Vitamin D
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das Hunde nicht selbst über die Haut bilden können und deshalb mit dem Futter aufnehmen müssen.
Inhalt
Warum können Hunde kein Vitamin D über die Haut produzieren?
In der Haut von Hunden baut ein sehr aktives Enzym die Vorstufe 7-Dehydrocholesterin zu Cholesterin um, deshalb entsteht dort trotz Sonne kein Vitamin D. Hunde sind deshalb auf die Aufnahme über das Futter angewiesen.
Welche Funktionen hat Vitamin D im Hundekörper?
Vitamin D reguliert die Calcium- und Phosphoraufnahme im Dünndarm. Ohne ausreichende Versorgung kann der Hund diese Mineralien nicht effektiv verwerten, selbst bei calciumreichem Futter. Das Vitamin steuert auch die Kalziumeinlagerung in die Knochen und unterstützt die Muskelfunktion.
Welche Rolle spielt das Futter?
Seit vollständige Alleinfutter weit verbreitet sind, wird ein Vitamin-D-Mangel seltener diagnostiziert.
Mit dem wachsenden Interesse an selbst zubereitetem Futter wächst auch das Risiko eines Vitamin-D-Mangels (Zafalon et al. 2020).
Wie erkenne ich einen Vitamin-D-Mangel beim Hund?
Wachsende Welpen zeigen verbogene Beinknochen, verzögerten Zahnwechsel oder Knochenbrüche bei geringer Belastung (Rachitis). Bei erwachsenen Hunden sind die Symptome subtiler: Muskelschwäche, Lahmheiten ohne erkennbare Ursache oder häufige Knochenbrüche.
Was passiert bei Vitamin-D-Überdosierung?
Zu viel Vitamin D führt zur Hyperkalzämie, der Calciumspiegel im Blut steigt gefährlich an. Die Folgen: Nierenverkalkung, Herzrhythmusstörungen und Organschäden. Erste Anzeichen sind übermässiger Durst, Erbrechen und Lethargie.
Überdosierungen entstehen meist durch falsche Supplementierung, nicht durch natürliche Futterquellen.
Wie viel Vitamin D braucht mein Hund täglich?
Vollständige Alleinfuttermittel sind so zusammengesetzt, dass sie den Nährstoffbedarf decken.
Bei Eigenfütterung oder Krankheiten solltest du die Dosierung nur nach tierärztlicher Beratung anpassen.
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