späten Nachmittag ist es deutlich entspannter für Hund und Mensch. Aktuelle Hinweise zu Schutzgebieten und Betretungsregeln rund um die Havelseen gibt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg.
Wald Golm und die Hochfläche westlich der Stadt
Westlich von Potsdam liegt der Golm — ein Höhenzug, der für Brandenburger Verhältnisse durchaus Höhenmeter mitbringt. Die Wälder hier sind ruhiger als die stadtnahen Parks, das Wegenetz gut ausgebaut, und du triffst deutlich weniger Spaziergänger als an den Seen. Für Hunde, die gerne schnüffeln, graben und in aller Ruhe die Nase in den Wind halten, ist der Golm ein echter Rückzugsort. Der Waldboden ist weich, die Wege breit genug für einen entspannten Trab.
In direkter Nähe liegt der Botanische Garten der Universität Potsdam auf dem Golm — dieser ist als Einrichtung naturgemäß nicht für Hunde zugänglich, aber die umgebenden Waldwege machen den Abstecher trotzdem lohnenswert. Kombinierst du den Golm mit einem Abstecher nach Werder (Havel), hast du einen schönen Halbtagesausflug, der Wald und Wasser verbindet. Auch hier gilt: In Schutzgebieten können saisonale Leinenpflichten bestehen — informiere dich vor der Tour.
Neustädter Havelbucht und Stadtkanal — Hundespaziergänge im Stadtzentrum
Wer keinen langen Ausflug plant, findet auch direkt in der Stadt schöne Routen. Die Neustädter Havelbucht südlich der Innenstadt bietet einen breiten Uferstreifen, der sich gut für entspannte Morgenspaziergänge eignet. Von hier aus siehst du die Türme der Potsdamer Altstadt und den Weißen See — ein Bild, das man im Gedächtnis behält. Der Stadtkanal wurde teilweise renaturiert und ergänzt das Angebot in der Innenstadt um grüne Wegabschnitte, die auch bei schlechterem Wetter angenehm zu begehen sind.
Die Potsdamer Holländisches Viertel und Innenstadt sind grundsätzlich gut zu Fuß mit Hund zu erkunden — auf dem Bürgersteig, in vielen Außengastronomie-Bereichen und auf den Plätzen. Auf Grünflächen und Spielplatzbereichen gelten jedoch eigene Regeln, die du an den jeweiligen Schildern abliest. Das Stadtgebiet ist insgesamt hundefreundlich ausgelegt, aber kein rechtsfreier Raum. Für eine Übersicht über Grünflächen und deren Nutzungsregeln lohnt ein Blick auf die offizielle Website der Landeshauptstadt Potsdam.
Hund und lokale Regeln in Potsdam
Potsdam hat eine klare Haltung zu Hunden: willkommen, aber geregelt. Die Stadt setzt auf Eigenverantwortung der Haltenden — das funktioniert, wenn du die geltenden Vorschriften kennst. Hier sind die wichtigsten Bereiche, die du vor deinem Aufenthalt oder nach deinem Zuzug prüfen solltest.
Leinenpflicht in Potsdam: Wo gilt sie, wo nicht?
In Potsdam gilt auf vielen öffentlichen Flächen eine allgemeine Anleinpflicht. Das betrifft insbesondere belebte Straßen und Plätze, öffentliche Grünanlagen, Parkanlagen, Spielplatzbereiche und die SPSG-Parks. Konkret heißt das: Ohne Leine ist in der Regel nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist — zum Beispiel auf ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten. In Waldgebieten und Naturschutzgebieten kann es saisonale Verschärfungen geben, etwa während der Brut- und Setzzeit von März bis Juli.
Die genaue Regelung ergibt sich aus der Potsdamer Hundehaltungsverordnung sowie der brandenburgischen Hundehalterverordnung. Beides sind lebende Dokumente, die sich ändern können — prüfe die aktuelle Fassung auf der Website der Landeshauptstadt Potsdam oder frage direkt beim Ordnungsamt nach. Eine pauschale Auskunft wie „Hunde dürfen überall frei laufen" ist in Potsdam schlicht nicht zutreffend. Im Zweifel: anleinen, bis du die Regelung für den jeweiligen Bereich kennst.
- Öffentliche Grünanlagen und Parks: Leinenpflicht in der Regel
- SPSG-Parks (Sanssouci, Neuer Garten, Babelsberg): Leine Pflicht, teils Hundeverbot in Teilbereichen
- Waldwege: situationsabhängig, Schutzgebiete beachten
- Ausgewiesene Hundeauslaufgebiete: Leine nicht zwingend, Schilder prüfen
- Spielplatzbereiche: Hunde nicht erlaubt
Anmeldung und Hundesteuer in Potsdam
Wer mit seinem Hund nach Potsdam zieht oder dort dauerhaft lebt, muss den Hund bei der Stadtverwaltung anmelden. Die Anmeldepflicht besteht in der Regel unmittelbar nach dem Einzug oder dem Erwerb des Hundes — versäumst du sie, riskierst du ein Bußgeld. Die Stadt Potsdam erhebt eine Hundesteuer; die genaue Höhe ist in der städtischen Hundesteuersatzung geregelt. Bitte prüfe die aktuellen Beträge direkt auf der Website der Landeshauptstadt Potsdam — wir nennen hier bewusst keine Zahlen, da Satzungen sich ändern können.
Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundemarke, die dein Hund am Halsband tragen muss. Das ist keine Formsache — Kontrolleure des Ordnungsamtes prüfen das im Stadtgebiet. Für als gefährlich eingestufte Hunderassen (Listenhunde) gelten in Brandenburg gesonderte Regeln; dazu weiter unten mehr. Informationen zur Anmeldung bekommst du beim Bürgerservice der Landeshauptstadt oder online über das Stadtportal.
Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie mit Hund
In den Zügen und Bussen des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) sind Hunde grundsätzlich mitnahmefähig — allerdings gelten Bedingungen. Kleine Hunde in geeigneten Transportbehältnissen reisen oft kostenlos oder zum Kindertarif; größere Hunde benötigen in der Regel einen eigenen Fahrschein und müssen angeleint sein. Die genauen Konditionen, insbesondere für Regionalzüge zwischen Potsdam und Berlin, prüfst du auf der aktuellen Tarifseite des VBB. Diese Regeln können sich ändern, und Linien haben teils unterschiedliche Handhabungen.
In der Potsdamer Gastronomie hängt die Hundefreundlichkeit stark vom jeweiligen Betrieb ab. Viele Cafés und Restaurants mit Außenbereich lassen Hunde willkommen — fragen kostet nichts, und meistens gibt es auch Wasser für den Vierbeiner. In Innenräumen ist es seltener, und bei Lebensmittelläden sowie Supermärkten gilt grundsätzlich: Hunde bleiben draußen. Eine feste Liste „hundefreundlicher Lokale" gibt es nicht, aber ein kurzes Telefonat oder ein Blick auf die Social-Media-Seite des Restaurants gibt dir schnell Klarheit.
Listenhunde und Kotentsorgung in Potsdam
Brandenburg kennt eine Liste von Hunderassen, die als gefährlich eingestuft werden können. Für diese Rassen — darunter unter anderem American Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier und weitere — gelten besondere Anforderungen: verschärfte Leinenpflicht, Maulkorbpflicht in bestimmten Situationen und in manchen Fällen ein Erlaubnisvorbehalt. Ob und in welchem Umfang deine Rasse betroffen ist, prüfst du verbindlich über die aktuelle Brandenburgische Hundehalterverordnung, die das Landesamt für Verbraucherschutz verantwortet. Verlasse dich bei diesem Thema bitte ausschließlich auf offizielle Quellen.
Zur Kotentsorgung: Potsdam stellt im Stadtgebiet Kotbeutelspender und Abfallbehälter bereit — du findest sie an den meisten frequentierten Grünflächen und Uferwegen. Trotzdem solltest du eigene Beutel dabeihaben, denn die Spender sind nicht immer befüllt. Das Liegenlassen von Hundekot ist ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Das Ordnungsamt ist in Potsdam aktiv — auch das ist Teil des gepflegten Stadtbildes, das die Stadt offensichtlich ernst nimmt. Wer seinen Hund zu einem gern gesehenen Gast im öffentlichen Raum machen will, nimmt die Beutel einfach mit.
Praktisches vor Ort in Potsdam
Potsdam ist gut vernetzt, aber gerade als Hundehalter lohnt es sich, die wichtigsten Anlaufstellen zu kennen, bevor du sie brauchst. Ein kurzer Check im Vorfeld spart Stress — ob Tierarzt, Hundeschule oder die nächste Freilauffläche.
Tierärzte und Notfallversorgung in Potsdam
In Potsdam findest du eine Reihe von Tierarztpraxen, die über das Stadtgebiet verteilt sind — von der Innenstadt bis in die Ortsteile wie Babelsberg oder Groß Glienicke. Für den Alltag empfiehlt es sich, eine Praxis in der Nähe deines Wohnorts oder deiner Unterkunft vorab zu recherchieren und die Telefonnummer zu speichern. Viele Praxen bieten feste Sprechzeiten, aber keine durchgehende Notfallbereitschaft. Im tiermedizinischen Notfall gilt: Die Kleintierklinik der Freien Universität Berlin in Zehlendorf ist über die Stadtgrenze hinaus eine der bekanntesten Notfallanlaufstellen in der Region — die Fahrt dorthin dauert aus Potsdam je nach Verkehr 20 bis 40 Minuten.
Für akute Fälle außerhalb regulärer Öffnungszeiten solltest du den tierärztlichen Notdienst in Brandenburg kennen. Über die Landestierärztekammer Brandenburg erhältst du aktuelle Notdienstlisten für deinen Bereich — prüfe diese vor deinem Aufenthalt unter tieraerztekammer-brandenburg.de. Halte außerdem die Nummer deines Hausarztes für Tiere griffbereit, da viele Praxen bei Stammkunden auch außerplanmäßige Termine ermöglichen. Ein Impfpass und ein Kurzauszug der Krankenakte deines Hundes erleichtern die Erstbehandlung in unbekannten Praxen erheblich.
- Tierarztpraxen in Babelsberg, der Innenstadt und den Außenbezirken vorab recherchieren
- Notdienstliste der Landestierärztekammer Brandenburg vor dem Besuch speichern
- Kleintierklinik der FU Berlin als regionale Notfalloption im Blick behalten
- Impfpass und Krankenakte-Auszug immer mitführen
Hundeschulen und Trainingsangebote
Potsdam und das direkte Umland bieten verschiedene Hundeschulen und Trainingsanbieter für unterschiedliche Bedürfnisse. Ob Welpenspielstunde, Mantrailing, Begleithundprüfung oder gezieltes Verhaltensmanagement — das Angebot ist vielfältig. Viele Schulen arbeiten mit positivem Verstärkungstraining und bieten sowohl Gruppentraining als auch Einzelstunden an. Schau dir die Methoden und Bewertungen verschiedener Anbieter genau an, bevor du buchst — ein seriöser Trainer lässt dich in der Regel vorab hospitieren.
Besonders für Hunde, die neu in der Stadt sind oder an Reizüberflutung leiden, kann ein stadtspezifisches Training hilfreich sein. Trubel, Radfahrer, Touristen und der Lärm rund um die Schlösser und Parks können empfindliche Hunde herausfordern. Einige Trainer bieten deshalb gezielt Stadttraining an, das Übungen in der realen Umgebung mit einschließt. Aktuelle Anbieter findest du über Empfehlungen aus lokalen Hundegruppen oder über das Branchenverzeichnis deiner Stadtrecherche — eine offizielle Zertifizierungsliste gibt es in Deutschland nicht, weshalb eine persönliche Empfehlung oft am zuverlässigsten ist.
Freilaufflächen und Auslaufzonen in Potsdam
Potsdam verfügt über mehrere eingezäunte und nicht eingezäunte Freilaufflächen, auf denen Hunde ohne Leine laufen dürfen — sofern die aktuelle Regelung dies erlaubt. Bekannte Bereiche befinden sich zum Beispiel im Norden der Stadt sowie in einigen Ortsteilparks. Wichtig: In den Schlossparks und Welterbe-Arealen rund um Sanssouci, Babelsberg und Glienicke gelten strikte Leinenpflichten, die ganzjährig durchgesetzt werden. Prüfe die jeweils geltenden Regeln direkt bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten oder an den Eingangsschildern vor Ort.
Abseits der geschützten Parks bietet das Potsdamer Umland viele Möglichkeiten für freies Laufen — etwa in Teilen der Wälder um den Templiner See oder am Schwielowsee. Hier lohnt sich ein Blick auf die Hinweisschilder, da saisonale Sperrungen während der Brut- und Setzzeit auch auf Freiflächen gelten können. Die Stadt Potsdam informiert auf ihrer Website über ausgewiesene Hundeauslaufgebiete — aktuelle Informationen findest du unter potsdam.de. Nimm Kotbeutel in ausreichender Menge mit, da Entsorgungsstationen nicht überall vorhanden sind.
- Eingezäunte Freilaufflächen im Norden der Stadt und in Ortsteilen vorhanden
- In Schlossparks und Welterbe-Arealen gilt ganzjährige Leinenpflicht
- Saisonale Sperrungen in Wald- und Seebereichen möglich — Schilder beachten
- Aktuelle Auslaufzonen auf potsdam.de prüfen
Hundepensionen, Tagesbetreuung und Unterkünfte
Wenn du für einen Ausflug oder einen längeren Aufenthalt in Potsdam bist und zwischendurch deinen Hund in guten Händen wissen willst, gibt es in der Stadt und im Umland verschiedene Betreuungsangebote. Hundepensionen und Tagesbetreuungen sind in Potsdam und den angrenzenden Brandenburger Gemeinden zu finden — von kleinen Privatpensionen mit Gartengelände bis zu größeren Einrichtungen mit Freilauf und Tagesstruktur. Buchungen solltest du frühzeitig planen, besonders in der Ferienzeit, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Für Übernachtungen mit Hund lohnt sich ein Blick auf die Plattform selbst: Auf rundum.dog ist für Potsdam bereits eine hundefreundliche Unterkunft gelistet, die als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Parklandschaft dienen kann. Viele Hotels in der Innenstadt und am Stadtrand akzeptieren Hunde, machen aber individuelle Regelungen zu Größe, Anzahl und Aufpreis — prüfe das direkt bei der Unterkunft. Achte bei der Buchung auf eingezäunte Gartenbereiche oder direkte Zugänge zu Grünflächen, damit dein Hund auch bei schlechtem Wetter ohne Umweg nach draußen kann.
Für eine professionelle Tagesbetreuung oder Gassidienste vor Ort empfiehlt sich die Recherche über lokale Kleinanzeigen oder Hundebesitzergruppen in sozialen Netzwerken — dort findest du häufig geprüfte, empfohlene Anbieter mit Erfahrungsberichten anderer Potsdamer Hundehalter. Zertifizierte Hundesitter können außerdem über den Deutschen Tierschutzbund oder entsprechende Berufsverbände gefunden werden.
Saisonal in Potsdam
Die Seen, Parks und Wälder rund um Potsdam verändern ihren Charakter mit den Jahreszeiten — und das beeinflusst, wo du mit deinem Hund unterwegs sein kannst und worauf du achten musst. Was im Sommer ein kühlendes Bad im Templiner See ist, kann im Winter ein rutschiger Weg am Ufer sein. Hier ein Überblick, was dich und deinen Hund durch das Jahr begleitet.
Frühling: Brut- und Setzzeit in Parks und Wäldern
Der Frühling bringt in Potsdam aufblühende Parkanlagen, frisches Grün an den Seeuferrändern und zunehmend mehr Menschen in den Grünanlagen. Für Hundehalter bedeutet der Frühling aber vor allem eines: erhöhte Aufmerksamkeit in Wald- und Uferbereichen. Von März bis etwa Ende Juni gilt in Brandenburg eine gesetzliche Leinenpflicht im Wald und in der freien Landschaft — zum Schutz von Wildtieren während der Brut- und Setzzeit. Diese Regelung ist im Brandenburgischen Naturschutzgesetz verankert; die genauen Vorschriften findest du beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg.
Gerade in den Wäldern rund um den Templiner See, im Wildpark und entlang der Havelseen kann es in dieser Zeit zu temporären Wegesperrungen oder Hinweisschildern auf Brutgebiete kommen. Halte deinen Hund konsequent an der Leine und meide dichtes Unterholz, da Bodenbrüter wie Lerchen oder Wildenten in dieser Zeit besonders störanfällig sind. In den Schlossparks rund um Sanssouci und Babelsberg ist Leinenpflicht ohnehin ganzjährig vorgeschrieben — aber gerade im Frühling ist die Kontrolldichte dort höher. Nutze den Frühling für frühmorgendliche Spaziergänge, bevor der Touristenstrom einsetzt, und genieße die blühenden Rhododendren und Kirschbäume, die Potsdam in dieser Jahreszeit besonders schön machen.
Sommer: Hitze, Wasser und Ausflugstrubel
Potsdam liegt eingebettet in eine Seenlandschaft — das klingt paradiesisch für Hundehalter, und das ist es oft auch. Aber im Sommer bringt diese Lage Herausforderungen mit sich: Öffentliche Badestellen sind für Hunde häufig gesperrt, da sie mit dem Badebetrieb von Menschen kollidieren. Prüfe vor jedem Besuch, ob die gewählte Uferstelle hundefreundlich ist — Hinweisschilder vor Ort geben Auskunft. Einige Uferabschnitte am Schwielowsee oder am Glindower See sind hundefreundlicher als die belebten Strandbäder in Stadtrandlage.
An heißen Sommertagen — und Potsdam kann im Juli und August sehr heiß werden — solltest du die Hauptausflüge in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen. Asphaltflächen, Kopfsteinpflaster in der Innenstadt und die sandigen Wege in den Schlossparks speichern Hitze und können Pfotenballen verletzen. Der bekannte Handtest gilt: Hält deine Handfläche den Untergrund nicht fünf Sekunden aus, ist er zu heiß für deinen Hund. Schattige Wege am Ufer der Havel oder unter den alten Baumbeständen im Neuen Garten bieten an warmen Tagen kühlere Alternativen — aber prüfe die Leinenpflicht in diesen Bereichen vorab. Führe im Sommer immer ausreichend Wasser für deinen Hund mit, da Trinkstellen entlang der Routen nicht durchgehend vorhanden sind.
- Hundeverbote an öffentlichen Badestellen — vor dem Besuch prüfen
- Spaziergänge auf früh morgens oder abends verlegen
- Untergrund-Handtest bei Hitze: zu heiß für die Hand = zu heiß für Pfoten
- Eigenes Trinkwasser immer mitführen
Herbst: Laubwälder, Pilze und ruhigere Wege
Der Herbst ist für viele Hundehalter die schönste Jahreszeit rund um Potsdam. Die Touristenströme ebben ab, die Temperaturen sind angenehm, und die Wälder rund um den Templiner See oder im Naturpark Nuthe-Nieplitz leuchten in warmen Gelb- und Rottönen. Die Wege sind wieder freier, und dein Hund kann entspannter schnüffeln, ohne ständig Menschenmassen ausweichen zu müssen. Herbst ist Hauptschnüffelsaison — und damit auch die Zeit, in der viele Hunde Pilze oder Eicheln aufnehmen, die giftig sein können.
Achte besonders darauf, dass dein Hund keinen Fliegenpilz, Knollenblätterpilz oder andere Giftpilze frisst, die in den Brandenburger Wäldern weit verbreitet sind. Trainiere das Kommando „Aus" oder „Lass es" konsequent, bevor du in den Wald gehst. Auch Eicheln in großen Mengen sind für Hunde unverträglich. Im Herbst beginnt außerdem die Jagdsaison — in der freien Landschaft und in Waldgebieten außerhalb ausgewiesener Wege solltest du deinen Hund dann konsequent an der Leine führen, nicht nur aus Rücksicht auf die Jagd, sondern auch zum Schutz deines Hundes. Informiere dich über lokale Jagdzeiten beim Landesjagdverband Brandenburg.
Winter: Kälte, Streumittel und ruhige Seeufer
Potsdam im Winter hat seinen eigenen Reiz: Morgennebel über der Havel, vereinsamte Alleen in den Schlossparks, Raureif auf den Wiesen des Wildparks. Wenn Schnee fällt, sind viele Wege in den äußeren Stadtbereichen ungeräumt und bieten ruhige Lauferlebnisse für Mensch und Hund. In der Innenstadt und auf belebten Gehwegen hingegen wird Streusalz oder Granulat gestreut — das kann Pfotenballen reizen und bei Aufnahme über das Maul zu Magenbeschwerden führen. Wasche die Pfoten deines Hundes nach Stadtspaziergängen im Winter konsequent ab, oder schütze sie mit Pfotenwachs oder Schutzsocken.
Die Seen rund um Potsdam frieren in manchen Wintern zu — aber betrete niemals eine zugefrorene Eisfläche mit deinem Hund, ohne die Eisdicke sicher zu kennen. Die Brandenburger Seen können trügerisch aussehen, das Eis aber nur wenige Zentimeter dick sein. Das gilt besonders für die fließenden Abschnitte der Havel, wo das Eis ungleichmäßig stark ist. Im Zweifel: Ufer statt Eis. Plane im Winter auch kürzere Ausflüge ein, wenn Temperaturen unter minus zehn Grad fallen — besonders kurzhaarige oder kleine Hunde kühlen schnell aus und brauchen einen Hundemantel. Prüfe nach dem Winterspaziergang auch Pfoten auf kleine Eisklumpen zwischen den Zehen, die schmerzhaft werden können.
- Pfoten nach Stadtspaziergängen von Streusalz abwaschen
- Zugefrorene Seen und Havelabschnitte niemals betreten, wenn Eisdicke unbekannt
- Kurzhaarige Hunde bei Frost mit Mantel schützen
- Eisklumpen zwischen den Zehen nach dem Spaziergang prüfen und entfernen
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