Coburg liegt im nördlichen Bayern, wo Thüringer Wald und fränkische Kulturlandschaft einander berühren — und für Hundehaltende ergibt sich daraus ein überraschend vielseitiges Revier. Die Veste Coburg thront weithin sichtbar über der Stadt, der Stadtpark lädt zum Schlendern ein, und schon wenige Kilometer hinter den Stadtgrenzen öffnen sich Wälder, Bachtäler und Feldwege, die du mit deinem Hund in aller Ruhe erkunden kannst. Ob du hier lebst oder nur für einen Tag zu Besuch bist — Coburg bietet mehr Grünraum und Abwechslung, als man der kompakten Inselstadt auf den ersten Blick zutrauen würde.
Die Altstadt mit dem Marktplatz und dem mächtigen Rathaus ist das Herz der Stadt. Morgens, wenn die Gassen noch ruhig sind, spazierst du mit deinem Hund am Kopfsteinpflaster entlang und riechst frischen Kaffee aus den Bäckereien — ein echter fränkischer Tagesstart. Rings um das Stadtzentrum ziehen sich Parkanlagen und das grüne Ufer der Itz, des kleinen Flusses, der Coburg durchquert. Wasser, Wiesen, Waldrand: Die Stadt liefert alle drei, ohne dass du lange fahren musst.
Für Tagesausflügler ist Coburg ein idealer Ausgangspunkt in den Naturpark Frankenwald und ins oberfränkische Hügelland. Wer mit Hund dauerhaft hier lebt, schätzt die kurzen Wege zu echten Auslauffflächen und die vergleichsweise entspannte Atmosphäre — weit weg vom städtischen Großstadttrubel. Prüfe vor deinem Besuch oder Umzug die aktuellen Regelungen direkt bei der Stadt oder vor Ort, denn Regeln ändern sich, und wir geben hier lediglich einen Orientierungsrahmen.
Tagesausflüge mit Hund in Coburg
Frische Luft, Waldgeruch, das Rascheln von Blättern unter Pfoten — rund um Coburg findest du Routen für jeden Temperaturtyp und jedes Energielevel. Die Stadt liegt an einer Art Scharnierstelle: Im Norden und Osten öffnet sich das dichte Grün des Thüringer Waldes, im Süden und Westen erstreckt sich das sanfte fränkische Hügelland mit Feldern, Obsthainen und kleinen Dörfern. Die folgenden Ausflugstipps sind konkrete Anlaufpunkte — Entfernungen und Zugangsbedingungen solltest du jeweils aktuell prüfen, da sich Wegesperrungen, Setzzeiten und Schutzgebietsregeln ändern können.
Veste Coburg und Festungsweg
Die Veste Coburg ist das Wahrzeichen der Stadt — und der Aufstieg dorthin ist gleichzeitig einer der beliebtesten Spaziergänge. Vom Hofgarten aus führt ein breiter Fußweg bergauf zur Festungsanlage; der Weg selbst ist angenehm breit, gut befestigt und für Hunde gut geeignet. Oben angekommen, bietet sich ein weiter Blick über das Coburger Land, und du kannst die Außenwege rund um die Veste entlang laufen — das ergibt eine kleine Runde mit echtem Ausblick-Effekt. Wichtig: Ob und unter welchen Bedingungen Hunde in die Innenräume der Veste oder auf bestimmte Bereiche des Geländes dürfen, klärst du am besten direkt mit der Kunstverwaltung der Veste Coburg, da die Regelungen für museale Außenbereiche variieren können. Der bewaldete Hang unterhalb der Veste bietet zusätzlich schattige Pfade, die sich gut für eine ausgedehntere Runde eignen, wenn du den Touristenpfad verlassen möchtest.
Itz-Tal und Grünzug entlang des Flusses
Die Itz fließt durch das Stadtgebiet und bietet entlang ihrer Ufer einen der entspanntesten Grünzüge Coburgs. Der Fluss ist kein reißender Bergbach, sondern ein ruhiges, flaches Gewässer — ideal für Hunde, die gerne im seichten Wasser planschen, sofern die Uferstellen zugänglich und nicht gesperrt sind. Entlang des Itztals gibt es Abschnitte, die deutlich außerhalb des Stadtzentrums liegen und kaum Fußgängerverkehr aufweisen, was nervöseren Hunden entgegenkommt. Prüfe aktuelle Wege-Sperren und Hinweisschilder vor Ort, besonders in der Brut- und Setzzeit im Frühjahr, da Uferabschnitte zeitweise geschützt sein können. Wer weiter flussaufwärts wandert, gelangt in eine Kulturlandschaft aus Wiesen und Äckern, die dem Hund Abwechslung bietet und dir ruhige Stunden fernab der Stadt.
Rosenauer Wälder und Schloss Rosenau
Nur wenige Kilometer östlich von Coburg liegt Schloss Rosenau, der Geburtsort von Prinz Albert — dem Gemahl von Queen Victoria. Die Parkanlage rund um das Schloss ist im englischen Landschaftsstil gestaltet und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Ob Hunde in bestimmte Parkbereiche mitgenommen werden dürfen, prüfst du bitte direkt bei der Bayerischen Schlösserverwaltung, die für die Anlage zuständig ist — die Regelungen für Schlossgärten und Parks in bayerischer Verwaltung variieren und können sich ändern. Rund um das Schloss erstrecken sich Wälder und Feldwege, die du frei begehen kannst; hier öffnet sich das Gelände zu einer wirklich schönen Wald-Wiesen-Landschaft, die ausreichend Platz für Hunde mit viel Bewegungsdrang bietet. Die Kombination aus kulturhistorischem Ankerpunkt und naturnahem Spazierweg macht Rosenau zu einem der attraktivsten Tagesausflüge im unmittelbaren Coburger Umland.
Naturpark Frankenwald — Einstieg ab Coburg
Wer mehr als einen Spaziergang möchte, fährt von Coburg aus in den Naturpark Frankenwald. Die Entfernung in die Kerngebiete des Naturparks beträgt je nach Einstiegspunkt rund 20 bis 40 Kilometer — gut erreichbar mit dem Auto. Der Frankenwald bietet dichte Mischwälder, klare Bäche und ein weitverzweigtes Wegenetz, das auch für wenig geübte Wanderer tauglich ist. Beachte: In Naturparks und Schutzgebieten gilt häufig eine Leinenpflicht, und in bestimmten Kernzonen oder Wildschutzgebieten können Hunde gänzlich untersagt sein — informiere dich vorab über die aktuellen Regeln beim Naturpark Frankenwald direkt. Besonders lohnend sind die Abschnitte entlang der Rodach und kleinerer Bachtäler, wo das Wasser kristallklar über Steine rauscht und Hunde herrlich abkühlen können — natürlich dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist.
Hund und lokale Regeln in Coburg
Ein Gassi-Gang durch die Coburger Altstadt, ein Sprung in den Stadtbus, ein Nachmittag im Biergarten — all das klingt unkompliziert, ist es aber nur, wenn du die geltenden Regeln kennst. Bayern hat auf Landes- und auf Kommunalebene klare Vorschriften für die Hundehaltung, und Coburg setzt diese als kreisfreie Stadt in eigenen Satzungen und Verordnungen um. Die folgenden Abschnitte geben dir einen Überblick — verbindliche Auskunft erhältst du immer direkt bei der Stadt Coburg oder dem zuständigen Ordnungsamt.
Leinenpflicht und Anleingebot in Coburg
In Bayern gilt keine flächendeckende, landesweite Leinenpflicht für alle Hunde zu jeder Zeit — die Regelung liegt weitgehend bei den Kommunen und in bestimmten Schutzgebieten beim Freistaat oder den Landkreisen. In der Coburger Innenstadt, auf belebten Plätzen wie dem Marktplatz und dem Albertsplatz sowie in öffentlichen Parkanlagen musst du grundsätzlich davon ausgehen, dass eine Anleinpflicht gilt oder kurzfristig per Schild ausgewiesen sein kann. Halte deinen Hund in Fußgängerzonen und stark frequentierten Bereichen immer an der kurzen Leine — das ist nicht nur rechtlich sinnvoll, sondern auch eine Frage des Respekts gegenüber anderen Passanten. Prüfe aktuelle Hinweisschilder vor Ort und frage im Zweifel beim städtischen Ordnungsamt nach, welche Flächen explizit als hundefreie Zonen oder als Pflichtanleinbereiche ausgewiesen sind. In Wäldern und Naturgebieten rund um Coburg können zusätzliche Regeln der Bayerischen Jagd- und Forstbehörden greifen.
Hundesteuer und Anmeldung
Wer in Coburg mit Hund lebt, ist verpflichtet, seinen Hund bei der Stadt anzumelden und Hundesteuer zu zahlen. Die Höhe der Hundesteuer regelt die städtische Steuersatzung — konkrete Beträge nennen wir hier bewusst nicht, da Satzungen geändert werden und wir keine veralteten Zahlen verbreiten wollen. Erkundige dich direkt beim Steueramt der Stadt Coburg nach dem aktuellen Steuersatz für deinen ersten und jeden weiteren Hund sowie nach einem etwaigen erhöhten Satz für Hunde bestimmter Rassen. Die Anmeldung erfolgt in der Regel zu Beginn der Haltung und muss bei einem Umzug nach Coburg zeitnah erfolgen. Vergiss nicht, dass du nach der Anmeldung in aller Regel eine Hundesteuermarke erhältst, die dein Hund am Halsband tragen sollte.
Öffentliche Verkehrsmittel und Gastronomie
Im öffentlichen Nahverkehr in Coburg — Stadtbussen und regionalen Verbindungen — gelten für Hunde spezifische Mitnahmebedingungen des jeweiligen Verkehrsverbunds. Grundsätzlich sind kleine Hunde in Transportboxen häufig kostenlos oder zum halben Preis mitnehmbar, größere Hunde benötigen meist einen eigenen Fahrschein und müssen angeleint mitfahren — prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen beim Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) oder dem regionalen Busunternehmen direkt. In der Gastronomie gilt: Es gibt keine allgemeine gesetzliche Pflicht, Hunde in Lokale einzulassen — jeder Gastronom entscheidet selbst. In Biergärten, von denen Coburg einige schöne hat, ist die Praxis erfahrungsgemäß häufig hundefreundlich, aber nicht garantiert; frage immer vorher nach. Halte deinen Hund auch in tierfreundlichen Lokalen ruhig und gut beaufsichtigt, damit die gelebte Offenheit erhalten bleibt.
Listenhunde, Beseitigungspflicht und Bußgelder
Bayern kennt keine landesweite Liste bestimmter Hunderassen mit pauschalen Verboten — stattdessen regelt das Bayerische Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG) in Verbindung mit kommunalen Vorschriften den Umgang mit Hunden, von denen eine besondere Gefahr ausgehen kann. Bestimmte Hunde müssen nach einem behördlichen Bescheid einen Wesenstest bestehen; Hunde, die bereits durch Beißvorfälle aufgefallen sind, unterliegen besonderen Auflagen. Informiere dich beim Landratsamt Coburg bzw. der Stadt Coburg als kreisfreie Stadt über die geltenden Vorschriften für deinen Hund — besonders wenn dein Tier einer Rasse angehört, die in anderen Bundesländern auf einer Rasseliste steht. Die Beseitigungspflicht für Hundekot gilt in ganz Coburg auf öffentlichen Flächen; in der Innenstadt, in Parks und auf Gehwegen stehen Kotbeutelspender bereit, aber trage zur Sicherheit eigene Beutel mit. Wer Hundekot liegen lässt, riskiert ein Bußgeld — dessen Höhe die städtische Bußgeldordnung festlegt, weshalb wir hier keine Summen nennen. Halte dich an die Regelung: aufheben, entsorgen, fertig.
Praktisches vor Ort in Coburg
Coburg ist überschaubar genug, dass du die wichtigsten Anlaufstellen für deinen Hund schnell kennst — und groß genug, um gut versorgt zu sein. Ob Tierarzt, Hundeschule oder Betreuungsplatz: Das Netz an Angeboten ist solide. Mit ein bisschen Vorplanung bist du für alle Situationen gewappnet.
Tierärztliche Versorgung und Notfälle in Coburg
In Coburg und dem unmittelbaren Umland findest du mehrere Tierarztpraxen für Kleintiere, die Hunde in der Regel auch kurzfristig behandeln. Für Routinetermine lohnt sich frühzeitige Terminvereinbarung, besonders in den Ferienzeiten. Außerhalb der regulären Sprechstunden — abends, an Wochenenden oder Feiertagen — brauchst du einen tierärztlichen Notdienst. Die zuständige Landestierärztekammer Bayern listet auf ihrer Website aktuelle Notdienstbereitschaften nach Region; prüfe diese Nummer immer vor Reiseantritt, weil Dienstpläne rotieren. Eine gute erste Anlaufstelle ist außerdem die Tierärztliche Klinik Coburg, die erweiterte Öffnungszeiten anbietet — rufe vorab an, um die aktuellen Zeiten zu bestätigen. Halte stets Impfpass und Chip-Nummer deines Hundes griffbereit; das beschleunigt jede Notaufnahme erheblich.
- Notdienstsuche: Bayerische Landestierärztekammer (blzk.de) — dort den aktuellen Notdienst für den Raum Coburg/Oberfranken abfragen
- Chip-Nummer und EU-Heimtierausweis immer im Gepäck
- Nächste größere Tierklinik mit 24-Stunden-Notaufnahme: Richtung Bamberg oder Erlangen — Entfernung und Route vorher planen
Wenn du mit deinem Hund aus dem Ausland einreist, gilt in Deutschland die Kennzeichnungspflicht per Mikrochip nach ISO-Norm sowie ein gültiger Impfschutz gegen Tollwut. Die genauen Einreisebestimmungen regelt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (bmel.de). Prüfe die Fristen für Impfungen und Wartezeiten rechtzeitig — ein fehlender Eintrag im Heimtierausweis kann zu Komplikationen bei der Einreise führen.
Hundeschulen und Training in Coburg
Coburg hat eine aktive Hundecommunity, und das spiegelt sich in einem lebendigen Angebot an Hundeschulen und Trainingsgruppen wider. Vom Welpenkurs über Gehorsamkeitstraining bis hin zu Spezialkursen wie Mantrailing oder Begleithundeprüfung findest du Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse. Der Hundesportverein Coburg und Umgebung ist eine klassische Anlaufstelle für alle, die ihren Hund in einer strukturierten Vereinsumgebung ausbilden möchten. Schnupperstunden sind bei vielen Schulen möglich — frag einfach nach, bevor du dich langfristig bindest.
Für Neuankömmlinge in der Stadt empfiehlt sich ein Blick auf Aushänge in Tierarztpraxen und Tierhandlungen; dort findest du oft kleine, lokale Trainer, die nicht stark online präsent sind, aber hervorragende Arbeit leisten. Achte beim Auswählen einer Hundeschule auf eine zertifizierte Ausbildung der Trainer — die VDH-Mitgliedschaft oder eine Ausbildung nach BHV (Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater) sind gute Anhaltspunkte. Gewaltfreie Methoden sind heute Standard in seriösen Schulen. Wenn dein Hund Verhaltensauffälligkeiten zeigt, ist ein Tierverhaltensspezialist die richtigere Adresse als ein reiner Gehorsamkeitstrainer.
Auslaufzonen und Hundewiesen in Coburg
Wer in Coburg nach eingezäunten Hundewiesen sucht, sollte sich direkt bei der Stadt Coburg erkundigen — das Angebot und die genauen Standorte können sich ändern, und eine aktuelle Auskunft bekommst du beim Stadtordnungsamt Coburg oder über die städtische Website. Grundsätzlich bieten die grünen Randbereiche der Stadt — etwa entlang der Itz und in Parkanlagen wie dem Hofgarten — Raum zum Bewegen, wobei dort Leinenpflicht gilt oder zumindest empfohlen wird; prüfe die Beschilderung vor Ort. Frei laufen lassen ohne Leine ist in Coburg nur dort erlaubt, wo es ausdrücklich ausgewiesen ist. Die Stadt verfügt über ausgeschilderte Bereiche, in denen Hunde auch ohne Leine rennen dürfen — halte Ausschau nach entsprechenden grünen Schildern mit Hundesymbol.
Im direkten Umland, etwa in den Wäldern des Coburger Landes, hast du deutlich mehr Bewegungsfreiheit, sofern die Brut- und Setzzeiten das zulassen. Für das Stadtgebiet gilt: Lass deinen Hund nie unbeaufsichtigt auf fremden Grünflächen, auch wenn gerade niemand zu sehen ist. Hundebesitzer in Coburg berichten in sozialen Netzwerken und lokalen Gruppen regelmäßig über aktuelle Freiflächen — diese informellen Kanäle sind oft schneller aktuell als offizielle Webseiten.
Hundebetreuung, Pensionen und Gassiservice in Coburg
Wer beruflich eingespannt ist oder verreist, braucht eine verlässliche Hundebetreuung in Coburg. Das Angebot reicht von professionellen Hundepensionen im Umland über Tagespflege bis hin zu privaten Gassi-Services und Dog-Sharing-Plattformen. Für eine Pension empfiehlt sich eine persönliche Besichtigung: Schau dir Schlaf- und Auslaufbereiche an, frage nach dem Betreuungsschlüssel und nach der Erfahrung mit deiner Hunderasse. Seriöse Pensionen verlangen einen aktuellen Impfnachweis — das ist ein gutes Zeichen, kein bürokratisches Hindernis.
Für kurzfristige Betreuung während eines Coburg-Besuchs lohnt sich ein Blick auf Plattformen für Hundesitter, die auch in Coburg aktiv sind. Alternativ fragen lokale Hundeschulen manchmal nach Tagesbetreuungsplätzen. Wenn du deinen Hund regelmäßig in fremde Hände gibst, gewöhne ihn schrittweise an neue Bezugspersonen — das reduziert Stress auf beiden Seiten erheblich. Eine gut vorbereitete Übergabe mit Futterplan, Medikamentenliste und Notfallkontakt ist Standard in guter Betreuung.
Saisonal in Coburg
Coburg liegt im Herzen Oberfrankens — das bedeutet: echte Jahreszeiten, die du und dein Hund deutlich spüren. Vom milden Frühling über heiße Sommertage bis zum rauen Winter mit Schnee hat jede Jahreszeit ihre eigenen Regeln für Hundehalter. Wer die Besonderheiten kennt, erlebt jede Saison entspannter.
Frühling in Coburg: Brut- und Setzzeit beachten
Wenn im März und April die ersten Knospen am Coburger Hofgarten aufgehen und die Wälder rund um die Veste wieder grün werden, zieht es Hund und Mensch nach draußen. Doch genau jetzt beginnt die Brut- und Setzzeit, die bis etwa Ende Juli dauert. In Wäldern, auf Feldern und in Uferbereichen brüten Bodenbrüter wie Lerchen, Kiebitze und Rebhühner — ein freilaufender Hund kann Gelege zerstören oder Jungtiere aufscheuchen, ohne dass du es merkst. In Bayern gilt während dieser Zeit in vielen Waldgebieten und Fluren eine faktische Anleinpflicht oder zumindest eine starke Empfehlung, den Hund nah zu führen; die genauen Regelungen erfährst du beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (lfu.bayern.de).
Auch Rehe und Wildschweine setzen im Frühjahr ihr Nachwuchs. Ein Hund, der Rehkitze aufstöbert, kann das Tier in lebensbedrohlichen Stress versetzen — selbst wenn er nur spielen will. Halte deinen Hund daher auf befestigten Wegen und ausgeschilderten Pfaden, besonders im Coburger Umland und in den Wäldern Richtung Rennsteig. Der Frühling bringt außerdem Zeckenhochsaison mit sich: Lass deinen Hund regelmäßig nach Zecken absuchen, besonders nach Ausflügen ins hohe Gras. Rücksprache mit deinem Tierarzt zur Zeckenprophylaxe lohnt sich schon im Februar.
Sommer in Coburg: Hitze, Wasser und heiße Böden
Coburg kann im Hochsommer richtig heiß werden — Temperaturen über 30 Grad sind keine Seltenheit mehr. Für Hunde bedeutet das: Spaziergänge an den Rand des Tages verlegen, also früh morgens oder nach 19 Uhr abends. Asphalt und Pflastersteine in der Coburger Innenstadt heizen sich extrem auf und können Hundepfoten innerhalb von Minuten verbrennen — der Handtest (sieben Sekunden mit dem Handrücken auf den Boden) zeigt dir, ob es zu heiß ist. Kurzhaarige, schwarze oder sehr große Hunde sind besonders anfällig; brachyzephale Rassen wie Bulldoggen oder Möpse kühlen sich schlecht ab und brauchen im Sommer besondere Aufmerksamkeit.
Entlang der Itz, die durch das Coburger Land fließt, gibt es Stellen, an denen Hunde ins Wasser können — das macht die heißen Tage für viele Vierbeiner erträglicher. Prüfe aber stets die Wasserqualität vor Ort; Blaualgen können im Hochsommer in stehenden Gewässern auftreten und sind für Hunde lebensgefährlich. Trinkt dein Hund verdächtiges Wasser oder zeigt er nach einem Badetag Erbrechen oder Zittern, ist sofort der Tierarzt gefragt. Nimm auf jedem Ausflug ausreichend frisches Trinkwasser und eine Reiseschüssel mit — in der Innenstadt Coburgs sind Wasserstellen für Hunde rar.
- Gassizeiten im Sommer: vor 9 Uhr und nach 19 Uhr
- Heiße Böden testen, bevor der Hund läuft
- Blaualgen-Warnung: Bayerisches Landesamt für Umwelt veröffentlicht Warnmeldungen
- Niemals Hund im Auto lassen — auch nicht kurz
Herbst in Coburg: Pilze, Jagdsaison und Nebel
Der Herbst ist für viele Hundehalter in Coburg die schönste Jahreszeit: Die Wälder rund um die Veste Coburg leuchten in Rottönen, die Luft ist frisch, und die Wege sind oft menschenleer. Doch der Herbst bringt auch Risiken. Die Jagdsaison läuft in Bayern von September bis Januar in vollem Umfang — in bewaldeten Revieren rund um Coburg wird aktiv gejagt. Halte deinen Hund auf offiziellen Wegen und achte auf Absperrschilder und Hinweistafeln der Jagdpächter; ein freilaufender Hund im Revier kann als Wilderer gelten und rechtliche wie physische Konsequenzen haben.
Herbst ist auch Pilzsaison — und einige der in der Region vorkommenden Pilze sind hochgiftig für Hunde. Der Knollenblätterpilz ist besonders gefährlich und wächst auch in den Stadtrandwäldern Coburgs. Hunde, die am Boden schnüffeln und fressen, können in kurzer Zeit lebensbedrohliche Mengen aufnehmen. Zeigt dein Hund nach einem Waldspaziergang Erbrechen, Zittern oder Apathie, zählt jede Minute — fahre sofort zum Tierarzt. Im Herbst kann zudem der früh einsetzende Nebel in den Tälern die Sicht stark einschränken; trage mit deinem Hund reflektierende Leuchtelemente, wenn ihr in der Dämmerung unterwegs seid.
Winter in Coburg: Schnee, Streusalz und kurze Tage
Coburg liegt auf rund 300 Metern Höhe — Schnee im Winter ist hier keine Ausnahme, sondern ein normaler Teil des Jahres. Viele Hunde lieben Schnee, und ein Ausflug zum Coburger Stadtwald oder zur Veste im Winterkleid ist unvergesslich schön. Doch Winterwetter stellt auch Anforderungen: Streusalz und Taumittel auf Bürgersteigen und Straßen reizen Hundepfoten stark und können bei Aufnahme giftig sein. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang in der Stadt sorgfältig mit lauwarmem Wasser ab. Pfotenschutzwachs schützt die Haut vor Aufrauen und Einrissen — es lohnt sich, schon vor dem ersten Frost damit anzufangen.
Kurzhaarige, kleinere oder sehr schlanke Hunde frieren bei Minustemperaturen schnell — ein gut sitzender Hundemantel ist keine Modeerscheinung, sondern sinnvoller Schutz. Senioren- und Junghunde sind besonders kälteempfindlich. Im Winter verkürzen sich außerdem die Tageslichtstunden erheblich; viele Gassirunden finden im Dunkeln statt. Ein LED-Halsband oder Blinkelement macht deinen Hund für Autos und Fahrradfahrer sichtbar — besonders auf den weniger beleuchteten Wegen am Stadtrand und entlang der Itz. Achte zudem darauf, dass Teiche und ruhige Flussstellen im Winter vereist sein können: Lass deinen Hund nicht auf dünnem Eis laufen.
- Pfoten nach Stadtspaziergängen immer abwaschen (Streusalz)
- Mantel für kurzhaarige und kleine Hunde ab etwa 5 Grad
- Reflektoren und Leuchtelemente für Abendrunden Pflicht
- Vereiste Gewässer meiden — Einbruchgefahr für Hunde und Menschen
Der Winter in Coburg bietet aber auch ruhige, schneebedeckte Wälder und Wege, die ohne die Sommerausflügler fast menschenleer sind. Wenn du die Sicherheitspunkte im Griff hast, ist die kalte Jahreszeit eine der entspanntesten Jahreszeiten für ausgedehnte Spaziergänge mit deinem Hund.
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