Mit dem Hund in Freising

Alles für Hundehalter in Freising, Bayern – Ziele, Regeln und Praktisches vor Ort.

Bundesland Bayern 6 Tipps vor Ort

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Tagesausflüge mit Hund in Freising

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Hintergrund zur Region

Freising liegt zwischen Isar und Flughafen, doch wer die Stadt mit Hund erkundet, entdeckt überraschend viel Grün, Ruhe und Geschichte. Der Domberg überragt die Altstadt wie ein steinernes Versprechen, die Isar-Auen rauschen gleich nebenan, und auf den Wegen rund um den Freisinger Moos kannst du mit deinem Hund stundenlang laufen, ohne einer Teerstraße zu begegnen. Freising ist eine der ältesten Städte Bayerns — und für Hundehaltende eine echte Entdeckung.

Morgens, wenn die Glocken des Doms über die Dächer ziehen, ist der Stadtpark am Luitpoldpark schon belebt: Jogger, Spaziergänger, und mittendrin Hunde, die die frische Isarluft einsaugen. Die Stadt hat rund 50.000 Einwohner, eine aktive Hochschulszene und ein Bewusstsein für Natur, das sich in gepflegten Grünflächen und gut ausgeschilderten Wanderwegen zeigt. Mit Hund bist du hier weder Exot noch Geduldeter — sondern einfach dabei.

Ob du als Tagesbesucher aus München (knapp 40 Kilometer südwestlich) herkommst oder in Freising wohnst: Diese Seite bündelt, was du über Ausflugsziele, Regeln, tierärztliche Versorgung und saisonale Besonderheiten wissen solltest. Die Informationen helfen dir, deinen Alltag oder deinen Ausflug entspannt zu planen — immer mit dem Hinweis, aktuelle Regelungen direkt vor Ort oder bei der Stadt zu prüfen.

Tagesausflüge mit Hund in Freising

Die Natur um Freising ist vielfältiger, als viele erwarten. Weiche Moorflächen, schnelle Isarufer, alte Baumreihen und sanfte Hügelkuppen wechseln sich ab — dein Hund hat hier an jeder Ecke etwas Neues zu beschnüffeln.

Isarauen und Isardeich zwischen Freising und Moosburg

Der bekannteste Naturraum rund um Freising ist das Isartal nördlich der Stadt. Zwischen Freising und Moosburg erstrecken sich weite Isarauen, die je nach Jahreszeit grün überflutet oder goldig ausgedörrt wirken. Der Isardeich-Weg folgt dem Fluss auf einem gut begehbaren Schotterweg und bietet deinem Hund neben frischer Luft auch jede Menge Gerüche: feuchtes Ufergebüsch, Schilf, Sandbänke. Auf mehreren Kilometern kannst du ohne Steigung laufen — ideal für junge Hunde, ältere Tiere und alle, die einfach gemütlich schlendern möchten. Achte auf ausgewiesene Naturschutzgebiete entlang des Ufers, in denen Anleinpflicht gilt oder das Betreten mit Hund eingeschränkt sein kann — prüfe die aktuellen Schilder vor Ort.

Wer weiter laufen möchte, kann den Weg bis nach Moosburg an der Isar verlängern, wo die Amper in die Isar mündet. Das Zusammenspiel zweier Flüsse erzeugt an dieser Stelle ein einzigartiges Biotop mit vielen Wasservögeln und dichtem Auwald. Gerade im Frühling und Frühsommer brüten hier zahlreiche Vogelarten — halte deinen Hund dann unbedingt an der Leine und halte dich an die ausgeschilderten Pfade. Die Anfahrt nach Freising-Nord gelingt bequem über die B11; Parkplätze findest du am Isardamm.

Domberg und Altstadt: Stadtspaziergang mit Geschichte

Der Freisinger Domberg gehört zu den eindrucksvollsten Stadterhebungen Bayerns. Von hier oben siehst du über die Dächer der Altstadt bis in die Voralpen — an klaren Tagen scheinen die Berge zum Greifen nah. Der Aufstieg über die alten Treppengassen ist für trittsichere Hunde kein Problem; das Pflaster ist uneben, aber gut begehbar. Rund um den Dom und den Bischofshof gilt es, auf ausgewiesene Verbotsbereiche zu achten — kirchliche Grundstücke haben eigene Hausregeln, und das Betreten mit Hund ist nicht überall gestattet.

In der Altstadt selbst sind Hunde an der Leine herzlich willkommen auf den Straßen und Plätzen. Der Marienplatz mit seinen Cafés und der angrenzende Rindermarkt bieten gute Möglichkeiten, eine Pause einzulegen. Mehrere Gastronomiebetriebe in der Altstadt dulden Hunde auf der Terrasse — frag im Zweifelsfall vorab oder beim Ankommen kurz nach. Die Kombination aus historischer Stadtarchitektur, dem Ausblick vom Domberg und einem anschließenden Spaziergang entlang der Stadtmauer-Promenade macht diesen Rundgang zu einem der schönsten in der Region.

Freisinger Moos: Weites Moorland vor der Haustür

Südlich und westlich von Freising beginnt das Freisinger Moos, ein Teil des großen Erdinger und Dachauer Mooses — eines der bedeutendsten Moorgebiete Mitteleuropas. Endlos wirkende Wiesenpfade, Entwässerungsgräben und vereinzelte Moorbirken prägen das Bild. Für Hunde ist das Moos eine Geruchswelt für sich: Torf, feuchtes Gras, Wildspuren. Die weiten Sichtverhältnisse sind gleichzeitig ein Vorteil — du siehst deinen Hund von weitem.

Allerdings ist das Moos ein sensibler Lebensraum. Teile davon stehen unter Naturschutz, das Wegegebot gilt strikt, und in der Brut- und Setzzeit (grob März bis Juli) sind Leinenpflicht-Regelungen besonders ernst zu nehmen. Informiere dich vorab beim Landkreis Freising oder beim Bayerischen Landesamt für Umwelt über die aktuellen Schutzgebietsverordnungen: lfu.bayern.de. Mit dem Fahrrad erreichst du das Moos aus der Innenstadt in unter 20 Minuten — ideal für einen Morgenausflug mit Hund.

Weihenstephan: Klostergarten und Hügelwege

Der Weihenstephaner Berg nordwestlich der Innenstadt ist weniger bekannt als der Domberg, aber nicht weniger lohnend. Hier oben befindet sich die Technische Universität München, Campus Weihenstephan, sowie die älteste noch in Betrieb befindliche Brauerei der Welt. Die weitläufigen Grünflächen rund um den Campus laden zum Spazieren ein — halte dich aber an die ausgeschilderten Wege, da es sich um Lehr- und Versuchsgärten handelt, in denen Hunde nicht in die Beete gelangen sollten.

Vom Weihenstephaner Berg aus führen mehrere Feldwege und Obstbaumreihen talwärts Richtung Isar und Moos. Diese Verbindungswege sind weitgehend unbeleuchtet und still — gut für Hunde, die Großstadtlärm nicht mögen. Im Herbst liegen hier Äpfel und Birnen auf dem Weg, im Frühling blühen die alten Bäume in Weiß und Rosa. Der Rundweg über den Weihenstephaner Berg zurück in die Altstadt beträgt je nach Route zwischen fünf und acht Kilometer — für die meisten Hunde ein angenehmer Halbtagesausflug.

Hund und lokale Regeln in Freising

In Freising gelten klare Regeln für Hundehaltende — teils aus städtischen Satzungen, teils aus bayerischem Landesrecht. Wer sie kennt, erlebt weniger Stress und vermeidet Bußgelder. Ein Grundsatz vorab: Prüfe Regelungen immer direkt bei der Stadt Freising oder dem Landratsamt Freising, denn Satzungen können sich ändern.

Leinenpflicht: Wo sie gilt und wo Freilauf möglich ist

In Freising gilt nach der bayerischen Landeshauptstadt-Regelung — Freising ist kreisfreie Stadt des Landkreises Freising — eine allgemeine Anleinpflicht in der Innenstadt, in Parks, auf Friedhöfen, in Fußgängerzonen und in der Nähe von Spielplätzen. Das bedeutet: Im öffentlich zugänglichen Bereich ist dein Hund grundsätzlich an der Leine zu führen, es sei denn, ein Bereich ist explizit als Freilauffläche ausgewiesen. Die rechtliche Grundlage liefert die Bayerische Hundehalterverordnung (HaltungsV) in Verbindung mit der städtischen Satzung — aktuelle Informationen findest du direkt bei der Stadt: freising.de.

Freilauf ist auf explizit ausgewiesenen Hundeauslaufzonen möglich — die Stadt Freising verfügt über solche Flächen, deren genaue Lage du beim städtischen Ordnungsamt oder über das Stadtportal erfragen kannst. Auf Feld- und Waldwegen außerhalb von Schutzgebieten ist die Situation unterschiedlich: In manchen Bereichen ist Freilauf toleriert, in anderen — vor allem in Naturschutzgebieten und Vogelschutzgebieten des Mooses — streng untersagt. Im Zweifel: Leine dran, Schild lesen, nachfragen.

Anmeldung und Hundesteuer in Freising

Wer in Freising einen Hund hält, muss diesen anmelden — das ist Pflicht und gilt ab dem Zeitpunkt der Aufnahme des Tieres in den Haushalt. Die Anmeldung erfolgt bei der Stadtverwaltung Freising, konkret beim Steueramt oder dem zuständigen Sachgebiet. Nach der Anmeldung erhältst du eine Steuermarke, die der Hund beim Gassigang trägt — so kann er im Verlustfall leichter zugeordnet werden.

Die Hundesteuer ist eine kommunale Abgabe; ihre Höhe richtet sich nach der jeweiligen Hundesteuersatzung der Stadt Freising. Einen konkreten Betrag nennen wir hier nicht, da sich Satzungen ändern können — schau direkt auf der städtischen Website nach oder ruf beim Steueramt an. Für als gefährlich eingestufte Hunde (sogenannte Listenhunde nach bayerischem Recht) gelten erhöhte Steuersätze und zusätzliche Haltungsvoraussetzungen. Welche Rassen in Bayern als gefährlich gelten, regelt die Bayerische Kampfhundeverordnung — prüfe dies vorab unter: stmb.bayern.de.

Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie mit Hund

Freising ist über die S-Bahn-Linie S1 an München angebunden — eine der meistgenutzten Verbindungen in der Region, vor allem wegen des Flughafens. Hunde dürfen im MVV (Münchner Verkehrsverbund) mitfahren. Kleine Hunde in einer geschlossenen Transporttasche fahren in der Regel kostenlos; größere Hunde benötigen einen ermäßigten Fahrschein. Halte deinen Hund im Fahrzeug unter Kontrolle und vermeide Stoßzeiten — die S1 ist morgens und abends stark frequentiert. Aktuelle Beförderungsbedingungen findest du beim MVV: mvv-muenchen.de.

In der Freisinger Gastronomie sind Hunde auf Außenterrassen vieler Lokale willkommen — das gilt für Biergärten ebenso wie für Cafés in der Altstadt. Im Innenbereich hängt die Entscheidung vom jeweiligen Betreiber ab; ein kurzes Nachfragen beim Eingang erspart Missverständnisse. Manche Betriebe stellen Wassernapf und Snacks bereit, andere bitten darum, den Hund auf der Terrasse anzuleinen. Grundsätzlich gilt: Rücksicht und ein gut erzogener Hund öffnen viele Türen.

Listenhunde, Entsorgung und allgemeine Pflichten

Bayern führt eine Liste von Hunderassen, die als potenziell gefährlich eingestuft sind. Für diese Tiere gelten besondere Anforderungen: unter anderem Leinenpflicht und Maulkorbpflicht an öffentlichen Orten, eine spezielle Erlaubnis der Behörde sowie der Nachweis der Sachkunde als Halter. Die genauen Anforderungen regelt die Bayerische Hundehalterverordnung — lies sie durch, bevor du einen solchen Hund in Freising hältst oder mitbringst. Verstöße können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden; auch hier gilt: keine pauschalen Betragsangaben von unserer Seite, sondern der Verweis auf die offizielle Quelle.

Zur Entsorgung von Hundekot ist jeder Halter in Freising verpflichtet — das ist Bundes- und Landesrecht, konkretisiert durch die städtische Satzung. In der Innenstadt, in Parks und auf öffentlichen Grünflächen findest du Kotbeutelspender und Abfallbehälter. Nimm die Hinterlassenschaften deines Hundes immer auf, auch auf Feld- und Waldwegen. Nicht nur wegen der Bußgeldgefahr — sondern weil Hundekot auf Wiesen und Äckern die Ernte beeinträchtigen und Wildtiere gefährden kann. Führe immer eigene Tüten mit, denn Spender können leer sein.

Praktisches vor Ort in Freising

Freising hat eine überschaubare, aber solide Infrastruktur für Hundehaltende — vom Tierarzt um die Ecke bis zur Hundeschule am Stadtrand. Wer neu in der Stadt ist oder nur zu Besuch kommt, findet hier die wichtigsten Anlaufstellen auf einen Blick.

Tierärzte und Notfallversorgung in Freising

In Freising selbst gibt es mehrere niedergelassene Tierarztpraxen, die Hunde in der Regel während der regulären Sprechzeiten versorgen. Für akute Fälle außerhalb der Öffnungszeiten lohnt sich ein Blick auf den tierärztlichen Notdienst in der Region München, der über die Bayerische Landestierärztekammer koordiniert wird. Rufe im Zweifel vorab an — viele Praxen haben Rufbereitschaften oder verweisen auf den nächsten diensthabenden Kollegen. Die Bayerische Landestierärztekammer (bltk.de) listet aktuelle Notdienstinformationen für deinen Landkreis.

Für schwere Notfälle ist die Ludwigs-Maximilians-Universität München mit ihrer Tierärztlichen Fakultät und Kliniken eine wichtige Option — die Kliniken sind rund um die Uhr erreichbar und liegen von Freising aus in etwa 30 bis 40 Minuten Fahrtzeit. Halte die Nummer deiner Heimatpraxis und einer Notfallklinik immer griffbereit, bevor du mit deinem Hund reist. Gut vorbereitet bist du auch, wenn du den Impfpass und Krankenunterlagen deines Hundes beim Ausflug dabei hast.

Hundeschulen und Training in Freising

Im Stadtgebiet und im direkten Umland von Freising sind mehrere Hundeschulen und Trainer aktiv, die von der Welpenstunde bis zum Begleithund-Test verschiedene Kurse anbieten. Die Qualität und Ausrichtung unterscheiden sich — achte auf tierschutzgerechte, positive Trainingsmethoden und frage nach der Ausbildung der Trainer. Ein Erstgespräch oder eine Schnupperstunde gibt dir schnell ein Gefühl für die Philosophie der Schule. Wer Wert auf eine fundierte Grundausbildung legt, findet in der Nähe auch Angebote des Deutschen Hundesportverbands (DHV) oder des VDH.

Neben klassischen Schulen gibt es in der Region auch Einzeltrainer, die Hausbesuche anbieten — praktisch, wenn du Probleme im Alltag gezielt angehen möchtest. Für Welpen empfiehlt sich ein früher Start: Sozialisation in der Stadt, auf dem Markt und im Straßenverkehr ist in Freising gut möglich. Informiere dich über aktuelle Kursangebote direkt vor Ort, da sich Zeiten und Anbieter ändern können.

Hundeauslaufzonen und Freilaufflächen in Freising

Freising verfügt über einige ausgewiesene Freilaufflächen, auf denen Hunde ohne Leine toben dürfen. Die genaue Lage und die jeweiligen Nutzungsregeln erfährst du am zuverlässigsten beim Stadtbauamt oder Ordnungsamt der Stadt Freising — die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Prüfe vor dem Besuch, ob die Fläche eingezäunt ist und welche Regeln vor Ort gelten, denn nicht jede grüne Wiese ist offiziell freigegeben.

Außerhalb der ausgewiesenen Zonen gilt in vielen Bereichen Leinenpflicht, besonders in der Innenstadt, auf Spielplätzen und in sensiblen Naturgebieten wie dem Isarauenbereich. Der Isarstausee Freising und die angrenzenden Auen bieten ausgedehnte Spazierwege, auf denen du deinen Hund — je nach Bereich und Jahreszeit — an der Leine gut auslasten kannst. Bleib auf Wegen, wenn Brut- oder Setzzeit herrscht, um Wildtiere und Vögel nicht zu stören. Aktuelle Hinweisschilder vor Ort geben dir die verlässlichste Auskunft.

  • Ausgewiesene Freilaufflächen: beim Ordnungsamt Freising erfragen
  • Isarauen und Stauseebereich: Leinenpflicht in Schutzzonen beachten
  • Spielplätze und Schulhöfe: für Hunde in der Regel gesperrt
  • Innerhalb der Altstadt: Leinenpflicht ist die Regel

Hundebetreuung und Pensionen im Raum Freising

Wer seinen Hund für einen Urlaub oder einen längeren Arbeitstag in gute Hände geben möchte, findet im Raum Freising Hundetagesbetreuungen, Gassiservices und Tierpensionen. Das Angebot reicht von privaten Pflegefamilien über kleine Tagesgruppen bis hin zu größeren Pensionsbetrieben im ländlichen Umfeld der Stadt. Ein persönlicher Vorstellungsbesuch ist immer empfehlenswert — so siehst du, wie der Betrieb läuft und ob dein Hund sich wohlfühlt. Frage nach Referenzen, Versicherungsschutz und dem Umgang mit gesundheitlichen Notfällen.

Für kurzfristige Betreuung gibt es zunehmend auch App-basierte Vermittlungsplattformen, über die du geprüfte Privatbetreuer in deiner Nähe findest. Wer regelmäßig Betreuung braucht, profitiert von einem festen Betreuer, der den Hund kennt und auf seine Gewohnheiten eingespielt ist. Gib dem neuen Betreuer beim ersten Mal ausreichend Zeit für ein Kennenlernen — das senkt Stress für alle Beteiligten. Impfschutz und Sozialverträglichkeit sind bei Gruppenbetreuungen häufig Voraussetzung, also halte den Impfpass aktuell.


Saisonal in Freising

Das Jahr mit Hund in Freising folgt einem klaren Rhythmus: Die Isarauen blühen auf, der Sommer bringt Hitze und Wasser, der Herbst färbt die Wälder rund um den Freisinger Domberg, und im Winter liegt manchmal Schnee auf den Moränenfeldern des Umlandes. Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Regeln — und ihre eigenen Freuden.

Frühling in Freising: Brut- und Setzzeit beachten

Wenn die Isarauen und die Feuchtwiesenbereiche rund um Freising im März und April erwachen, beginnt gleichzeitig die sensibelste Zeit für Wildtiere und Brutvögel. Rehe setzen ihre Kitze im hohen Gras, Bodenbrüter wie Feldlerche und Kiebitz sind in den offenen Flächen des Erdinger und Freisinger Moos aktiv. Ein Hund, der unkontrolliert durch Wiesen streift, kann in dieser Zeit enormen Schaden anrichten — auch wenn er selbst „nur spielen" will. Leine anlegen ist in dieser Zeit nicht nur Pflicht, sondern echte Rücksicht.

In Bayern gilt während der Brut- und Setzzeit (grob März bis Juli) in Feld, Wald und Flur besondere Vorsicht — die genauen Regelungen findest du beim Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (stmuv.bayern.de). Bleib auf befestigten Wegen und Schotterpfaden, wenn du mit deinem Hund durch das Moos oder die Isarauen gehst. Frühlingsspaziergänge auf dem Freisinger Domberg mit Blick über die Stadt sind dagegen für Hund und Halter eine herrliche Alternative — die Wege sind gepflegt und gut überschaubar.

Der Frühling bringt auch feuchtes Terrain: Nach Schneeschmelze und Frühjahrsregen sind manche Pfade im Isartal aufgeweicht oder überflutet. Prüfe aktuelle Wegebedingungen, bevor du mit dem Auto losfahrst — matschige Wege strengen Hunde zwar wenig an, können aber Pfoten und Gelenke belasten, wenn der Untergrund rutschig ist.

Sommer in Freising: Hitze, Wasser und heiße Böden

Freising liegt in einer klimatisch begünstigten Region — aber der Sommer kann heiß werden, besonders in der Stadt selbst. Asphalt und Pflastersteine in der Innenstadt und rund um den Marienplatz heizen sich an sonnigen Tagen stark auf und können Hundepfoten verbrennen. Die Faustregel: Wenn du den Handrücken nicht fünf Sekunden auf den Boden legen kannst, ist er zu heiß für deinen Hund. Verschiebe intensive Spaziergänge in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend.

Der Isarstausee Freising ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel — auch für Hunde. Prüfe aber vor Ort, welche Bereiche für Hunde zugänglich sind und ob Badeverbot oder Leinenpflicht am Ufer gilt. Frisches Trinkwasser ist im Sommer Pflicht: Nimm immer eine eigene Flasche und einen faltbaren Napf mit, da öffentliche Wasserstellen nicht überall vorhanden sind. Blaualgen können in warmen Sommern auch in bayerischen Gewässern auftreten — informiere dich beim jeweiligen Landratsamt über aktuelle Warnungen, bevor du deinen Hund ins Wasser lässt.

Hunde überhitzen schneller als Menschen. Kurzschnäuzige Rassen wie Bulldoggen oder Mopse sind besonders gefährdet und sollten an heißen Tagen draußen kaum belastet werden. Achte auf Anzeichen wie starkes Hecheln, Taumeln oder glasigen Blick — das sind Warnsignale, die sofortiges Handeln erfordern. Im Zweifel: ab in den Schatten, Wasser anbieten, Tierarzt kontaktieren.

Herbst in Freising: Pilzsaison, Jagd und goldene Wege

Der Herbst verwandelt die Umgebung von Freising in ein leuchtendes Farbenspiel. Die Wälder im Landkreis Freising, etwa bei Marzling oder rund um das Ampertal, laden zu langen Spaziergängen ein. Gleichzeitig beginnt die Jagdsaison: In bayerischen Wäldern und Feldern wird ab Herbst aktiv gejagt, was für Hundehalter wichtige Konsequenzen hat. Halte deinen Hund auf Waldwegen an der Leine und informiere dich, ob in einem Gebiet Jagdbetrieb stattfindet — Warnschilder an Waldparkplätzen geben oft Hinweise.

Pilze sind im Herbst eine versteckte Gefahr: Viele Wildpilze sind für Hunde giftig, darunter der in Bayern häufige Knollenblätterpilz. Hunde schnüffeln und fressen gerne am Boden — behalte deinen Hund im Auge und greif konsequent ein, wenn er verdächtige Dinge aufnehmen will. Erbrochenes oder starke Lethargie nach einem Waldspaziergang solltest du immer ernst nehmen und sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Das Freisinger Moos und die weiten Felder rund um die Stadt sind im Herbst besonders atmosphärisch — Bodennebel am Morgen, frische Luft, wenig Betrieb. Kurze Tage bedeuten aber auch: Ausrüste dich und deinen Hund mit reflektierenden Elementen oder LED-Leuchten, wenn ihr in der Dämmerung unterwegs seid. Helle Farben am Hund schützen vor Verwechslungen mit Wild und machen euch für Radfahrer und Autofahrer sichtbar.

Winter in Freising: Kälte, Streusalz und kurze Tage

Winter in Freising kann mild verlaufen — aber Schnee und Frost sind in der Münchner Ebene keine Seltenheit. Für Hunde ist das oft eine willkommene Abwechslung: Schnee macht viele Hunde ausgelassen, und die weißen Felder rund um den Domberg und das Isartal sehen im Winter besonders still und schön aus. Dennoch gibt es einige Dinge, die du im Blick behalten solltest.

Streusalz und chemische Taumittel auf Gehwegen und in der Innenstadt können Hundepfoten reizen und zu schmerzhaften Rissen führen. Spüle die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser ab und prüfe, ob zwischen den Zehen Eisklumpen oder Salzreste hängen. Pfotenschutzwachs, das du vor dem Ausgang aufträgst, bietet guten Schutz. Einige Hunde tolerieren auch Pfotenschutzschuhe — eine Gewöhnung braucht Zeit, lohnt sich aber bei sehr empfindlichen Pfoten.

Im Winter wird es früh dunkel — schon um 16 Uhr kann es in Freising nahezu finster sein. Plane deinen Hauptspaziergang auf die Mittagsstunden, wenn es am hellsten und meist wärmsten ist. Hunde in kurzen Fellkleidern oder mit wenig Unterfell brauchen bei starkem Frost eventuell einen Hundemantel. Beobachte, ob dein Hund zittert, die Pfoten anhebt oder den Spaziergang verweigert — das sind klare Signale, dass er sich nicht wohlfühlt.

Ein Blick auf aktuelle Hochwasserlagen lohnt sich im Winter und Frühjahr besonders: Die Isar kann bei Schneeschmelze und Starkregen schnell steigen, und Uferwege sind dann gesperrt oder gefährlich. Die Hochwassernachrichtenzentrale Bayern informiert tagesaktuell — prüfe den Pegelstand, bevor du zu einem Ausflug ans Wasser aufbrichst. Aktuelle Informationen dazu findest du beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (lfu.bayern.de).

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