Nürnberg empfängt dich und deinen Hund mit mittelalterlichen Mauern, dem Rauschen der Pegnitz und weitläufigen Grünflächen, die sich wie ein grünes Band durch die Stadt ziehen. Die fränkische Metropole ist eine der größten Städte Bayerns und bietet Hundehaltenden eine überraschend vielfältige Mischung aus Stadtspaziergang, Flussufer und Waldrandgebiet — alles in kurzer Distanz erreichbar. Wer früh morgens mit seinem Hund durch den Stadtmauerring schlendert, bevor die Touristenströme einsetzen, erlebt eine Stadt mit echtem Charakter.
Die Pegnitz begleitet dich auf langen Abschnitten mitten durch das Herz der Stadt, und an ihren Ufern schnüffeln Hunde durch hohes Gras, während Enten gemächlich stromabwärts treiben. Rund um Nürnberg laden der Reichswald im Süden und Osten sowie die Seenlandschaft des Fränkischen Seenlands zu echten Ausflügen ein — Natur auf einem Niveau, das man einer Großstadt nicht unbedingt zutraut. Die Infrastruktur für Hundehaltende wächst: Hundewiesen, Wasserspender und hundefreundliche Cafés sind in vielen Stadtteilen längst selbstverständlich.
Ob du in Nürnberg lebst oder nur für einen Tag zu Besuch bist — diese Seite bündelt das Wichtigste rund um Ausflüge, Regeln, Tierärzte und saisonale Tipps. Beachte dabei: Vorschriften ändern sich, und das Prüfen der aktuellen Regelung vor Ort bleibt immer deine Verantwortung. Auf rundum.dog findest du außerdem bereits eingetragene Ausflugsziele und Events in und um Nürnberg — ein guter Startpunkt für die Planung.
Tagesausflüge mit Hund in Nürnberg
Nürnberg liegt eingebettet zwischen sanften Wäldern, dem weitläufigen Fränkischen Seenland und einer Altstadt, deren Kopfsteinpflaster unter Pfoten klingt wie eine kleine Zeitreise. Die Vielfalt der erreichbaren Ziele ist beeindruckend: Du kannst morgens durch dichten Kieferwald streifen und mittags am Flussufer sitzen, ohne die Stadt auch nur zu verlassen.
Pegnitztal und Stadtmauerring: Stadtspaziergang mit Tiefgang
Die Pegnitz schlängelt sich durch die gesamte Innenstadt und bietet auf weiten Abschnitten naturnahe Uferwege, die für Hunde und ihre Menschen gleichermaßen einladend sind. Vom Stadtmauerring aus führen mehrere Zugänge hinunter zum Fluss — besonders zwischen dem Hallertor und dem Maxtor findest du ruhige Abschnitte abseits der Hauptstraßen. Die begrünten Wallgräben entlang der historischen Stadtmauer eignen sich für kurze Runden, wenn du nicht weit laufen möchtest. Prüfe jedoch vor deinem Besuch, ob auf den Wiesenabschnitten entlang des Walls gerade eine Leinenpflicht ausgewiesen ist — Schilder und die offizielle Stadtwebsite geben Auskunft.
Der Pegnitzgrund zwischen Maxfeld und Mögeldorf ist bei Hundehaltern aus dem Stadtgebiet besonders beliebt: Pfade wechseln zwischen Kiesbänken, Ufergebüsch und kleinen Lichtungen. An Wochenenden ist hier einiges los, Begegnungen mit anderen Hunden sind die Regel. Wer früh startet, hat die Ufer für sich. Nimm immer genügend Wasser mit — an heißen Tagen ist der Schatten entlang der Pegnitz zwar willkommen, aber Trinkstellen sind nicht überall vorhanden.
Reichswald: Weitläufiger Wald direkt vor der Stadt
Der Reichswald ist das grüne Rückgrat Nürnbergs und eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Bayerns überhaupt. Auf einer Fläche von mehreren zehntausend Hektar erstreckt er sich südlich und östlich der Stadt und ist vom Stadtrand aus in kurzer Fahrzeit erreichbar. Für Hunde bedeutet das: endlose Forstwege, Kiefernduft und eine Bodenbeschaffenheit, die Gelenke schont. Das Gebiet ist klar beschildert, und viele Wege sind auch bei Nässe gut begehbar.
Beliebte Einstiegspunkte liegen in Herpersdorf, Schwaig und rund um den Schmausenbuck im Osten. Vom Schmausenbuck aus erreichst du den angrenzenden Tiergarten — Hunde haben dort keinen Zutritt, aber die Waldwege drumherum bieten ausgedehnte Runden. Im Reichswald gilt es, die Forstwege zu respektieren: Abseits markierter Pfade besteht in der Brut- und Setzzeit besonderes Rücksichtsgebot, und Hunde sollten in diesen Phasen angeleint bleiben. Informiere dich über aktuelle Hinweisschilder und die Vorgaben des Bayerischen Naturschutzgesetzes, abrufbar über das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.
Der Wald ist ganzjährig zugänglich und bietet im Sommer schattige Kühle, im Herbst ein Farbenspiel aus Ocker und Rot und im Winter ruhige Schneedecken, in denen Hunde sich austoben können. Für eine längere Tour empfiehlt sich ein Kombiausflug mit dem Stadtwald Feucht im Süden, der nahtlos anschließt.
Fränkisches Seenland: Wasser, Weite, Wälder
Rund 60 Kilometer westlich von Nürnberg liegt das Fränkische Seenland mit dem Großen Brombachsee, dem Altmühlsee und mehreren kleineren Gewässern — ein beliebtes Ausflugsziel für Hundehaltende aus der gesamten Metropolregion. Die Seeufer bieten je nach Abschnitt Sandstrände, Schilf und offene Wiesengelände. Nicht alle Bereiche sind für Hunde zugänglich: Offizielle Bade- und Liegewiesen schließen Hunde in der Regel aus, besonders in der Badesaison. Prüfe vor dem Besuch auf der Website des Tourismusverbands Fränkisches Seenland, welche Uferbereiche hundefreundlich ausgewiesen sind.
Für Hunde, die das Wasser lieben, gibt es dennoch geeignete Zugänge — etwa an weniger frequentierten Abschnitten des Kleinen Brombachsees oder entlang der Verbindungswege zwischen den Seen. Plane hier lieber einen entspannten Halbtagesausflug ein und vermeide die Hauptbadezeiten im Hochsommer. Die Anfahrt mit dem Auto dauert vom Nürnberger Stadtrand etwa 45 bis 60 Minuten.
Altstadt und Burgberg: Historisches Pflaster unter Pfoten
Nürnbergs Altstadt ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Innenstädte Deutschlands — und erstaunlich hundefreundlich, wenn du die Stoßzeiten meidest. Rund um die Kaiserburg führen Wege bergauf durch verwinkelte Gässchen, vorbei an Brunnen und historischen Fassaden. Der Burgberg selbst bietet einen weiten Blick über die Dächer der Stadt und eine grüne Rampe, über die du entspannt aufsteigen kannst.
In den frühen Morgenstunden oder abends ist die Altstadt deutlich angenehmer für Hunde: weniger Trubel, kühlere Temperaturen und mehr Raum auf den Gassen. Beachte, dass auf dem Hauptmarkt und in einigen Fußgängerzonen zu Stoßzeiten erhöhtes Gedränge herrscht — für sensible Hunde kann das stressig sein. Viele der kleinen Cafés und Läden entlang der Burgstraße und Weißgerbergasse dulden Hunde auf der Terrasse; frage aber immer vorab. Ein kurzer Stopp an den Wasserspielen auf dem Ehekarussellplatz ermöglicht Hunden das Trinken — sofern das Wasser läuft und der Platz nicht zu voll ist.
Hund und lokale Regeln in Nürnberg
In Nürnberg riecht es nach frisch gebackenen Lebkuchen — und nach einer Stadtordnung, die du als Hundehaltender kennen solltest, bevor du losspazierst. Die Regeln in Bayern und speziell in Nürnberg sind klar geregelt, aber sie ändern sich gelegentlich, und wer auf dem aktuellen Stand bleibt, vermeidet Ärger und schützt gleichzeitig sein Tier.
Leinenpflicht in Nürnberg: Was gilt wo?
In Nürnberg gilt im öffentlichen Stadtgebiet eine allgemeine Anleinpflicht in bestimmten Bereichen — insbesondere in der Innenstadt, auf belebten Plätzen, in Parkanlagen und auf Kinderspielplätzen. Die Nürnberger Stadtordnung und das Bayerische Landesstraf- und Verordnungsgesetz bilden die rechtliche Grundlage. Auf explizit ausgewiesenen Hundefreilaufflächen dürfen Hunde ohne Leine laufen — diese sind in der Regel durch Schilder gekennzeichnet.
Die genauen Regelungen und eventuelle Neuerungen findest du auf der offiziellen Website der Stadt Nürnberg. Verlasse dich nicht auf mündliche Auskünfte Dritter — Schilder vor Ort und die städtische Ordnungsbehörde sind die verlässlichsten Quellen. Bei Verstößen drohen Bußgelder; deren genaue Höhe regelt die aktuelle Bußgeldverordnung, die du direkt bei der Stadt erfragen kannst.
- Innerhalb der Innenstadt und Fußgängerzonen: Leinenpflicht, Anlegen empfohlen
- In Parkanlagen (z. B. Stadtpark, Wöhrder Wiese): Leinenpflicht auf den Hauptwegen, Einzelregelungen prüfen
- Auf Spielplätzen: Hunde generell nicht erlaubt
- Auf ausgewiesenen Hundefreilaufflächen: Leinenpflicht aufgehoben — Beschilderung beachten
Hundeanmeldung und Hundesteuer in Nürnberg
Wer in Nürnberg mit Hauptwohnsitz gemeldet ist und einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen bei der Stadt anzumelden und Hundesteuer zu entrichten. Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer, deren Höhe die Stadt Nürnberg eigenständig festsetzt — die genauen Beträge und Ausnahmen (z. B. für Blindenführhunde oder Hunde aus dem Tierschutz) erfährst du direkt beim Steueramt der Stadt Nürnberg. Gib dort auch eine Veränderung an, wenn du deinen Hund abgibst oder er stirbt.
Die Anmeldung deines Hundes erfolgt in der Regel beim städtischen Steueramt oder online über das Serviceportal. Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundemarke, die dein Hund sichtbar tragen muss. Das Nichtanmelden gilt als Ordnungswidrigkeit und kann geahndet werden. Halte außerdem den Impfausweis deines Hundes aktuell — insbesondere die Tollwutimpfung ist in Deutschland Pflicht für alle Hunde.
Hunde im öffentlichen Nahverkehr und in der Gastronomie
Im VAG-Netz (U-Bahn, Straßenbahn, Bus) in Nürnberg dürfen Hunde mitgenommen werden — allerdings gelten dabei Bedingungen, die du vorab prüfen solltest. Kleine Hunde, die in einer Transporttasche Platz finden, gelten in der Regel als Gepäck. Größere Hunde benötigen häufig einen eigenen Fahrschein und müssen angeleint sein; in Stoßzeiten kann die Mitnahme eingeschränkt sein. Die aktuellen Beförderungsbedingungen veröffentlicht die VAG Nürnberg auf ihrer Website — schaue dort nach, bevor du mit deinem Hund einsteigst.
In der Gastronomie ist Nürnberg insgesamt aufgeschlossen gegenüber Hunden: Viele Wirtsgärten, Biergärten und Außenbereiche von Cafés tolerieren Hunde, insbesondere in den Sommermonaten. Eine Pflicht, Hunde zuzulassen, besteht jedoch nicht — der Wirt entscheidet. Im Inneren von Lokalen sind Hunde häufig auf Nachfrage und nach Ermessen des Gastronomen erlaubt. Erkundige dich immer vorab, und respektiere eine Absage ohne Diskussion. Wassernäpfe für Hunde werden in hundefreundlichen Lokalen oft bereitwillig bereitgestellt, wenn du darum bittest.
Listenhunde und Kampfhundeverordnung in Bayern
Bayern hat eine der strengsten Regelungen für sogenannte Listenhunde in Deutschland. Das Bayerische Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG) sowie die Kampfhundeverordnung listen Rassen auf, für die besondere Auflagen gelten — darunter unter anderem Pitbull-Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu. Für diese Hunde gilt in Bayern grundsätzlich Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum, sofern kein behördlich anerkannter Wesenstest die Ungefährlichkeit des Tieres bescheinigt.
Die Haltung von Hunden, die als gefährlich eingestuft sind, ist in Bayern erlaubnispflichtig. Die zuständige Behörde in Nürnberg ist das Veterinäramt des Ordnungsamts; dort kannst du auch erfragen, ob dein Hund unter die Verordnung fällt. Informiere dich außerdem über die aktuell geltende Fassung der Kampfhundeverordnung beim Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz — die Rechtslage kann sich ändern, und verlässliche Informationen kommen nur aus offiziellen Quellen. Wer einen Listenhund nach Nürnberg mitbringt, auch nur für einen Tagesausflug, sollte die entsprechenden Dokumente griffbereit haben.
Praktisches vor Ort in Nürnberg
Nürnberg ist eine Großstadt mit gut ausgebautem Versorgungsnetz — auch für Hunde. Wer hier neu ist oder nur einen Tag verbringt, findet rasch, was er braucht: von der tierärztlichen Notaufnahme bis zur Hundeschule im Stadtgraben.
Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst
Im Stadtgebiet gibt es zahlreiche Tierarztpraxen, die reguläre Behandlungen und Vorsorge abdecken. Für Notfälle außerhalb der Sprechzeiten ist der tierärztliche Bereitschaftsdienst in Bayern zuständig — die aktuelle Notdienstliste veröffentlicht die Bayerische Tierärztekammer auf ihrer Website. Ruf dort vor der Fahrt an, damit du weißt, welche Praxis gerade erreichbar ist. Für schwere Verletzungen oder seltene Erkrankungen bietet die Tierärztliche Klinik des Uniklinikums Erlangen — rund 20 Kilometer entfernt — erweiterte diagnostische Möglichkeiten.
- Bereitschaftsdienst: Liste auf tieraerztekammer-bayern.de, tagesaktuell
- Kleintierpraxen: in allen Stadtteilen, von Gostenhof bis Langwasser
- Spezialklinik: Uniklinik Erlangen für Überweisungen
Halte immer den Impfausweis und den Chip-Nachweis deines Hundes griffbereit. Im Notfall spart das Zeit und erleichtert die Behandlung erheblich.
Hundeschulen und Trainingsangebote
Nürnberg hat eine lebendige Trainingsszene für Hunde. Mehrere Hundeschulen und Vereine bieten Welpengruppen, Grundgehorsam, Agility und Schutzhundausbildung an — von der Innenstadt bis in die Randgebiete wie Fischbach oder Mögeldorf. Der VDH-Rassehundeverein und verschiedene gemeinnützige Tierschutzvereine unterhalten Trainingsplätze, die auch für Gasthunde offen sind. Wenn du mit deinem Hund neu nach Nürnberg ziehst, lohnt sich ein Schnupperkurs, um Anschluss zu finden und die lokalen Regeln kennenzulernen. Prüfe Qualifikationen der Trainer: In Bayern ist der Sachkundenachweis nach Hundehalterverordnung für bestimmte Hunde Pflicht — eine gute Schule hilft dir dabei.
- Welpen- und Junghundegruppen: meist ab der 16. Lebenswoche
- Agility und Turnierhundesport: mehrere Vereine im Stadtgebiet
- Online-Suche: VDH-Vereinssuche für eingetragene Clubs in Nürnberg
Für Besucher, die nur einen Tag in der Stadt sind: Viele Trainingsgelände erlauben kurze Besuche auf Anfrage — besonders hilfreich, wenn du deinen Hund nach einer langen Fahrt kurz strukturiert auslasten möchtest.
Auslaufflächen und Hundewiesen
Nürnberg verfügt über mehrere ausgewiesene Hundeauslaufgebiete, in denen Hunde unter bestimmten Bedingungen ohne Leine laufen dürfen. Bekannte Flächen liegen am Wöhrder See, in Teilen des Stadtwaldes Lorenzer Reichswald sowie im Stadtpark zwischen Maxfeld und St. Johannis. Ob und wo Leinenfreiheit konkret gilt, kann sich ändern — prüfe die aktuellen Schilder vor Ort und die Hinweise des Stadtrechts Nürnberg. Im dicht besiedelten Innenstadtbereich gilt in der Regel Leinenpflicht auf öffentlichen Wegen und Plätzen.
- Wöhrder See: Uferbereich teilweise hundefreundlich, Regelungen am Eingang prüfen
- Lorenzer Reichswald: großes Waldgebiet südlich der Stadt, viel Platz zum Toben
- Stadtpark: eingezäunte Bereiche vorhanden, Beschilderung beachten
- Kleinere Grünflächen: über alle Stadtteile verteilt, Regeln variieren
Kotbeutel-Spender findest du an vielen Auslaufzonen — aber verlass dich nicht darauf. Bring eigene Beutel mit, denn die Spender sind nicht überall nachgefüllt. Nürnberg nimmt die Entsorgungspflicht ernst und kontrolliert gelegentlich.
Hundebetreuung und Pensionen
Wer tagsüber arbeitet oder einen Ausflug ohne Hund plant, hat in Nürnberg mehrere Optionen. Hundetagesstätten und Doggy-Daycare-Angebote haben sich besonders in den innenstadtnahen Stadtteilen wie Gostenhof, St. Leonhard und Gibitzenhof etabliert. Für längere Abwesenheiten gibt es gewerbliche Hundepensionen im Umland — die Qualität variiert stark, also besichtige den Betrieb vorher persönlich. Auf rundum.dog findest du lokal gelistete Unterkünfte und Betreuungsangebote, die von der Community bewertet wurden.
- Doggy Daycare: stundenweise oder tageweise, meist mit Anmeldung
- Hundepension: oft im Umland (z.B. Richtung Hersbruck oder Feucht), Besichtigung empfohlen
- Gassi-Services: in der Stadt aktiv, buchbar über lokale Anbieter
Achte darauf, dass der Betrieb nach bayerischem Recht gewerberechtlich angemeldet ist und Erfahrung mit der Rasse deines Hundes hat. Das gibt dir rechtliche Sicherheit und deinem Hund einen stressfreien Aufenthalt.
Saisonal in Nürnberg
Nürnberg liegt im fränkischen Becken — das bedeutet: heiße Sommer, mäßige Winter und ein Frühjahr, das manchmal noch in Frost umschlägt. Wer mit Hund durch das Jahr geht, trifft jede Saison mit anderen Herausforderungen und Chancen.
Frühling: Brut- und Setzzeit im Reichswald
Von März bis Juni belebt sich der Lorenzer Reichswald südlich der Stadt mit brütenden Vögeln und aufwachsenden Jungtieren. Rehe setzen ihre Kitze im hohen Gras — Hunde, die unkontrolliert durch Dickicht streifen, können erheblichen Schaden anrichten, ohne dass Herrchen oder Frauchen es bemerkt. Leinen im Wald sind in dieser Zeit besonders wichtig; in Bayern gilt ohnehin von 1. April bis 15. Juli eine verschärfte Empfehlung zur Anleinpflicht in Wald- und Feldgebieten. Prüfe die aktuellen Regelungen beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
- Brütende Bodenbrüter (Lerche, Kiebitz): auch auf Feldern rund um Nürnberg aktiv
- Kitze: im hohen Gras unsichtbar, selbst für aufmerksame Hunde schwer zu orten
- Zeckensaison beginnt: Prophylaxe spätestens ab März starten
Das Frühjahr ist Zeckenhochzeit in Mittelfranken. Nürnberg liegt in einem FSME-Risikogebiet — frag deinen Tierarzt nach geeignetem Zeckenschutz und kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausflug gründlich. Frühblüher wie Schlehen und Buschwindröschen färben die Waldränder weiß — ein schöner Anlass für frühe Morgenspaziergänge, bevor das Unterholz undurchdringlich wird.
Sommer: Hitze, Asphalt und der Wöhrder See
Nürnberg kann im Juli und August sehr heiß werden. Der dunkle Stadtasphalt heizt sich stark auf — teste die Temperatur mit dem Handrücken: Wenn du sie nicht fünf Sekunden halten kannst, ist es zu heiß für Pfoten. Verleg Gassi-Runden in die frühen Morgenstunden und den späten Abend. Der Wöhrder See bietet eine willkommene Abkühlung, allerdings gelten dort Badebereiche für Menschen — prüfe vor Ort, in welchen Zonen Hunde ins Wasser dürfen, und halte Leinenpflicht-Schilder im Blick.
- Hitzegefahr: Hunde niemals im geparkten Auto lassen, auch nicht kurz
- Wasser mitbringen: mindestens 0,5 Liter pro 10 kg Körpergewicht bei Ausflügen
- Pegnitzufer: schattige Abschnitte zwischen Mögeldorf und der Innenstadt
- Algenwarnungen: bei Blaualgen sofort aus dem Wasser — giftig für Hunde
Im Sommer finden in Nürnberg verschiedene Open-Air-Events statt, darunter das Bardentreffen und das Klassik Open Air. Große Menschenmengen auf engem Raum können für Hunde stressig sein. Wenn dein Hund reizempfindlich ist, meid den Innenstadtkern an Veranstaltungstagen oder komm nur in den Randzeiten. Auf rundum.dog sind regelmäßig hundefreundliche Events in Nürnberg gelistet — schau dort vor deinem Besuch rein.
Herbst: Nebelmorgen im Reichswald und Jagdsaison
Der Lorenzer Reichswald zeigt sich im Oktober von seiner schönsten Seite: Rotbuchen, Eichen und Kiefern färben sich warm, Nebel hängt zwischen den Stämmen. Gleichzeitig beginnt die Jagdsaison — von Oktober bis Januar finden im Reichswald und den umliegenden Feldrevieren Treibjagden statt. Hunde müssen dann besonders zuverlässig abrufbar sein; im Zweifelsfall lein an und bleib auf markierten Wegen. Jagdliche Hinweisschilder am Waldrand zeigen aktive Jagdtage an — nimm sie ernst.
- Jagdsaison: Hauptzeit Oktober bis Januar, Reviere rund um Nürnberg aktiv
- Eicheln und Kastanien: für Hunde in größeren Mengen unbekömmlich, Fresslust bremsen
- Pilzsaison: viele Wildpilze sind giftig — beobachte, was dein Hund abschnüffelt
- Reflexweste für den Hund: bei früh einsetzender Dunkelheit sinnvoll
Herbstliche Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad sind für die meisten Hunde ideal zum längeren Wandern. Der Weg entlang der Pegnitz von Nürnberg Richtung Hersbruck — der sogenannte Pegnitzgrund — lässt sich in dieser Jahreszeit besonders ruhig genießen. Weniger Ausflügler, mehr Natur, saftige Böden.
Winter: Christkindlesmarkt und Kälteschutz
Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist weltberühmt und zieht Hunderttausende Besucher auf den Hauptmarkt. Für Hunde ist das Gedränge zwischen Buden, Kinderwagen und Glühweinbechern ein echter Stresstest. Kurzbeinartige oder ältere Hunde werden in der Menge getreten oder gestoßen — überleg gut, ob du deinen Hund mitnimmst, und falls ja, komm früh morgens oder wochentags. Streusalz auf Gehwegen reizt Pfoten und kann beim Ablecken zu Magen-Darm-Problemen führen: Spül die Pfoten nach jedem Winterspaziergang mit lauwarmem Wasser ab.
- Christkindlesmarkt: Ende November bis 24. Dezember, Hunde erlaubt — aber Stresslevel prüfen
- Streusalz: Pfotenschutzwachs vorher auftragen, danach spülen
- Kurzhaarrassen und kleine Hunde: bei Frost unter -5 °C Mantel empfehlenswert
- Eisflächen: zugefrorene Teiche und der Wöhrder See nie betreten — Einbruchgefahr
Winter bedeutet in Nürnberg auch Dunkelheit: Die Sonne geht früh unter, und viele Berufstätige gassi gehen im Dunkeln. Eine Leuchthalsband oder ein Blinklicht am Geschirr ist keine Spielerei, sondern sichert deinen Hund vor Radfahrern und Autos auf schlecht beleuchteten Wirtschaftswegen. Nürnbergs Stadtwald bleibt auch im Winter zugänglich — frische Luft und Schnee machen kurze Runden zu echten Highlights, wenn du die Pfoten im Blick behältst.
Mehr zu Hund in der Region
Mehr zu Hund + Bayern: Bayern — Hunde, Regeln, Ausflüge
Weitere Orte in Bayern: Amberg | Ansbach | Aschaffenburg