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Was bedeutet Hundezucht?

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Was bedeutet Hundezucht?
Definition

Hundezucht ist die planmäßige Vermehrung von Hunden zur Förderung oder Erhaltung bestimmter Eigenschaften, Gesundheitsmerkmale oder Fähigkeiten.

Inhalt
  1. Welche Arten der Hundezucht gibt es?
  2. Was macht verantwortungsvolle Zucht aus?
  3. Wie erkennst du seriöse Züchter?

Hundezucht ist die planmäßige Vermehrung von Hunden zur Förderung oder Erhaltung bestimmter Eigenschaften, Gesundheitsmerkmale oder Fähigkeiten. Gute Züchter fokussieren sich dabei primär auf das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere.

In Deutschland unterliegen seriöse Züchter den Richtlinien des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) oder anderen anerkannten Zuchtverbänden. Diese schreiben vor: Zuchttiere müssen mindestens 24 Monate alt sein und bestimmte Gesundheitsprüfungen durchlaufen haben.

Welche Arten der Hundezucht gibt es?

Rassezucht zielt darauf ab, die Standards einer bestimmten Rasse zu erhalten. Ein Labrador-Züchter achtet beispielsweise auf HD/ED-Röntgenergebnisse (Hüft-/Ellbogendysplasie), Augenbefunde und genetische Tests für Progressive Retina Atrophie.

Gebrauchshundezucht fokussiert sich auf spezifische Fähigkeiten. Border Collie-Züchter testen oft die Hüteleistung der Elterntiere, während Retriever-Züchter Wert auf Apportierfreude und „Soft Mouth“ legen.

Hybridzucht kreuzt bewusst verschiedene Rassen. Der Labradoodle (Labrador x Pudel) sollte ursprünglich allergenfreundliche Eigenschaften mit dem Temperament des Labradors verbinden – wobei diese Eigenschaften nicht garantiert vererbbar sind.

Was macht verantwortungsvolle Zucht aus?

Seriöse Züchter investieren zwischen 800 und 2.000 Euro pro Zuchthund in Gesundheitstests, bevor sie zur Zucht zugelassen werden. Dazu gehören rassetypische Untersuchungen wie Herzultraschall beim Cavalier King Charles Spaniel oder Gentest auf Degenerative Myelopathie beim Schäferhund.

Die Welpen werden frühestens mit 8 Wochen abgegeben – in Deutschland ist das sogar gesetzlich vorgeschrieben. Gute Züchter bieten lebenslange Beratung und nehmen den Hund zurück, falls der Halter ihn nicht mehr behalten kann.

VDH-Züchter dürfen maximal zwei Würfe pro Hündin in zwei Jahren haben. Die Hündin muss zwischen dem 15. und 20. Lebensmonat das erste Mal und spätestens mit 8 Jahren das letzte Mal gedeckt werden.

Wie erkennst du seriöse Züchter?

Ein guter Züchter zeigt dir unaufgefordert die Gesundheitszeugnisse beider Elterntiere und lässt dich die Mutterhündin kennenlernen. Er fragt dich ausführlich nach deinen Lebensumständen und Erfahrungen mit Hunden.

Warnsignale sind: Welpen sind immer verfügbar, du darfst das Zuhause nicht besichtigen, oder es werden mehrere Rassen gleichzeitig angeboten. Seriöse Züchter haben oft eine Warteliste und züchten maximal 1-2 Rassen.

Der Preis allein ist kein Qualitätsmerkmal. VDH-Welpen kosten je nach Rasse zwischen 800 und 2.500 Euro – aber auch teurere Hunde können aus fragwürdiger Zucht stammen.