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Homozygot

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Homozygot
Definition

Homozygot beschreibt den genetischen Zustand, bei dem ein Hund für ein bestimmtes Merkmal zwei identische Allele besitzt – also die gleiche Variante eines Gens von beiden Elternteilen geerbt hat.

Inhalt
  1. Warum spielt Homozygotie beim Hundekauf eine Rolle?
  2. Welche Risiken bringt Homozygotie mit sich?
  3. Wie erkenne ich homozygote Merkmale bei Welpen?
  4. Was bedeutet das für die Zucht?

Homozygot beschreibt den genetischen Zustand, bei dem ein Hund für ein bestimmtes Merkmal zwei identische Allele besitzt – also die gleiche Variante eines Gens von beiden Elternteilen geerbt hat.

Warum spielt Homozygotie beim Hundekauf eine Rolle?

Ein homozygoter Hund vererbt das betreffende Merkmal mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit an seine Nachkommen. Das macht die Zuchtplanung vorhersagbar – kann aber auch Probleme verstärken.

Beispiel Fellfarbe: Ein Labrador, der homozygot für Schwarz ist (BB), bekommt nur schwarze Welpen, egal welche Farbe der Partner hat. Ein heterozygoter schwarzer Labrador (Bb) kann dagegen auch braune Welpen bekommen.

Welche Risiken bringt Homozygotie mit sich?

Bei Erbkrankheiten wird es problematisch. Ein Hund, der homozygot für PRA (Progressive Retinaatrophie) ist, erkrankt definitiv – während ein heterozygoter Träger gesund bleibt, aber die Anlage weitervererbt.

Deshalb testen seriöse Züchter ihre Zuchthunde auf genetische Defekte. Bei der Paarung zweier Träger entstehen statistisch 25 Prozent erkrankte Welpen.

Wie erkenne ich homozygote Merkmale bei Welpen?

Genetische Tests geben Klarheit – aber kosten zwischen 50 und 200 Euro pro untersuchtes Gen. Ahnentafeln helfen nur bedingt, da auch gesunde Eltern kranke Gene tragen können.

Frag beim Züchter nach den Testergebnissen der Elterntiere. Seriöse Züchter legen diese vor dem Welpenkauf offen.

Was bedeutet das für die Zucht?

Homozygotie ist kein Makel – sondern ein Werkzeug. Züchter nutzen sie gezielt, um erwünschte Eigenschaften wie Größe oder Temperament zu festigen. Problematisch wird es erst bei Übertreibung.

Die Deutsche Kynologie verlangt deshalb bei vielen Rassen Gesundheitstests vor der Zuchtzulassung. Das reduziert das Risiko homozygoter Defektgene erheblich.