Hintergrund zur Region
Ludwigsfelde liegt im Herzen Brandenburgs, eingebettet zwischen ausgedehnten Kiefernwäldern, stillen Seen und dem weiten Flachland südlich von Berlin. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, findet eine entspannte Mischung aus Kleinstadtcharme und echter Natur — keine überlaufenen Touristenpfade, dafür ehrliche Wege durch Sandkiefernheide, feuchte Wiesen und ruhige Dorfstraßen. Der Hund dreht die Ohren auf, kaum dass ihr das Auto verlasst: Harzduft, Wildwechsel, das leise Rascheln im Unterholz.
Die Stadt selbst hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt — vom Industriestandort zur wachsenden Mittelstadt mit rund 30 000 Einwohnern. Dieser Wandel zeigt sich auch beim Spazierengehen: Grünzüge, Feldwege und Stadtrandlagen liegen nah beieinander und machen Alltagsgassis kurzweilig. Gleichzeitig reicht ein kleiner Ausflug in den Fläming oder ans Ufer des Rangsdorfer Sees, um den Alltag hinter sich zu lassen.
Als Hundehalter profitierst du in Ludwigsfelde davon, dass die Region dünn besiedelt und großzügig bemessen ist — breite Forstwege, kaum Massentourismus und eine Nachbarschaft, die Hunde als selbstverständlich betrachtet. Trotzdem gelten klare Regeln, die du kennen solltest, bevor du losziehst. Dieser Überblick hilft dir, das Beste aus der Region herauszuholen und dabei alles richtigzumachen.
Tagesausflüge mit Hund in Ludwigsfelde
Hinter der Stadtgrenze beginnt ein Netz aus Forst- und Wanderwegen, das sich für Stunden ausdehnen lässt. Kiefernnadeln dämpfen jeden Schritt, Sandpisten laufen schnurgerade durch das Brandenburger Flachland, und plötzlich öffnet sich der Wald auf eine Lichtung oder einen kleinen Teich. Ludwigsfelde ist ein guter Ausgangspunkt — mit dem Auto oder sogar dem Fahrrad erreichst du in kurzer Zeit Gebiete, die noch wenig erschlossen und umso interessanter für neugierige Nasen sind.
Nuthe-Nieplitz-Niederung: Feuchtwiesen und Weitsicht
Südwestlich von Ludwigsfelde erstreckt sich das Naturschutzgebiet Nuthe-Nieplitz-Niederung, eines der artenreichsten Feuchtgebiete Brandenburgs. Das Schutzgebiet beherbergt rastende Kraniche, Wiesenvögel und seltene Amphibien — was bedeutet: In bestimmten Zonen gilt strikte Leinenpflicht, und einige Kernbereiche sind gänzlich gesperrt. Prüfe die aktuellen Betretungsregeln unbedingt vorab beim Naturpark Nuthe-Nieplitz, da sich Wegesperrungen je nach Saison und Schutzstatus ändern können. Dennoch lohnt sich der Besuch: Auf den ausgewiesenen Wegen rund um den Blankensee oder entlang der Nieplitz bieten sich weite Blicke über Schilfflächen und Feuchtwiesen, die selbst geübten Stadthunden etwas völlig Neues zeigen.
Die Dörfer am Rand des Schutzgebiets wie Stücken oder Tremsdorf eignen sich als ruhige Startpunkte. Von dort aus führen asphaltfreie Wirtschaftswege an Gräben und Wiesenstreifen entlang, auf denen du deinen Hund — außerhalb der Kernschutzzone und nach gültiger Regelung — auch mal freilaufen lassen kannst. Informiere dich auf der Website des Naturparks Nuthe-Nieplitz über aktuelle Karten, Schutzzonenpläne und saisonale Sperrungen.
Forst Ludwigsfelde: Sandwege durch den Kiefernwald
Der Stadtwald und das weitläufige Forstgebiet rund um Ludwigsfelde sind das tägliche Revier vieler Hundehalter in der Stadt. Kiefernmischwälder, leicht hügeliges Gelände und ein gut ausgebautes Wegenetz machen das Gebiet zu einem verlässlichen Ausflugsziel — bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Die Sandpisten sind auch bei Regen gut begehbar, und die Wege verzweigen sich weit genug, um Begegnungen mit anderen Hunden zu steuern. Wildwechsel sind häufig, besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden, weshalb du deinen Hund in diesen Zeiten besonders gut im Blick behalten solltest.
Zugang zum Forst findest du an mehreren Stellen vom Stadtrand aus — unter anderem vom Gewerbegebiet-Westrand oder von den Neubaugebieten im Norden. Eine direkte Wegeverbindung führt auch in Richtung Genshagen, wo sich historische Gutsanlagen und Feldwege ergänzen. Beachte die jagdlichen Ruhezeiten und eventuelle temporäre Wegesperrungen, die das zuständige Forstamt ankündigt. Halte Hunde während der Brut- und Setzzeit von April bis Mitte Juli besonders konsequent an der Leine.
Rangsdorfer See: Wasser, Weite und ein Stück Geschichte
Etwa zehn Kilometer nordöstlich von Ludwigsfelde liegt der Rangsdorfer See, ein flacher Brandenburger Haussee mit einer bemerkenswerten Vergangenheit — er diente einst als Wasserflugzeugbasis. Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Natursuchende. Der Rundweg um den See bietet Uferwiesen, Schilf und weite Blicke über das Wasser, und für den Hund bedeutet das: viele Gerüche, Wasserrand und Freilauf auf den offenen Grünflächen, sofern die lokale Badeordnung es zulässt. Prüfe vor Ort, welche Uferbereiche für Hunde zugänglich sind — Badestrandabschnitte sind in den Sommermonaten oft hundefrei.
Der Ort Rangsdorf selbst hat einen kleinen Ortskern mit Cafés, von denen einige Hunde auf der Terrasse dulden — frag kurz nach, bevor du dich setzt. Die Anreise mit dem Auto dauert keine 20 Minuten, per Fahrrad lässt sich der Weg durch Felder und Dörfer gut ausbauen. Die Gemeinde Rangsdorf informiert auf ihrer Website über Baderegelungen und Nutzungshinweise für den Seebereich.
Fläming-Skate und Hoher Fläming: Größere Touren südlich der Stadt
Wer mehr als einen Waldspaziergang sucht, fährt südlich weiter in den Hohen Fläming — eine der wenigen echten Hügellandschaften Brandenburgs. Der Naturpark Fläming bietet ausgedehnte Wanderrouten durch Sandheide, Mischwälder und historische Alleen. Bekannt ist die Region auch für den Fläming-Skate-Weg, einen asphaltierten Radweg, der sich über 230 Kilometer durch die Landschaft zieht — für Hunde, die gerne neben dem Rad laufen, eine spannende Option. Wähle ruhigere Abschnitte abseits der Hauptverkehrspunkte, um Begegnungen mit schnellen Radfahrern zu minimieren.
Orte wie Treuenbrietzen oder Niemegk sind etwa 40 Kilometer entfernt und eignen sich als Ziel für einen ganzen Ausflugstag. Historische Ortskerne, Feldsteinkirchen und breite Feldwege prägen das Bild. Für aktuelle Wegeinfos, Karten und Hinweise auf hundefreundliche Bereiche schau auf die Website des Naturparks Fläming. Denk daran, ausreichend Wasser für deinen Hund mitzunehmen — schattige Rastplätze mit Tränken sind entlang vieler Strecken selten.
Hund und lokale Regeln in Ludwigsfelde
Ein Hund in Ludwigsfelde zu halten oder mit einem herzukommen bedeutet: Du bewegst dich im Geltungsbereich brandenburgischer Landes- und städtischer Kommunalgesetze. Vieles läuft unkompliziert, aber einige Punkte verlangen Aufmerksamkeit — besonders bei der Anmeldung, der Leinenpflicht in bestimmten Zonen und dem Umgang mit bestimmten Hunderassen. Die folgende Übersicht gibt dir eine Orientierung; für verbindliche Auskünfte wende dich immer direkt an die Stadt Ludwigsfelde oder die zuständige Behörde.
Leinenpflicht: Wann und wo gilt sie?
In Ludwigsfelde gilt die Hundehaltungsverordnung des Landes Brandenburg als Grundlage, ergänzt durch städtische Regelungen. Innerhalb der bebauten Ortslage — auf Gehwegen, in Parks, auf Spielplätzen und in öffentlichen Grünanlagen — besteht grundsätzlich Leinenpflicht. Auf Spielplätzen sind Hunde in der Regel gänzlich untersagt; halte Ausschau nach entsprechenden Hinweisschildern. Im Wald und auf Feldwegen außerhalb geschlossener Ortslagen ist die Rechtslage differenzierter: Das Landeswaldgesetz Brandenburg schreibt vor, dass Hunde im Wald von Anfang April bis Mitte Juli zur Brut- und Setzzeit an der Leine zu führen sind — außerhalb dieser Zeit gelten je nach Gebiet unterschiedliche Regelungen.
Naturschutzgebiete wie Teile der Nuthe-Nieplitz-Niederung können darüber hinaus ganzjährige Leinenpflicht vorschreiben. Prüfe die Beschilderung vor Ort und informiere dich auf der Website der Stadt Ludwigsfelde sowie beim zuständigen Ordnungsamt, welche aktuellen Regelungen gelten. Halte die Leine grundsätzlich griffbereit — auch wenn kein Schild steht, kann im Zweifelsfall ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden.
Anmeldung und Hundesteuer in Ludwigsfelde
Jeder Hund muss in Ludwigsfelde beim Steueramt der Stadt angemeldet werden — in der Regel innerhalb weniger Wochen nach Anschaffung oder Zuzug. Die Stadt erhebt eine Hundesteuer, deren genaue Höhe in der jeweils gültigen Hundesteuersatzung der Gemeinde festgelegt ist. Konkrete Beträge ändern sich mit jeder Satzungsanpassung; verlasse dich daher nicht auf ältere Angaben aus dem Internet, sondern erfrage den aktuellen Stand direkt beim Steueramt. Nach der Anmeldung erhältst du eine Steuermarke, die dein Hund im öffentlichen Raum sichtbar am Halsband tragen sollte.
Für Hunde, die als gefährliche Hunde eingestuft werden, kann ein erhöhter Steuersatz gelten — auch das regelt die Satzung. Zudem benötigst du für bestimmte Rassen eine behördliche Erlaubnis, bevor du den Hund anschaffen oder nach Ludwigsfelde verbringen darfst. Die Anmeldung ist auch deshalb wichtig, weil sie im Verlustfall oder bei Unfällen eine klare Zuordnung ermöglicht. Alle relevanten Formulare und Kontaktdaten findest du auf der Website der Stadt Ludwigsfelde.
Listenhunde und das Brandenburger Hundegesetz
Brandenburg kennt keine starre landesweite Rasseliste mehr im Sinne eines pauschalen Verbots — das Hundegesetz des Landes wurde in den vergangenen Jahren überarbeitet. Dennoch gibt es Regelungen zu potenziell gefährlichen Hunden, die auf einer festgestellten Gefährlichkeit im Einzelfall oder bestimmten Rassemerkmalen basieren können. Für Hunde, die behördlich als gefährlich eingestuft wurden, gelten in der Regel Maulkorbpflicht und unabdingbare Leinenpflicht — ohne Ausnahme und unabhängig vom Ort.
Wenn du mit einem Hund unterwegs bist, der einer als kritisch eingestuften Rasse angehört oder eine entsprechende Einstufung trägt, informiere dich vorab gründlich beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Teltow-Fläming. Die verbindlichen Regelungen des Landes Brandenburg findest du beim zuständigen Landesministerium und beim Veterinäramt — verlasse dich bei diesem Thema nie auf inoffizielle Quellen. Die Strafen für Verstöße können empfindlich sein, und im schlimmsten Fall droht die Sicherstellung des Tieres.
Öffentlicher Nahverkehr, Gastronomie und Kotentsorgung
Im öffentlichen Nahverkehr der Region — also in Bussen und in den S-Bahn-Verbindungen Richtung Berlin — werden Hunde in der Regel geduldet, wenn sie in einer geeigneten Transportbox mitgeführt oder mit Maulkorb und Leine gesichert sind. Die genauen Beförderungsbedingungen variieren je nach Verkehrsbetrieb. Prüfe die aktuellen Regeln beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), da sich Tarifbestimmungen und Mitnahmeregelungen ändern können. Für kleinere Hunde ist häufig eine Box Pflicht; für größere Hunde kann ein eigenes Ticket erforderlich sein.
In der Gastronomie von Ludwigsfelde gilt: Kein generelles Hunderecht auf Einlass. Viele Gastwirtschaften und Cafés erlauben Hunde auf Terrassen oder im Außenbereich — frag vorher kurz nach, das wird in der Regel geschätzt. In Innenräumen liegt die Entscheidung beim Betreiber, und manche Lokale lehnen Hunde zum Schutz allergiegeplagter Gäste ab. Was überall gilt: Hundekot muss unverzüglich entsorgt werden. Die Stadt stellt an mehreren Stellen im öffentlichen Raum Tütenspender und Abfallbehälter bereit; trotzdem empfiehlt sich, immer eigene Beutel dabei zu haben. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
Praktisches vor Ort in Ludwigsfelde
Ludwigsfelde liegt zwischen Berlin und dem Fläming — und wer hier mit Hund lebt, merkt schnell, dass kurze Wege in die Natur und gute Infrastruktur für Vierbeiner eng zusammengehören. Damit du im Alltag und im Notfall weißt, wohin du dich wendest, findest du hier die wichtigsten praktischen Anlaufpunkte.
Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst
In Ludwigsfelde selbst gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Routineversorgung, Impfungen und allgemeine Beratung abdecken. Eine schnelle Suche über das Telefonverzeichnis oder die Website des Landestierärztekammer Brandenburg zeigt dir aktuell geöffnete Praxen in deiner Nähe. Für Notfälle außerhalb der Sprechzeiten solltest du vorab den regionalen Bereitschaftsdienst heraussuchen — die Nummern wechseln, deshalb lohnt es sich, sie direkt bei deiner Praxis zu erfragen oder beim Veterinäramt des Landkreises Teltow-Fläming nachzufragen.
Der nächste Zugang zu einer Tierklinik mit 24-Stunden-Betrieb liegt in der Regel im Berliner Umland oder in Berlin selbst — die Fahrzeit beträgt je nach Richtung rund 20 bis 30 Minuten. Speichere diese Option frühzeitig in deinem Handy, damit du im Ernstfall keine Zeit verlierst. Das Veterinäramt des Landkreises Teltow-Fläming gibt außerdem Auskunft über zugelassene Tierärzte und behördliche Fragen rund um deinen Hund.
Hundeschulen und Trainingsangebote
Im Raum Ludwigsfelde und den angrenzenden Gemeinden des Landkreises Teltow-Fläming findest du Hundeschulen und Trainingsgruppen, die von der Welpenstunde bis zum Fortgeschrittenentraining reichen. Viele dieser Angebote sind klein und inhabergeführt — das bedeutet persönliche Betreuung und kurze Anfahrtswege. Prüfe beim ersten Kontakt, ob die Trainerin oder der Trainer eine anerkannte kynologische Ausbildung nachweisen kann; das gibt dir Sicherheit bei der Wahl.
Wer seinen Hund in Brandenburg hält, ist seit der Einführung des Hundeführerscheins bzw. Wesenstests für bestimmte Hunde ohnehin an konkrete Nachweise gebunden — eine qualifizierte Hundeschule in der Nähe ist dann kein Luxus, sondern Pflicht. Auch für entspannte Alltagshunde lohnt sich regelmäßiges Training: Die Wälder und Felder rund um Ludwigsfelde bieten viele Ablenkungsquellen, auf die ein solides Grundkommando die beste Antwort ist. Frage in der Schule nach, ob Gruppentraining im Freien angeboten wird — das kommt der Ablenkungsgewöhnung besonders zugute.
Eingezäunte Auslaufzonen und Hundewiesen
Eine offiziell ausgewiesene, eingezäunte Hundefreilauffläche im Stadtgebiet Ludwigsfelde ist derzeit nicht stadtbekannt prominent ausgeschildert. Informiere dich beim Stadtbüro oder direkt beim Landkreis Teltow-Fläming, ob und wo solche Flächen aktuell ausgewiesen sind — das Angebot kann sich ändern. In der Praxis nutzen viele Hundehalter die weiten Feld- und Waldwege südlich des Stadtgebiets sowie Wiesen entlang der Nieplitz für freies Laufen — achte dabei stets auf die geltende Leinenpflicht in Schutzgebieten und auf Schilder vor Ort.
Wenn du einen Hund mit starkem Jagdtrieb oder noch lückenhaftem Rückruf hast, ist eine eingezäunte Fläche Gold wert. Im näheren Berliner Umfeld gibt es mehrere solcher privat betriebenen Hundefreilaufflächen zur Miete — ein gutes Stichwort für die Onlinerecherche ist „Hundefreilauffläche mieten Brandenburg". Solche Angebote ermöglichen entspanntes, sicheres Training ohne Störung durch andere Hunde.
Hundebetreuung, -pension und -hotel
Im Umland von Ludwigsfelde gibt es Tierpensionen und Betreuungsangebote für Hunde, die Urlaubszeiten oder berufliche Abwesenheiten überbrücken. Viele dieser Einrichtungen arbeiten im ländlichen Rahmen — das heißt: viel Platz, Grünflächen und oft familienähnliche Betreuung in kleinen Gruppen. Frage bei der Buchung gezielt nach Betreuungsschlüssel, Auslauf pro Tag und Erfahrung mit deiner Hunderasse; ein persönliches Kennenlernen vorab schafft Vertrauen für beide Seiten.
Wer seinen Hund lieber zu Hause betreut wissen möchte, findet über Vermittlungsplattformen auch Hundesitter in Ludwigsfelde und den Nachbargemeinden. Prüfe dabei Referenzen und vereinbare einen Probebesuch. Für Tagesbetreuung während der Arbeitszeit lohnt ein Blick in lokale Facebook-Gruppen oder Schwarzbretter — oft entstehen so unkomplizierte Nachbarschaftslösungen. Das Veterinäramt des Landkreises gibt Auskunft darüber, welche gewerblichen Betreuungsangebote einer behördlichen Erlaubnis bedürfen.
Saisonal in Ludwigsfelde
Die märkische Landschaft rund um Ludwigsfelde wechselt ihr Gesicht mit jeder Jahreszeit — und mit ihr die Anforderungen an dich als Hundehalter. Von aufgeweichten Feldwegen im März bis zu schattenlosen Sandpisten im August: Wer die Jahreszeiten kennt, plant besser.
Frühling: Brut- und Setzzeit im Flämingvorland
Mit dem ersten wärmeren Licht im März und April erwacht die Landschaft rund um Ludwigsfelde — und mit ihr beginnt die sensibelste Zeit für Wildtiere. Rehe setzen ihre Kitze in hohem Gras, Bodenbrüter wie Lerchen und Kiebitze legen Eier direkt auf Äckern und Wiesen. Ein Hund, der unkontrolliert durch Felder streift, kann ohne Absicht erheblichen Schaden anrichten.
Halte deinen Hund in dieser Zeit auf befestigten Wegen und an der Leine, auch wenn du normalerweise Freilaufflächen nutzt. Die Leinenpflicht in Naturschutzgebieten gilt ohnehin ganzjährig — im Frühjahr ist sie besonders wichtig. Informiere dich über die Schutzgebietsgrenzen rund um die Nieplitz-Niederung, die in unmittelbarer Nähe liegt; die Hinweisschilder vor Ort geben Orientierung, aber ein Blick auf die Karte des Landesamtes für Umwelt lohnt sich vorab.
Der Frühjahrsaufbruch bringt auch Zecken zurück ins Spiel: Die Saison beginnt in Brandenburg oft bereits im Februar bei Temperaturen über sieben Grad. Kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausgang, stimme den Zeckenschutz mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt ab und kenne die Symptome von FSME und Borreliose.
Sommer: Hitze, Sandboden und Wassersuche
Brandenburger Sommer können heiß und trocken sein — die sandigen Böden rund um Ludwigsfelde speichern wenig Wasser und bieten kaum natürlichen Schatten. An Hochsommertagen über 28 Grad kann sich der Sandboden auf Feldwegen stark aufheizen und Pfotenballen reizen. Plane Ausflüge in die frühen Morgenstunden oder die Abendstunden, wenn die Temperaturen erträglich sind.
Wasser ist im Sommer das A und O. Die Nieplitz und ihre Uferbereiche bieten Hunden Möglichkeiten zum Abkühlen — prüfe aber vor Ort, ob das Betreten von Uferzonen erlaubt ist, und beachte Hinweisschilder zu Naturschutzabschnitten. Stehende Gewässer im Sommer können Blaualgen enthalten, die für Hunde hochgiftig sind; sieht das Wasser grünlich-trüb oder schaumig aus, halte deinen Hund konsequent fern.
Trinke gemeinsam — bedeutet: Nimm ausreichend frisches Wasser in einer tragbaren Faltschüssel mit. Hitzschlag ist ein echter Notfall; Anzeichen sind starkes Hecheln, Taumeln, rote Schleimhäute und Bewusstlosigkeit. Kühle sofort mit lauwarmem Wasser (nicht eiskaltem) und fahre umgehend zum Tierarzt.
Herbst: Pilze, Jagdsaison und trügerisches Laub
Der Herbst verwandelt die Wälder südlich von Ludwigsfelde in ein Farbenspiel aus Rotbuchen und Kiefern — und er bringt zwei Themen mit, die Hundehalter kennen sollten. Pilze sprießen nach Regenperioden in großer Zahl, und viele Hunde schnuppern und kauen neugierig daran. Einige Arten sind hochgiftig; erziehe deinen Hund konsequent dazu, nichts vom Boden aufzunehmen, und kenne die Notrufnummer der Giftnotzentrale (in Berlin: 030 19240).
Gleichzeitig beginnt die Jagdsaison, die in Brandenburg je nach Wild von September bis Januar dauert. In bewirtschafteten Forsten können Treibjagden stattfinden; Warnschilder an Waldeingängen kündigen das an. Halte deinen Hund an solchen Tagen an der kurzen Leine und meide ausgeschilderte Jagdbereiche. Ein leuchtendes Signalhalstuch oder -geschirr für deinen Hund erhöht die Sichtbarkeit in der Dämmerung und im herbstlichen Unterholz erheblich.
Nasses Laub auf Waldwegen kann rutschig sein — sowohl für dich als auch für deinen Hund. Ältere oder gelenkempfindliche Hunde freuen sich über kürzere, ebene Strecken auf befestigten Wegen. Kontrolliere nach Herbstwanderungen die Pfoten auf eingetretene Eicheln oder scharfe Bucheckernschalen.
Winter: Streusalz, Dunkelheit und Kälteschutz
Winter in Ludwigsfelde bedeutet kurze Tage, gelegentlichen Frost und — besonders in der Stadt und auf Gehwegen — Streusalz und Auftaupellets. Diese Mittel reizen Pfotenballen und können bei Aufnahme über das Lecken schaden. Wische die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang gründlich ab; eine Pflegecreme für Pfotenballen schützt zusätzlich und lässt sich leicht in die Abendroutine integrieren.
Bei Temperaturen unter null Grad solltest du die Kältetoleranz deines Hundes realistisch einschätzen. Kurzhaarige Rassen, kleine Hunde oder magere Tiere frieren schneller als robuste Vertreter mit dichtem Fell. Ein gut sitzender Hundemantel ist in solchen Fällen keine Mode, sondern sinnvoller Schutz. Spaziergänge können kürzer sein — dafür öfter und in flotten Tempo.
Die Dunkelheit ist die zweite große Herausforderung: Morgens und abends ist dein Hund in der Dämmerung für Autofahrer kaum sichtbar. Ein Blinker-Anhänger oder ein reflektierendes Geschirr gehört in der dunklen Jahreszeit zur Grundausstattung — besonders auf den weniger beleuchteten Feldwegen und Straßen rund um Ludwigsfelde. Bleib selbst ebenfalls gut sichtbar mit heller Kleidung oder Reflexstreifen.
Nach starkem Frost können Eisflächen auf Teichen und kleinen Seen in der Region verlockend wirken, aber nie zuverlässig tragen. Halte deinen Hund von zugefrorenen Gewässern fern und achte auf Warnschilder. Bricht ein Hund ein, ist das ein lebensbedrohlicher Notfall — gehe selbst nie aufs Eis, sondern alarmiere sofort den Notruf unter 112.
Mehr zu Hund in der Region
Mehr zu Hund + Brandenburg: Brandenburg — Hunde, Regeln, Ausflüge
Weitere Orte in Brandenburg: Bad Belzig | Brandenburg an der Havel | Cottbus


