Cottbus liegt im Herzen der Lausitz, eingebettet zwischen weiten Kiefernwäldern, dem mäandernden Spreetal und der einzigartigen Teichlandschaft des Spreewaldes. Für Hundehaltende ist diese Stadt im Südosten Brandenburgs ein echter Geheimtipp: Direkt vor der Haustür warten naturnahe Wege, ruhige Parkanlagen und ein gut ausgebautes Netz an Rad- und Fußwegen, auf denen du mit deinem Hund entspannt durchatmen kannst. Der Sand unter den Pfoten, der Harzduft der Kiefern und das leise Rauschen der Spree — hier findet ihr gemeinsam Raum, den größere Städte selten bieten.
Mit gut 95.000 Einwohnern ist Cottbus die zweitgrößte Stadt Brandenburgs und dennoch erstaunlich grün. Die Altstadt mit ihrem Oberkirchplatz, die parkähnlichen Ufer des Flusses Spree und die unmittelbare Nähe zur Seenlandschaft des Lausitzer Seenlandes prägen den Alltag hier. Viele Cafés und Restaurants rund um den Markt dulden Hunde auf ihren Terrassen — ein kurzer Blick vorab lohnt sich trotzdem immer. Wer hier lebt oder zu Besuch kommt, merkt schnell: Das Tempo ist ruhiger, die Natur ist nah und die Wege sind weit.
Ob du morgens mit deinem Hund durch den Branitzer Park streifst, mittags an der Spree entlangläufst oder abends die Stille des Umlands genießt — Cottbus hält für jede Tageszeit und jedes Wetter ein passendes Angebot bereit. Diese Seite fasst zusammen, was du als Hundehaltender vor Ort wissen solltest: von den schönsten Ausflugszielen über lokale Regeln bis hin zu praktischen Tipps für den Alltag mit Hund.
Tagesausflüge mit Hund in Cottbus
Die Lausitz lädt ein — und dein Hund wird es dir danken. Rund um Cottbus wechseln sich lichte Kiefernwälder, breite Uferpromenaden und stille Teichlandschaften ab, die selbst an belebten Wochenenden noch Ruhe versprechen. Hier sind vier konkrete Orte und Wege, die sich für einen Ausflug mit Hund besonders eignen.
Branitzer Park: Grünes Herzstück direkt in der Stadt
Der Branitzer Park im Südosten von Cottbus gilt als eines der bedeutendsten Landschaftsparks in Deutschland und wurde im 19. Jahrhundert von Fürst Hermann von Pückler-Muskau gestaltet. Alte Baumriesen, geschwungene Wege, Teiche und die markante Pyramide im See machen jeden Spaziergang hier zu einem kleinen Erlebnis. Der Park ist weitläufig genug, um auch mit einem lebhaften Hund gemütlich eine Stunde oder mehr zu verbummeln. Beachte, dass in Parkanlagen häufig eine Leinenpflicht gilt — prüfe die aktuell ausgehängten Hinweistafeln am Eingang oder informiere dich vorab auf der Website der Stadt Cottbus.
Die Wege im Park sind teilweise geschottert, teilweise als gepflegte Rasenwege angelegt — für die meisten Hunde ein angenehmer Untergrund. Rund um die Teiche findest du schattige Abschnitte, die auch im Sommer kühl bleiben. Der Park liegt verkehrsgünstig am südlichen Stadtrand und ist gut mit dem Bus erreichbar. Ein Parkplatz für Anreisende mit Auto befindet sich in unmittelbarer Nähe des Schlosses Branitz.
- Fläche: weitläufig, mehrere Kilometer Wege
- Untergrund: Schotter, Rasen, Erde
- Besonderheit: historische Erdpyramide, Schloss Branitz
- Tipp: früh morgens besuchen, wenn wenig Betrieb ist
Spreeauen und Spreetalradweg: Natur direkt am Wasser
Die Spree durchzieht Cottbus von Süd nach Nord und bietet auf beiden Ufern naturnahe Wege, die sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge eignen. Besonders schön ist der Abschnitt entlang der Spreeauen zwischen dem Stadtpark und dem Nordrand der Stadt, wo der Fluss sich breit durch Wiesen und Auengehölze schlängelt. Dein Hund kann hier je nach Stelle auch ans Wasser gelangen — achte dabei auf Schilder, die das Baden oder Betreten der Uferböschungen einschränken können. Der Untergrund ist meist erdiger Pfad oder Schotterweg, was Pfoten gut verträgt.
Der Spreetalradweg führt von Cottbus weiter in den Spreewald und lässt sich in Teilabschnitten auch zu Fuß gut begehen. Entlang der Strecke wechseln sich Felder, Auwälder und kleine Dörfer ab — eine ideale Route für einen Halbtagesausflug. An sommerlichen Wochenenden ist der Weg beliebt bei Radfahrern, halte deinen Hund dann sicherheitshalber an der Leine. Einkehrmöglichkeiten gibt es in den Dörfern entlang des Weges, wobei Hundefreundlichkeit im Außenbereich meist kein Problem darstellt — ein kurzer Anruf vorab schadet jedoch nie.
- Länge: variabel, Tagestouren von 5 bis 20+ km möglich
- Einstieg: mehrere Zugänge im Stadtgebiet
- Besonderheit: Übergang in den Biosphärenreservat Spreewald
- Tipp: Wasservorrat mitnehmen, Trinkstellen sind rar
Stadtpark Cottbus: Alltagsoase mitten im Grünen
Der Stadtpark im Zentrum von Cottbus ist eine der meistgenutzten Grünflächen der Stadt und liegt günstig für alle, die ohne Auto unterwegs sind. Alte Bäume, ein kleiner Teich und breite Rasenflächen laden zum Verweilen ein — hier trifft sich die Cottbuser Bevölkerung zum Spazieren, Joggen und eben auch zum Gassi gehen. Für Hunde gibt es im und um den Stadtpark ausgewiesene Flächen, auf denen lockerer Auslauf möglich sein kann. Ob und wo Leinenpflicht gilt, kann sich ändern — lies die Hinweistafeln vor Ort oder frage beim Stadtordnungsamt nach.
Gerade für den Alltag ist der Stadtpark ideal: Eine Runde morgens vor der Arbeit, eine kurze Mittagspause, ein entspannter Abendspaziergang. Der Park ist beleuchtet und auch nach Einbruch der Dunkelheit sicher begehbar. Rund um den Park gibt es mehrere Hundetoilettenstationen mit Kotbeutelspender — nutze sie und entsorge Hinterlassenschaften stets ordnungsgemäß. Die Akzeptanz gegenüber Hunden ist im Stadtpark hoch, solange die Regeln eingehalten werden.
Lausitzer Seenland: Tagestour in die entstehende Wasserwelt
Rund 30 Autominuten von Cottbus entfernt liegt das Lausitzer Seenland, eine der größten künstlich geschaffenen Seenlandschaften Europas, die aus ehemaligen Braunkohletagebauen entstanden ist. Weitläufige Sandstrände, Kiefernwälder und das Panorama der neuen Seen bieten ein ungewöhnliches, faszinierendes Ausflugsziel. An einigen Abschnitten ist das Betreten der Ufer mit Hund möglich — informiere dich jedoch vorab über aktuelle Zugangsregelungen, da das Seenland noch im Aufbau ist und sich Zulässigkeiten regelmäßig ändern. Aktuelle Hinweise dazu findest du auf der Website des Lausitzer Seenlandes.
Der Senftenberger See ist einer der ältesten und am besten erschlossenen Seen der Region und hat einen langen Uferweg, der sich mit Hund gut abwandern lässt. An Badestränden gelten im Sommer häufig Hundeverbote oder Einschränkungen — prüfe das konkret vor deinem Besuch. Abseits der offiziellen Badestellen ist die Uferlandschaft oft ruhiger und zugänglicher. Für einen vollen Ausflugstag empfiehlt sich die Kombination aus Morgenspaziergang am See und Mittagseinkehr in einem der umliegenden Orte.
- Entfernung: ca. 25–40 km von Cottbus
- Highlight: Senftenberger See, Geierswalder See
- Besonderheit: entstehende Kulturlandschaft, Sandufer
- Tipp: Saisonale Regelungen beachten, Infos vorab einholen
Hund und lokale Regeln in Cottbus
Ein Hund in der Stadt bedeutet auch: Verantwortung kennen. In Cottbus gelten wie überall in Brandenburg bestimmte Vorschriften, die du als Hundehaltender kennen solltest — von der Leinenpflicht über die Hundesteuer bis hin zu Regeln im öffentlichen Nahverkehr. Hier bekommst du einen Überblick, der dir den Einstieg erleichtert.
Leinenpflicht: Wann und wo dein Hund an die Leine muss
In Cottbus gilt in vielen Bereichen des öffentlichen Raums eine Anleinpflicht. Dazu zählen in der Regel belebte Fußgängerzonen, öffentliche Parks und Grünanlagen, Spielplätze und deren unmittelbare Umgebung sowie öffentliche Veranstaltungen. Im Stadtwald oder auf wenig frequentierten Feldwegen kann die Situation anders aussehen — verbindliche Auskunft gibt dir das Stadtordnungsamt Cottbus oder die aktuelle Polizeiverordnung der Stadt. Verlasse dich nicht auf mündliche Auskünfte von anderen Hundehaltern, sondern lies die jeweiligen Hinweistafeln vor Ort aufmerksam.
Auch in Brandenburg gilt: Hunde dürfen landwirtschaftliche Nutzflächen, Naturschutzgebiete und Waldbereiche während der Brut- und Setzzeit (grob März bis Juli) nicht frei streifen. Das Landes-Naturschutzgesetz Brandenburg regelt diese Einschränkungen — genauere Informationen dazu findest du beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg. Ein angeleineter Hund schützt nicht nur Wildtiere, sondern auch dich vor möglichen Bußgeldern.
- Anleinpflicht: Fußgängerzonen, Parks, Spielplatznähe
- Naturschutzgebiete: Freilauf meist nicht erlaubt
- Waldwege: abhängig von Markierungen und Jahreszeit
- Immer gültig: Hinweistafeln vor Ort beachten
Hundesteuer und Anmeldung: So meldest du deinen Hund an
Wer in Cottbus mit Wohnsitz gemeldet ist und einen Hund hält, muss diesen bei der Stadt Cottbus anmelden. Die Anmeldepflicht gilt ab dem Tag, an dem du den Hund aufnimmst oder zuziehlst. Die Stadtverwaltung erhebt dafür eine Hundesteuer — die genaue Höhe richtet sich nach der jeweils gültigen Hundesteuersatzung der Stadt; konkrete Beträge findest du direkt auf der offiziellen Website der Stadt Cottbus unter dem Stichwort Hundesteuer. Nach der Anmeldung erhältst du eine Steuermarke, die dein Hund am Halsband tragen sollte.
Für als gefährliche Hunde eingestufte Tiere (sogenannte Listenhunde) gelten in Brandenburg zusätzliche Auflagen, die über die allgemeine Hundehaltung hinausgehen. Dazu gehören in der Regel ein erhöhter Steuersatz, Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum sowie der Nachweis eines Sachkundenachweises des Halters. Welche Rassen in Brandenburg als gefährlich gelten, regelt das Hundehaltergesetz des Landes Brandenburg — informiere dich dazu verbindlich bei der zuständigen Behörde, da sich Regelungen ändern können. Eine Abmeldung des Hundes bei Abgabe, Tod oder Wegzug ist ebenfalls vorgeschrieben.
Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie: Mit Hund unterwegs in der Stadt
In den Bussen und Straßenbahnen des Cottbuser Nahverkehrs (Cottbusverkehr) sind Hunde grundsätzlich mitnahmebereit — in der Regel gilt jedoch, dass kleinere Hunde in einer geeigneten Transportbox oder Tasche mitgeführt werden müssen, während größere Hunde angeleint und mit Maulkorb reisen sollen. Für Hunde wird meist ein ermäßigtes Ticket fällig. Prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen direkt beim Anbieter, da sich Regelungen ändern können. Zu Stoßzeiten empfiehlt sich mehr Vorsicht — volle Bahnen sind für Hunde stressig.
In Cottbus findest du rund um den Altmarkt und die Fußgängerzone sowie in den Stadtteilen Sandow und Ströbitz zahlreiche Cafés und Restaurants, die Hunde im Außenbereich tolerieren. Eine gesetzliche Pflicht zur Hundefreundlichkeit gibt es nicht — die Entscheidung liegt beim jeweiligen Betrieb. Ruf kurz an oder frag beim Betreten freundlich nach: Die meisten Gastronomen in Cottbus reagieren unkompliziert. Im Winter oder bei schlechtem Wetter, wenn Terrassen geschlossen sind, wird die Auswahl naturgemäß kleiner.
- ÖPNV: Hunde meist erlaubt, Ticket und Maulkorb prüfen
- Terrassen: häufig hundefreundlich, vorab fragen
- Innenräume: selten, immer individuell klären
- Tipp: Wassernapf selbst mitbringen, nicht alle Lokale haben einen
Kot-Entsorgung und Rücksicht im öffentlichen Raum
Das Thema Hundekot ist in Cottbus wie in allen deutschen Städten klar geregelt: Du bist als Haltender verpflichtet, die Hinterlassenschaften deines Hundes sofort zu beseitigen und in einem der öffentlichen Mülleimer zu entsorgen. Im Stadtgebiet sind Kotbeutelspender an verschiedenen Stellen aufgestellt — sie sind aber nicht überall vorhanden, weshalb du stets eigene Beutel dabeihaben solltest. Wer erwischt wird, riskiert ein empfindliches Bußgeld; die genaue Höhe regelt die Bußgeldverordnung der Stadt.
Besondere Rücksicht ist in der Nähe von Spielplätzen, Schulen und Sportanlagen geboten — hier ist das Betreten mit Hund häufig gänzlich untersagt. Schilder zeigen diese Verbotszonen an; halte dich daran, denn Verstöße schaden dem Ruf aller Hundehalter in der Stadt. Ein freundlicher Umgang mit anderen Parkbesuchern, das Anleinen in der Nähe von Kindern und das aktive Ansprechen von Unsicherheiten anderer Menschen gegenüber deinem Hund trägt viel dazu bei, das Miteinander in Cottbus positiv zu gestalten. Hunde, die frei auf Spielwiesen laufen, werden von Nicht-Hundehaltern verständlicherweise oft als störend empfunden.
Praktisches vor Ort in Cottbus
Cottbus hat eine solide Infrastruktur für Hundehaltende — von der tierärztlichen Notversorgung bis zur Hundeschule im Grünen. Wer neu in der Stadt ist oder nur zu Besuch kommt, findet hier die wichtigsten Anlaufstellen auf einen Blick.
Tierärzte und Notfallversorgung in Cottbus
In Cottbus gibt es mehrere niedergelassene Tierarztpraxen, die Hunde in der Regelversorgung behandeln. Für geplante Besuche lohnt sich eine Terminvereinbarung im Voraus, da gut besuchte Praxen oft ausgebucht sind. Außerhalb der regulären Sprechzeiten bist du auf tierärztliche Notdienste angewiesen — die jeweils aktuelle Notdienstliste veröffentlicht die Landestierärztekammer Brandenburg auf ihrer Website. Speichere die Nummer des nächstgelegenen Notdienstes bereits vor deinem Aufenthalt in deinem Telefon — im Ernstfall zählt jede Minute.
Für schwere Fälle und Operationen stehen in der Region auch Tierkliniken mit erweiterter Ausstattung zur Verfügung. Die Entfernungen ins Umland können je nach Stadtteil variieren, also lohnt es sich, die Wegzeiten vorab zu prüfen. Frage beim Einzug oder bei deiner Tierarztpraxis gezielt nach dem empfohlenen Notfallkontakt — das Netz in der Niederlausitz ist verteilt, aber vorhanden. Halte außerdem den Impfpass und relevante Unterlagen deines Hundes immer griffbereit.
Hundeschulen und Trainingsangebote
Rund um Cottbus gibt es Hundeschulen und Trainingsplätze, die Kurse für verschiedene Alters- und Erfahrungsstufen anbieten — von der Welpenstunde bis zum Agility-Training für fortgeschrittene Hunde. Viele Anbieter nutzen die naturnahe Umgebung der Stadt und trainieren nicht nur auf dem Platz, sondern auch draußen in Parks und Waldgebieten. Das kommt Hunden zugute, die in Alltagssituationen trainiert werden sollen. Prüfe beim jeweiligen Anbieter, ob die Methoden force-free und belohnungsbasiert arbeiten — das ist heute der anerkannte Standard in der Verhaltensarbeit.
Wer einen Sachkundenachweis für bestimmte Hunderassen braucht oder den Hundeführerschein ablegen möchte, findet in Cottbus und der näheren Umgebung entsprechende Kursangebote. In Brandenburg gilt seit einigen Jahren ein Landesgesetz, das für bestimmte Hunde einen Wesenstest oder Sachkundenachweis vorsehen kann — Näheres dazu findest du auf der Website des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Brandenburg. Informiere dich direkt beim Ordnungsamt der Stadt Cottbus über die für deinen Hund geltenden Anforderungen. Auf Wartelisten mancher beliebter Schulen solltest du dich frühzeitig eintragen.
Auslaufflächen und Hundewiesen in Cottbus
Cottbus bietet mit seinem ausgedehnten Grüngürtel und den Parkanlagen vergleichsweise viel Platz für Hunde. Der Branitzer Park — einer der bedeutendsten Landschaftsgärten Deutschlands — ist ein beliebtes Ziel, doch hier gelten besondere Regeln zum Schutz des historischen Ensembles und der Tierwelt. Prüfe unbedingt die aktuell geltenden Leinenpflicht- und Betretungsregelungen vor dem Besuch direkt beim Park oder über die Stadt Cottbus, da sich die Vorschriften ändern können.
Für leinenfreies Rennen und Toben bieten sich eingezäunte Hundewiesen und ausgewiesene Auslaufflächen an, die in einigen Stadtteilen vorhanden sind. Die genauen Standorte und aktuellen Nutzungsbedingungen erfährst du über das Stadtamt oder durch Nachfrage in lokalen Hundeschulen und Tierarztpraxen — die Hundecommunity vor Ort kennt die besten Spots. Achte darauf, dass Auslaufflächen sauber hinterlassen werden: Kotbeutel konsequent nutzen und vorhandene Entsorgungsbehälter verwenden. Nur so bleiben diese Flächen langfristig für alle Hunde zugänglich.
Im Umland von Cottbus — etwa entlang der Spree oder an den Seen der Lausitzer Seenlandschaft — findest du zusätzliche Möglichkeiten für ausgedehnte Freilaufeinheiten. Auch hier gilt: Informiere dich vorab über Naturschutzgebiete und Betretungsregelungen, da nicht alle Uferbereiche und Waldstücke das ganze Jahr über frei zugänglich sind.
Hundebetreuung, Pensionen und Unterkünfte
Wer seinen Hund vorübergehend abgeben muss — etwa für einen kurzen Ausflug oder einen beruflichen Termin — kann in Cottbus auf ein Netz aus Hundepensionen, Tagesbetreuungen und privaten Hundesittern zurückgreifen. Die Qualität der Angebote variiert, weshalb ein persönliches Kennenlerngespräch und eine Besichtigung der Räumlichkeiten vor der Buchung sinnvoll sind. Achte auf ausreichend Platz, klare Gruppengrößen und einen geregelten Tagesablauf. Empfehlungen bekommst du oft über die lokale Hundeschule oder vom Tierarzt.
Übernachten mit Hund ist in Cottbus in mehreren Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen möglich — allerdings nehmen nicht alle Unterkünfte Hunde an oder erheben einen Aufpreis dafür. Frage beim Buchen explizit nach, ob dein Hund willkommen ist, und kläre, ob Größe oder Rasse eine Rolle spielt. Für längere Aufenthalte in der Region bieten sich auch Ferienhöfe im Lausitzer Umland an, die oft hundefreundlicher aufgestellt sind als städtische Hotels. Plane vorausschauend, besonders in der Touristik-Hauptsaison rund um die Lausitzer Seenlandschaft.
Saisonal in Cottbus
Die Niederlausitz hat ein ausgeprägtes Kontinentalklima — heiße Sommer, kalte Winter und einen kurzen, aber intensiven Frühling. Für Hunde bedeutet das: Die Jahreszeiten verlangen unterschiedliche Vorsicht, bieten aber auch je eigene Freuden.
Frühling: Brut- und Setzzeit in der Lausitzer Natur
Wenn der Branitzer Park im April und Mai in frisches Grün taucht und die Spree wieder Wasser führt, zieht es Mensch und Hund nach draußen. Doch gerade jetzt ist im Umland besondere Rücksicht gefragt: Feldlerchen brüten am Boden, Rehe setzen ihre Kitze im hohen Gras, und Wasservögel nisten entlang der Ufer. Ein freilaufender Hund kann ungewollt erheblichen Schaden anrichten — selbst ohne jeden Jagdtrieb reicht das bloße Aufschrecken von Gelegen.
In Naturschutzgebieten und Waldgebieten rund um Cottbus gilt vom 1. April bis zum 15. Juli in der Regel eine verschärfte Anleinpflicht — die genauen Regelungen findest du beim zuständigen Landesamt für Umwelt Brandenburg oder auf den Hinweisschildern vor Ort. Halte deinen Hund konsequent an der Leine, wenn du in dieser Zeit durch Wiesen, Waldränder oder Uferstreifen gehst. Das schützt Wildtiere und bewahrt dich vor möglichen Ordnungsgeldern. Die Wegegebote in Schutzgebieten der Lausitzer Seenlandschaft sind in dieser Zeit besonders ernst zu nehmen.
Positiv im Frühling: Das milde Wetter macht lange Spaziergänge angenehm, bevor die Sommerhitze einsetzt. Frühaufsteher erleben die Lausitzer Landschaft in ihrem schönsten Licht — und meiden die Hauptzeiten des Ausflugsverkehrs an den Seen. Auch Hundetraining im Freien fällt im Frühling leichter als in der Sommerschwüle.
Sommer: Hitze, Wasser und Blaualgen
Cottbus gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands — Temperaturen über 30 Grad sind im Juli und August keine Seltenheit. Für Hunde ist das eine echte Belastungsprobe, denn sie können über die Pfoten und durch Hecheln nur begrenzt Wärme abgeben. Plane Spaziergänge konsequent in die frühen Morgenstunden oder in die Abendstunden nach 19 Uhr. Mittags sollte dein Hund im Schatten bleiben und ausreichend frisches Wasser zur Verfügung haben.
Die Lausitzer Seenlandschaft mit ihren großen Tagebauseen bietet im Sommer eine willkommene Abkühlung — für Mensch und Hund. Doch nicht an jedem Uferabschnitt darf gebadet werden, und Hunde sind nicht überall am Seeufer erlaubt. Prüfe die aktuellen Baderegeln direkt bei den Seenbetreibern, da sich Zonen und Regelungen von Saison zu Saison ändern können. Ein weiteres ernstes Thema im Hochsommer sind Blaualgen (Cyanobakterien): Bei starker Erwärmung können sie sich explosionsartig in stehenden Gewässern vermehren und sind für Hunde hochgiftig — schon kleine Mengen Wasser können zu Vergiftungen führen.
Achte im Sommer auch auf heiße Asphaltflächen in der Cottbuser Innenstadt: Wenn der Belag für deine Handfläche zu heiß ist, ist er es auch für Hundepfoten. Wähle schattige Routen durch Parks und Grünanlagen statt durch die aufgeheizte Stadt. Vergiss nie Wasser für unterwegs — ein faltbarer Trinknapf passt in jeden Rucksack.
Herbst: Goldene Wälder und Wildzeit
Der Herbst in der Niederlausitz ist für viele die schönste Jahreszeit mit dem Hund: kühle Luft, raschelnde Laubwälder und leere Wege. Die Wälder rund um Cottbus — etwa der Spremberger Stadtwald oder die Forste südlich der Stadt — verwandeln sich in ein Meer aus Orange und Rotbraun. Die Temperaturen erlauben wieder entspannte Ausflüge zu jeder Tageszeit, ohne Überhitzungsrisiko.
Gleichzeitig beginnt im Herbst die Jagdsaison, die in Brandenburg in der Regel von Oktober bis Januar andauert. In Jagdrevieren — und das betrifft große Teile des Umlandes — können Hunde unbeabsichtigt in gefährliche Situationen geraten oder Jagden stören. Informiere dich über aktive Jagdtage in deinem Ausflugsgebiet und halte deinen Hund in dieser Zeit besonders zuverlässig unter Kontrolle. Signalwesten für Hunde erhöhen die Sichtbarkeit in der Dämmerung und im Dickicht deutlich — eine sinnvolle Investition für die dunkle Jahreszeit.
Herbst bedeutet auch: Pilzsaison. Viele Pilze, die Hunde im Wald beschnuppern oder anknabbern, sind giftig — darunter der heimtückische Knollenblätterpilz, der Hunde wie Menschen töten kann. Trainiere ein zuverlässiges „Lass es"-Kommando und behalte deinen Hund im Blick, wenn er im Laub wühlt. Bei Verdacht auf Pilzvergiftung — Erbrechen, Zittern, Apathie — sofort zum Tierarzt.
Winter: Kälte, Streusalz und kurze Tage
Winter in Cottbus kann empfindlich kalt sein — mit Dauerfrost, Schnee und Temperaturen teils weit unter null. Die meisten gesunden, gut behaarten Hunde kommen damit gut zurecht, solange Bewegung und Unterkunft stimmen. Kurzhaarige, alte oder kranke Hunde brauchen jedoch einen wärmenden Mantel für längere Winterausflüge. Achte auf Zeichen von Unterkühlug: Zittern, Gangstörungen oder Apathie sind ernste Warnsignale.
Das größte unterschätzte Problem im städtischen Winter ist Streusalz und Taumittel auf Gehwegen und Straßen. Salz reizt die Ballen, dringt in kleine Risse ein und wird beim Fellpflegen aufgeleckt — das kann zu Entzündungen und Vergiftungssymptomen führen. Spüle die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Pfotenpflegecreme oder Pfotenschutzwachs bildet eine Schutzschicht und sollte regelmäßig aufgetragen werden. Im Zweifelsfall sind Pfotenschuhe eine Option — gewöhne deinen Hund aber behutsam daran.
Die kurzen Tage im Dezember und Januar bedeuten, dass viele Spaziergänge in der Dämmerung oder Dunkelheit stattfinden. Trage auffällige Kleidung und sorge dafür, dass dein Hund gut sichtbar ist — ein Leuchtanhänger am Halsband oder eine Leuchtweste schützen beide vor unachtsamem Verkehr. Im gefrorenen Zustand kann die Lausitzer Seenlandschaft malerisch wirken, doch das Betreten zugefrorener Seen ist gefährlich und oft verboten — verlass dich nie auf den ersten Augenschein, prüfe stets aktuelle Warnhinweise der zuständigen Behörden.
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