Wie erkenne ich, ob ein Welpe gesund ist?
Ein gesunder Welpe zeigt spezifische körperliche und verhaltensbasierte Merkmale, die du systematisch überprüfen kannst, bevor ein Tierarzt die endgültige Bewertung vornimmt.
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Ein gesunder Welpe zeigt spezifische körperliche und verhaltensbasierte Merkmale, die du systematisch überprüfen kannst, bevor ein Tierarzt die endgültige Bewertung vornimmt.
Welche Körperregionen zeigen die Gesundheit am deutlichsten?
Beginne deine Untersuchung mit den Augen – sie verraten am schnellsten Probleme. Gesunde Welpenaugen sind klar, ohne Tränenfluss oder gelben Ausfluss. Ein leichter Tränenfilm ist normal, verkrustete Augenlider sind es nicht. Die Pupillen reagieren auf Licht, und das Weiß der Augen zeigt keine Rötung.
Das Fell gibt dir binnen Sekunden Aufschluss über den Allgemeinzustand. Bei gesunden Welpen glänzt es, fühlt sich weich an und haftet fest an der Haut. Schuppen, kahle Stellen oder ein stumpfer Glanz deuten auf Mangelernährung oder Parasiten hin. Streiche gegen die Wuchsrichtung – du solltest keine schwarzen Krümel finden, die auf Flohkot hinweisen.
Die Nase ist bei aktiven Welpen kühl und feucht, aber ohne Ausfluss. Nach dem Schlafen darf sie kurzzeitig warm und trocken sein. Gelber oder grünlicher Ausfluss, dauerhaftes Niesen oder pfeifende Atemgeräusche sind Alarmzeichen für Infekte der oberen Atemwege.
Wie erkenne ich die richtige Körperkondition?
Ein optimal genährter Welpe zeigt eine Taille, wenn du ihn von oben betrachtest. Seine Rippen sind tastbar, aber nicht sichtbar – drückst du sanft seitlich, spürst du sie unter einer dünnen Fettschicht. Ein aufgeblähter Bauch kann auf Würmer hindeuten, besonders wenn der Welpe gleichzeitig mager wirkt.
Das Zahnfleisch verrät dir binnen Sekunden den Kreislaufzustand. Drücke kurz mit dem Finger darauf – es sollte rosig aussehen und nach dem Druck sofort wieder rosa werden. Weiße oder bläuliche Färbung deutet auf Durchblutungsstörungen hin.
Was verrät mir das Verhalten über die Gesundheit?
Gesunde Welpen sind in wachen Momenten neugierig und bewegen sich geschmeidig. Sie reagieren auf Geräusche, folgen Bewegungen mit den Augen und zeigen Interesse an ihrer Umgebung. Ein Welpe, der sich ständig versteckt oder apathisch wirkt, kann krank oder schlecht sozialisiert sein.
Beobachte die Bewegungen genau: Alle vier Beine tragen gleichmäßig, es gibt kein Hinken oder Zögern beim Aufstehen. Wacklige oder unkoordinierte Bewegungen können auf neurologische Probleme hinweisen.
Welche Dokumentation sollte der Züchter vorweisen?
Seriöse Züchter zeigen dir unaufgefordert den Impfpass mit den altersgerechten Impfungen und Entwurmungsnachweise. Bei Welpen über acht Wochen sollte mindestens die erste Grundimmunisierung dokumentiert sein. Gesundheitszeugnisse der Elterntiere zu rassespezifischen Erkrankungen gehören bei verantwortungsvoller Zucht dazu.
Vereinbare bereits beim Welpenkauf einen Tierarzttermin für die ersten Tage nach dem Umzug – so stellst du sicher, dass dein erster Eindruck stimmt und bekommst einen individuellen Gesundheits- und Impfplan.